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Euro-Krise: EZB plant Hilfsaktion für Spaniens Krisenbanken

dapdDer spanischen Finanzbranche droht der Kollaps, jetzt schaltet sich die EZB ein. Laut mehreren Nachrichtenagenturen wollen die Notenbanker die Anforderungen an Sicherheiten für Kredite senken. So kämen die Geldhäuser leichter an frisches Geld.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840269,00.html
  1. #10

    Bad EZB

    Was soll das werden? Die Kriterien für Sicherheiten wurden doch schon unter Trichet gesenkt.
    Wenn noch mehr 2008er-Hypothekenschrott bei der EZB abgeladen wird, verkommt diese bald zur "Bad Bank" Europas. Soll das etwa die künftige Kernaufgabe der Zentralbank sein?
  2. #11

    Zitat von Calex Beitrag anzeigen

    Wieviele Schulden wollt ihr noch machen? Auf Kosten der folgenden Generationen? Zieht die Notbremse. Raus aus dem Euro und Schluss mit der Transferunion.
    Glauben Sie wirklich, die "folgenden Generationen" interessieren sich für irgendwelche "Schulden"?
    Es ist aber schon Zeit, den Euro abzuwickeln.
  3. #12

    D -> raus aus dem Euro

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Deutschland raus aus dem Euro, dann koennen die Suedlaender so viel drucken wie sie wollen.
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Hat die EZB dann auch Ramsch Status oder vergibt sie sich selbst ein AAA mit ***? ;-)
  5. #14

    verdrehte Welt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Die Stützung maroder spanischer Banken mit EZB-Geld, also dem Geld europäischer Steuerzahler macht besonders viel Sinn, wenn andrerseits deutsche Landesbanken nach Weisung der EU-Kommission für teures Geld abgewickelt werden. Europäische Vergemeinschaftung der Rettungskosten südlicher Banken gegenüber "Sonderwegen" in DE, d.h. die Kosten der Zerschlagung der WestLB übernimmt der deutsche, vornehmlich nordrheinwestfälische Steuerzahler allein.

    Genau das ist das Bild europäischer Solidarität, auf die wir so stolz sind.
  6. #15

    EZB nimmt Kurs auf Rechtsbruch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Die EZB-Aufgaben sind klar definiert.

    Wenn die EZB jetzt Geldpolitik betreibt, wie es ihr gefällt ist das regelwidrig und verstösst auch gegen EU-Recht.

    Nicht nur die Politikter der Südländer sondern auch Lagarde vom IWF agieren mit ihren Forderungen wie alte Gutsherren.

    Mehr Europa und mehr Haftung für Europa ist so nicht machbar, jedenfalls nicht auf solidem Pfad.

    Aber letztendlich kann man einem Nackten nicht in die Tasche greifen.
    Insofern ist das Spiel irgendwann ausgeträumt.

    Und die Privatvorsorge der Deutschen versenkt!
  7. #16

    Maske ist gefallen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Für Deutschland sind die spanischen Banken sicher nicht systemrelevant.

    Das dürfte interesant werden.

    Bzw. hat den Akteuren die Maske vom Gesicht gerissen.
  8. #17

    Eine weitere verdeckte Hilfsausweitung zu unseren Lasten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    De
    Offensichtlich reichen die zugesagten Mittel für die Bankenrekapitalisierung aus dem EFSF nicht aus, um eine nachhaltige Stabilisierung des spanischen Bankensektors herbeizuführen. Auch dürfte die spanische Regierung nicht in der Lage sein, dies mit eigenen Mitteln selbst durchzuführen. Durch den Liquiditätstender LTRO mit einem Volumen in Höhe von 1.018 Milliarden EUR hat die EZB den europäischen Bankensektor versucht zu stabilisieren, der Interbankenhandel jedoch ist immer noch von einem gewissen Mißtrauen über den Umfang der tatsächlichen Abschreibungs- und Rekapitalisierungsvolumina geprägt.

    Da die möglichen ausleihbaren Voluminia aus dem EFSF kaum noch ausreichen dürften, der ESM noch nicht funktionsfähig ist, soll offenbar die EZB hier eine weitere Brückenfunktion erfüllen. Die EZB hat bereits spanische und auch italienische Staatsanleihen von einem beachtlichen Bestand in ihren eigenen Büchern. Auch sind die Target 2 Salden dieser beiden Euroländer beachtlich, ein sich verstärkender Kapitalabfluß erschwert die binnenkonjunkturelle Erholung nachhaltig.

    An dieser EZB-Hilfspolitik kann man zumindest aus deutscher Sicht erkennen, wie gering unser eigener Einfluß auf die Ausgestaltung einer stabilitätsorientierten Geld- und Währungspolitik geworden ist. Dies ist sicherlich auch einer der Gründe für die Rücktritte von Axel Weber und von Jürgen Stark gewesen.

