Forum


 

Euro-Krise: Bis Deutschland die Nerven verliert

Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837524,00.html
  1. #290

    Zitat von FrancoisVillon Beitrag anzeigen
    Wie wäre es z.B. mit einer Währungsunion mit China? Die Arbeiter dort sich sogar noch fleißiger als wir Deutschen.
    Sie kennen doch das Euro-Barometer. Nach Selbstauskunft arbeitet nur einer härter als wir: Die Griechen!
  2. #291

    Zitat von roland56 Beitrag anzeigen

    Das ist, mit Verlaub, romantische Träumerei. Die Leute, die wirklich viel Geld haben, sagen wie mal die oberen 10%, haben Unmengen an Sachwerten, wie Immobilien, Firmenbeteiligungen usw. Glauben Sie die haben ein Problem, wenn "hinterher" statt 10 Mio nur noch eine Mio auf dem Konto liegt?
    Natürlich haben diese Leute ein Problem damit! Was meinen sie, warum diese Menschen ihr halbes Leben damit verbracht haben, um ihren Reichtum zu mehren?

    Für viele der wirklich Reichen, aber vor allem für die vormals Armen gilt die 242. Erwerbsregel der Ferengi (die "Hedgefonds-Manager-Aliens" aus Star Trek): "Mehr ist gut, alles ist besser!"
  3. #292

    Tztztz...!

    Zitat Fleischhauer:
    "...Gesegnetes Frankreich, kann man nur sagen, wo die mitleidlosen Gesetze der Ökonomie unter der ewigen Sonne des Sozialismus ihren Schrecken verlieren. Auch die Grande Nation setzt zu wenig Kinder in die Welt..."

    Wer schummelt denn da...???

    WELT vom 14.02.2009
    "Frankreich ist Fruchtbarkeitseuropameister
    In keinem europäischen Land ist die Geburtenrate so hoch wie in Frankreich: Statistisch gesehen bringt jede Frau 2,02 Kinder zur Welt. Das Land gilt als vorbildlich, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht..."


    Gesegnete Werbe-Welt der kollabierenden Finanzindustrie, nach deren "Gesetzen der Ökonomie" die Einwohnern unserer schnuckligen Republik kaum noch auf umlagefinanzierte Rente hoffen dürften, weil sie zu wenig Kinder in die Welt setzten.
    Weshalb den Bundes-Michels und -Michelienen eine "demographische Katastrophe" drohe. Der nun mittels bundesdeutscher Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters und Absenkung der gesetzlichen Rentenhöhe begegnet werden müsse.
    Und bittere Altersarmut nur mittels kapitalgedeckter Altersvorsorge verhinderbar sei.

    Im gebärfreudig EU-spitzenplatzigen Frankreich bringt nun jede Frau nachweislich mehr als zwei Kinder auf die Welt.
    Weshalb dort zwangsläufig genannte "demographische Katastrophe" ausbleiben muss, da dort zukünftig genügend französische Einzahler in die umlagefinanzierte Altersvorsorge existieren.

    Was den emsig propagandistisch agierenden Herrn Fleischhauer nun erst recht zu bewegen scheint, das dortige Rentensystem am deutschen Wesen genesen lassen zu wollen.

    P.S.:
    Wir lernen:

    (i.) Haben die Menschen zu wenig Kinder, droht eine "demographische Katastrophe".

    (ii.) Haben die Menschen genügend Kinder, droht der "Sozialismus".

    Beides erfüllt augenscheinlich nicht die Hoffnungen des Herrn Fleischhauer.
    Das macht aus kapitalistischer Sicht auch Sinn!
    Denn nur wenn die Menschen VIEL zu wenig, später dann gar keine Kinder mehr bekämen, könnten alle Vermögen real tatsächlich bei den letzten Überlebenden der aussterbenden Gattung immer weiter akkumulieren.

    (iii.) Letzteres menschlches Aussterben wäre dann tatsächlich die einzig rational-denkbare Voraussetzung für einen nachhaltig funktionieren könnenden Kapitalismus.
  4. #293

    Korrekter Beitrag

    aber es gibt auch Gegenargument: Deutschland hat seine Waren und oft auch die damit einhergende Finanzieung an die Länder verkauft die heute vor dem Bankrott stehen.
    Wie dem auc sei: der Euro muss weg und eine Rückkehr zu de nationale Währungen mit kontrollierten Grenzen wäre den Transferleistungen vorzuziehen.
  5. #294

    Eine Schande

    Wir in NL zahlen noch mehr als die Deutschen. Wir zahlen und zahlen. Als die Banken in den USA sich verzockt haben mussten wir nicht nur unsere Banken stuetzen sondern damit Belgien nicht den Konkurs anmelden musste auch Belgische Banken stuetzen. Waere ja schrecklich wenn das Land wo die Hauptstadt der EU liegt aufhoert zu existieren. Und nun, weitere Milliarden muessen folgen. Deutschland zahlt absolut am meisten, wir aber relativ pro Einwohner noch mehr. Aber ihr habt einen Vorteil:"Ihr habt eine grosse Industrie die schnell Ruestungsgueter herstellen kann wenn Frankreich bald Deutschland einmarschiert" aber unsere "Freunde" werden die Panzer auch richtung Den Haag und Amsterdam schicken, wir sind viel zu klein uns zu wehren gegen UK, F, It, usw..

