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Euro-Krise: Die rätselhaft coolen Deutschen

Der Euro*taumelt, die Nachbarländer meckern über die*Berliner Dominanz, die Kanzlerin hetzt von Krisengipfel zu Krisengipfel. Doch die Deutschen bleiben*anscheinend völlig entspannt. Woher nur kommt diese neue Gelassenheit?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...801146,00.html
  1. #350

    Das Stahlbad dauernder Krisen

    Seit Jahren kriecht eine gewaltige Krise auf uns zu, die man durchaus sehen konnte. Erst wurde sie ignoriert, dann kleingeredet und verdrängt, jetzt ist sie da, oh Wunder. Wir hatten also alle Zeit der Welt uns vorzubereiten. Und bei allen Krisen der Vergangenheit ging es auch danach irgendwie weiter. Wenn man als Bürger schon so rein überhaupt nichts machen kann, nicht wählen, nicht mitentscheiden, wenn man dazu das alles, was geschieht, kaum versteht, dann ... ja, dann macht man sich eben einfach einen schönen Tag.
  2. #351

    .

    Die Leute lassen sich nicht in Panik versetzen weil wir im Moment einen wirtschaftlichen Boom haben.

    Die Erklärung:
    Bei der Euroeinführung ist Kapital von Deutschland in die Südländer geflossen und da die Investoren jetzt sehen, dass diese Länder ihre Schulden nie begleichen werden, fließt es halt wieder zurück.

    Darum hatten wir bei der Euroeinführung (Kapitalabfluß aus unserem Land) 10 Jahre Flaute und jetzt (Kapitalfluß in unser Land) gehts halt gut. Es sei denn natürlich es kommen Eurobonds, in dem Fall können die Südländer weiterhin mit unserer Bonität prassen.

    Und wer es vom Fachman und mit Zahlen untermauert hören will:
    http://www.youtube.com/watch?v=tvcN1gkaEew
  3. #352

    Neumark

    Warum sollte man in Panik geraten? Es gibt immer noch Bier, TV, Auto und Inet. Es gibt genug Nahrung, keine enormen Preissteigerungen...wenn es nicht klappt mit dem Euro wird eben wieder umgetauscht 1 Euro = 0,8 Neumark, wir werden als stärkster Staat am wenigsten darunter zu leiden haben.
  4. #353

    xxx

    Zitat von energiewende-jetzt Beitrag anzeigen
    Die Deutschen wissen insgeheim: Es wird steinig und hart werden. Und alle Deutschen werden etwas zahlen müssen.
    Zitat von energiewende-jetzt Beitrag anzeigen
    Man darf aber auch nicht übersehen, daß eine breite Mehrheit in Deutschland quer durch alle Schichten gegen weitere Transferzahlungen oder gar eine flächendeckende Vergemeinschaftung von Schulden ist...
    Den Widerspruch in Ihrer eigenen Agit-Prop müssen Sie erst auflösen.
  5. #354

    Bei mir ist es ähnlich

    Zitat von Kalaschnikowa Beitrag anzeigen
    Irgendwie und irgendwo haben Sie ja recht, erlebe es auch täglich - nur, es mehren sich die Stimmen, die in der Krise pro Kanzlerin sind, die stillschweigende Mehrheit sowieso. Mir geht es ähnlich: mein Geld würde ich in der heutigen Zeit eher Frau Merkel als den Herren Gabriel, Trittin oder Lafontaine anvertrauen!
    Bei mir ist es ähnlich. Mich hat zwar noch niemand gefragt, aber meiner Meinung nach ist Merkel wirklich die beste Alternative, die wir haben. Schauen Sie mal, was Schröder gesagt hat. Der der würde ganz Deutschland an Europa verkaufen. Insofern glaube ich, dass Merkel einen guten Weg gefunden hat, unsere Interessen zu vertreten. Ich denke, der Deutsche kümmert sich eher um die innenpolitischen Dinge als um die außenpolitischen.
  6. #355

    Titel im Gartenhaus

    Zitat von Mr.Slytherin Beitrag anzeigen
    Noch ein komplettes Jahr Eurokrise bis zum Weltuntergang wäre aber ganz und gar kein Genuss...
    Kann man den Weltuntergang nicht auf den 21.12.2011 vorverlegen?? Das wären nur noch 19 Tage, also keine 3 Wochen mehr.
    Ich stimme dafür! Wer noch?!
    Nun, ich wollte da eigentlich mein Gartenhaus....aber das kann ich vorverlegen...blätter .. blätter...ok ich habs notiert. Geht doch.
  7. #356

    Man kann's halt niemandem recht machen ...

    ... und als Deutscher den europäischen Nachbarn schon gleich gar nicht.
    Rätsel 1: Die Krise wird immer schlimmer - aber das Vertrauen in die Kanzlerin wächst.
    Seit sie hart bleibt, und für unsere Billionen wenigstens ein paar Änderungen im Verschwendungsverhalten verlangt, hat sie bei mir tatsächlich etwas gewonnen. Wenn mir das jemand vor einem Jahr vorhergesagt hätte ...


