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Euro-Krise: Bis Deutschland die Nerven verliert

Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837524,00.html
  1. #320

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    ...ist ein Desaster...
    Die Mischung aus eigenem Wohlverhalten, ein paar ausgesuchten Fakten, VTs plus Opferrolle ist die Mischung derer sich die Nationalisten aller Länder bedienen. In diesem 'erlauchtem Kreis' ist Fleischhauer längst angelangt. Wir in Südtirol und in Italien haben genug Personal das man ebenfalls zu dieser Gruppe zählen kann. Schuld sind immer die 'Anderen'...
    Besser kann man die nationalistische Internationale wohl wirklich kaum zusammenfassen.

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Lösungsansätze können von solchen Gestalten natürlich keine ausgehen. Fakt ist daß in der EU und in der €Zone viele Fehler gemacht wurden. Der Euro wurde damals leider nur als eine Art Schönwetterwährung konzipiert und als Basis einigte man sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Fehler der versäumten Reformen und verfrühstückten Zinsen kann und soll man ansprechen; aber in der Form wie Fleischhauer das handhabt ist es eine Katastrophe. Die Reaktionen in diesen Ländern kann man sich denken. Das too connected to fail hat dazu geführt, daß die Wirtschaft mental und als Netz heute viel weiter und vernetzter ist als die einzelnen EU Bürger. Es gibt also kein einfaches 'Wir wollen raus aus dem Euro' oder die 'Anderen sollen verschwinden'. Das geht nichtmal rechtlich...


    Geht natürlich nicht...
    Es geht also 'nur' mehr um die Frage was machen wir jetzt?

    Schian Gruaß...
    Nun, dadurch dass etwas besonders groß ist, wird es eben nicht rettbar. Auch Eurobonds würden denke ich dazu führen, dass sie nach kurzer Zeit gemeinschaftlich boykottiert werden, und alle 17 Staaten bei Monti auf der Matte stehen. Man müsste es eben irgendwie schaffen sich einzugestehen, dass die Idee der Staatsverschuldung in der ganzen westlichen Welt relativ synchron gescheitert ist. Wie man das öffentlich verlautbaren könnte weiß ich allerdings auch nicht.
  2. #321

    „Ist die Eurokrise eine Verteilungskrise?“

    Zitat von stefan.albrecht@virgilio. Beitrag anzeigen
    Jan Fleischhauer geriert sich mal wieder wie der klassische deutsche Urlauber, der in ein anderes Land kommt, seine oberflächlichen Betrachtungsweisen für die absolute, unumstößliche Wahrheit hält und überhaupt nicht merkt, wie unangenehm sein besserwisserisches Gehabe für die anderen ist.
    [...]
    Einfach zum kotzen, Herr Fleischhauer. Hätte selbst von Ihnen nicht gedacht, dass Sie soweit sinken könnten, obwohl ich von Ihrem Idol, Herrn Westerwelle schon einiges gewohnt bin im Hinblick auf Diffamierungen.
    Ausnahmsweise muss ich Herrn Fleischerhauer in Schutz nehmen: Konservativ hin oder her - das was er schreibt, triff im Wesentlichen zu. Deutschland lässt sich über den Tisch ziehen.

    Es stimmt aber, dass die Eurokrise sehr viel mit der ungerechten Vermögensverteilung zu tun hat – nur können Sie gerade von einem Jan Fleischhauer nicht erwarten, dass er sich für dieses hässliche Thema erwärmt, das würde ihn innerlich zerreißen. Trotzdem – vielleicht warte ich ja nicht vergeblich auf diesen Montag, an dem der SPIEGEL titelt: „Ist die Eurokrise eine Verteilungskrise?“
  3. #322

    Lasst uns mal nicht voreilig die Erbfeindschaft wieder ausrufen, denn egal was passiert, am Ende wird Frankreich immer noch unser Nachbar sein und wir werden immer noch mit ihnen auskommen müssen.

    Das der Euro schlecht für uns war sollte inzwischen so ziemlich jedem klar sein. ABER: zum Euro gehörte zum einem ein Mitterrand, welcher uns versuchte den aufzudrücken, aber auch ein Herr Kohl, welcher dieser dummen Idee aufgesessen ist und welcher die Warnungen der "Techniker" (gemeint sind die Ökonomen) in den Wind geschlagen hat.

    Also, die schmerzhaften Verluste abschreiben und das Nächstemal besser prüfen (oder gleich "Nein" sagen wenn Frankreich irgendwelche neue Organisationen vorschlägt) bevor wir uns mal wieder selbst schaden. Aber nicht irgendwelche dummen Fehden starten!
  4. #323

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die französische Regierung hat gerade beschlossen, das Rentenalter ihrer Bürger auf 60 Jahre zu senken. Kein Franzose soll mehr länger arbeiten müssen, nur weil es die Finanzlage des Landes erzwingt - in keinem Fall aber so lange wie sein armer Verwandter in Deutschland, der sich auf Geheiß seiner Regierung bis zum 67. Lebensjahr mühen und plagen muss.

