Forum


 

Euro-Krise: Bundesbank hält Stopp der Griechen-Hilfe für verkraftbar

Der neue Bundesbankchef schärft sein Profil als Spar-Falke: In einem Gastbeitrag für die "SZ" betont Jens Weidmann, dass die EU Schuldenstaaten wie Griechenland nur solange retten sollte, wie diese ihren Haushaltsplan einhalten. Zur Not würde der Euro einen Stopp der Hilfe überstehen.*

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768287,00.html
  1. #30

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Wo ist den da Verstand? Bezahlen müssen sie sich so oder so selbst!
    Das sind IHRE Bank, IHRE Versicherung und IHR Pensionsfond die da über die Wupper gehen .. schon mal nachgedacht das sie sich selber da nur retten?
    Nicht unbedingt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...767516,00.html
  2. #31

    Wenn es so einfach wäre

    Zitat von dummy007 Beitrag anzeigen
    Ich bin der Erste der die Strukturveränderungen will, aber Ich verstehe den Ton der Massmedien in Deutschland nicht.
    Von den Strukturveränderungen in Griechenland ist nicht viel zu sehen. Es wird ständig gestreikt und Steuern zahlen wohl auch weiterhin nur wenige (dafür kriegen zahlreiche Tote weiterhin ihre Rente). Vergleicht man das z.B. mit Irland, wird klar, dass mit den Griechen generell etwas nicht stimmt.

    Griechenland hält sich fast nie an die Regeln der EU, egal in welchem Bereich. Die Vertragsverletzungsverfahren sind zahlreich.
    Griechenland ist auch ein Unruhefaktor in der eigenen Region.
    Trotzdem scheinen die Griechen mit ihrer Anspruchshaltung weitermachen zu wollen.

    Da wundert es nicht, dass es einigen reicht. Es sind ja nicht nur die Deutschen, die hier stinksauer sind. Am übelsten sind wohl die Slowaken dran, die Griechenland unterstätzen müssen, aber selbst einen geringeren Lebensstandard haben.

    Nein, die Griechen haben keine Freunde mehr in der EU und das haben sie sich ganz alleine selbst zuzuschreiben.
  3. #32

    zu spät

    Die Volksverdummung "Beteiligung privater Banken" wird nicht lange funktionieren; denn spätestens wenn so "private" Banken wie die HRE dem Steuerzahler die Rechnung präsentieren, wird deutlich, dass die Schulden schon längst vom Bürger übernommen wurden.

    Vor zwei Jahren hätte eine Umschuldung in Form einer Versteigerung von EZB-Bonds zum günstigsten Zinssatz für die Abwicklung griechischer Schrottpapiere noch Sinn gemacht. Leider hat sich die Politik erwartungsgemäß von den damals noch privaten Investoren (z. B. Deutsche Bank) über den Tisch ziehen lassen und das Steuersäckel als Garantie für die damals schon wertlosen Papiere hergegeben.
  4. #33

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der neue Bundesbankchef schärft sein Profil als Spar-Falke: In einem Gastbeitrag für die "SZ" betont Jens Weidmann, dass die EU Schuldenstaaten wie Griechenland nur solange retten sollte, wie diese ihren Haushaltsplan einhalten. Zur Not würde der Euro einen Stopp der Hilfe überstehen.*

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768287,00.html
    Heisst also nichts anderes, als das die Hilfen für Greichenland niimals "alternativlos" waren und es keinerlei Rechtfertigung dafür gibt, das unser Buundesfinanzkasper weiter deutsche Steuergelder dafür veruntreut.
  5. #34

    .

    Zitat von conny2 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie lange die Griechen selbst diesen Affenzirkus noch mitmachen. Pleite sind sie doch so und so; d.h. die Gläubiger gucken eh in die Röhre. Mit einer Umschuldung wird das bittere Ende nur hinausgezögert. Zumindest politisch wären die Griechen m.E. besser dran, wenn sie aus eigenem Entschluss aus der Euro-Zone austreten und drastisch abwerten würden.
    Dann müsste aber der griechische Steuerzahler dem griechischem Beamten die 12 Monatsgehälter bezahlen.
    Ist für die Griechen doch viel besser wenn man in der Euro-Zone bleibt und noch etwas Transfergelder von der EU kassiert bevor man endgültig die Staatspleite erklärt.

    Und mit etwas Glück überlebt man bis 2013 und kann dann mit einer rot-grünen Bundesregierung über eine bedingungslose Transferunion verhandeln.

