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Euro-Krise: Bis Deutschland die Nerven verliert

Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837524,00.html
  1. #370

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Jedenfalls sollten die Sozen ihrem Freund Hollande kräftig auf den Finer klopfen. Wie kann man Eurobonds befürworten, wenn in Frankreich die Rente mit 60 eongeführt wird und bei uns der Rentenbeginn auf 67 festgelegt wird. Eine Fiskalunion und die Abagbe weitere Kompetenzen nach Brüssel machen nur Sinn, wenn die Sozialstandarts angeglichen werden.
    Wenn Sie auf der Höhe der Zeit bleiben wollen, dann sollten Sie sich das („Sozen“) abgewöhnen. Gerade hat der oberste Steuerfahnder von GR erklärt, daß allein die Hälfte der hinterzogenen Steuern GR aus der Krise führen könnte. So richtig Steuern hinterziehen können Lohn- und Gehaltsempfänger aber gar nicht – das sind dann wohl eher Liberale gewesen. Da haben also die Besserverdienenden jahrelang von linken Verteilungsgeschenken profitiert und jetzt soll die erfolgte Halbierung der Löhne und damit eine weitere Halbierung der (Einkommen-)Steuereinnahmen GR retten. (Wie weit wollen Sie eigentlich die deutschen Sozialstandarts den griechischen anpassen?)
    Hmm, hoffentlich kommen die Genossen Westerwelle und Co. nicht auch auf solche Ideen. Auch der Soze Schröder hat ja den Spitzensteuersatz auf 42% herabgesenkt und so bis heute wohl 500 Mrd. € an linken Verteilungsgeschenken gewährt …
    Die Konservativen sind eben die besseren Sozen und die Sozen eher die radikalere Rechte. Und die Neoliberalen wohl eher Kommunisten (so wie ihre Klientel gerade im Bankensektor jetzt nach dem Staat und Staatsdirigismus schreit) ...
  2. #371

    ***

    Zitat von alfred-paris Beitrag anzeigen
    Bin schon erstaunt mit welcher Hartnäckigkeit, und sei es indem man Fakten verbiegt, auf immer wieder die gleichen, veralteten und widerlegten Geschichten neu aufbaut wird.

    [...]
    Und ein solcher Artikel von Jan Fleischhauer, der alles vermischt und verbiegt, nur um dumme Vorurteile unters Volk mischen zu können, ist eine Verhöhnung der europäischen Idee.
    Nicht der Artikel J.F. ist eine Verhöhnung; Verhöhnung der europäischen Idee - wenn es den jemals eine solche real gab und nicht nur als Vorwand für ganz andere, höchst egoistische nationale Einzelinteressen - betrieben die, die sich auf Kosten anderer bereicherten.

    Die "Idee" ging denen sonstwo vorbei; sie interessierte nur, was für sie dabei rausspringt. Für EU-Politiker und Finanzmärkte hat es sich offensichtlich gelohnt, sonst würden sie ihr "Geschäft" nicht in der Form weiterbetreiben - zu Lasten der Zahlmeister dieser "Idee".

    Als könnte man auf dem Fundament lediglich einer "Idee" ein stabiles Haus bauen ...
  3. #372

    Dieser Artikel fasst die Dinge sehr treffend zusammen!

    Was ist das mit uns Deutschen? Warum vertreten wir nicht viel nachhaltiger unsere Interessen? Weil uns in Europa keiner lieb hat? Frankreich ist bestenfalls auf seinen Vorteil bedacht, realistischer jedoch sind Neid und Niedertracht. Wenn es noch Argumente gegen den Euro und die EU braucht, so schaue man sich an, wer im Zentralbankrat der EZB sitzt und welche Politik dort gemacht wird. Mein Gott, wann wachen wir endlich auf?
    Wir Deutschen sind nie gefragt worden, ob wir dieses Europa wollen. Es ist pure Gewalt, was uns Merkel mit ihrer Euoropapolitik antut. Ohne Not verzockt sie unsere Zukunft. Das kann nicht laenger sein.
  4. #373

    Herzlichen Glückwunsch

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Die Kriegsschulden und die Marshallhilfe machen einen Bruchteil der Risiken aus, für die wir jetzt haften.

    --> Bruchteil der Risiken? Vielleicht sollten Sie Ihr kleines Einmaleins einmal aufbessern. Für den Fall, dass Deutschland gezwungen wäre auch nur einen Bruchteil der Kriegsreparationen aus dem 2. Weltkrieg zu zahlen, wäre die Bundesrepublik schlagartig restlos pleite.

