Forum


 

Euro-Krise: Bundesregierung will Spanien unter den Rettungsschirm drängen

DPA"Spanien ist ein solides Land", beteuert Premier Mariano Rajoy. Doch das Vertrauen von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist gering. Nach SPIEGEL-Informationen wollen sie Spanien unter dem Rettungsschirm EFSF sehen - und so die Folgen eines möglichen Euro-Austritts von Griechenland begrenzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836636,00.html
  1. #10

    Ignoranz

    Zitat von GSYBE Beitrag anzeigen
    Schäubñle und Merkel, ich die Namen dieser beiden Blutegel nicht mehr hören. Spanien hat keine Probleme (wesentlich geringere Verschuldungsquote als Deutschland); ein verantwortungsloser Teil seiner Banken haben ein Problem.

    Warum will Murksel das ganze Land unter den Schirm zwingen, den Banken dies jedoch nicht erlauben?

    Die Griechen haben Recht: Frau mit Oberlippenbärtchen.

    Wir schaffen das ohne den Michel.
    Klar hat Spanien massive Probleme. Es stimmt zwar, dass die Verschuldungsquote noch geringer ist , als die Deutschlands, doch neben der geplatzten Immobilienblase belasten auch die Schrottpapiere der spanischen Regierung deren Bankensystem. Diese wurden auf Druck als Gegenleistung der Schuldenfinanzierung des Staates akzeptiert und drohen nun den Bankencrash auszulösen. daher auch der Schrei nach direkter Unterstützung aus dem ESM, den ann die Deutschen bezahlen würden. zudem habe ich hier in all den Jahren, die ich in Spanien lebe, die Arbeitslosenquote von 18% auf 23% wachsen sehen. Mittlerweile lungert jeder zweite Jugendliche tagsüber an den Eingängen der U-Bahn rum, da perspektivlos. Da fallen die menschen, die den Müll nach Brauchbaren durchforsten schon gar nicht mehr auf. Auf den aufgeblähten Beamtenapparat und "autonome Regionen", die sich nicht mehr refinanzieren können, will ich jetzt gar nicht mehr eingehen. Wenn das alles keine Probleme sind, na...dann weiss ich auch nicht, was Sie gefrühstückt haben. Aber Ignoranz ist ja bekanntlich dei Tugend der Dummen! ;-)
  2. #11

    Zitat von vadm99 Beitrag anzeigen
    spanien ist zu gross um gerettet zu werden (von italien ganz zu schweigen).Von 90 milliarden kann keine rede sein.Doch leider ist die wahrheit viel zu haesslich , um sie der deutschen bevoelkerung offen mitzuteilen: etwa 1/3 der deutschen wirtschaft haengt direkt von europaeischen exporten ab.Bricht die eurozone zusammen , bricht die deutsche wirtschaft zusammen.Daher muss sich die deutsche bevoelkerung darauf einstellen , dass Deutschland massive schulden auf sich nehmen wird , das wird sowohl unter Merkel , als auch bei einer kuenftigen SPD Regierung passieren
    Da bricht überhaupt nichts zusammen. Sicher wird es nicht ganz einfach werden, die Exporte werden schrumpfen, aber das werden sie auch, wenn man mit noch so viel Geld die Südländer in der Eurozone hält, wer soll denn die guten Produkte der deutschen Exportwirtschaft kaufen, wenn gleichzeitig die Abnehmer durch den Fiskalpakt in die Rezession gezwungen werden.
    Die Merkelsche Politik ist auf der ganzen Linie gescheitert. Besser ein Ende mit Schrecken als eine Transferunion für die nächsten 50 Jahre, bei denen Deutschland den Zahlmeister gibt und der Rest der Euroländer trotzdem nicht auf einen grünen Zweig kommen wird.
  3. #12

    Sanierung von außen, für wen zu welchem Preis?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Spanien ist ein solides Land", beteuert Premier Mariano Rajoy. Doch das Vertrauen von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist gering. Nach SPIEGEL-Informationen wollen sie Spanien unter dem Rettungsschirm EFSF sehen - und so die Folgen eines möglichen Euro-Austritts von Griechenland begrenzen.