    Euro-Krise: - SPIEGEL ONLINE
    Was für eine schlechte Recherche oder ideologische Verbohrtheit! Hier geht es nur um das frühest mögliche Renteneintrittsalter und die neue Regelung betrifft nur eine kleine Gruppe an Menschen die sehr früh zu arbeiten begonnen haben nach einer ähniliche Diskussion in Deutschland über Kaminkehrer, etc. Hier in Frankreich wird nach "Trimestern" (Quartale) gerechnet. Eine volle Rente steht einem Franzosen erst nach mehr als 160 Quartalen Arbeit zur Verfügung (= mindestens 40 Jahre). Sollte man die nicht haben kann man auch erst ab 67 in Rente gehen!
  5. #324

    Das Ruhestands-Einstiegsalter beträgt in Deutschland 63 Jahre. Viele davon beziehen aus gesundheitlichen Gründen schon eine Rente, andere müssen von ihren Ersparnissen Leben (bekommen kein H4) oder bekommen erhöhte Abschläge bei ihrer vorzeitigen Rente. Jeder Sechsklassenschüler weiß, daß es in Wirklichkeit nur um Einsparungen geht (damit auch Pensionen sicherer werden). Eigentlich könnte man ja auch gleich den Wert eines Rentenpunktes herabsetzen (das wird sowieso kommen). Wer aber eine Rente mit 67 im gleichen Atemzug mit der Demographie nennt, will betrügen.Vielleicht sollte man versuchen, über einen längeren Zeitraum das Umlagesystem („Generationenvertrag“ genannt – ich habe keinen Vertrag abgeschlossen) in ein kapitalbasiertes Rentensystem (wie in Chile oder Australien) zu überführen – die Demographie wäre dann egal, das kostet aber Beamtenstellen …. Dann müßte man auch nicht am Ende eines Arbeitslebens die in den verschiedensten €uropäischen Ländern gesammelten Punkte zusammenklauben – wäre jedenfalls moderner.

    Eine Sozialunion ist ja sowieso nicht erwünscht. Obwohl eigentlich auch die Politiker begriffen haben müßten, daß eine Währungsunion ohne Wirtschafts- und Sozialunion nicht funktionieren kann. Viele befürchten natürlich, daß die Abgabe von Kompetenzen in eine Diktatur der Finanzoligarchie mündet, in der (außereuropäische) Ratingagenturen die Politik – unabhängig von Wahlen - bestimmen. Na und? Um so leichter wäre dann diese vandal-liberale Herrschaft auch global zu kippen.
  6. #325

    Augstein

    Augstein (der Rudolf) war immer kritisch gegenüber Frankreichs Absichten. Er wusste, wen er vor sich hatte.
    Bei Frankreich geht es immer scheinbar immer für Europa in Wirklichkeit meist gegen die Deutschen. Man sieht das in der Politik (Euro und Giscards Euroverfassung), aber auch in der Wirtschaft (EADS).

    Soll der Euro gerettet werden, darf es keine Geldzahlungen ohne gleichzeitige Kontrolle geben.
  7. #326

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

    Euro-Krise: - SPIEGEL ONLINE
    Genau der böse alte erzfeind Frankreich dieser Franzos, der schon immer dem guten netten lieben Deutschen seine Wirtschaftsmacht nicht gönnte. Da muss doch dem Finanzlobbyisten sorichtig die Glückstränen in den Augen stehen, die Cchance die alte lukrative Feindschaft wieder aufleben zu lassen, wo sie doch für die Unternehmer so lukrative Geschäfte bescherte (sowohl in der Waffenproduktion als auch im Wiederaufbau). Naja das Frankreich nur der größte und wichtigste Handelspartner D ist was sollst, ich hoffe doch das Frankreich dann bald wieder am Rhein steht damit das Rheinland wieder französisch ist, immerhin haben die für ein sauberes Köln gesorgt.
  8. #327