    Wenn man die letzten 1 1/2 Jahre ohne sichtbare Resultate und nur mit leeren Versprechungen taktieren konnte dann schafft man die nächsten 2 Jahre auch noch.
  6. #35

    Wer kommt denn auf sowas?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der neue Bundesbankchef schärft sein Profil als Spar-Falke: In einem Gastbeitrag für die "SZ" betont Jens Weidmann, dass die EU Schuldenstaaten wie Griechenland nur solange retten sollte, wie diese ihren Haushaltsplan einhalten. Zur Not würde der Euro einen Stopp der Hilfe überstehen.*

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768287,00.html
    Das ist ja, als wenn ich von der Bank nur einen Kredit bekommen würde, wenn ich nicht über meine Verhältnisse lebe.
    Das ist ja unglaublich, wer kommt denn auf sowas... ;)
  7. #36

    Helfen, wo es geht

    Zitat von anon11 Beitrag anzeigen
    Heisst also nichts anderes, als das die Hilfen für Greichenland niimals "alternativlos" waren und es keinerlei Rechtfertigung dafür gibt, das unser Buundesfinanzkasper weiter deutsche Steuergelder dafür veruntreut.
    Wahrscheinlich haben unsere Politiker so ganz privat einige griechische Staatsanleihen im Schrank.
    Da will man natürlich helfen, wo es geht...
  8. #37

    Steinbrück

    Zitat von hajo58 Beitrag anzeigen
    wenn Griechenland pleite geht könnte es eine zweite Finanz-und Wirtschaftskrise geben. Bei so einem (Entschuldigung Ihr Griechen) wirtschaftlich kleinen Staat wie Griechenland?
    Was passiert eigentlich, wenn die USA im August Staatsbankrot anmelden muss?
    Aber halt, Steinbrück ist wieder aus der Versenkung aufgetaucht und laut ZDF - Politbarometer der beliebteste Politiker Deutschlands. Einfach so ohne jede Leistung.
    Der haut uns raus.
    Hat Steinbrück sich schon seine Instruktionen in St. Moritz abgeholt?
  9. #38

    .

    Zitat von dummy007 Beitrag anzeigen
    Ich bin der Erste der die Strukturveränderungen will, aber Ich verstehe den Ton der Massmedien in Deutschland nicht. Zum Beispiel dieser Artikel spricht über "Hilfe" die gestoppt wird wenn der Haushalt nicht in Ordnung gebracht wird.

    Aber - sage ich- wen der Haushalt in Ordnung ist, ist es keine Hilfe, sondern ein profitables Kredit. Wenn der Haushalt nicht in Ordnung ist gibt es keine "Hilfe".

    Also gibt es keine Hilfe Punkt. Entweder Kredit mit Zinsen, oder nichts.

    In den letzten Jahrzehnten hat mein Land Hunderte von Milliarden an Zinsen zu Deutschland bezahlt. Also denke ich dass in Wirklichkeit Deutschland kein Geber Land ist, sondern hat es bisher Profit aus Griechenland gemacht. Wenigstens bis es ein Zahlungsverzug Ereignis gibt.

    Ich habe kein Problem zu akzeptieren das mein Land Hilfe Geld gekriegt hat (das ist was ich die ganze Zeit gedacht hatte), aber auf der anderen Seite irgend wie je mehr ich darüber denke stimmt die Gleichung nicht.
    Sie haben insofern recht als dass es bei einem Geschäft eigentlich immer zwei Nutznießer geben sollte.

    Der Kreditnehmer der Geld sofort ausgeben kann das er eigentlich nicht hat und den Kreditgeber der dafür Zinsen erhält.

    Leider ist Griechenland bereits seit 15 Jahren pleite und hat sich nur durch Betrügereien in die EURO-Zone gemogelt.

    De facto sind Sie längst im Zinsverzug und haben seit 2008 nur deshalb keinen Bankrott angemeldet weil man Ihnen permanent neues Geld gibt.

    Und das sollte aus meiner Sicht schon deshalb aufhören weil man die Reformen die Griechenland dringend benötigt (z.B. ein anderer Umgang mit Korruption) mit diesem Geld nur aufschiebt.
  10. #39

    Kaputtsparen vs. Wirtschaftswachstum?

    Griechenland ist doch längst in einem Dilemma angekommen. Durch das radikale kaputtsparen macht man sich langfristig wirtschaftlich noch kleiner als man heute bereits ist (habe vor kurzem gelesen der größte Konzern in GR sei der lokale Abfüller von Coca Cola). Somit ist auch bei einem radikalen Sparkurs nicht zu erkennen, das ein sog. "Rollover" das Problem lösen könnte - es wird höchstens verzögert. Neue "Hilfspakete" und "Rettungsschirme" (darf man schon jetzt ein Unwort des Jahres vorschlagen?) werden genausowenig nützen wie die vorherigen und das Problem eher noch verstärken. Es ist nun an der Zeit für einen radikaleren Schritt. Dieser wird weh tun, aber wenn wir noch lange zu versuchen den Schmerz zu vermeiden, wird er umso heftiger sein, wenn er sich nicht mehr vermeiden lässt.








TOP



TOP