    Diese Risikopositionen möchte man gerne aus den EZB-Büchern in den neuen Fonds ESM verschieben, der auch noch die Banken rekapitalisieren soll. Die Mittel der beiden zeitweiligen Parallelfonds EFSF und ESM in Höhe von 940 Milliarden dürfte aber dafür nicht ausreichen, die tatsächlichen Ausleihevolumina sind wohl deutlicher geringer und die Refinanzierungsfähigkeiten der Fonds müssen kritisch hinterfragt werden. Weitere Einzahlungen in die Fonds sind daher zu erwarten, eine weitere Belastung ist die angedachte Bankenunion mit den Basel III Kriterien. Die Bedingungen des Fiskalpaktes müssen gleichzeitig ebenfalls eingehalten werden.

    Wir dürfen uns also auf weitere, erhebliche Belastungen einstellen, Aufwertungsgewinne einer eigenen stabilen Währung als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende entfallen für uns selbst weiterhin.
  9. #18

    Die Aufgabe einer Zentralbank aus monetärer Sicht.

    Als die EZB gegründet worden ist, sollte sie eine ähnliche Konzeption und Funktion einnehmen wie das Vorbild der Deutschen Bundesbank. Nun hat sie wenigstens ihren Sitz in Frankfurt und nicht in Paris, aber ihre Rolle ist inzwischen weit entfernt davon, die Währung Euro nach innen (Preisstabilität) wie nach aussen (stabiler Wechselkurs) zu sichern. Bereits die Deutsche Bundesbank war nicht immer im Einklang mit den Interessen der Politiker, denen hoher Beschäftigungsstand und Wachstum immer wichtiger waren. Dabei hat die Bundesbank aber eire Beliebtheit beim Volk genossen, die bemerkenswert war. Denn die DM war stabil und wurde immer konkurrenzfähiger gegenüber anderen Währungen. Die Bundesbank legte den Zinssatz fest und alle anderen europäischen Staaten mussten kuschen. Es waren herrliche Zeiten. Dann kam die Wiedervereinigung, bei der die ersten schweren ökonomischen Fehler begangen worden waren. Und dann kam der Euro, sozusagen als Gegenleistung für die politische Anerkennung des Zusammenschlusses von BRD und DDR. Aber der Euro ist quasi der Mittelwert aller Währungen der Währungsunion. Wie soll die EZB da eine vernünftige Politik machen. Die Interessen der Einzelstaaten und die ökonomischen Bedingungen lagen weit auseinander. So ist die EZB zu einer traurigen Institutin verkommen. In ihren Bilanzen haben sie hochspekulative Staatsanleihen und idas Vertrauen der internationalen Finanzmärkte in die EZB ist angeschlagen. Mich wundert, dass aus dieser Institution, die aus wirklichen Fachleuten besteht, nicht endlich einer aufsteht und sagt; Der Euro ist gescheitert und musste scheitern. Lasst uns eine Lösung finden, die Sinn macht: Die Teilung in Nord- und Süd-Euro.
    Nur dieser Weg hat Erfolg. Ansonsten werden auch die Geldreserven der Deutschen langsam aufgezehrt werden.
    Geld entsteht aus Kredit. Wer seine Kredite aber nicht bedienen kann, sollte auch nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten keine mehr erhalten. Die Ökonomen v. Hajek, Schumpeter und der monetäre Keynes wären die richtigen Bücher zum Lesen, falls die "grauen Herren" der EZB nicht mehr weiter wissen. Das derzeitige Krisenmanagement ist jedenfalls eine Katastrophe!
  10. #19

    nene

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Werter Forist Rabenkrähe,
    "EZB macht Banken froh - und die Staaten ebenso ...",
    diese EZB Maßnahmen sind nicht zwecklos,
    sie kaufen uns Zeit bis zum Ende, das in etwa 3 Jahren
    kommen wird.

    Vielen südeuropäischen Banken droht die Pleite,
    weil sie fällige Schuldscheine nicht zurückzahlen können
    und Anleger Gelder abzogen.

    Andere Banken hingegen wissen nicht wohin mit
    dem vielen Geld, das sie haben.
    Aber einen großen Bankencrash zum jetzigen Zeitpunkt
    möchte ich nicht erleben... dann lieber
    so weitermachen... MfG wibo2
    ........

    Wenn so weitergemacht wird, wird es immer schlimmer, weil einfach die Verschuldung und die Schräglagen wachsen.
    Dabei gibt es durchaus sinnvolle Lösungen, wie eine Währungsreform, die ohnehin kommt, nur heute mit ein wenig weniger Schmerzen durchzuführen wäre.
    Nur paßt sie wohl nicht in diverse Wahltermine.
    Man kann es auch beim Euro belassen, dann aber nationale Parallelwährungen einführen, die per frei flotierendem Verrechnungskurs an den Euro gebunden sind. Hatten wir schon zur Euro-Einführung, wo es sehr gut funktionierte.
    Warum also nicht weiter.
    Diese ständige Gelddruckerei ist doch zum Gähnen und einfach kontraproduktiv, siehe Bazooka vom Dezember.
    rabenkrähe








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