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Euro-Krise: Die Rückkehr der spanischen Grippe

REUTERSDie Zinsen für spanische Anleihen steigen wieder. Die Regierung muss neue Einschnitte verkünden. Investoren zweifeln schon wieder an Spaniens Zukunft. Ökonomen warnen: Das Land dürfe sich nicht kaputtsparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...826970,00.html
  1. #40

    Anpassung der Währungsunion

    Wir sind wie ein Kellner, auf dessen Tablett die Flasche Wein aus Griechenland und Spanien wackelt.

    Wenn wir an den einheitlichen Stellschrauben rütteln, dann bringen wir nur die restlichen Flaschen (Biere aus Deutschland und der Slowakei) ins wanken.

    Wenn wir die Flasche die wackelt stabiliesieren wollen, müssen wir die Flasche schon mit einer Hand anpacken, also individuel wieder in die richtige Position bringen.

    In Europa haben wir das selbe Problem, nur dass auf dem Tablett des einheitlichen Zinsniveaus die Wirtschaften der Staaten stehen.

    Das einheitliche Zinsniveau | mister-ede.de

    Für Deutschland sind die Zinsen zu niedrige, für Griechenland gerade recht. Das Problem ist, dass das Geld aus Griechenland (Euro) auch in Deutschland (Euro) investiert werden kann.

    Hierfür liesen sich Anpassungen finden. In Deutschland selbst erreichen wir das durch den Länderfinanzausgleich, so könnte auch ein europäischer Finanzausgleich hilfreich sein.

    Eine weitere Möglichkeit, ohne direkt Gelder zu überweisen, wäre die Besteuerung von Konsum und Produktion auf die jeweiligen Länder anzupassen.
  2. #41

    Der umgekehrte Weg?

    Zitat von 5vor12 Beitrag anzeigen
    ist doch DAS Allheilmittel des IWF.
    Wessen Interessen damit verfolgt werden überlasse ich dem gebildeten Teil der Leserschaft.
    Austerizität ist sicher der falsche Weg, haben Sie absolut recht.

    Allerdings ist der umgekehrte Weg der Expansion ebenso verstellt, weil man das Pulver mit teilweise sinnlosem Wachstum bereits in der ersten Hälfte des Jahrhunderts verschossen hat.

    Überdies leidet Spanien am gleichen Krankheitsbild wie alle westlichen Staaten, die unter der Knute des amerikanisierten Wall-Street gesteuerten Geldzinssystems sind:

    - automatische Umverteilung von unten nach oben und dadurch
    wirtschaftliche Ungleichgewichte, die zum Kippen der
    Binnennachfrage führt ( siehe ungeschönte Zahlen der BRD )

    - Konstruktionsfehler, politisch gewollt oder ungewollt, der
    Einheitswährung und der automatischen Verrechnungswege über
    die Zentralbanken ( Target2 ).

    - Wachstumszwang über die Summe der Kreditherauslagen hinaus,
    um die stetig steigenden Zins-/ und Zinseszinszahlungen auffangen
    zu können.

    Das Dumme ist, dass bei diesem vergesellschafteten Betrugssystem am Ende derjenige bezahlt, der noch etwas auf der hohen Kante hat.

    In unserem Fall gibt es noch Deutschland ,Finnland, Holland und mit Abstrichen Österreich. Die anderen haben bereits alles
    " verfrühstückt ", nur wissen es die Sparer in den Ländern noch nicht.

    Nicht zuletzt die Berichterstattung in den " Qualitätsmedien " führt dazu, dass die deutschen Sparer erst Ende 2012 merken werden, dass ihre Ersparnisse und RV´s lange weg sind und gegen wertlose Sicherheiten, die die BuBa gegen Targe2 erhielt, in der Südperipherie verbraucht wurden.

    Wenigstens sind die Banken dann gerettet und es gibt eine neue Regierung, die die gleiche ist unter anderer Flaggenfarbe. Da kann sich der schlafende Michel wenigstens beschweren.
  3. #42

    Ich finde diesen Bericht unprofessionell und unverschämt. Gerade heute wurde in den Medien berichtet das vor allem Spanien sein Handelsbilanzdefizit auf ein Maß gedrückt hat, welches Hoffnung gibt auf ein längerfristiges Gleichgewicht. Das beigegebene Foto jedoch zeigt Szenen, welches Chaos und Willkür bevorzugen.Wie ist das gerechtfertigt?
  4. #43

