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Euro-Krise: Die rätselhaft coolen Deutschen

Der Euro*taumelt, die Nachbarländer meckern über die*Berliner Dominanz, die Kanzlerin hetzt von Krisengipfel zu Krisengipfel. Doch die Deutschen bleiben*anscheinend völlig entspannt. Woher nur kommt diese neue Gelassenheit?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...801146,00.html
  1. #500

    Ihre Gegenargumente sind unzutreffend, denn

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    1. stimmt das so nicht, nur momentan ist der Euro im Fokus und 2. braucht man bloß in die Zukunft zu schauen:
    "Unter 40 Millionen Erwerbstätigen hat der EU-Riese 25 Millionen voll versicherte Nettosteuerzahler. Auf die fallen – zusätzlich zu ihren persönlichen Obligationen – offizielle 1800 Milliarden Euro Staatsschulden an. Pro Nase sind das 72.000 Euro oder zwei unversteuerte Jahresgehälter. Hinzu kommen unausgewiesene Verpflichtungen, zum Beispiel für Renten- und Pensionsverpflichtungen. Der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen veranschlagte sie Anfang 2010 auf 6200 Milliarden Euro. Auf jeden unserer Nettoleister fallen damit 240.000 Euro Schulden oder sieben unversteuerte Jahresgehälter an.
    ...dieser Einäugige unter Blinden gilt als bester Schuldner der Menschheit. ... Niemand bringt deshalb überzeugende Gründe dafür vor, dass die Deutschen auch nur ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen werden. Von einer dreißigjährigen Bundesanleihe über drei Milliarden Euro wurde Deutschland in der vergangenen Woche nur noch 2,75 Milliarden los. Auch das kriegen die Ratingagenturen bald heraus. Und wer spätestens dann nicht gegen den Euro wettet, ist selbst schuld."
    Heute Athen, morgen Berlin
    1. sind auch in den Staatsschulden von USA und Japan derartige Antizipative Passiva nicht enthalten!

    2. lag es ausschliesslich an der lächerlich geringen Verzinsung, dass ein relativ kleiner Teil der deutschen Anleihe nicht plaziert wurde!
  2. #501

    Die Ruhe vor dem Sturm

    Die Deutschen sind in der Krise nur deswegen so ruhig,weil sie sich total überfordert sehen. Es ist ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dass es keine Mehrheit für die Rückkehr zur DM gibt, glaube ich einfach nicht. Dass der Euro keine bessere Lösung ist, zeigt sich am Absinken des Wohlstandsniveaus in Deutschland seit 10 Jahren, während in den anderen Euroländern der Wohlstand deutlich zugenommen hat.
    Was die Deutschen verunsichert, ist, dass weder die Politiker noch die Presse fähig sind, die Ereignisse so zu erklären, dass man weiß, woran man ist.
  3. #502

    Gelassen..

    ist er noch, der Deutsche Michel !

    Es ist ja nicht so, dass es jemandem in Deutschland wirklich schlecht ginge. Die Einen sitzen ganz
    oben und freuen sich über 6 bis 7-stellige Jahresgehälter, die anderen ganz unten mit dem Hartz IV
    Regelsatz, dazwischen gibt es noch einige, die sich abarbeiten mit 2 oder 3 Jobs, um nicht zum Amt
    gehen zu müssen, ein kleiner Teil gehört zu den "Normalos", also sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
    mit einem halbwegs ausreichendem Einkommen....und last but not least....der Mittelstand, der auch im
    Moment noch nicht über die Klippe fällt.

    Also hat es sich jede Bevölkerungsgruppe in ihrem Segment bequem gemacht.

    Also, warum sich Sorgen machen ? Ist ja noch alles gut.

    Das kommende Unheil, egal ob mit oder ohne Euro, wird negiert oder verdrängt, zumal das "Stimmvieh" ja
    sowieso nichts ändern kann (oder auch will), weil der "Status quo" ja im Moment ja noch gesichert scheint.

    Spätestens, wenn es hier auch ans "Eingemachte" geht, wird die Unruhe wachsen, und wenn es denen, die
    es sich in vermeintlich sicheren Nischen bislang noch bequem machen, an die Geldbörse geht, wird es auch
    hier im Land rumoren.

    Leider wird es dann zu spät sein. Auch Geld (egal ob gespart oder frisch gedruckt) ist ein endliches
    Gut !

    Und "Böse" sind wir Deutschen sowieso. Unsere sog. "Freunde" haben wir uns weitestgehend erkauft, weil
    wir ja immer noch mit unserer "Geschichte" nicht im Reinen sind...und mit Geld kann man vieles regeln,
    solange man noch welches zur Verfügung hat.

    Jetzt wird die Geldbörse nicht bereitwillig geöffnet oder gar ganz verschlossen gehalten......ja das geht
    nun wirklich nicht.

    Bei allen Anfeindungen muss ich Angela mittlerweile doch Respekt zollen, denn hart im Nehmen ist sie ja und
    manchmal denke ich.....so einen schlechten Job macht das Mädchen ja vielleicht doch nicht.

