REUTERSDie Europäische Zentralbank unter Mario Draghi überschwemmt die Märkte mit Geld, um die Eurozone vor dem Zerfall zu bewahren. Der Erfolg der Operation ist ungewiss, aber ihr Hauptprofiteur steht bereits fest: Europas maroder Bankensektor.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820973,00.html
So sieht er aus, der schlicht gestrikte Kampf (oder besser Krampf) der institutionalisierten Verantwortungslosigkeit gegen selbst verursachte Dauerkrisen der Horrorbranche Nr.1: wie bei drogenabhängigen Junkies hilft das Allheilmittel nur die nächste Spritze.
Banken und Spekulanten haben wieder billiges Zockmaterial, Staaten kriegen wieder Geld, Konzerne bekommen was ab und sogar beim kleinen Mittelstand sickert was durch. Spekulationsgewinner (systemgetreu immer Banker und Spekulanten) privatisieren wieder fleißig über Boni und Irrsinnsgehälter, Verlierer (auch Banken und Spekulanten) werden staatsverordnet vom Steuerzahler gerettet. Die Wirtschaft läuft wieder ein Weilchen (wenn auch auf Pump). Bis es wieder knapp wird. Aber kein Problem. Siehe oben - nächste Spritze.
Warum dieser Terror an der Realwirtschaft, dem ordinären Bürger und Steuerzahler und nicht zuletzt an nachfolgenden Generationen funktioniert, mag man nicht mehr begreifen. Offensichtlich lässt sich unser Gemeinwesen wie dummes Vieh Mal um Mal parasitär befallen.
Wenn das tatsächlich so ist, ist das ein gigantischer Skandal, oder im besten und wahrsten Sinne des Wortes "Volksverarschung". Aber naja, so isses halt wohl schon immer gewesen, und dehalb haben die Herren über all das Real- und Luftgeld wohl so eine Art Gewohnheitsrecht uns zu plündern und zu rupfen. Meine Frage ist:
Wissen unsere Damen/Herren volksvertretende Entscheider darum, und spielen dieses Spiel bewusst mit? Wenn ja, warum? Wenn nein...
Wird diesen Bericht jemals ein Politiker lesen, und wenn ja oder Begreifen? Werden sie in unserem Sinne handeln, und Schaden von uns abwenden? Wird je ein Politiker oder Banker zur Verantwortung gezogen werden? Gibt es eine andere Realität oder eine andere Wahrheit hinter diesem Artikel, nach denen Politiker ihre Entscheidungen fällen?
.. allesamt Lakaien der Finanzindustrie. Wenn ein Finanzminister 100 Banker im Ministerium beschäftigt, die ihm die Gesetze schreiben, juckt das niemanden. Aber die Frage, wer Nachfolger von Gottschalk
wird, bewegt die ganze Nation.
Einen Vollpfosten wie Schäuble hält die Mehrheit für einen 'Politiker, der gute Arbeit macht'. Er rangiert auf der Beliebheitsskala auf Platz 2 gleich hinter der Murksel. Entweder ist er uninteressiert an seinem Job, oder er ist überfordert oder er ist einfach unproduktiv, sonst würde er nicht bei Parlamentssitzungen Sudoku spielen. Vielleicht macht er beim Sudoku gute Arbeit, aber sicher nicht als Finanzminister.
Wir sind aktuell mit einer guten Billion an Risiken dabei, und mit jedem neuen Drei-Jahres-Tender der EZB und mit jeder Milliarde exportierter Ware in den Süden wird es mehr. Die Aufstockung der verschiedenen Rettungsmechanismen kostet auch jedes Mal 27% der aufgestockten Summe. Problem: Es ist keine Besserung in Sicht, heißt, es wird weitergehen, bis irgendwann so große Summen erreicht sind, dass auch der eigentlich gesunde Teil der Euro-Zone zusammenbricht.
Lieber die Verluste jetzt realisieren, als das Spiel ewig weiter treiben zu müssen. Ein Bruch der Währungsunion wird auch teuer, keine Frage. Damit ist aber wenigstens eine Zukunftsperspektive geschaffen, die sehe ich aktuell nicht und ich kann mir auch kein realistisches Szenario vorstellen, in dem es eine glänzende Zukunft für den Euro geben könnte.
Tomasz Konicz im Interview mit dem US-Ökonomen Richard Wolff zum Thema:
Die historischen Wurzeln der gegenwärtigen Krise | Telepolis
Ich hoffe das geht hier durch, denn auf SpOn habe ich leider keinen tiefgründigen Artikel zu diesem Thema gefunden.
Was war denn von einem Italiener als EZB-Chef zu erwarten ? Genau das, was jetzt passiert ! Das Fluten der Großbanken mit (tatsächlich nicht vorhandenem) Geld, was zuerst die Inflation in Hyper-Regionen treiben wird und schlußendlich zur Geldenwertung, sprich Währungsreform führen wird. Bravo, Politik. Mir ist unerklärlich, wie Merkel und Schäuble es zulassen konnten, dass dieser Vollpfosten Draghi EZB-Chef werden konnte.
Die immer kürzerwerdenden Abläufe sind zwangsläufig - das alles sind nichtlineare Systeme!
Wenn sie eine Badewanne vollaufen lassen lassen, dann haben sie einen konstanten Zufluss - aber das "Wachstum" dabei sinkt immer mehr durch "konstanter Zufluss / stetig wachsende Füllung" - wollen sie aber das "Wachstum konstant halten" - dann müssen sie einen "stieg steigenden Zufluss / stetig wachsende Füllung haben" .. oder anders - je voller die Wanne wird desto mehr Geld müssen sie in der gleichen Zeit scheißen ... und das immer schneller schneller und noch schneller ..
Das sowas irgendwann schneller geht als sie noch mit den Augenwimpern schlagen können ist dabei unvermeidlich .. !
Sie können es auch rechnen wie die Mathematiker .. die Rechnen nicht die "Zinsen aus" sondern deren "Kehrwert = 72 / Zinsatz" - das ist die Zeit die eine Bestimmte Grundmenge braucht um sich zu verdoppeln - und verdoppeln folgt der Folge1,2,4,8,16,32,64,128,256,512,1024 ... sie wächst schneller über alle Grenzen als sie sich vorstellen können!
Egal wie sie dagegen angehen wollen - so schnell können sie überhaupt nicht mehr arbeiten, reagieren oder sonstwie aggieren , wie dieses Scheingeldsystem inzwischen wächst , egal was sie tun , was sie machen , was sie sich vorstellen!
Ich bin SPON wirklich sehr dankbar für diesen Artikel - dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Genauso läuft das Spiel der Spiele.
Dumm ist nur, dass die Renditen letztlich auch der Steuerzahler bezahlen muss. Ewig geht das nicht mehr. Die Schulden können sowieso nicht abgebaut werden und die Schuldzinsen steigen in ungeahnte Höhen - bis zum finalen Crash. Entweder man lässt es laufen und versucht einen Schulden-"Schnitt" über die Inflation, über eine extreme Steuerpolitik a la Hollande oder eine Währungsreform.
Das kann man/frau sich jetzt aussuchen. Lustig wird das alles nicht ...