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Euro-Krise: Der neue Herr der Blasen

REUTERSDie Europäische Zentralbank unter Mario Draghi überschwemmt die Märkte mit Geld, um die Eurozone vor dem Zerfall zu bewahren. Der Erfolg der Operation ist ungewiss, aber ihr Hauptprofiteur steht bereits fest: Europas maroder Bankensektor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820973,00.html
  1. #30

    Wo ist den Merkel??

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    Euro-Austritt und Währungsreform würden das Problem lösen. Der Panikmache bzgl. der Folgen eines solchen Schritts glaube ich nicht mehr. Besser als sich immer tiefer in Geschäftsbeziehungen mit solchen "Partner"ländern zu verstricken.

    Wir sind erst tief im Schlammassel wenn Portugal und Griechenland sich immer weiter selbst Geld drucken, dass dann als Fluchtgeld benutzt wird um hier in Deutschland Sachwerte aufzukaufen - denn das ist eine (illegitime) Form der Aneignung.

    Deshalb erneut meine Frage: Wo bleibt Merkel? Wo ist die Unterstützung der Bundeskanzlerin für Jens Weidmann? Wo ist die Einflußnahme der deutschen Politik auf die EZB?
    Sehen Sie, das ist eben das Erfolgsgeheimnis von Merkel:

    "Sich nie dezidiert äußern, immer im Ungefähren bleiben,
    immer warten, bis sie sieht, wo die Welle hinschwappt,
    und sich immer so als "Schwäbische Hausfrau" generieren."

    Das alles und Ihr Nichtwissen machen Sie so sympatisch, so
    nett und gewöhnlich, dass sich die meisten Frauen/Männer
    ihr im Unterbewußtsein überlegen fühlen.

    Aber wehe, irgend einer kommt ihr in die Quere, dann wird
    aus dieser "schwäbischen Hausfrau" sehr schnell eine
    "Stahlharte Staatsratsvorsitzende". Dann ist es aber für die
    armen Opfer viel zu spät.

    Sollte ich falsch liegen, wäre ich für eine Berichtigung dankbar.
  2. #31

    Liquiditätsfalle

    Neben der Schwierigkeit ihre expansive Geldpolitik auf neutral zurückzufahren könnte die EZB ausserdem Gefahr laufen im Falle eines externen Konjunktur-Schocks über keine weiteren Mittel zu verfügen, da all ihr Pulver bereits verschoßen ist - so wie in Japan in den 90er Jahren. Guter Blog zum Thema MakroÖkonomie und Börse: "www.proptrader2012.blogspot.com"
  3. #32

    Jetzt ist die Politik in der Verantwortung

    Banken Regulierung und Umstrukturierung des Banken Sektors
    muss jetzt erfolgen. Die EZB tut was sie kann, die Politik tut zu wenig.
    Die Stärkung der Verantwortlichkeit auf allen Ebenen ist notwendig.
    Eine neue Managementkultur in Finanzinstituten fördern, damit
    diese sich auf die Schaffung nachhaltiger Werte orientieren.

    Wir müssen auch realisieren, dass wir unter den gegebenen Umständen
    unsere Kredite nie wiedersehen werden.

    Die Bewegungen am Markt sind nicht nur psychologisch bestimmt,
    sondern auch zum großen Teil durch automatisierte Handelssysteme.
    Um Ruhe in den Handel zu bringen sollte der automatisierte Handel
    weltweit auf Taktraten im Sekundenbereich verlangsamt werden,
    um einen Millisekunden Crash zu vermeiden.
  4. #33

    mich überkommt immer die kalte Wut

    wenn solche Dokumentationen erst nach 23:00 Uhr gezeigt werden. Ich habe diesen Bericht gesehen (weil ich nicht mehr arbeiten muss) ,und meiner Meinung nach gehören solche Berichte in das Hauptabendprogramm.
  5. #34

    Wo ist Merkel?

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Hmmmm, das ist doch nicht die Realität!

    Fakt ist, der Euro ist stabiler als es die DM jemals war!
    Schauen Sie sich die Target2-Salden und die beiden letzten EZB-Tender an. Beides sind tickende Zeitbomben. Schauen Sie sich die Lockerung der Besicherungen in den Krisenländern an. Trichet hat den Pleite-Ländern de facto erlaubt sich über die Notenpresse am Leben zu erhalten.

    Ein Verrat an dem Euro wie er einst den Deutschen versprochen wurde. Da kann man nur sagen: Das war wohl ein Versprecher.

