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Euro-Krise: Exporteure klagen über Imageschaden durch Merkels Sparkurs

APDie rigide Sparpolitik der Kanzlerin sorgt in Europa für Unmut, das bekommt offenbar auch die deutsche Exportwirtschaft zu spüren. Der Branchenverband berichtet bereits über eine zunehmende Zurückhaltung der Handelspartner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...841849,00.html
  1. #280

    Sparen ist richtig und notwendig!

    Es geht nicht darum, dass die Krisenländer jetzt reibungslos den Turnaround schaffen und wieder das Leben genießen. Das ist unmöglich. Es geht darum, dass die Krisenländern dauerhaft den Turnaround schaffen und das Ergebnis der Bemühungen heute wird sich erst mittelfristig einstellen.

    Der Trinker auf Entzug hat natürlich auch Schmerzen wegen des Entzugs. An den Schmerzen ist aber nicht der Entzug schuld, sondern die Alkoholsucht. Schafft der Trinker es, ein ganzes Jahr trocken zu bleiben, hat sich sein Gesundheitszustand dauerhaft erholt.

    Ob überschuldet oder alkoholsüchtig... die gleiche Diagnose, der gleiche Krankheitsverlauf, das gleiche Rezept, die gleiche Heilungsprozess. So wie es keinen leichten Weg aus der Alkoholsucht gibt, gibt es auch keinen leichten Weg aus der Überschuldung.
  2. #281

    Antwort Teil II-II

    Zitat von dorr Dresdneruhnigumm Beitrag anzeigen
    Soll deustchalnd so schwach werden wie dei anderen Länder? Und wem hilft das? Die Chinesen werden weiterhin die europäischen Produkte aus dem Markt verdrängen.
    Sie stehen voll im Bann der großen Erzählung unserer Zeit, mit der unsere Gesellschaften neoliberal zugerichtet werden, nämlich der Erzählung von dem angeblich „neuen“ Phänomen der Globalisierung.

    Zitat von dorr Dresdneruhnigumm Beitrag anzeigen
    Grossdenker. Ich weiss nicht wa sSie unterGrossdenker meinen, aber ich meine aus ganz pragmatischen gründen.

    Unsere Konkurrenz ist die ganze Welt. China, Indien, usw.
    Marx spricht vom „Säurebad der Konkurrenz“ und man merkt ja schon, wie sich vieles auflöst, Arbeitnehmerrechte, Sozialstaat, solidarisches Denken.

    [...]
    jetzt soll Deutschland so schlecht werden wie die anderen. Wem wird das helfen?
    Im Endeffekt niemandem.

    man nur vertagt das problem und es wird immer schlimmer.
    Deutschland muss nur seine Lohn- und Sozialdumpingpolitik aufgeben. Das derzeitige „Race to the bottom“ macht alles schlimmer, ganz real und in Farbe.
  3. #282

    Der Ignorant

    Zitat von hwolf@gmx.net Beitrag anzeigen
    Träumer. Ich lach mich tot.
    Vorher sollten Sie sich noch besser informieren.

    Unternehmenssteuerdumping? Deshalb sind auch Firmen wie Nokia in andere Länder abgezogen? Weil dort die Unternehmenssteuer höher ist. Ich krieg mich nicht mehr ein. Unsere EU-"Partnerländer" waren es, die Firmen mit Dumpingsteuern bzw. sogar Steuerfreiheit, kostenloses Bauland etc. gelockt haben. Wachen Sie auf, Sie Träumer.
    Nur ein Hinweis: Seit 2008 gilt in D. ein Körperschaftssteuersatz von lediglich 15 Prozent. Wenn Firmen abwandern (einige kommen mittlerweile wieder ins warme Nest zurück), hat das viele Gründe, da geht es nicht nur um Steuerbelastung. Sie sollten also die Backen nicht gar so aufblasen, Sie Ignorant!
  4. #283

    Interessant zu sehen...

    ... dass es hauptsächlich die großen deutschen Konzerne sind, die so vehement für den Euro und einer Stabilisierung der Südländer zu "jedem Preis", eintreten. Ist ja auch klar: hat doch die Entwicklung in Europa zu einem in Bezug auf die deutsche Produktivität geradezu sagenhaft günstigen Wechselkurs geführt. Eine D-Mark, oder ein Nord-Euro müsste massiv aufwerten (zum Wohle der Mitarbeiter aber auf Kosten des Profits der Unternehmen). So lässt es sich aber wunderbar in die Nicht-Euro Welt exportieren - ohne große Anstrengungen. Das dicke Ende kommt da aber noch: während Länder, wie z.B. die Schweiz, aufgrund eines relativ starken Frankens, massiv in bessere und günstigere Prozesse investieren müssen, um die Attraktivität für ihre Produkte zu verteidigen, können sich die deutschen Unternehmen auf die "faule Haut" legen. Wer am Ende wettbewerbsfähiger sein wird, wird man sehen...
    Und man muss es nochmal klarstellen: auch innerhalb der Industrie gibt es größte Meinungsunterschiede zu diesem Thema. Gerade die Mittelständler, bzw. Familienunternehmer, sehen mehr Gefahren als Chancen. Kein Wunder, dass da momentan dicke Luft ist, bei den Verbänden: Mittelständler schießen gegen den BDI: Der Streit zwischen den Wirtschaftsverbänden eskaliert: Während ...
    Und noch was zu Bosch: Bosch hat 2011 im Verhältnis zu seinen Wettbewerbern ein schlechtes Jahr gehabt. Grund unter anderem: Milliarden Abschreibungen und Verluste im neuen Solarbereich. Dafür müssen jetzt alle Lieferanten auch im KFZ Bereich büßen. Ich habe selbst die Einkaufsverhandlungen für dieses Jahr erleben dürfen, die, eigentlich unwürdig für Bosch, mit allen Tricks, Härte und Drohungen geführt wurden. Und dass die Umsatzprognose schlecht ausfällt, liegt auch eher am weltweiten zurückgehenden Bosch Diesel Geschäft, als am Euro...
  5. #284

