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Euro-Krise: Die Angst vor dem griechischen Bankenbeben

AFPDie Sparer flüchten, die EZB gibt kein Geld mehr: Die katastrophale Lage von Griechenlands Banken lässt Investoren und Politiker zittern. In Großbritannien bereitet sich die Regierung angeblich schon eilig auf die Folgen eines griechischen Euro-Austritts vor. Und Spanien fürchtet die Ansteckung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...833674,00.html
  1. #80

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Das wäre möglichweise (!) richtig, wenn man denn aufbauen könnte! Dazu aber braucht es Kapital (man könnte auch schlicht sagen: Geld).
    Griechenland hat doch Potential.
    Die Inseln und die Kultur könnten Griechenland zu DEM Reiseland in Europa werden lassen. Leider sind Pauschalreisen nach Griechenland (verglichen mit der Türkei) derzeit viel zu teuer.
    So riesige Investitionen wären da gar nicht nötig.

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Selbst wenn privates ausländisches Kapital in Griechenland investieren wollte - was ich nicht glaube nach einem absoluten Schuldenschnitt, der die Folge sein müsste - wären gerade die durch die sozialen Spannungen der rigorosen Absenkung des Lebensstandarts zumindest äusserst hinderlich - vorsichtig ausgedrückt. Weiter wären die Probleme der Importverteuerung enorm.
    Genau.
    Das ist ja das Ziel, die Importe zu verteuern. Nur dann lohnt es sich selbst zu produzieren.
    Vorbild könnte wieder die Türkei sein.

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Gezielte Industrieansiedlungen, vor allem aber auch einen konsequenten Umbau der Verwaltung Griechenlands können genauso mit Mittel der EU geleistet werden.
    Nein. Sowas hat noch nie funktioniert.
    Die Industrie hat kein Interesse an Griechenland wegen der im Verhältnis zur Produktivität viel zu hohen Löhne.
    Die könnten nur mit massiven EU-Subventionen dazu gebracht werden dort zu investieren. Aber solche Investitionen sind nicht nachhaltig.

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Der Vorteil politischer und sozialer Ruhe an der Ägäis ist jedenfalls in meinen Augen höher anzusiedeln als jedes Denken in Neuverschuldungskategorien.
    Auch das sehe ich anders.
    Die Griechen müssen ihre Mentalität komplett ändern. und das geht nicht, wenn es nicht einen extremen Leidensdruck gibt.
    Ihre mit extrem viel Geld erkaufte "soziale Ruhe" würde Reformen verhindern und die eigentlichen Probleme persistieren.
  2. #81

    ein Jammer

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Und warum ist das ein Jammer ? Das Lied der Deutschen war während des Wirtschaftswunders, während der Westbindung, während des Eintritts in die Nato, aber leider auch als wir die EU gegründet haben unsere Nationalhymne.
    Muss ich Ihnen ernsthaft erklären, dass unsere Nationalhymne die dritte Strophe dieses Liedes ist und dass die beiden anderen Strophen als nationalistisch empfunden werden...? Sie mögen die Gründung der EU bedauern, ich tue es nicht.

    Ein Jammer ist, dass mit den Turbulenzen um den Euro jegliche deutsch-nationalen Schwadronierer mächtig Auftrieb bekommen. Ich hoffe, dass deren national geprägten (Alp-)Träume nicht Realität werden. Denn das hat auf dem europäischen Kontinent noch nie zu etwas Gutem geführt.
  3. #82

    Ansichtssache

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie einen Kredit aufnehmen und das Geld an jemanden verleihen, der bereits komplett überschuldet ist und der ansonsten Insolvenz anmelden müsste, dann ist das so gut wie verschenkt. Sie können sich natürlich einreden, dass Sie das Geld ja zurückbekommen. Damit er die erste Rate bedienen kann, leihen Sie ihm einfach nochmal Geld (ist ja nur ein Kredit, bekommen Sie ja wieder).
    De facto mag Ihre Analyse ja zutreffend sein. Aber Wirtschaft besteht immer auch aus einem nicht unerheblichen Anteil an Psychologie. Aus griechischer Sicht sieht es nämlich erst mal nicht danach aus, dass sie aus den übrigen Euro-Ländern "De-Facto-Geschenke" erhalten. Sondern eher so, dass die Retter erst mal an sich selbst denken, indem sie grundsätzlich an ihrer "Hilfe" auch noch in Form von Zinsen gewinnen wollen.

    Und die Regierungen der Geber-Staaten werden im Hinblick auf ihre Wähler tunlichst vermeiden, von Geschenken, anstatt von Krediten zu sprechen. Denn wenn es wider Erwarten irgend einen Lichtblick gäbe, die Gelder inklusive Zinsen wieder zurück zu bekommen, würden sie keinesfalls darauf verzichten.

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Eine natürlich Währung wäre übrigens eine durch Gold oder Silber (oder andere Waren) gedeckte Währung. Das war die DM auch schon nicht mehr, spätestens seit 1971, als die Goldbindung des Dollars endgültig abgeschafft wurde (die DM war durch Dollar-Reserven gedeckt).
    Mit anderen Worten, die Kritik an der "Natürlichkeit" der Währung (so wie Sie sie interpretieren) hat nichts mit unserer Währung Euro zu tun. Einverstanden.
  4. #83

    ...