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Und Fakt ist auch das unsere damalige Bundesregierung, namentlich die Herren Schröder und Eichel, aus billigen Wahltaktischen Gründen den Stabilitäspakt gebrochen haben. Schon vergessen? 3% Neuverschuldungsgrenze war ja nicht so wichtig....


    Mußten sich die anderen dann aber auch nicht mehr dran halten...
    Nein, habe ich nicht vergessen. Fakt ist: Deutschland ist damals nicht pleite gegangen. Niemand hat GR gezwungen sich so stark zu verschulden, dass es heute schon längst pleite ist.

    Und es ändert alles nichts daran, dass dies nicht die Währung ist, für die Deutschland dereinst seine DM geopfert hat.
    Alex
  6. #35

    Denn es hat sich leider noch

    Zitat von semaphil Beitrag anzeigen
    was herr sauga hier produziert. Tun sie doch bite nicht so, als wären diese erkenntnisse ganz frisch auf dem markt und als könnte man jetzt damit die politik in die richtige richtung drängen.
    Der hier beschriebene mechanismus der draghiorgel wurde in spon-foren von anfang an richtig eingeschätzt.
    nicht genug herum gesprochen."draghi-orgel" ist echt gut!

    Besser kann man diese raketensalven in den hochofen nicht

    benennen.
  7. #36

    ...

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Gibt es wirklich einen Weg zurück?
    Die wilden Versprechen sind vielleicht gar nicht mehr als Zahl fassbar.
    Ein zurück würde wieviel Geld kosten?
    Ich vermute, das wir in einer Falle sitzen.
    Die Lehre:
    Frage nicht einen Banker, wenn es um seine eigene Branche geht.
    Teurer als ein Weiterwurschteln mit Währungsunion kann der Weg zurück garnicht sein.

    Die Lehre stimmt natürlich.
  8. #37

    Leider

    Zitat von hartmutthomas Beitrag anzeigen
    die ezb flutet sich in ihren eigenen untergang. das vorgehen ist brutal unsozial und antdemokratisch. die renten sinken durch die inflation, geld wird psychologisch immer billiger, und die bürger verachten so eine eu, mit ungehemmten geldtransfers, geldentwertung, und wahrscheinlich in absehbarer zeit eine währungsreform.
    ich werde 59, und habe mich entschieden, mit 60 eine kleine rente zu bekommen,
    um dieses system nicht mehr steuerlich zu unterstützen.
    das auto wird nur noch zur arbeit genutzt, um benzin zu sparen.
    jeder bürger kann selbst kleine schritte tun, um die situation zu entspannen.
    können Sie sich dennoch als Verbraucher in diesem Land nicht des Zwangsobulus an den Finanzminister enthalten.
    Ihre "Hoffnung", dass jeder Bürger mit kleinen Schritten zur Situationsentspannung beitragen könnte, vermag ich substanziell nicht zu teilen.
    Nur noch Demos mindestens von Ausmaß wie jene gg. Atomkraft können h.E. ein Umdenken der Politik anstoßen.

    Da offensichtlich größere Konzerne (wie z.B. Linde) bereits einen Plan B (€uro-Austritt) erarbeiten/erarbeitet haben, scheint es sinnvoller, auf deren politischen Einfluss zu hoffen und zu bauen.

    Ein schwieriger Weg für eine Kanzlerin, die "Ackermann" (stellvertretend für die Banken-Lobby) eine Geb.Party im Kanzerlamt einrichtete, einen Barroso, Draghi, Papademos und Geistesverwandte links liegen zu lassen und sich auch gegen ROT-GRÜNE €uro-Himmeleien durchzusetzen - wenn sie diesen Weg denn endlich einschlagen wollte.
  9. #38

    ...

    Wow... SPON! Respekt! Ein wirklich aufklärender Buchauszug. Hoffe, das war nicht eine Art Versehen, weil ihr den gar nicht gelesen habt. Passt doch gar nicht zum SPON-Grundrauschen, dass sonst so rüberkommst. ;-))

    Aber ernsthaft... bitte mehr davon. Das nennt man Aufklärung und ist das einzig wirklich wirksame Mittel gegen das was läuft und noch kommt.
  10. #39

    Business as usual

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank unter Mario Draghi überschwemmt die Märkte mit Geld, um die Eurozone vor dem Zerfall zu bewahren. Der Erfolg der Operation ist ungewiss, aber ihr Hauptprofiteur steht bereits fest: Europas maroder Bankensektor.

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    Der Sparer darf dann die Zeche zahlen, wie meine Großeltern 1923 und auch mein Vater 1948.








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