    Sollte dann nicht die Exportwirtschaft die Transferunion finanzieren?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die rigide Sparpolitik der Kanzlerin sorgt in Europa für Unmut, das bekommt offenbar auch die deutsche Exportwirtschaft zu spüren. Der Branchenverband berichtet bereits über eine zunehmende Zurückhaltung der Handelspartner.

    Exporteure klagen über Imageschaden durch Politik von Merkel - SPIEGEL ONLINE
    Wenn das so ist, dann könnte ja die deutsche Exportindustrie die Kosten für die Transferunion übernehmen.

    Oder sorgt die „rigide Sparpolitik der Kanzlerin“ nur deshalb für Unmut, weil sich die Exportwirtschaft längst darauf eingestellt hat, dass sie die Profite aus dem Export in die Eurostaaten privatisierten darf, während die Politik die Kosten für die zugehörige Exportförderung an die Steuerzahler sozialisiert?
  6. #285

    Das stimmt so nicht

    Wenn SPD und Grüne 2013 die Regierung übernehmen, kommen als erste die Eurobonds und ein Schuldentilgungsfonds. Das haben sie u.a. als Ergänzung zum Fiskalpakt in Brüssel eingebracht. Also: Vergemeinschaftung der Schulden. -Deutschland als großer Zahlmeister- bezeichnet als Solidarität. Das ist genau so, als würde man einem Diabetiker Zucker gegen den Blutzucker geben. Dann kommt noch ein Wachstumspaket, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass das lediglich ein Strohfeuer ist und damit Geld verbrannt wird usw. Eigentlich sollte man erwarten können, dass das Wahlvolk aus den Fehlern der rot/grünen Regierungszeit (Beitritt Griechenlands, Aufweichung des Stabilitätspaktes, Deregulierung der Finanzmärkte mit der Folge von Hedgefonds usw.) die Erkenntnis gewonnen hätte, dass beide Parteien nicht in der Lage sind, mit Finanzen umzugehen. Und damit bleibt nichts wie es war, sondern verschlimmert sich für das deutsche Volk.
  7. #286

    400 Milionen

    Wurde da nicht vor 20 Jahren etwas von einem 400 Milionenmarkt EU Schwadroniert insbesondere auch von Wirtschaftsvertretern.Ein 400 Milionenmarkt bestehend aus innzwischen Pleities.Ja ja schöne Marktwirtschaft das dieser ,,Markt,, längst mit Geldschöpfung gespeist wird DAS haben die sog.Marktwirtschaftsprdiger glatt übersehen.Für das sich abzeichnende Desaster ist nicht der Kapitalismus als solches Verantwortlich sondern die schiere Dummheit und Innkompetenz der Wirtschaftswissenschaftler,der Wirtschaft und der Politik.
    Tja jetzt haben wir Global die sog.Marktwirtschaft.Aber eben oh schreck eine Wirtschaft ohne solventen Absatzmarkt.
  8. #287

    Zitat von Moshpit Beitrag anzeigen
    Sparen ... Ausgaben kürzen ... Ergebnis ist, das die Defizite der Staaten steigen obwohl Ausgaben gekürzt wurden. ...
    Nicht obwohl, sondern weil !

    Das ist ja in Ihrer Darstellung ganz richtig und klar dargestellt. Voller Durchblick, full Ack! So funktioniert nämlich Volkswirtschaft (im Gegensatz zu Hauswirtschaft und Betriebswirtschaft).
  9. #288

    Merkel hat mit ihrer Neoliberalen "Sparlinie"...

    Zitat von dorr Dresdneruhnigumm Beitrag anzeigen
    Bitte erklären Sie das.
    ..mit Sarkozy dafür gesorgt, das Leute, die sowieso nichts mehr haben, weiter Sparen mussten, nur weil deren Banken sich verzockt hatten. Und damit diese Länder ruiniert. Deutschland profitiert zwar von der jetztigen Lage, aber statt die Banken zu kontrollieren, hilft Merkel sogar noch, das diese Fonds bekommen. Und dieses Land ist kein "Sparmeister"- wir machen Schulden, derweil wir andere verdonnern zu sparen. Scheinheiliger geht's nicht mehr !
  10. #289

    Zitat von Ahda Beitrag anzeigen
    Rigides Sparen?
    Wenn man versucht, die Neuverschuldung nicht allzu sehr ausufern zu lassen, dann ist das "rigides Sparen"?
    Was ist denn dann "Schulden machen"?
    Schulden machen ist "negatives Sparen", genau so, wie eine Rezessione keine Rezession ist, sondern "negatives Wachstum".
    Alles Worthülsen, die bei mir negatives Wohlgefühl auslösen.


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