    Die Geschichte wird es irgendwann beurteilen.
  4. #503

    Kapier ich nicht...

    Zitat von rodolfo-castala Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sind in der Krise nur deswegen so ruhig,weil sie sich total überfordert sehen. Es ist ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dass es keine Mehrheit für die Rückkehr zur DM gibt, glaube ich einfach nicht. Dass der Euro keine bessere Lösung ist, zeigt sich am Absinken des Wohlstandsniveaus in Deutschland seit 10 Jahren, während in den anderen Euroländern der Wohlstand deutlich zugenommen hat.
    Was die Deutschen verunsichert, ist, dass weder die Politiker noch die Presse fähig sind, die Ereignisse so zu erklären, dass man weiß, woran man ist.
    Was hat denn das Absinken des Wohlstandes mit der Währung zu tun?

    Waren es nicht die deutschen Arbeitnehmer die gemeint haben wir übern Lohnzurückhaltung - wollen also weniger Einkommen?
    Mit welcher Währung wäre denn bei dieser Taktik der Wohlstand gestiegen?
  5. #504

    Wir sind verschachert worden...

    Zitat von rodolfo-castala Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sind in der Krise nur deswegen so ruhig,weil sie sich total überfordert sehen. Es ist ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dass es keine Mehrheit für die Rückkehr zur DM gibt, glaube ich einfach nicht. Dass der Euro keine bessere Lösung ist, zeigt sich am Absinken des Wohlstandsniveaus in Deutschland seit 10 Jahren, während in den anderen Euroländern der Wohlstand deutlich zugenommen hat.
    Was die Deutschen verunsichert, ist, dass weder die Politiker noch die Presse fähig sind, die Ereignisse so zu erklären, dass man weiß, woran man ist.

    ...von den eigenen Politmarionetten.
    Das zeigt das eine Kompensation zwischen Deutschland und den Eurosüdländern statt gefunden hat.
    Dieser Effekt war für jeden rational denkenden Menschen schon bei der €uroeinführung zu prognostizieren.
    Der Finanztransfer hat den schwächeren Ländern einen Zuwachs beschert und uns auf Kosten der unteren Bevölkerungsschichten Defizite.
  6. #505

    !

    Zitat von rodolfo-castala Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sind in der Krise nur deswegen so ruhig,weil sie sich total überfordert sehen. Es ist ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dass es keine Mehrheit für die Rückkehr zur DM gibt, glaube ich einfach nicht. Dass der Euro keine bessere Lösung ist, zeigt sich am Absinken des Wohlstandsniveaus in Deutschland seit 10 Jahren, während in den anderen Euroländern der Wohlstand deutlich zugenommen hat.
    Was die Deutschen verunsichert, ist, dass weder die Politiker noch die Presse fähig sind, die Ereignisse so zu erklären, dass man weiß, woran man ist.
    Letzte Umfrage die ich gelesen habe: Für Einführung der DM 50%. Beibehaltung des € 48%. Da das veröffentlichende Medium ein eurofreundliches war, titelte es: "Keine absolute Mehrheit für die Rückkehr zur DM." Sollte irgendwann eine Umfrage zu dem Ergebnis kommen, dass eine absolute Mehrheit der Befragten für die Rückkehr zur DM ist, wird - jede Wette - die Systematik der Befragung kritisiert werden.
  7. #506

    nene

    Zitat von rodolfo-castala Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sind in der Krise nur deswegen so ruhig,weil sie sich total überfordert sehen. Es ist ein Ausdruck ihrer Hilflosigkeit. Dass es keine Mehrheit für die Rückkehr zur DM gibt, glaube ich einfach nicht. Dass der Euro keine bessere Lösung ist, zeigt sich am Absinken des Wohlstandsniveaus in Deutschland seit 10 Jahren, während in den anderen Euroländern der Wohlstand deutlich zugenommen hat.
    Was die Deutschen verunsichert, ist, dass weder die Politiker noch die Presse fähig sind, die Ereignisse so zu erklären, dass man weiß, woran man ist.
    ......

    Zu den Problemen gehört ja, daß Deutschland der Euro-Profiteur ist. Dank der Gemeinschaftswährung fand sich die Mark gleichsam abgewertet und D konnte wohlfeil Exportweltmeister werden.
    Das Absinken des Wohlstandsniveaus (für 90 Prozent der Menschen) hat mit dem Euro rein gar nix zu tun, sondern damit, daß der volkswirtschaftliche Faktor Arbeit gezielt abgewertet wurde und sich niemand wirklich dagegen wehrte: Jene zehn Prozent, die über 90 Prozent des Einkommens und des Besitzstandes verfügen, verdoppelten ihre Einkommen in den letzten Jahren!
    Das Scheitern des Euro wäre das Scheitern Europas und dann ginge es insbesondere D schlecht. Deutschland profitierte bislang, nun muß es zahlen, so oder so. Die Frage wird sein, was gesellschaftsverträglicher wird.
    rabenkrähe








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