    Ihr rückwärtsgewandter Beitrag zeigt nur, dass wir immer noch nicht in einem gleichberechtigtem Land in Europa angekommen sind.
    Genau das ist das, wass die nächste Generation nicht mehr mitmachen wird.
    Ich fühle keine Kollektivschuld. Ich fühle auch keine Notwendigkeit bei einer neuen "Claims Conference" mitzumachen.
    Die Nazivorwürfe und die Raubgoldvorwürfe der Griechen zeigen doch, dass wir uns nur Freunde gekauft haben. Derartige Freundschaften zerbrechen in der ersten Belastung.
    Wer nach dem Aussterben der damaligen Beteiligten heute noch von "Schuld" spricht, der hat ganz andere Interessen, als eine Entschuldigung im Sinn. Da muss man seinen Geldbeutel ganz fest verschliessen.

    --> Na, dann bin ich ja froh, dass Sie nach ca. 50 Millionen Ermordeten, 20 Millionen Versklavten, der Verwüstung kopletter Landstriche der Europäischen Union, dem vollständigen Ausrauben ganzer Staaten, der systematischen Ermordung der politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Eliten ganzer Völker und natürlich der Überlassung dieser Völker an den Kommunismus keinerlei Schuldgefühle haben. Herzlichen Glückwunsch, betrachten Sie sich einfach als das Paradebeispiel eines deutschen Chauvinisten, wie man ihn in London, Paris und Athen sicherlich gerne begrüßt. Achtung: Ironie!

    Und da muss Politik endgültig mal einen Riegel vorschieben.

    Grass hat es schön formuliert.

    Ansonsten arbeiten wir ungewollt an der Vorbereitung von Kriegen mit.

    --> Da haben Sie ein wirklich treffendes Beispiel gefunden. Ein Mann, welcher Mitglid der Waffen-SS gewesen ist (er hatte sich freiwillig für die UBoote gemeldet, die einzige Truppe, die noch fanatischer als die SS war!), spielt sich nach dem Ende des 2. Weltkriegs 67 Jahre lang als moralisches Gewissen der Nation auf und verbreitet anschließend antisemitische Propaganda in Form von "Gedichten". Scheinheiliger und verlogener als Günter Grass kann man wirklich nicht mehr sein und Sie verwenden die Person Grass auch noch als Referenz für die Bestätigung Ihrer Thesen.

    Genau das sollte "in einem Haus Europa" bewirken.

    Deswegen war die "NON BAIL OUT" Klausel so wichtig.
    --> An Beiträgen wie dem Ihren sieht man, dass viele Menschen in diesem Land immer noch überhaupt nichts gelernt haben. Und wenn man bedenkt, dass wir uns hier im links-liberalen Spektrum bewegen, möchte ich gar nicht wissen, was für Beiträge auf Zeitungsforen veröffentlicht werden, welche rechts von der Mitte stehen.
  5. #374

    Ja da konnte sich der Club MEd mit Geld vollsaugen

    Zitat von chroi Beitrag anzeigen
    ganz einfach, es gab ein solches Szenario von ca 2002-2009 wo quasi sämtliche €-Länder sich zu vergleichsweise historisch niedrigen Zinssätzen Geld über den Kapitalmarkt beschaffen konnten. Was hat es gebracht?? Also, was soll dieser Quatsch mit den Eurobonds?!?
    Es hat denen sehr viel gebracht, und das wollen sie eben nochmal 10 weitere Jahre.
  6. #375

    Zitat von elikey01 Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag grenzt doch viel näher an Hetzerei, abgesehen davon, dass der von J.F. in keinster Weise als hetzerisch und schon gar nicht rechtspopulistisch empfunden werden kann. Es ist eine faktenunterlegte Meinung, die man aus eigener Wahrnehmugn teilen kann od. auch nicht.
    Vom Emil ist man nichts anderes gewohnt. So sind solche Leute nunmal.
  7. #376

    Volltreffer...

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Lesen Sie doch wenigstens den Kommentar den Sie loben aufmerksam durch. Da steht im Original, dass die Franzosen wollen dass Sie weniger arbeiten, mehr Urlaub machen und mehr Lohnerhöhungen verlangen. Aber das passt natürlich wieder nicht so recht ins Bild, weil Ihnen ja alle nur alles Schlechte wollen. Dass die Leute von denen Sie fröhlich ausgenommen werden und bei denen die Gewinne landen in Deutschland sitzen, und nicht etwa gerade in Spanien arbeitslos sind, wäre ja auch unbequem.
    ...endlich mal ein hellsichtiger Forist, der verstanden hat, was Sache ist!

    Man würde vielen anderen Foristen hier wünschen, sie könnten verstehen, wer sie ausnimmt und wer profitiert von der gegenwärtigen Situation. Aber es ist natürlich viel leichter einem dumpfbackigen Kommentator wie Fleischhauer Beifall zu spenden.
  8. #377

    Zitat von weltsichtig Beitrag anzeigen
    Ich mache nicht das Ausland für die Entscheidungen unserer Regierung verantwortlich. Und so traurig ich es finde, aber in einer Demokratie hat jedes Volk die Regierung, die es verdient.

