Nicht unbedingt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...767516,00.html
Der neue Bundesbankchef schärft sein Profil als Spar-Falke: In einem Gastbeitrag für die "SZ" betont Jens Weidmann, dass die EU Schuldenstaaten wie Griechenland nur solange retten sollte, wie diese ihren Haushaltsplan einhalten. Zur Not würde der Euro einen Stopp der Hilfe überstehen.*
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768287,00.html
Nicht unbedingt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...767516,00.html
Von den Strukturveränderungen in Griechenland ist nicht viel zu sehen. Es wird ständig gestreikt und Steuern zahlen wohl auch weiterhin nur wenige (dafür kriegen zahlreiche Tote weiterhin ihre Rente). Vergleicht man das z.B. mit Irland, wird klar, dass mit den Griechen generell etwas nicht stimmt.
Griechenland hält sich fast nie an die Regeln der EU, egal in welchem Bereich. Die Vertragsverletzungsverfahren sind zahlreich.
Griechenland ist auch ein Unruhefaktor in der eigenen Region.
Trotzdem scheinen die Griechen mit ihrer Anspruchshaltung weitermachen zu wollen.
Da wundert es nicht, dass es einigen reicht. Es sind ja nicht nur die Deutschen, die hier stinksauer sind. Am übelsten sind wohl die Slowaken dran, die Griechenland unterstätzen müssen, aber selbst einen geringeren Lebensstandard haben.
Nein, die Griechen haben keine Freunde mehr in der EU und das haben sie sich ganz alleine selbst zuzuschreiben.
Die Volksverdummung "Beteiligung privater Banken" wird nicht lange funktionieren; denn spätestens wenn so "private" Banken wie die HRE dem Steuerzahler die Rechnung präsentieren, wird deutlich, dass die Schulden schon längst vom Bürger übernommen wurden.
Vor zwei Jahren hätte eine Umschuldung in Form einer Versteigerung von EZB-Bonds zum günstigsten Zinssatz für die Abwicklung griechischer Schrottpapiere noch Sinn gemacht. Leider hat sich die Politik erwartungsgemäß von den damals noch privaten Investoren (z. B. Deutsche Bank) über den Tisch ziehen lassen und das Steuersäckel als Garantie für die damals schon wertlosen Papiere hergegeben.
Dann müsste aber der griechische Steuerzahler dem griechischem Beamten die 12 Monatsgehälter bezahlen.
Ist für die Griechen doch viel besser wenn man in der Euro-Zone bleibt und noch etwas Transfergelder von der EU kassiert bevor man endgültig die Staatspleite erklärt.
Und mit etwas Glück überlebt man bis 2013 und kann dann mit einer rot-grünen Bundesregierung über eine bedingungslose Transferunion verhandeln.
Wenn man die letzten 1 1/2 Jahre ohne sichtbare Resultate und nur mit leeren Versprechungen taktieren konnte dann schafft man die nächsten 2 Jahre auch noch.
Sie haben insofern recht als dass es bei einem Geschäft eigentlich immer zwei Nutznießer geben sollte.
Der Kreditnehmer der Geld sofort ausgeben kann das er eigentlich nicht hat und den Kreditgeber der dafür Zinsen erhält.
Leider ist Griechenland bereits seit 15 Jahren pleite und hat sich nur durch Betrügereien in die EURO-Zone gemogelt.
De facto sind Sie längst im Zinsverzug und haben seit 2008 nur deshalb keinen Bankrott angemeldet weil man Ihnen permanent neues Geld gibt.
Und das sollte aus meiner Sicht schon deshalb aufhören weil man die Reformen die Griechenland dringend benötigt (z.B. ein anderer Umgang mit Korruption) mit diesem Geld nur aufschiebt.
Griechenland ist doch längst in einem Dilemma angekommen. Durch das radikale kaputtsparen macht man sich langfristig wirtschaftlich noch kleiner als man heute bereits ist (habe vor kurzem gelesen der größte Konzern in GR sei der lokale Abfüller von Coca Cola). Somit ist auch bei einem radikalen Sparkurs nicht zu erkennen, das ein sog. "Rollover" das Problem lösen könnte - es wird höchstens verzögert. Neue "Hilfspakete" und "Rettungsschirme" (darf man schon jetzt ein Unwort des Jahres vorschlagen?) werden genausowenig nützen wie die vorherigen und das Problem eher noch verstärken. Es ist nun an der Zeit für einen radikaleren Schritt. Dieser wird weh tun, aber wenn wir noch lange zu versuchen den Schmerz zu vermeiden, wird er umso heftiger sein, wenn er sich nicht mehr vermeiden lässt.