    Zitat von Weißlicht Beitrag anzeigen
    Das darf aber nie auf Dauer unausgeglichen sein. Und schon gar nicht darf Kapital exportiert werden, das dann zum "Kauf" dieser Exportgüter zurückfließt. Daran verdienen aber mehrfach die von Ihnen genannten "Reichen", sie initiieren dieses System. Am Ende steht dann im Schuldensumpf der sogenannte Bankrott der anderen und das Geldsystem verlangt, dass auch noch der letzte Spargroschen in den Moloch hineingeworfen wird. In diesem Fall die Spargroschen der Deutschen, die zusätzlich noch so effizient wie möglich arbeiten sollen um das zu bezahlen, während sie so gut wie nichts mehr dafür bekommen.
    Darauf hat der Rest oft und lange genug hingewiesen. Dass von den Deutschen gefordert würde bis 70 zu arbeiten ist weitestgehend unhaltbar, das Gegenteil ist der Fall. Aber die sind ja alle nur neidisch auf unsere "Wettbewerbsfähigkeit" etc. Die "Spargroschen" der Deutschen sind in diesem System allerdings nicht das letzte, sondern das erste was losgeworfen wurde, die bestehen schließlich aus den Schulden der anderen. Weil der deutsche Sparer nicht irren darf, versucht man jetzt Steuergelder hinterherzuwerfen, was tatsächlich sinnlos ist.

    Zitat von Weißlicht Beitrag anzeigen
    Die Völker gegeneinander aufzuhetzen passt gut zu diesem System. Aber es gibt natürlich auch unterschiedliche Interessen und Mentalitäten. Dass sich Frankreich und - bis zu einem Grade - Großbritannien bei der Wiedervereinigung Deutschlands immer noch als Weltkriegs-Siegermacht aufgespielt haben und Helmut Kohl davor eingeknickt ist, ist schon sehr schwach. Dem deutschen Volk verkauft man diese Unterordnung als "Engagement für 'Europa'", das hat Herr Fleischhauer schon sehr gut erkannt. Die anderen interpretieren 'Europa' als "da können wir absahnen und reich werden wie ein Deutscher".
    Beide Staaten sind in der EU Nettozahler, und die dortigen Nationalisten sind noch deutlich europafeindlicher als die in Deutschland. Das ganze Weltbild hinter dieser Aussage macht einfach wenig Sinn, wenn man die Position von Fleischhauers ausländischen Gegenstücken nicht stur ignoriert.
  9. #328

    Zitat von h2okopf Beitrag anzeigen
    Solange wir auf dem Sofa bleiben und uns erpressen lassen, geht es uns noch zu gut. Wir sollten wirklich zurückschlagen. Auch unseren Politikern sollten wir einmal sagen, was wir wollen. Ich jedenfalls nicht weiter diesen Irrsinn.
    Und was wollen Sie tun? Gegen den Euro demonstrieren und damit zum Erfüllungsgehilfen der Banken und Wirtschaftsdiktatur werden oder vielleicht doch eher sich Gedanken über unser Wirtschaftssystem machen und alternativen zu dem bestehenden suchtkranken System suchen?
  10. #329

    Zitat von liebergast Beitrag anzeigen
    Das deutschen Politiker nicht gerade beliebt sind und nur Geld interessant ist, werden auch unsere Politker bald mal in ihren Wahn merken.
    Vielleicht habe sie auch wieder Drogen auf der Toilette?
    Die angeschnittene Demagogie mit dem Alter passt eh nicht.
    Die Regierung sollte mal alle Nebenleistungen aus den Zwangsversicherungen offenlegen.
    Mit der Wiedervereinigung, bekamen wir auch eines der kinderreichsten Länder dazu.
    Aber mit Arbeiterparadieprediger und christlicher Nächstenliebe ist es heute auch eng geworden.
    Naja Frau van der Layen hatte ja auch behauptet das alle Hartz 4 Empfänger ihr Geld versaufen anstatt sich um ihre Kinder zu kümmern.
    Das Rentenalter ist wie so vieles ein politischer Fehlschuß.
    Zeugnis deutscher Fehlpolitik um sich beim kleinen Mann weiter zu bereichern.
    Trotzdem denke ich das Frau Merkel genau weiß, das sie sich außerhalb ihrer Grenzen befindet.
    Sie sollte dringendst damit aufhören das Geld des kleinen Mannes für Lobby-Interessen zu verpulvern.
    Die Armut in Deutschland braucht jeden Cent oder Pfennig.
    Na dann muss man sich doch fragen wieso wehrt man sich dann so wehement gegen die Erhöhung der Spitzensteuersätze auf sagen wir Kohlsche Höhen (54%), ist es nur Inkompetenz oder schon reine Boshaftigkeit? Wenn wir diese Mehreinnahmen hätte mensch wie sähen dann wohl unsere Kommunen undd Gemeinden aus wieviele Kita-plätze, Schulen und Lehrer könnte man damit finanzieren und
    wie schön wäre unsere Infrastruktur. Aber nee lieber noch weniger Steuern zahlen damit man noch mehr an die privaten Unternehmer zahlen kann.


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