    Deutschland will Spanien unter den europäischen Rettungsschirm drängen - SPIEGEL ONLINE
    Offenbar traut man der spanischen Politik nicht eine eigenständige Bewältigung der Wirtschaftskrise und auch Ausgestaltung der Krisenlösung zu. Die angebotene, man kann auch sagen angedrohte Rettungsoption, soll die Anleihemärkte beruhigen, die spanischen Banken stabilisieren und die Kapitalflucht eindämmen.

    Der Rekapitalisierungs- und Abschreibungsbedarf der spanischen Banken ist unklar, ob weitere staatliche Stützungen notwendig werden und damit den Staatshaushalt belasten, kann noch nicht abgeschätzt werden. Die ökonomischen Abwärtsrisiken können somit kaum abgewendet werden, die Arbeitslosigkeiten verharren auf einem hohen Niveau. Der spanische Target 2 Saldo ist neben dem italienischen und dem irischen beachtlich. Inwieweit die LTRO Liquiditätstender eine Entlastung gebracht haben, muss sich erst noch erweisen.
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Spanien ist ein solides Land", beteuert Premier Mariano Rajoy. Doch das Vertrauen von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist gering. Nach SPIEGEL-Informationen wollen sie Spanien unter dem Rettungsschirm EFSF sehen - und so die Folgen eines möglichen Euro-Austritts von Griechenland begrenzen.

    Deutschland will Spanien unter den europäischen Rettungsschirm drängen - SPIEGEL ONLINE
    Herrlich wie uns Griechenland untergejubelt wurde, als schwarzen Peter. Ich kann mir gut vorstellen, daß ihnen, also der Politkaste in Griechenland, der Beitritt durch einer gewissen Investmentgruppe schmackhaft gemacht wurde.

    Mit der Absicht, Kapital aus der EU ab zu ziehen und Sie gegebenfalls sogar Pleite gehen zu lassen, falls der letzte Barren Gold verkauft wurde, wirds uninteressant. Griechenland wurde von der Bankenclique dafür benutzt und es funktioniert nahezu perfekt.

    Deutschlands hängt vom Export ab, auch von dem in der EU. An die momentanen D Mark Befürworter. Ich bin der Meinung, die D Mark, hätte uns beim Start in die Krise eher genutzt, als sie es jetzt könnte.

    Wenn die EU in die finanzielle Katastrophe schlindert und das wird sie, da müßte Deutschland schon alle sozialen Leistungen einstellen ob das zu stemmen, Game Over weltweit.

    In China brummt es auch nicht mehr so gut wie sonst, in Brasilien gibt eine mehrere Monate anhaltende Zwangspause für das MAN NFZ Werk ( zu wenig Absatz !).
    Rußland hat mit sinkenden Rohstoffpreisen zu kämpfen und Indien ist auch nicht so einfach.

    Bin da auf das taktieren der Politiker gespannt. Die Menschen wollen all den Zwang nicht mehr. Widerstand bildet sich auch langsam in Organisationen. Bund der Steuerzahler und da war noch was mit den Familien Unternehmen. Man darf gespannt sein, die Zeiten sind alles andere als rosig.
  5. #14

    es gibt keine tragfähige Lösung

    Zitat von deb2011 Beitrag anzeigen
    Griechenland wird aus der Euro-Zone austreten. Danach werden Spanien und Italien folgen. Und allen wird es danach besser gehen. IM Erika schaltet dann am Ende das Euro-Licht leise aus - und geht. Der abgehalfterte Schäuble geht "nach Brüssel", um die EU abzuwickeln.
    Es gibt keine tragfähige Lösung mehr, wenn es nicht so traurig wäre für die europäischen Bürger könnte man meinen einer absurden Theateraufführung beizuwohnen.
  6. #15

    Zitat von hannes46 Beitrag anzeigen
    wer soll denn die Produkte der deutschen Exportwirtschaft kaufen, wenn gleichzeitig die Abnehmer durch den Fiskalpakt in die Rezession gezwungen werden. Die Merkelsche Politik ist auf der ganzen Linie gescheitert.
    Ein ernstzunehmender Lösungsansatz ist: Deutschland raus aus dem Euro und alle anderen Länder erheben wieder Einfuhrzölle auf deutsche Produkte und Dienstleistungen, die mit den dortigen Dumpinglöhnen hergestellt bzw angeboten werden. So beseitigt man Ungleichgewichte (läuft seit Jahrzehnten gut mit dem grossen chinesischen Bruder).
  7. #16

    es ist grotesk

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Spanien ist ein solides Land", beteuert Premier Mariano Rajoy. Doch das Vertrauen von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist gering. Nach SPIEGEL-Informationen wollen sie Spanien unter dem Rettungsschirm EFSF sehen - und so die Folgen eines möglichen Euro-Austritts von Griechenland begrenzen.