    Geschmacklos

    Zitat von amerlogk Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit weniger Poesie und besserem Journalismus?
    Die spanische Grippe hat mehre millionen Menschen dahingerafft.
    Geschmacklos und Unpassend bis ins Mark!
    aber passend,wenn auch ungewollt,weil diese Situation wird Millionen
    Menschen dahinraffen.Aber das interessiert in Deutschland kaum jemanden, denn es braucht nur in einem Titel eines Artikels "Spanien","Griechenland",demnaechst auch wieder "Portugal" aufzutauchen, da geht es schon wieder los:die Deutschen zahlen alles", und es wird ueber Frau Merkel und deren Politik geschimpft,in den anderen Laendern sind die Schuldigen natuerlich die Bevoelkerung.Moechte wissen, wieviele Deutsche in eben diesen Laendern ihre Osterferien verbracht haben oder ihre Sommerferien verbringen werden.Zumindest in Portugal wuensche ich viel Spass bei Spritpreisen von 1.90,Mehrwertsteuer in Restaurants und Lebensmittel in Geschaeften.23%..und dann nicht meckern, wie teuer das alles ist, weil die im Land lebenden Menschen zahlen diese Preise ganzjaehrig,um die Staatsschulden zu bezahlen.
  5. #44

    Wie lange schwimmt das Boot noch?

    Es geht wieder los. Die spannende Frage ist, wann sich die Krise wieder hochschaukeln und wie stark Deutschland betroffen sein wird. Dank der Rettungspakete und des anstehenden ESM Vertrages sitzen alle Euro-Staaten in einem Boot. Hoffen wir mal, dass dieses Boot nicht untergeht.
    Mehr Diskussion zum Thema und das Krisenbarometer auf krisentalk.de:
    http://www.krisentalk.de/
  6. #45

    Alles ist falsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zinsen fü
    Das Foto zeigt Proteste in Barcelona gegen die neue Arbeitsreform, nicht gegen das letzte Sparkpaket der Regierung, wie darauf zu lesen ist.
    Außerdem: Millionen Demostranten und ein paar Gruppen Randalierer (nur in Barcelona). Aber Fotos gibt es nur von Randalierer! Das ist ein ganz falsches Bild des Landes. Spanien ist nach wie vor ein Land, wo die meisten Menschen hart arbeiten und wenig verdienen. Alles andere ist Quatsch.
    Die Wirtschaft ist stark vernetzt, und wenn den Spaniern schlecht geht, dann geht es den Deutschen auch bald schlecht.
  7. #46

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zinsen fü
    Nicht das Euroland keine Probleme hätte, aber, ich habe mich schon gefragt wie lange es dauert, bis man die Eurokrise wieder aufwärmt, jetzt wo die alljährige Frühjahrseuphorie zur amerikanischen Wirtschaftsentwicklung der Realität weicht.
  8. #47

    schmeisst die

    schmeisst die schuldenlaender raus aus dem euro und der eu. es kommt eh.......... frueher oder spaeter.
  9. #48

    Schmeist die verantwortlichen Banker raus, die die faulen Kredite vergeben haben!

    Zitat von ottohuebner Beitrag anzeigen
    ... schmeisst die schuldenlaender raus aus dem euro und der eu.
    ... es kommt eh.......... frueher oder spaeter.
    Verstaatlicht alle Privatbanken und wickelt sie in Form von Bad
    Banks ab! Dann wieder ein Neuanfang mit neuen, alten Regeln.

    Das Problem mit den Pleiteländern ist, dass diese ihr
    bestehendes Privatbankensystem mit dem Geld ausländischer
    Steuerzahler retten wollen. Aber das wird nicht funktionieren.
  10. #49

    Genauso ist es!

    Zitat von abtg.d Beitrag anzeigen
    Na, schauen wir doch mal auf die spanischen "Fundamentals". Ja, liebe angloamerikanische Finanzsympathisanten, ich meine z.B. die 60% spanische Staatsverschuldung, und noch so einige andere Sachen.
    Wenn England und Amerika solche Daten hätten, würden sie Champagnerbäder nehmen. Es geht aber nicht um objektive Daten. Die Eurozone ist eine potentielle Konkurrenz für die USA mit ihrem 51. Staat namens Grossbritannien, und da kommt denen automatisch das Gefühl hoch, "...die werden doch nicht,... unmöglich, ...WIR sind die Bosse im internationalen Finanzsystem". Da muss man garnicht eine Verschwörung annehmen, das kommt denen ganz natürlich.
    Nach vielen Jahren Lektüre Economist und Hörerfahrung CNBC und Bloomberg kann ich die einfach nicht mehr ertragen. Die Irrationalität der angeblich so nüchternen, unparteiischen Märkte drängt sich einem auf, wenn man da lange dabei ist. NICHTS ist da rational!! Die "Rationalität" der Märkte ist ein von idiotischen Volkswirtschaftlern inspiriertes Ammenmärchen.
    Die Renditen die bezahlt werden müssen haben mit den Schulden aber so was von gar nichts zu tun ... Deshalb kauft die FED ja auch die EIGENEN Anleihen mit dem Geld, dass sie selbst druckt. Das könnten wir auch tun und sagen: ÄTSCH!!
    Schauen Sie mal hier:
    Häufig gestellte Fragen: Was ist angesichts der hohen Staatsschulden am Fiskalpakt so falsch?*|*NachDenkSeiten – Die kritische Website
    und hier:
    Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck - YouTube


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