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Euro-Krise - Deutschlands oberster Populist

Erst fordert Arbeitsministerin von der Leyen für die Euro-Zone*das Prinzip "Geld nur gegen Gold" - nun*kritisiert Bundespräsident Wulff barsch die Retter der Währungsunion. Schluss damit! Es ist höchste Zeit, das endlich wieder die echten Euro-Experten die Debatte bestimmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...782144,00.html
  1. #150

    Unsere europ. Superpolitiker

    Jean-Claude Juncker ist auch ein sog. Euro-Experte:

    "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

    Quelle: DER SPIEGEL 52/1999
  2. #151

    -

    sehr geehrter herr böll,
    sie kritisieren das "vorpreschen" von politikern die ihre eigene meinung kund tun und dies sogar auch noch ohne ökonomischen sachverstand.
    tun sie hier nicht genau das gleiche?
    meiner meinung nach ein kommentar der allerschlechtesten sorte.
  3. #152

    Experten vs. Populisten

    1. Experten: Ideologen, die uns die Scheisse eingebrockt haben, und nun behaupten, dass wir die ganze Sache noch beschleunigen bzw. steigern müssten, um das ganze zu lösen.
    Unvernunft, keine Lehren aus der Vergangenheit ziehen, Augen zu und durch.

    2. Populisten: Kritiker, die die Scheisse kommen sahen und davor gewarnt haben, und endlich eine Umkehr fordern. Die eins und eins zusammenzählen können. Vernunft und Augenmaß und gesunder Menschenverstand.

    3. Die Experten gehen nicht auf die Argumente der "Populisten" ein, sondern verunglimpfen sie.

    4. Ich sehe im Verhaltensmuster da große Parallelen zur Integrationsproblematik.
  4. #153

    Deutschlands oberster Populist

    Deutschlands oberster Populist
    Jeder, der seinen gesunden Menschenverstand einschaltet und etwas sagt, das der vorgegebenen Linie aus Brüssel widerspricht, landet sofort in der "Populisten"-Schublade.
    Das bekommt Wulff nun schmerzlich zu spüren. Das, was wir anderen täglich spüren, wenn wir noch nicht jeden Widerstand aufgeben haben und uns der medialen Dauererziehung ergeben haben.

    Ja zum Kuckuck wer in aller Welt gibt Spon denn das Recht jemanden als "Populisten" zu verunglimpfen?
    Da spricht ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Volk, das doch in der Demokratie oberster Souverän ist?
    Spon spricht als Quasi-Regierungsorgan einfach nur aus, was die EU Fürsten derzeit am meisten fürchten. Dass einmal herauskommt, dass sie nicht im Auftrag des Volkes handeln sondern sich selbst ermächtigen, dass das Volk aufwacht und nicht mehr mitmacht.

    DAS ist die Angst, die in Brüssel umgeht.
    Darum wird jeder als Populist verunglimpft, der in diese Kerbe schlägt.
    Von Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten ist da nichts mehr zu spüren.
  5. #154

    Ich finde es ziemlich unredlich, ...

    ...die Rede von Christian Wulff mit dem dummen Gequatsche von Lügen-Uschi zu vergleichen.

    Wulff hat in seiner Rede auf die juristischen Probleme der "Euro-Rettung" hingewiesen. Und die sind ja evident. Er hat nicht ökonomisch argumentiert - das kann er ja auch nicht. Leider hat er auch nicht politisch argumentiert. Und das machen leider die meisten, die sich dazu äußern nicht: In Wirklichkeit wird mit jedem Schritt der Euro-Rettung die Demokratie in Europa weiter eingeschränkt, nicht nur in den Schuldner-, sondern auch in den Geber-Ländern. Und die Euro-Bonds mit der Übergabe der Fiskal- und Finanzverwaltung an eine demokratisch nicht legitimierte europäische Superbehörde wird die Grundlagen der demokratischen Verfasstheit der europäischen Staaten massiv untergraben. Das hatte Wulff ansprechen müssen. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.