    Deutschland will Spanien unter den europäischen Rettungsschirm drängen - SPIEGEL ONLINE
    Einerseits will die Dame Spanien unter die Knute zwingen, andererseits will sie unbedingt in diesem Monat den ESM durchs Parlament bringen....

    Ich hoffe, die MdBs können rechnen: Spanien ist bei EFSF und ESM als Zahler dabei - ratet mal, wer zahlt, wenn sie unter den Schirm schlüpen ???!!
  8. #17

    sagte Jean Claude Junker neulich auf einer Veranstaltung des Spiegel in Hamburg. Sehe ich genauso. Vor allem denke ich, dass diejenigen, die nicht in Spanien leben, das Land - wenn überhaupt - nur aus dem Urlaub kennen, vorsichtig sein sollten mit Urteilen über Spanien. Ich lebe seit 5 Jahren in Spanien, kenne viele Deutsche, die noch viel länger hier leben und wir haben verstanden, warum Spanien da steht, wo es heute steht. Es ist vor allem ein Mentalitätsthema. Das ist nicht negativ gemeint, sondern es ist einfach so. Leider haben die wenigstens verstanden, dass es nicht reicht, Geld in südeuropäische Wirtschaften zu pumpen und darauf zu warten, dass sie produktiver werden. Das Geld verlebt sich schnell, davon haben sehr viele Spanier profitiert, ihr Lebensstandard hat sich erhöht, weit höher als sie durch ihre eigene Produktivität sich leisten könnten. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Wie dem auch sei: es sind weder nur die bösen Banken schuld, noch nur die bösen Politiker, noch nur die bösen Bürger, jeder trägt seinen Teil der Verantwortung. Leider werden bzw. wurden die wesentlichen Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der spanischen Vollkswirtschaft nicht geschaffen: Verbesserung des Bildungssystems, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, Bekämpfung der Korruption,etc. Ich würde gerne Frau Lagarde zitieren, selbst wenn sie ihre Äusserungen relativiert hat: Spanier, helft Euch selbst. Jeder sollte erst einmal vor seiner eigenen Tür kehren, vielleicht den Stolz etwas aussen vor lassen und mal selbstkritisch die eigenen Fehler analysieren!
  9. #18

    nochmal grotesk :

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Spanien ist ein solides Land", beteuert Premier Mariano Rajoy. Doch das Vertrauen von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist gering. Nach SPIEGEL-Informationen wollen sie Spanien unter dem Rettungsschirm EFSF sehen - und so die Folgen eines möglichen Euro-Austritts von Griechenland begrenzen.

    Deutschland will Spanien unter den europäischen Rettungsschirm drängen - SPIEGEL ONLINE
    "Die Komplexität in der Euro-Zone, die auch der neue Fiskal-Pakt nicht auflösen wird (mehr hier), nimmt mit den Schwierigkeiten Italiens und Spaniens skurrile Züge an.
    Ausgerechnet diese beiden Staaten, so zeigt auch der neue EFSF-Prospekt, haben dem EFSF Bürgschaften in Höhe von fast 232 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt –

    fast ein Drittel der gesamten Bürgschaften für den Rettungsschirm.

    Geld, das Italien und Spanien aufgrund der immens hohen Zinsen, die sie derzeit am Staatsanleihemarkt zahlen (mehr hier), gut selbst gebrauchen könnten. Immerhin haben Irland, Portugal und Griechenland keine Bürgschaften gezahlt, sie sind „opt-out“."

    EFSF-Prospekt: Italien und Spanien bürgen mit 232 Milliarden Euro | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN
  10. #19

    6,7 Prozent an Zinsen

    Waren vor einigen Jahren nicht ungewöhnlich. Das Problem ist wenn man Geld für 1 % an Banken "verleiht" bzw. zu diesem Zweck virutell "druckt" erwartet man, dass diese es dann an Spanien verleihen das machen diese nur nicht. Das Problem ist nicht 6,7% Zins sondern totale Überschuldung.


TOP



TOP