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Euro-Krise: EZB bereit für neue Anleihenkäufe

DPAEZB-Chef Mario Draghi weckt Hoffnungen: Er deutet an, dass die Europäische Zentralbank und der Rettungsfonds ESM bald Staatsanleihen von Krisenländern wie Spanien und Italien kaufen könnten. Was soll die Aktion bringen? Was sind die Risiken? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...847813,00.html
  1. #170

    Peak Oil

    Zitat von rurei Beitrag anzeigen
    Vergessen sie Peak Oil:

    .................

    alles klar?
    Klar ist vor allem, dass Sie keine blasse Ahnung haben und unwissenschaftlichen Argumenten glauben! Es wird von Kornupisten (Wachstums-Optimisten) immerzu übersehen, dass die Erdöl-Zivilisation erst wenige Jahrzehnte alt ist und industrielles Wachstum auf exponentiellem Wachstum basiert. Deshalb würde sich Peak Oil selbst wenn wir heute tatsächlich unerwartet über das doppelte oder vierfache an Volumen an konventionellem Erdöl verfügten, nur um 5 bis maximal 10 Jahre in die Zukunft verschieben. Exponentialfunktionen besitzen sehr unangenehme Eigenschaften, die ein mathematisch ungeschultes menschliches Bewusstsein nicht wirklich nachvollziehen kann: die moderne industrielle Zivilisation sitzt heute am raketenartig aufstrebenden Ende einer Hockey-Stick förmigen Wachstumskurve.

    Die heute jährlich konsumierte Menge an Erdöl (30 Giga-Barrel) ist so gewaltig, dass selbst große Erdölfunde dagegen klein aussehen. Zudem lässt sich das im Fels befindliche konventionelle Erdöl nicht beliebig schnell fördern, sondern erst nach einer bis zu 10 Jahre dauernden Planungs- und Bohrphase. Die am leichtesten förderbaren Vorkommen werden bereits seit vielen Jahrzehnten gefördert und die meisten davon gehen rasch zur Neige (die gemittelte Depletionsrate liegt bei über 10 %). Alleine um diese Depletion alter Felder auszugleichen, wird von 2012 an alle 4 Jahre eine Förderkapazität von der Größe Saudi-Arabiens neu physisch online gehen müssen, was schon aufgrund der üblichen Planungs- und Bohrphase nicht möglich sein wird.

    Tiefseeöl wie das von Tupi gehören zu den unkonventionellen Ölen, die einen sehr hohen technischen Aufwand erfordern und mit großen Risiken verschiedener Art verbunden sind. Ihr EROI (Energy Return on Investment) ist wie das des unkonventionellen Erdöls viel schlechter als beim konventionellen Erdöl.

    Es führt deshalb kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass wir Abschied nehmen müssen vom gewohnten verschwenderischen Umgang mit Erdöl, Energie und Ressourcen. Neue Formen der Elektrizitätsgewinnung wie vielleicht in Zukunft die Kernfusion, werden das Problem fehlender günstiger Treibstoffe, kultivierbarer Ackerböden oder mineralischer Dünger nicht lösen können. Die Erde ist nämlich auf Dauer nicht für eine lineare und exponentielle Industriekultur geeignet. Entweder lebt man im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ihr oder ohne sie. Dem exponentiellen Wachstum und Verbrauch muss ein Ende bereitet werden. Was wir wirklich brauchen ist daher eine neue Zivilisationskultur, die intelligenter und einsichtiger wirtschaftet.
  2. #171

    Inverses Kursfeuerwerk

    Würde mich mal interessieren, was Weidmann dem Draghi bei dem gestrigen Gedankenaustausch vorgetragen hat.

    Draghi hat heute sogar verneint, in seiner Londoner Rede (die mit dem Kursfeuerwerk) Anleihekäufe wörtlich erwähnt zu haben.

    Die Märkte kotzen jedenfalls ... und morgen ist auch noch Freitag. Hollande und Monti hängen bestimmt schon wieder bettelnd am Telefon.
  3. #172

    Dumm und dümmer...