    Deutschland muss jetzt Staerke zeigen und sagen:"Nein, wir zahlen nicht" weil die kleine Staaten nichts anderes koennen als zu sagen:"gut, nimmt uns aus wie eine fette Ganse und schlachtet uns"
  6. #295

    Nein

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Bei einer Grösse von ganz Europa macht es dort wirklich Sinn, alles zu vereinheitlichen? Das optimale Renteneintrittsalter hängt vom Arbeitskräftebedarf ab, und die ist regional sehr unterschiedlich.
    macht es nicht. Ein "Renteneintrittsalter" ergibt sowieso keinen Sinn (mehr). Soll (und so wird es ohnenhin kommen, alles andere ist nämlich "Altersdiskriminierung") jeder so lange arbeiten, wie er will. Die Rentenansprüche errechnen sich dann nach den Einzahlungsbeträgen.
  7. #296

    Reine Stimmungsmache...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

    Euro-Krise: - SPIEGEL ONLINE
    Nun in diesem Artikel ist entweder schlecht recherchiert worden, oder es ist bewusst Stimmungsmache betrieben worden. Denn in Frankreich gilt: nur wer mehr als 41 anerkannte Jahre in die Rente eingezahlt hat kann mit frühstens 62 Rente erhalten! Ausnahme bisher: wer jünger als 18 Jahre war als er angefangen hat in die Rente einzuzahlen und seine 41 Jahre voll hat kann kann mit 60 in Rente gehen. Jetzt wird diskutiert ob diese Sonderregelung auch auf Menschen ausgedehnt welche mit 18 und 19 Jahren beruflich aktiv wurden und 41 eingezahlt haben (wobei noch über die Anerkennung von Zeiten wie Mutterschaft, Arbeitslosigkeit etc. verhandelt wird).
    Es wird also nicht das generelle Renteneintrittsalter in Frankreich auf 60 gesetzt so wie die Kolumne glauben machen will. Also Stimmungsmache mit falschen Infos. Spiegel wo sinkst du hin...

    Einen schönen Tag noch.
  8. #297

    Lieber Mitforist

    Zitat von zweiundvierzig Beitrag anzeigen
    Wenn ich so manchen Beitrag hier lese, wird mir Angst und Bange und auch bei Herrn Fleischhauers Kommentar geht es mir nicht viel besser. Ein Großteil der Wortmeldungen hier hat einen klar nationalistischen Unterton. Es wird wieder angefangen sich klar abzugrenzen. "Wir Deutsche" gegen "die Franzosen" und gegen "die Griechen". Und "wir" sind natürlich besser als "die", wir arbeiten ja schließlich härter und all dieser Unsinn. Und was "die Franzosen" sich nehmen, das nehmen sie natürlich "uns Deutschen" weg. Politik und Wirtschaft als Nullsummenspiel wie im guten alten Realismus. Wenn man die derzeitigen Diskussionen verfolgt, versteht man mehr als gut die Mechanismen, die nach der Weltwirtschaftskrise 1929 dann zu Deutschland 33-45 geführt haben. Einem Großteil der Leute hier traue ich angesichts ihrer Kommentare zu, sollte sich die Wirtschafts-/Eurokrise weiter verschlimmern, auch irgendwann wieder nationalistisch gesinnte Politiker an die Macht zu bringen. Und das macht mir Angst! Dabei haben wir endlich mit dem Euro und einer weiteren wirtschaftlichen und politischen Integration in Europa die Chance, das überflüssige, unsinninge und schädliche Konzept der "Nation" im Sinne des "Nationalstaats" loszuwerden und anzufangen in der Kategorie "Mensch" zu denken, statt in der Kategorie "wir Deutschen" und "die Anderen".
    bevor Sie sich aufregen, sollten Sie zur Kenntnis nehemen, dass es gerade "die Franzosen" oder "die Griechen" selbst sind, die sich als solche verstehen.

    Das
    Dabei haben wir endlich mit dem Euro und einer weiteren wirtschaftlichen und politischen Integration in Europa die Chance, das überflüssige, unsinninge und schädliche Konzept der "Nation" im Sinne des "Nationalstaats" loszuwerden und anzufangen in der Kategorie "Mensch" zu denken,...
    will außer wenigen deutschen Idealisten (denen es zudem primär darum geht, die Last der Vergangenheit abzustreifen) niemand sonst in Europa.
  9. #298

    Dito @ Spiegelkritikus

    Kann der Befürchtung nur zustimmen. Der Großteil des deutschen Volkes fragt sich in der Euro-Krise eh schon lange "Warum soll ich dafür zahlen, wenn die anderen nicht wirtschaften können?". Wir sind und wir können nicht der Retter von allen sein, dafür reicht unsere Wirtschaftsmacht auch nicht. Die Krisenländer haben noch immer nicht verstanden, dass sie sich nicht einen Luxus rausnehmen können, den die Bezahlenden nicht haben. Dieses Problem haben wir aber nicht nur in der EU - sondern auch innerhalb Deutschlands. In BaWü muss man Sperrmüll, Kindergarten etc. bezahlen - aber in Berlin, die Soli bekommen ist, das alles kostenlos.
  10. #299

    Sie verwechseln da etwas

    Zitat von teosav Beitrag anzeigen
    Schon der erste Satz "der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen" ist eine billige Provokation. Kein anderes Land in Europa profitierte so stark vom Euro wie Deutschland. Das wissen alle deutche Unternehmer.
    Aber das beste kommt noch "In der Euro-Krise sind wir jetzt in der Phase angelangt, wo jeder versucht, auf Kosten der anderen seine Schäfchen ins Trockene zu bringen". Das ist nur purer Populismus, für die Bild-Zeitung geignet !!
    Und zwar das, was geschehen ist und das, was beabsichtigt war.
    Was sie als Populismus bezeichnen, ist für den informierten Bürger offensichtlich.


TOP



TOP