    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Muss ich Ihnen ernsthaft erklären, dass unsere Nationalhymne die dritte Strophe dieses Liedes ist und dass die beiden anderen Strophen als nationalistisch empfunden werden...? Sie mögen die Gründung der EU bedauern, ich tue es nicht.

    Ein Jammer ist, dass mit den Turbulenzen um den Euro jegliche deutsch-nationalen Schwadronierer mächtig Auftrieb bekommen. Ich hoffe, dass deren national geprägten (Alp-)Träume nicht Realität werden. Denn das hat auf dem europäischen Kontinent noch nie zu etwas Gutem geführt.
    Nun in der Bonner Republik war das komplette Lied der Deutschen die Nationalhymne und komischerweise hat sich niemand im Ausland darüber aufgeregt. Wer sind denn die Leute die die zweite Strophe als Nationalistisch wahrnehmen.
  5. #84

    Buchungen!

    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Bisher hat Deutschland noch keinen einzigen Cent an Griechenland verschenkt. Denn es handelt sich bisher immer noch im Kredite. Diese wollen wir bisher immer noch auf Heller und Pfennig plus Zinsen wieder haben.
    Ein Kaufmann kann nach einem Diebstahl also variabel buchen:

    1:
    Abschreibung auf ... (ergebnismindernd)

    2:
    Forderungen an Diebe (ergebnisneutral)

    3:
    Forderungen an Diebe + Zinsen (ergebniserhöhend)

    Welche Variante halten Sie für seriös?
  6. #85

    Y-Euros bald wertlos !

    Nachricht der FTD v. Donnerstag: Alle Euro-Scheine mit Serien-Nummer Y sind bei Währungsumstellung zur Drachme wertlos, da aus Griechenland stammend! Schnell im Geldbeutel nachsehen!
  7. #86

    Die wahren Probleme Griechenlands sind:

    - Nea Dimokratia und Pasok haben sich über die letzten Jahrzehnte in der Regierung abgelöst und sich Stimmen mit Wahlversprechungen (einen Job im Staatsdienst) gekauft.
    - Es gibt keine (richtige) Steuerverwaltung; kaum einer zahlt Steuern.
    - Fakelaki, ohne läuft in Griechenland nichts.
    - Kein Katasteramt.
    - zu viel Bürokratie (die jeden Investor abschreckt).
    - zu viele "abgeschottete Berufe".
    - kaum Industrie - Griechenland ist ein Agrarland.
    - zu hohe Preise (deshalb wurde die Touristiksparte "vernichtet").
    - Mendalität (Laissez-faire).
    - Der Euro, sie können nicht - wie früher - abwerten.

    Und wenn sie jetzt "Goldene Morgenröte" und "Syriza" wählen, ist für sie alles aus. Dann sind sie - endlich - pleite.
  8. #87

    optional

    Antwort #. Griechenland und auch Portugal wRen vor dem EU beitritt fuer die Deutschen billige Reiselaender.Warum wohl?Darueber sollten Sie vielleicht einmal nachdenken.Genau diese Unterschiede sind mit ein Grund,weswegen diese Laender nicht wettbewerbsfaehig waren.Die Einfuehrung des Euro fuehrte zu einer wahnsinnigen Preissteigerung.Somit sind diese Laender keine billigen Reiseziele mehr.Fuer die im Land Lebenden ist bei immer noch geringen Einkommen,das alltaegliche Leben zum Kampf geworden.Wer arbeitet hat nicht mehr das Geld,um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
  9. #88

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Hhmmm... mir ist nicht klar, was Sie mir sagen wollen. Bin ich in Ihren Augen nun "ein kleiner Geist" mit "kleinkarierten Vorstellungen"? Dann würde ich doch um Nennung dieser "Vorstellungen" bitten. Oder reihen Sie mich unter die "Menschen mit Einsicht" ein? Das wäre wohl eine Bestätigung meiner Ansichten. Im letzteren Falle wäre es schade, weil die anderen Foristen nicht "müde mitlächeln" können...
    "Kleine Geister" sind in meinen Augen diejenigen, die die gegenwärtigen Zustände, auch wenn sie letztendlich unhaltbar sind, konservieren wollen, nur um ja nicht unbekanntes Terrain zu betreten.
    Das Raus-aus-dem-Euro-Geschrei ist sicherlich weniger "dummsimpel" als die Rettung des Euro "koste es, was es wolle".
  10. #89

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Und gerade da habe ich meine Zweifel. Die griechischen Euromünzen und Scheine haben doch eigentlich nichts mehr mit der griechischen Tragödie zu tun. Die Scheine sind doch eigentlich "bezahlt", oder?
    Ich hoffe hier ist irgendjemand der uns mal aufklären kann.
    Kann mann überhaupt noch die Scheine einbehalten und dann eine neue Währung ausgeben, oder wird einfach nur eine neue Währung gedruckt?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Geld noch wertloser werden würde, als es nicht sonst schon wird.
    Sinn und Zweck war es wohl eine Symbolik auszudrücken, nämlich die Zugehörigkeit eines Landes zum EURO.








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