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Anleiheankäufe durch die EZB, unsere Rettungsgelder sehen wir nie wieder. Deshalb je früher dieser Euro-Spuk beendet wird, umso besser. Einen Italiener zum EZB-Präsidenten zu machen, war ein großer Fehler, das wird dem deutschen Steuerzahler noch das letzte Hemd kosten!Die Deutschen haben nur eine Stimme im EZB-Rat wie Zypern oder Luxembourg, da werden wir leicht überstimmt. Welcher Phantast in Berlin/Bonn hat dem zugestimmt, Herr Waigel?
    Welche Experten haben eigentlich im ESM Vertrag verankert, dass jedes EU-Mitgliedsland nur eine Stimme hat?

    Deutschland mit einem Anteil von rund 27% am ESM soll genau soviel zu sagen wie beispielsweise Zypern mit 0,19% oder Malta mit 0,07% ?

    Die Unterzeichnung des ESM durch unsere Politiker weist auf schwere Defizite im Urteilsvermögen hin.

    Herr lass Hirn regnen, besonders auf unsere Experten dieser "genialen" Regierung. Diesen intellektuellen Einzellern sollten wirklich alle Bürgerrechte entzogen werden.
  4. #173

    Diese Ffter Bad-Bank

    hat in den Maastricht-Verträgen ihren Arbeitsumfang mitgeteilt bekommen. Den will sie offensichtlich nicht einhalten um
    a. "Märkte" zu beruhigen
    b. Bankrotten Staaten billig Geld zu weiteren Verschwendereien zu besorgen.

    Es ist nicht davon auszugehen das der Reformdruck bzw. -wille weiterhin in PIIGs bestehen bleibt wenn man Geld so billig bekommt das man die Zinsen und die jeweils Umtäusche von fälligen Anleihen zu neuen Anleihen bequem aus dem laufenden Haushalt bezahlen kann. An eine Rückzahlung ist eh nicht zu denken.
    Italien machte es bereits vor. Spanien wird dann folgen und GR ebenfalls. Dann werden Portugal und Irland die gleichen Rechte für sich fordern.

    Und was wird der Otto-Normalo davon haben? Eben, nix weil sein Geld nämlich wie Butter in der Sonne dahinschmilzt, in vulgo auch Inflation genannt.
    Und der Otto-Normalo, der diese Lügenwährung aus eben diesen Gründen nie haben wollte, haftet auch mit seinen Steuergroschen für diesen Irrsinn, kommt noch hinzu.

    D.h. wir werden nicht nur PIIGS aus dem eigenen Portemonnaie unbefristet aushalten dürfen (die ein sehr niedriges Zins-Niveau haben das sie bei weitem vor der Einführung des ECU-Geldes nicht hatten (und trotzdem ihre Haushalte nicht sanieren wollten)), wir werden auch eine wachsweiche Inflationswährung haben (was vielleicht für den Export noch taugt) und der Lebensstandard in Dtld wird noch weiter absaufen als bisher schon.
    Spätestens mit den dt. Schuldenbremsen wird es noch erheblich wüster mit dem Abstieg werden.

    Dagegen sieht es dann hier bereits so aus:
    Straßen-Unterhalt: Wird immer mehr aus der LKW-Maut bezahlt die natürlich auf die Warenpreise umgelegt wird.
    Ausbau des Bildungs- und Studienwesens (als einzige dt. "Rohstoffquelle"): Jetzt schon kein Geld mehr da.
    Sozialer Wohnungsbau: Kein Geld da.
    Reales Preis-Leistungsverhältnis von Gütern: Existiert zu Gunsten von absurden Gewinn-Erwartungen pp an den Börsen pp seit 2000 eh nicht mehr.
    Kommunen und Bundesländer: So gut wie kein Geld mehr da.
    TargetII-Außenstände: Irgendwo zwischen 1,2 und 2 Bio. DM.
    Die Liste ließe sich mit Sicherheit noch kilometerlang weiterführen.

    Fazit: Diese ECU-Geld-Währung hat mittlerweile auch in Dtld. zu einem absoluten Fiasko geführt und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht, es kann also nur schlechter werden.
    Dafür "retten" wir aber mittlerweile Gott und die Welt für deren Zins-Ersparnissen bei Staatsanleihen damit das lustige Leben von Gott und der Welt unbeschränkt weiterlaufen kann.
    Retten wir nicht sofort und bedingungslos dann unterlaufen mittlerweile irgendwelche brüsseler Behördchen, in der wirtschaftlicher Sachverstand offensichtlich nur dünn gesät ist, diese lästigen Hemmnisse seitens der Deutschen immer offenkundiger.

