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Euro-Krise: Abwrackprämie für Athen!

dapdSparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...834430,00.html
  1. #80

    Abwrackprämie für Athen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich schon lesen muss: „Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?“ geht mir der Hut hoch. Warum muss eigentlich immer Deutschland die Zeche für alles zahlen? Und jetzt komm mir bitte keiner mit der alten Leier, dass Deutschland am meisten vom Euro profitiert. Na und? Wir sind halt produktiver als andere Länder, unsere Lebensarbeitszeit ist die höchste in der EU und wir können offenbar besser rechnen als Griechenland und Co.

    Lasst doch die Griechen endlich raus aus dem Euro und pleitegehen. Und von mir aus auch Spanien und Portugal. Dieses weiterwursteln wird täglich nur noch teurer – für uns und unsere Nachkommen. Und unsere Nachbarn lachen sich ins Fäustchen über den blöden Deutschen, der immer zahlt.
  2. #81

    Kapitalverkehrskontrollen

    Zitat von ayn_rand Beitrag anzeigen
    hier nicht ab und an auch mal eine volkswirtschaftlich fundierte Kritik lesen? Hat man beim Spiegel (außer Fleischhauer (: ) keinen Journalisten mehr, der über volkswirtschaftliches Basiswissen verfügt und daher wenigsten ansatzweise das Problem versteht?
    Hier wird allen Ernstes gefragt warum man den Griechen "verweigert" was in D ja so wunderbar geklappt hat! Da fehlen einem die Worte.
    Die Abwrackprämie war ein volkswirtschaftlicher Flop!
    Was die Politiker nicht begreifen: Jede 1000 €, die man an den griechischen Staat überweist, finden ein "Loch", in welches diese 1000 Euro verschwinden und plötzlich wieder auf einem Bundesbank-Konto auftauchen. Der gleiche Prozess findet längst auch mit Spanien, Portugal und Italien statt.
    Wer dies ändern will - und es muss geändert werden, um die Wirtschaft der Länder nicht zu zerstören - kommt um Kapitalverkehrskontrollen nicht mehr herum.

    Die "Abwrackprämie für Athen" ist ein doppeldeutiger, unfreiwillig komischer Titel.
  3. #82

    Struktur- nicht Konjunkturkrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Auf Konjunkturkrisen kann man mit Instrumenten wie der Abwrackprämie reagieren, um kurzfristig Kaufanreize zu schaffen. In einer Strukturkrise und bei fehlender Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft laufen solche Instrumente aber ins Leere. Ein Unternehmen, welches im Vergleich zu seinem Konkurrenten zu hohe Lohnstückkosten hat, wird in dem Moment, in dem die Abwrackprämie oder vergleichbare Subventionen wieder eingestellt werden, sofort wieder rote Zahlen schreiben und Marktanteile verlieren, weil es im Vergleich zu seinem Konkurrenten zu teuer ist. Oder auf die Tourismusbranche übertragen: Griechenland kann seine Hotels noch so renovieren, wenn es aufgrund des Euros erheblich teurer bleibt als die Türkei, wird es auf Dauer seine Lage nicht verbessern.

    Und dann ist es immer noch ein Unterschied, ob der deutsche Steuerzahler mit seinem Geld deutsche Unternehmen im Inland unterschützt oder ob er in Zukunft andere Länder subventionieren soll. Was hat das mit Solidarität zu tun, wenn der deutsche Fabrikarbeiter, der jahrelang Lohnzurückhaltung geübt hat, mit seinen Steuergeldern die griechische Wirtschaft subventionieren soll, weil Griechenland es z.B. nicht schafft seine Bürger ordentlich zu besteuern. Die steinreichen Reederer in Griechenland brauchen z.B. kraft Verfassung keine Steuern zu zahlen. Bevor solche Missstände nicht beseitigt werden, würde ich keinen Cent in Griechenland investieren.
  4. #83

    Mein Gott SPON

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Den Südeuropäern wird NCHTS verweigert, solange sie es selbst finanzieren.
    Die Konjunkturprogramme in Deutschland, egal wie man dazu steht, wurden von UNS bezahlt.
    Verstehen Sie denn den Unterschied nicht? Was soll diese elende ständige Behauptung Deutschland würde was verbieten.
  5. #84

    Zitat von luporum Beitrag anzeigen
    Sind wir in Ihren Augen jetzt für das Wohlergehen der ganzen Welt verantwortlich ? Als die Konjunktur in Deutschland gestützt werden musste, gab´s .......
    Ich stimme Ihnen voll zu.
    Mit freundlichem Gruß
    UM Pieper
  6. #85