    Rätsel 2: Europa sorgt sich um sein Geld - die Deutschen gehen shoppen.
    Es war doch immer der Ökonomen größte Sorge, dass die Deutschen zu viel sparen, zumal in Krisenzeiten. Nun tun wir das, was man seit zig Jahren von uns verlangt. Auch wieder nicht recht ?
    Rätsel 3: Der Euro wackelt - aber Sehnsucht nach der D-Mark gibt es nicht.
    Wer D-Mark Junkies vermisst, sollte mal im SPON Forum blättern.


    Rätsel 4: Europa schimpft über die Deutschen - aber denen ist das egal.
    Wir sind ja immer die bösen. Zahlen wir nicht, sowieso. Verlangen wir Gegenleistungen, sind wir die Nazis. Geben wir alles, sind wir Geizkrägen, weil wir uns für die anderen nicht auch noch höher verschulden als alle anderen. Also, wenn ich mich jedesmal aufhängen wollte, wenn irgendein UK-Schmierblatt mal wieder die Nazi-Keule schwingt oder wenn der unappetitliche Giftzwerg in Warschau mal wieder vom Leder zieht, dann sähe ich längst aus wie eine Giraffe.

    So what - irgendeine neue Erkenntnis gewonnen durch die Lektüre dieses Artikels ? Lasst es mich wissen - ich muss es glatt übersehen haben.
  8. #357

    richtig

    Zitat von joe49 Beitrag anzeigen
    das 2 Weltkriege verloren hat, eine Hyperinflation erlebt hat, welches 40 Jahre zweigeteilt war und dann trotz aller sonstigen Probleme nach wie vor insbesondere wirtschaftlich ganz gut dasteht denn wirklich verrueckt machen?

    Trotz aller Knueppel, die die Politik einem Unternehmer zwischen die Beine wirft ist die Innovationskraft ungebrochen und die Ideen gehen immer noch nicht aus.

    Das ist so ein wenig das Denken aus dem Lied der Toten Hosen; 'steh auf wenn du am Boen liegst' es wird schon irgendwie weitergeh'n.
    Die europäischen Politiker haben das Finanzsystem durch Deregulierung und Verschuldung gegen die Wand gefahren, das lässt sich nicht mehr ändern. Ich hab mich innerlich darauf eingestellt, dass wir wieder so leben könnten wie in den 50er Jahren. Sooo schlecht war das nicht. Und was wichtig im Leben ist, wie gute Familie, gute Freunde, guter Sex, etc hat mit Geld nichts zu tun. Warum also panisch sein? Wir haben schon ganz andere Krisen überlebt.
  9. #358

    ich freue mich auf das vereinte Europa und Sie sollten sich besser informieren

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Einfach lächerlich! Sie sehen wohl immernoch nicht, dass dieses sinnlose Konstrukt komplett zusammengebrochen ist und mit allem was da ist gerettet werden muss? Wo sind denn die gemeinsamen Vorschläge der 27 .......
    Das was Sie als "sinnloses Konstrukt" bezeichen funktioniert zu 90% völlig geräuschlos und sehr gut.
    Ihnen ist offensichtlich nicht klar, daß wir bereits ganz große Teile unsere staatlichen Aufgaben und Souveränität an die EU abgegeben haben und diese dort absolut zufriedenstellend gelöst werden.
    Natürlich funktioniert auch die internatioanle Zusammenarbeit fast immer sehr gut, wenn auch die Medien immer gern nach Problemen suchen und diese dann aufbauschen, um irgendwelche Klischeees zu bedienen

    Ihre Behauptung, daß kein Volk dies wünschen würde ist in den letzen Jahrzehnten durch Unfragen immer wieder widerlegt worden, zumal in vielen europäischen Länder auch Volksabstimmungen statgefunden haben.

    Die Zustimmung der Deutschen zur Union lag immer über 60%, die Haltung zum Euro pendelte um 50%, wobei die Zustimmung bei jüngeren Menschen höher war und mit dem Bildungsaqbschluß anstieg.

    Ich konnte nie feststellen, daß über Deutsche hergezogen wurde. Es ist auch falsch, daß im Bereich der Eurozone zusätzliches Geld gedruckt wurde.

    Ich bin 100% sicher, die Europäische Union wird sich weiter entwickeln und irgendwann zu den "Vereinigten Staaten von Europa " mutieren.

    Ich freue mich darauf
  10. #359

    -

    Zitat von prisma-3d Beitrag anzeigen
    Wenn wir den Euro verlieren (würden) was wäre dann? Die (real) Wirtschaft ginge genauso weiter.
    Nein. Wenn wir, die "lender of last resort", den Euro verlieren, dann verlieren ihn im selben Moment alle.
    Das wird kommen. Aber wenn's einigermaßen glimpflich abgehen soll, dann muss es koordiniert und richtig ablaufen.

    Das ist ja der einzige Grund, warum der Euro noch existiert. Niemnd weiß, wie man das hinkriegt. Und so wird eben Zeit geschunden (koste es was es wolle)


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