    Dtld.hat in diesem ECU-Club mittlerweile nichts mehr verloren und sollte dringend nur noch dann brüsseler Richtlinien umsetzen wenn diese ausschließlich im dt. Interesse sind.
    Denn es zeigt sich immer mehr dass die brüsseler EWG lediglich ein nationaler Interessenküngel ist der an einer EU nur dann Interesse hat wenn man möglichst günstig und ungestört Waren absetzen kann.
  5. #174

    Zitat von Weltbild Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sollten endlich einmal nachdenken anstelle zu denken von sich selbst bis zur Spitze ihrer Nasen. Den Euro haben wir nötig, Wiedereunführung der DM ist Unsinn und wir leben in Europa und nicht nur in Deutschland. Oder vergisst man das nach dem zweiten WK Deutschland mit einem Marshallplan auf die Beine geholfen hat? Die meisten Kommentare sind Geschwätz von Leuten die die Zusammenhänge nicht verstehen. Ich kann nur hoffen dass dies nicht representativ ist für alle Deutschen. Man soll endlich die Staatsanleihengarantieren und den Ländern die Probleme haben mit Konjunkturprogrammen auf die Beine helfen. Alles andere endet im Krieg!
    Deustchland braucht den Euro nicht. Zumal es 10 EU Länder ohne Euro gibt. Leben diese dann nicht mehr in Europa nach ihrem Weltbild?

    Marshallplan galt für viele Länder in Europa. Zudem wurden dort nicht Gelder reingesteckt,die das Geberland in die Pleite bringen kann.
    Und ausserdem hat Deutschland jede Pfennig zurück gezahlt. Wird der Club Med ehe rnicht machen.

    Zu allerletzt gibt es noch einen rieisigen Unterschied,ob man hilft ein zerstörtes Land wieder auf zu bauen (unter anderem als Bollwerk gegen den Kommunismus), oder ab man nach 10 Jahren Dauerparty in den betorffenen Ländern dafür gerade stehen soll,das die Party weiter gehen kann in diesen Ländern.
  6. #175

    Sie meinen ÖLSCHIEFER!

    Zitat von Izmir.Übül Beitrag anzeigen
    Schauen Sie sich mal den Film "Petropolis" über die Realität des Ölschieferabbaus in Kanada an (ich beschäftige micht nicht erst seit gestern mit diesem Thema).
    Tja, das ändert erstens nichts daran, dass die USA dieses SCHIEFER-GAS trotzdem (Umwelt-gefährdend) fördern werden, und zweitens sollten die Deutschen endlich STURHEIT und FANATISMUS abschwören und UMSICHTIG, OFFEN und NEUGIERIG bleiben, es gibt nämlich durchaus auch Neuentwicklungen die Umwelt-freundliche Förderung von Schiefer-Gas (riesige Vorkommen in Deutschland) ermöglichen sollen, aber wenn man bei dem Wort "Gas" schon grün auf Durchzug, Kontra, Ignoranz und Panikmache schaltet, will man sich ja gar nicht unvoreingenommen mit Alternativen auseinandersetzen...
  7. #176

    Zitat von kit_fisto Beitrag anzeigen
    "Shale-Gas" - Die USA sitzen drauf, wir haben Angst davor.
    Haben wir grad hier in der Region.
    Meine Haltung ist da ganz einfach:
    Wenns so risikolos ist, wie uns das die Ölmultis verkaufen wollen, haben sie bestimmt keine Schwierigkeiten damit unbegrenzt für Umweltschäden zu haften. Kann ja nix passieren, ist ja nur rein theoretisch.
    Aber irgendwie wollen die nicht und finden komischerweise auch keine Versicherung, die ihnen das abdecken will.... tja, ich will dann auch nicht. ;)
    Ist wie bei Atomkraftwerken. Absolut sicher, aber haften? Najagut.. bis 3 Mrd und der Rest der Steuerzahler... und auch das übernimmt komischerweise keine Versicherung.

    Müßte doch ein Bombengeschäft sein, wo es doch völlig risikolos ist.
    Komisch, komisch, komisch.
  8. #177

    Die e i n e Lösung gibt es eben nicht.