    Ganz anders die "Idee" von Frau v.d. Leyen. Für mich ist diese Dame der Inbegriff einer "Höheren Tochter", die nicht einen einzigen Tag in ihrem bisherigen Leben etwas vernünftiges gearbeitet hat, aber sich einbildet, alles Recht der Welt zu haben, in diesem Lande zu herrschen. Nicht Führung zu übernehmen - dazu muss man ja etwas können - , sondern zu herrschen.

    Gold oder Industriebeteiligungen als Pfand ist ein extrem tiefer Eingriff in die Souveränität eines anderen Landes. Meines Wissens hat das selbst der IWF bei Krisenländern (z.B. Argentinien) nie gemacht. Und Finnland macht das in bezug auf Griechenland ja auch nicht.
    Die genannte Dame hat diese Idee ja nicht gebracht, um irgendeinen Betrag zu leisten, sondern quasi als "Platzhalter" (wie auch die Diskussion um die Frauenquote) - auch um davon abzulenken, wie inkompetent sie eigentlich als Ministerin ist. Und ich fürchte, sie wird damit durchkommen. Wir werden sie in dem Vorstand irgendeines staatsnahen Konzernes wiedersehen. Wie scheusslich!

    Auf jeden Fall ist die Forderung des Autors, die Euro-Diskussion den "Fachleuten" zu überlassen, völlig falsch und ziemlich dreist. Wir wären ja nicht in dieser Situation, wenn die "Fachleute" bisher nicht völlig ungehindert geschaltet und gewaltet hätten. Europa krankt nicht an zuviel, sondern an zuwenig Demokratie. Da muss nun endlich aufhören.
  6. #155

    Noch nie hat ein Politiker gespart

    1)
    Je mehr Geld man in den Verteilungsapparat pumpt, desto mehr bläht er sich auf und beginnt ein Eigenleben. Er braucht das Geld selbst, das ursprünglich die Schuldenlasten lindern sollte. Und dieser Staatsapparat schrumpft niemals – er ist auch noch da, wenn die Krise längst vergessen ist.
    Denn noch niemals hat ein Politiker gespart. Das sieht das System nicht vor.
    http://www.welt.de/debatte/kommentar...schwender.html

    2)
    Es ist falsch zu glauben, die Banken hätten die Schuldenpolitiker mit Waffengewalt zu Krediten gezwungen.

    3)
    Der Staat ist von Natur aus Geldverschwender ... und Selbstbediener
  7. #156

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Es ist höchste Zeit, dass endlich wieder Euro-Experten die Debatte bestimmen.
    Aber selbstverständlich - und nur Euro-Experten, wie Sie einer sind, Herr Böll!
  8. #157

    Bodenlose Frechheit

    da fordert vdL doch tatsächlich, dass GR Sicherheiten für Kredite geben soll. Man kann doch GR nicht wie den ordinären Häuslebauer behandeln. Alles purer Rechtspopulismus.
  9. #158

    danke

    Zitat von Alpin Beitrag anzeigen
    Welche Euro-Experten? Jene, die damals alle Bedenken zur Seite wischten, Kritiker und Mahner gnadenlos runter putzten und uns den Euro als die sichere Währung schlechthin verkauften? Die gleichen Experten, deren Prognosen mittlerweile eine Halbwertszeit von ca. 1 Woche haben, bevor sie von der Realität abermals widerlegt werden? Nein Danke, auf diese "Experten" (wohl eher Propagandisten) kann ich verzichten, sie haben sich mittlerweile selbst disqualifiziert.
    Die Schuldigen werdens nicht richten.

    Es ist kein Einsehen ihrer Schuld da, überhaupt nichts ist da.
  10. #159

    Vorsicht!

    Jetzt keine all zu harsche Kritik am Bundespräsidenten, sonst gibt es wieder einen Rücktritt...
    Aber im Gegensatz zu seinen Islam-Äußerungen ist Wulff hier mal zuzustimmen.








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