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Euro-Krise: EZB lässt Leitzins auf Rekordtief

Die Europäische Zentralbank hat die erste Entscheidung des Tages verkündet: Die Notenbanker halten den Leitzins in der Euro-Zone auf dem historischen Tief von 0,75 Prozent. Mit Spannung wird erwartet, was EZB-Chef Draghi zum umstrittenen Anleihenprogramm sagen wird.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...854313,00.html
  1. #1

    Wenn die Börsen jetzt schon jubeln,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank hat die erste Entscheidung des Tages verkündet: Die Notenbanker halten den Leitzins in der Euro-Zone auf dem historischen Tief von 0,75 Prozent. Mit Spannung wird erwartet, was EZB-Chef Draghi zum umstrittenen Anleihenprogramm sagen wird.

    EZB lässt Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    dann fließt heute Nachmittag Champagner.
    Wenn Hr. Draghi dann noch den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen bekannt gibt, stehen die Finanzmärkte Kopf.

    Ich bin aber jetzt mal tatsächlich auf die offizielle finnische Reaktion darauf gespannt.
    Völlig scheint die Kuh noch nicht vom Eis bzw. auf dem Eis zu sein, je nach Betrachtungsweise, sonst hätte Hr. Draghi sich dahingehend schon geäußert. Wahrscheinlich versucht Hr. Weidmann noch, Allianzen gegen Draghis Pläne zu schmieden und sie zu verhindern.
    Na schaun wir mal!
  2. #2

    Was soll das bringen, wenn nur wenige zu diesen Konditionen über das Geld risikolos verfügen können. Verpulvern die Weniges es, dann soll der Schaden beim Steuerzahler anfallen.
    Ein effizienteres System würde dafür sorgen, dass das Geld in der Wirtschaft ankommt und nicht bei Staat (der hat genügend Steuereinnahmen) und Investmentabteilungen (das Trennbankensystem muss sofort eingeführt werden).

    Aber solange man nur redet und nicht handelt verliert man (gewollt?) wertvolle Zeit! Effizient ist das nicht, denn wenn das Kartenhaus zusammenfällt, dann wird es auch die Profiteure erwischen - so könnten sie vorab aber auf einen kleinen Teil des Kuchens um an der Spitze des Kartenhauses zu bleiben. Aber wegen solcher Uneinsichtigkeit scheiterten schon Lenker einiger Staaten (franz. Revolution, ja selbst Rom scheiterte wegen seiner Dekadenz der Obersten (bitte verwenden Sie hier nicht das Wort Elite!!!!) in einer ähnlichen Art und Weise)
  3. #3

    Jetzt heisst es in den...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank hat die erste Entscheidung des Tages verkündet: Die Notenbanker halten den Leitzins in der Euro-Zone auf dem historischen Tief von 0,75 Prozent. Mit Spannung wird erwartet, was EZB-Chef Draghi zum umstrittenen Anleihenprogramm sagen wird.

    EZB lässt Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    ...Propagandamedien nur noch "Anleihenprogramm". Mensch, das ist ein eigentlich verbotener Bailout!!! Das ist nicht nur umstritten, das ist VERBOTEN! Nur gelten Verbote nicht fuer die EUdSSR, Bankster und Politiker.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Am Finanzmarkt legte der Euro kräftig auf 1,2644 Dollar zu, der Dax lag zeitweise 1,2 Prozent im Plus. "
    EZB lässt Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    Das mit dem Dax kann ich noch verstehen.

    Aber es scheint mir einfach unlogisch, dass eine Währung dann im Wert steigen soll, wenn ihr Angebot erhöht wird. Dann müsste man ja nur genügen Öl fordern und es kostet bald nichts mehr. Aber Öl scheint ja endlich zu sein - das allerdings ist Geld auch. Was wollen wir denn mit Milliarden von Papiergeld, welches man doch nirgends eintauschen kann (in Zeiten von Inflation ist häufig eine Umstellung auf den Tausch von Naturalien (bspw. Wurst gegen Stuhl) zu beobachten). Da der Wert einer Währung somit auf eine gewisse Art und Weise endlich ist, versteh ich obigen Zusammenhang einfach nicht! Mag am "Vertrauen" der Märkte (wer oder was das auch immer ist - können mir weder Professoren noch Journalisten sagen. Politiker antworten nicht auf die Anfrage.) liegen.
  5. #5

    Keine Sorge

    Schäuble in der Tagesschau von gestern hat gesagt: es wird keine Anleihen von der EZB geben auch auf Nachfrage der Sprecherin. Und Schäuble lügt nicht.
  6. #6

    tja, niedrige Zinsen bei relativ hoher Inflation. Das ist der Zündstoff für Inflation. Früher bei der Bundesbank undenkbar! :-(
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Am Finanzmarkt legte der Euro kräftig auf 1,2644 Dollar zu, der Dax lag zeitweise 1,2 Prozent im Plus. "
    EZB lässt Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    Das mit dem Dax kann ich noch verstehen.

    Aber es scheint mir einfach unlogisch, dass eine Währung dann im Wert steigen soll, wenn ihr Angebot erhöht wird. Dann müsste man ja nur genügend Öl fordern und es kostet bald nichts mehr. Aber Öl scheint ja endlich zu sein - das allerdings ist der Wert des Geldes auch.
    Was wollen wir denn mit Milliarden von Papiergeld, welches man doch nirgends eintauschen kann (in Zeiten von Inflation ist häufig eine Umstellung auf den Tausch von Naturalien (bspw. Wurst gegen Stuhl) zu beobachten). Da der Wert einer Währung (oder das Vertrauen in eine Währung) somit auf eine gewisse Art und Weise endlich ist, versteh ich obigen Zusammenhang einfach nicht!
    Mag am "Vertrauen" der Märkte (wer oder was das auch immer ist - können mir weder Professoren noch Journalisten sagen. Politiker antworten nicht auf die Anfrage.) liegen.
  8. #8

    Ja ja, die sprichwörtlich solide deutsche Fiskalpolitik

    Jedenfalls ist der Anleihekauf eine wirkungsvolle Medizin um die „Märkte“ zu beruhigen. Besser wäre da noch, wenn eine staatliche Bank am Primärmarkt eingreifen könnte. Die „Märkte“ könnten sehr schnell begreifen, es ist unmöglich ein €-Land nach dem anderen in die Bredouille zu bringen. In den hochverschuldeten Ländern, wie GB, USA, Japan wissen die „Märkte“, dass die Notenbanken mit der Hauptaufgabe einer Notenbank eventuell unbegrenzt Anleihen des eigenen Landes aufzukaufen bereit stehen. Italien und Spanien könnten dann schnell zur gewohnt soliden Haushaltsführung zurück finden. Die traditionell durch unsolide Neuverschuldung bekannte Bundesrepublik dürfte es allerdings schwer fallen in der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Abkühlung im Wahljahr 2013 eine solide Haushaltsführung mit Einhaltung der Schuldenbremse hin zu bekommen. Dies gilt besonders, wenn das Schutzabkommen für Steuerhinterzieher mit der Schweiz scheitern sollte.








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