    Zitat von andreasoberholz Beitrag anzeigen
    Das stimmt, aber das muss derzeit nicht das Instrument der Wahl sein. Es kann ja auch sein das Draghi recht behalt, wenn er gegen das Mandat der EZB verstößt, was dann? Dann wird er als Held gefeiert der die Probleme mal anderes angegangen ist.

    Es ist übrigens Utopie zu glauben wir können das Problem lösen ohne das die Bürger dafür bluten müssen. Ob durch Inflation oder andere Maßnahmen.

    Logisch ist:
    KOSTENLOS ist eine Lösung der Probleme nicht zu haben.

    Übrigens das hat unsere Großelterngeneration auch hinter sich und ca. 10 Jahre später ging es wieder blendend aufwärts und man lebte in Saus und Braus wo vorher Schutt und Asche war....

    Es steht natürlich jedem Frei den Kopf in den Sand zu stecken um dann unterirdisch laut zu Schreien:
    Nein, es gibt keine Lösung für das Problem wir sind verloren....

    Es gibt mit Sicherheit eine Lösung, es fehlt nur derjenige der es endlich anpacken will, und zwar richtig...Da sehe ich Frau Merkel auf einem gutem Weg.... die sicher bald wieder aufs Parket treten wird um die Kompassnadel neu zu justieren....
    1. Herr Draghi hat keine neue Lösung. Es läuft auf "Gelddrucken" hinaus. Das hat bisher immer zur Staatspleite geführt. Und danach sind oft Köpfe gerollt.

    2. Die meisten Menschen, die verstanden haben, was da läuft, wollen lieber jetzt einen harten Schnitt (auch mit harten Konsequenzen) und danach anpacken und wieder aufbauen. Das dauerhafte Aussaugen führt aber nur zu Depressionen.

    3. Die Wunderwaffe gibt es nicht. Weil die Probleme in den einzelnen Ländern einfach zu unterschiedlich sind.

    4. Der Crash kommt, ob früher oder später. Jeder, der sich mit der Ludwig von Mises, der alle Phasen exakt vorausgesagt hat, beschäftigt weiß das.

    5. Die Frage ist nur: wie geht es danach weiter? Machen wir den gleichen Mist wieder? Erkennen wir die Fehler (und auch die Schuldigen, die sich daran bereichert haben und die wir dafür verantwortlich machen müssen, damit solche Fehler nicht mehr so schnell gemacht werden)? Die Diskussion muss also in Richtung "gedeckte Währungen" laufen. Das heutige Währungssystem muss zwangsläufig immer wieder durch Crashs auf Restart gestellt werden. Das wird aber niemand mehr mitmachen, der nicht vollkommen dämlich ist.
  9. #178

    EZB und ESM...

    Zitat von chrido Beitrag anzeigen
    Welche Experten haben eigentlich im ESM Vertrag verankert, dass jedes EU-Mitgliedsland nur eine Stimme hat?
    Deutschland mit einem Anteil von rund 27% am ESM soll genau soviel zu sagen wie beispielsweise Zypern mit 0,19% oder Malta mit 0,07% ?
    Sie haben recht über die Stimmen-Unrechtsverteilung im EZB-Rat (trotzdem hat die BuBa mehr Gewicht, sah man heute!)

    Aber Sie verwechseln da gerade entscheidendes! - Der ESM korrigiert nämlich gerade DAS - Dort hätte Deutschland nämlich Veto-Recht - 27% reichen um >80%-Beschlussfassung JEDERZEIT zu blockieren - AUßER: Club-Med würde D nicht zur Abstimmung einladen, realistisch? ROFL!
  10. #179

    Zitat von Absurdistan-Veteran Beitrag anzeigen
    Die Märkte kotzen jedenfalls ... und morgen ist auch noch Freitag. Hollande und Monti hängen bestimmt schon wieder bettelnd am Telefon.
    Ist doch super! Die Märkte interessiert doch nur, dass kurzfristig wieder frisches Geld in ihr infantiles Spielcasino kommt. Ob dann übermorgen die Welt untergeht oder Inflation Millionen von Menschen zu Bittstellern macht, ist denen doch vollkommen schnuppe. Die (Finanz-)Märke haben sich von der Realwirtschaft entkoppelt. Drum merke: kotzen die Märkte hat der Mensch noch Chancen auf eine Zukunft.


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