    Davon abgesehen halte ich es für absurd, auf politischem Wege zu versuchen, uns weniger wettbewerbsfähig zu machen (nichts anderes wollen diese "Initiativen zur Begrenzung der globalen Ungleichgewichte").
    ...
    Niemand spricht von "weniger wettbewerbsfähig machen", es würde allein schon reichen, wenn die deutsche Produktivität nicht stärker steigen würde als die entsprechenden Löhne.

    Die Lohnstückkosten sind es, die für Ungleichgewichte sorgen, zusammen mit der Einheitswährung in der Eurozone, die jede Angleichung verhindert.
  9. #378

    Danke!

    Zitat von karl-heinz-heinzelmann Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, habe ich lange keinen dermassen chauvinisten Artikel wie diesen gelesen. Der Autor behauptet allen Ernstes, dass die Bundesrepublik Deutschland eine Art Vorbildfunktion innerhalb der europäischen Union einnimmt, welcher die übrigen Staaten zu folgen haben. Von der Tatsache, dass der deutsche Exportüberschuss zu Lasten der süd - und osteuropäische Nachbarn geht, verliert der Autor kein Wort. Vielmehr werden diejenigen, welche die deutsche Vormachtstellung auf den europäischen Kontinent nicht akzeptieren wollen, regelrecht als "deutschlandfeindlich" betrachtet.

    Vielleicht sollte man dem Autor einmal deutlich machen, dass Deutschland restlos pleite wäre, wenn unsere europäischen Nachbarn auch nur einen Teil der Kriegsreparationen aus dem 2. Weltkrieg einfordern würden. Oder ihm die Tatsache erklären, dass Deutschland nach dem Krieg ökonomisch überhaupt nicht mehr auf die Beine gekommen wäre, wenn die europäischen Nachbarn die Deutschen nicht massiv unterstützt hätten. Statt dessen läßt sich der Autor in chauvinistischer und herablassender Art über die Spanier, Italiener, Portugiesen und Franzosen aus. Der Artikel ist einfach nur widerlich, anders kann ich ihn nicht mehr beschreiben.
    Herzlichen Dank für diesen Beitrag, das erspart mir, meine eigene Ansicht hier auszubreiten, ich stimme vollinhaltlich zu!
  10. #379

    Mit Verlaub,...

    Zitat von elikey01 Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag grenzt doch viel näher an Hetzerei, abgesehen davon, dass der von J.F. in keinster Weise als hetzerisch und schon gar nicht rechtspopulistisch empfunden werden kann. Es ist eine faktenunterlegte Meinung, die man aus eigener Wahrnehmugn teilen kann od. auch nicht...
    ...ob jemand eine Meinung als "rechts-, mittel-, oder linkspopulistisch" ERFÜHLT, entspringt AUSSCHLIESSLICH den Hirnwindungen des Erfühlenden...!

    Denn zweifelsohne exzistiert keine rationale Definition des (in unserer schnuckligen, nach idealisierter Führung süchtelnden Republik erfühlt abwertenden) Begriffs "Populismus", da in einer Demokratie zwangsläufig ein JEDER auch "populistisch" für seine Meinung werben MUSS, so er diese im Volk (lat.: populus) mehrheitsfähig machen möchte.
    .
    Richtig ist, dass Herr Fleischhauer emsigst EINE (seine?) unter 82 Millionen Bundesbürgern gleichberechtigte "Meinung" propagiert.

    Auffällig ist allerdings, dass er sich als Autor zu diesem Zweck primär des propagandistischen Mittels der unterschwellig-assoziativen Erzeugung von Emotionen bedient.
    Was i.d.R. darauf schliessen lässt, dass ein Propagandist dem Leser seiner Propaganda auf genannt rein emotionalem Weg den Mut nehmen will, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

    Woher Sie, herzallerliebste(r) elikey01, nun Ihrerseits den Mut nehmen, Herrn Fleischhauers rein emotionales Meinungs-Geschwurbel über ein angeblich Deutschland historisch durchgängig "schwächen" wollendes Frankreich - (herrscht denn tatsächlich IMMER NOCH KRIEG zwischen genannten Nachbarländern...?) - als "faktengestützt" zu bezeichnen, bleibt Ihr süsses Geheimnis.

    "Fakt" wäre gemäss Ihrer Meinungsäusserung allenfalls, dass Herr Fleischhauer das ihm von Ihnen so putzig unterstellte "Faktenstützen"...

    Zitat Fleischhauer:
    "...Gesegnetes Frankreich, kann man nur sagen, wo die mitleidlosen Gesetze der Ökonomie unter der ewigen Sonne des Sozialismus ihren Schrecken verlieren. Auch die Grande Nation setzt zu wenig Kinder in die Welt..."

    ...OFFENSICHTLICH kognitiv-hirnleistungstechnisch nicht beherrschen würde...:-)

    WELT vom 14.02.2009
    "Frankreich ist Fruchtbarkeitseuropameister
    In keinem europäischen Land ist die Geburtenrate so hoch wie in Frankreich: Statistisch gesehen bringt jede Frau 2,02 Kinder zur Welt. Das Land gilt als vorbildlich, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht..."


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