Forum


 

Euro-Krise: Bis Deutschland die Nerven verliert

Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837524,00.html
  1. #350

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    1 - soll Deutschland führen und den EU - Stall mit ein klein wenig Machteinsatz zusammenhalten und seriöse Fiskalpolitik erzwingen?

    2 - soll Deutschland den EURO wieder aufgeben damit kein Gegengewicht zum Dollar heranwächst und sein Glück allein erreichen?

    3 - ist das sowieso alles planlos?
    Geld drucken und den Laden irgendwie zusammenhalten bis nach der US Wahl.
  2. #351

    Das geht schon

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    interessanter gedanke.
    ich frage mich, wie das praktisch gehen soll, wenn deutschland zur DM zurückkehrte.

    umtausch 1 : 1 nur für deutsche, nur im inland, bargeldhöchstgrenzen?
    haben sie da nähere erkenntnisse wie dies bewerkstelligt werden müsste?

    nur damit ich bescheid weiß, was auf mich zukommt und mich entsprechend darauf einstellen kann - denn so unwahrscheinlich ist der kollaps des euro nicht... ;-)
    Währungsumstellungen in verschiedene Richtungen gab es in der Geschichte schon oft, das geht schon.
  3. #352

    Zitat von Weißlicht Beitrag anzeigen
    Interessant. Aber ist es nicht so, dass die ausländischen Nationalisten eine Art Freunde sind und die Ausbeuter übernational agierende und denkende?
    Nunja, eine gemeinsame EP Fraktion kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich wie in Deutschland als Opfer "der Deutschen / der Ausländer / der Franzosen / der Griechen" sieht.

    Zitat von Weißlicht Beitrag anzeigen
    Die Investmentclubs, privaten Versicherungen und Investmentabteilungen der Banken machen sich die Welt zur Beute. Sie stellen sich auf eine über-nationale Ebene und manipulieren die einzelnen Länder zu ihrem Vorteil. Land A hat die kaufkräftigen Verbraucher, Land B liefert hochwertige Industriegüter, Land C die billigen Zulieferteile, Land D die Rohstoffe. Durch über-nationale Geldtransfers wird die Kontrolle übernommen und aufrechterhalten. Konzentriert an sogenannten Börsen und Märkten, das sind auch geschlossene Clubs - obwohl sie behaupten, öffentlich (public) zu sein. Die Politiker der Länder werden als manipulierbar wahrgenommen und so behandelt.
    Joa, die Position findet man nicht nur links unten sondern auch rechts unten, dort im Ausland stellenweise auch noch mit altmodischem Antisemitismus. Aber im Zweifelsfall schützt man dann eben doch oft seine eigenen per Definition edlen Banker vor den sicherlich niederträchtigen Ausländern (siehe UK/Schweiz/Deutschland...). Die Alternative wäre ja, dass die eigenen mit positiven Attributen versehenen Landsleute das Geld ohne Not verzockt hätten, evtl noch gegen ausländische Warnungen. Das führt dann wieder zu der Frage, ob man den Fehler nicht im eigenen Land suchen muss, und das tun diese Leute überhaupt nicht gern, außer indem sie behaupten die eigene Regierung sollte endlich mal nationale Interessen vertreten. Die kommen nämlich anscheinend auch alle gleichzeitig jeweils aus dem einen Land dass das nicht wirklich tut.
  4. #353

    Wenns denn so einfach wär

    Zitat von Subtext Beitrag anzeigen
    Da bin ich auch völlig ihrer Meinung. Ich finde aber auch nicht, dass ein Europäischer Bundesstaat bedeuten würde, dass man seine Gebräuche, Sprache und Lebensgefühl aufgeben müsste. ....
    Das funktioniert nicht wenn wir eine Fülle verschiedener guter oder schlechter Ideen sammeln.
    Das funktioniert vielleicht aber dann, wenn wir endlich mehr Demokratie und Transparenz in Europa umsetzen.
    Wir könne nicht immer darauf hoffen, daß irgendwelche Gipfeltreffen die besten Ergebnisse erreichen.

    Wir brauchen starke demokratische Verankerung und daher letztlich auch demokratische Wahlen in Europa.
    Diese Wahlen gibt es bisher nicht, es gibt nur den schlechten Witz , den "Teaser" der EU Parlamentswahlen, aber das ist keineswegs demokratisch, denn es gibt ein gleiches Stimmrecht.