    Deutschland ist zu doof

    Um es mal ganz kurz und schmerzlos zu sagen. Wir finanzieren mit Prämien und Entwicklungshilfe die chinesische Solarindustrie - Ergebniss bekannt.
    Wir finanzierten mit der Abwrackprämie die Vernichtung tausender erstklassiger Autos (es wurden z.B. massenweise Audi A6 und A4 im besten Zustand
    geschrottet), gekauft wurden mehrheitlich Fabrikate aus Fernost. Tolles Konjunkturpaket.
    Solange wir festlegen wohin und wofür des Geld geht ist es reine Verschwendung oder kontraproduktiv.
  7. #86

    Die Südländer sind aber nicht Deutschland,

    und die EU ist kein Bundesstaat. Es ist daher völlig normal und richtig, dass das Geld der deutschen Steuerzahler in erster Linie dem eigenen Land zugute kommt. Jede Nation ist für sich selbst verantwortlich, und Griechenland hat mehr als 30 Jahre EU-Gelder, auch aus Deutschland, für den Aufbau des Landes erhalten, doch sie haben das Geld verprasst, und in Korruption und Misswirtschaft versenkt.
    Außerdem hat Griechenland dank Rettungsschirm und Schuldenerlass bereits erneut etliche Milliarden erhalten, doch es wurde bis zum heutigen Tage kein einziges Versprechen bzw. der Reformen des griechischen Staate eingehalten.

    Zudem ist es schlichtweg Blödsinn zu behaupten, Deutschland profitiere von der Krise, denn das Gegenteil ist richtig:

    "(...) Die Bundesbank finanziert den Rest der Euro-Zone stillschweigend mit einer dreistelligen Milliardensumme - und täglich wird es mehr Geld. (...) Danach sind die Schulden, welche die EZB und nationale Notenbanken im Euro-Raum gegenüber der Bundesbank angehäuft haben, bis Ende 2010 auf 338 Milliarden Euro gestiegen. Allein die Forderungen an nationale Notenbanken in Euro-Ländern belaufen sich auf 326 Milliarden Euro [2012 650 Milliarden!]. 2006, also vor Ausbruch der Finanz- und folgender Euro-Schuldenkrise, lagen die Forderungen insgesamt bei nur 18 Milliarden Euro. (...)"
    Konrad Handschuch, Wirtschaftswoche, 18.2.2011

    Ist Deutschland wirklich der Hauptbegünstigte des Euro? Der Blick in die Statistiken kann skeptisch stimmen. (...) „Die deutschen Exporte wurden zum Teil durch deutsche Kredite finanziert.“ Nun zeige sich aber, dass nicht alle Länder die Kredite zurückzahlen können, kritisiert er. „Daraus folgt, dass Deutschland seine Exportgüter verschenkt hat. Die Rechnung wird gegenwärtig dem deutschen Steuerzahler gestellt.“
    Philip Plickert, "Währungsunion - Die Vor- und die Nachteile des Euro", FAZ, 22.6.2011
  8. #87

    Grundsätzlicher Unterschied...

    Ich denke der grundsätzliche Unterschied besteht darin, dass Deutschland eher unter Konsumschwäche leidtet. Daher ist eine Stimulation der Nachfrage durchaus Sinnvoll. Schließlich bedeuten Exportüberschüsse nicht anders als das Ware gegen bedrucktes Papier mit offensichtlich zweifelhaftem Wert eingetauscht wird.

    Das Problem der Südländer liegt aber eher in zu hohen Ausgaben, ob hier ein Stimuls des Konsums die Lösung ist, ist mehr als fraglich.

    Sicher ist aber auch, dass die Sparpolitik die schwachen der Gesellschaft trifft. Die Griechen müssen ihre Elite zur Kasse bitten, diese hat schließlich auch Vornehmlich von EU und Euro profitiert. So wie es aussieht bleibt diese aber großteils verschont. Statt aber gegen die eigene Geldelite zu protestieren schimpft man lieber auch die Deutschen die diesmal nich die Zeche Teilen wollen.
  9. #88

    verbrannt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Bei der Abwrackprämie ist das Geld in Deutschland geblieben. Bei den Südeuropäern wird das deutsche Geld verbrannt. Die gehen teilweise mit 57 in Rente , während wir 10 Jahre länger für sie arbeiten sollen.
  10. #89

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem Griechenlands ist nicht, dass es spart, sondern dass es
    immer noch nicht für den eigenen Staat die Kosten trägt, denn die
    haben ein primary deficit. Selbst ohne irgendwelche Tilgungen oder
    Zinszahlungen für ihre Schulden, machen sie noch Defizite.
    Eine Abwrackprämie würde den ausländischen Autoherstellern helfen,
    aber nicht den Griechen. Bildungsprogramme für Politiker und Volk
    wären nützlich, damit sie verstehen, was sie alles falsch machen.








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