    Die Gleichheit ist aber das wichtigste Kriterium jeder Demokratie.
  5. #354

    verlierer bedingen gewinner - zu letzteren will auch ich gehören

    Zitat von Bankenkrise08 Beitrag anzeigen
    ... Wie das [wenn Deutschland zur DM zurückkehrte] praktisch ablaufen soll, keine Ahnung.
    Irgendwie wird man das schon meistern...
    ob sie diese frage immer noch so nonchalant abtun würden, wenn sie feststellten, das beim währungswechsel ein großteil ihrer ersparnisse verschwunden sind - wohl kaum, oder?
    der kollaps des euro ist gar nicht so unwahrscheinlich und sie haben mich daran erinnert, dass dieser fall in den medien kaum von der praktischen seite her diskutiert wird.

    ich wüsste gar nicht, was zu tun wäre, um meine schäfchen ins trockene zu bringen - sie offensichtlich auch nicht, oder wollen sie es mir nur nicht verraten? ;-)
  6. #355

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen

    Allein die Tatsache, dass die Aussage :"Ich bin Stolz ein Deutscher zu sein!" zumindest bis vor kurzem noch ausreichte, einem dem rechtsextremen Lager zu zuordnen, zeigt das hier die Deutschen anders sind als die anderen Europäer.
    Ja das stimmt, aber es waren, vor allem, die deutschen Linken, die dagegen waren, wenn jemand sagt dass er stolz sei und das immer diffamiert haben, als etwas latent Rechtadikales.
    Aber das ist auch schon seit Langem passe...Kanzler Kohl hat es schon merhamls gesagt oder Berti Vögts noch in den frühen 90-er als er BT war.

    Den Nationalstolz disskutiert auch keiner mehr weg. Spätestens seit der WM 2006 nicht mehr..Ich habe damals auf den Fan-Mailen auch unzählige Migranten mit deutschen Fahnen und Bemalungen im Gesicht gesehen.
    Nationalstolz ist sichrelich eine Realität, nur ob man es viel oder wenig hat, das löst die Probleme in keinem Land. Die vielen Leute ion Europa sind nun mal so gewöhnt, wenn es eine Krise gibt, daß man versucht sich mehr unter der jeweilige Nationalflagge zurückzuziehen.

    Ich glaube leider immer noch daran, daß wenn Patriotismen in Nationalismen übergehen, und zwar in vielen Ländern gleichzeitig, das könnte Europa ca. 100 Jahre zurückwerfen...und daß die Nationalismen, die es in Europa Anfang des 20. Jahrhunderts, bzw, zwischen zwei Weltkriegen gegeben hat, auch heute immer möglich sind, in einer grösseren Krise.
  7. #356

    x

    Zitat von cbmuser Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Geschichte aus der Star Trek Voyager Folge "Scorpion".
    Stimmt ich auch, hatte mir überlegt wo ich es im fernsehen gesehen habe. Dann wird Voyager scheinbar auch in jordanien gesendet.
  8. #357

    wenn man sonst nichts hat - der stolz bleibt

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt, aber es waren - vor allem - die deutschen Linken, die dagegen waren, wenn jemand sagt, dass er stolz sei, und das immer diffamiert haben, als etwas latent Rechtadikales...
    meine oma sagte immer: "dummheit und stolz wachsen aus einem holz!".
    die frau war sicher latent linksradikal.
  9. #358

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    ob sie diese frage immer noch so nonchalant abtun würden, wenn sie feststellten, das beim währungswechsel ein großteil ihrer ersparnisse verschwunden sind - wohl kaum, oder?
    der kollaps des euro ist gar nicht so unwahrscheinlich und sie haben mich daran erinnert, dass dieser fall in den medien kaum von der praktischen seite her diskutiert wird.

    ich wüsste gar nicht, was zu tun wäre, um meine schäfchen ins trockene zu bringen - sie offensichtlich auch nicht, oder wollen sie es mir nur nicht verraten? ;-)
    wenn Sie ihr Geld auf einem Konto in Deutschland haben, müssen Sie sich darum keine Sorgen machen. Bei einer Währungsumstellung wird es zum gefixten Wechselkurs getauscht. Ich könnte mir vorstellen, dass die DM 20% aufwertet. D.h. Sie bekommen für einen Euro 0,833 DM. Also ungefähr pari zum Pfund
  10. #359

    Gratulation !!!

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Nun gut; im Prinzip könnte man das so stehen lassen. Richtigerweise müßte man sagen daß man laut Lissabon Vertrag sinngemäß nicht aus dem Euro austreten kann, ohne aus der EU auszutreten...; 'Rauswurf' sieht der Vertrag meines Wissens nicht vor...
    Sinngemäß.....

    Sie haben meine Ansichten dazu vollumfänglich verstanden. Das gibt 1+ mit Sternchen !


TOP



TOP