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Euro-Krise: Abwrackprämie für Athen!

dapdSparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...834430,00.html
  1. #110

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. In Griechenland haben wir ein strukturelles Problem, da gibt es keine Gemeinsamkeiten mit der Krise 2008.

    Außerdem vergisst Herr Schwennicke die Antwort auf die Frage, wer die "Abwrackprämie" für Athen bezahlen soll. Oder sind das jetzt Nebensächlichkeiten?

    Wer hindert Athen daran, Geld auszugeben?
    Weder Merkel noch sonst jemand kann den Griechen ein Spardiktat aufzwingen. Durch ständige Wiederholung wird dies nicht richtiger. Aber niemand kann Merkel zwingen, weitere hunderte Milliarden Steuergelder aus Deutschland dort zu vernichten.
  2. #111

    Abwrackprämie, aber gerne

    Natürlich würde Griechenland eine wie auch immer genannte schuldenfinanzierte Konjunkturspritze helfen.
    Und auch die Menschen würden das Wachstum spüren.
    Leider leiht Griechenland niemand mehr Geld für ein Konjunkturprogramm!
    Was lehrt uns das?
    Spare bei der Zeit, dann hast du in der Not!
    Und weil Gerhard Schröder richtig und notwendigerweise gespart und reformiert hat, hatte Deutschland in der Not das Geld!
  3. #112

    Die Abwrackprämie war ein Geniestreich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Die Abwrackprämie war eine geniale Idee. Warum?
    1. Tausende alte spritfressende und Umweltverpestende Schrottautos wurden von den Straßen geholt. Wahrscheinlich hatten viele von denen nicht einmal einen Katalysator. Diese wurden quasi durch neuere Modelle mit moderneren Motoren und Abgasanlagen ausgetauscht.

    2. Die Autoindustrie, immerhin der Industriezweig mit den meisten Beschäftigten in Deutschland, wurde vor einer sich anbahnenden Krise bewahrt. Vor allem aber haben die Autohändler profitiert.

    3. Die Abwräckprämie hat den deutschen Steuerzahler fast nichts gekostet. Was viele nämlich vergessen ist, dass die Beträge die zunächst als Prämie vom Staat bezahlt wurden, wieder in Form der Mehrwertsteuer in den Staatshaushalt zurückgeflossen ist. Schließlich war die Abwrackprämie an einen Neuwagenkauf gekoppelt und hierbei wird bekanntermaßen Mehrwertsteuer fällig.

    Das es natürlich auch ein paar negative Effekte gab, kann man nicht verhindern. Die gibt es bei jedem Projekt - siehe erneuerbare Energien usw.
    Dass nun ausländische Hersteller mehr als die deutschen Hersteller von der Abwrackprämie profitiert haben, kann man nun wirklich nicht der Regierung vorwerfen. Oder hätte sie hier bestimmen sollen, dass nur Autos deutscher Hersteller gekauft werden dürfen? Dann hätte es bestimmt Schlagzeilen von Spiegel und Co. gegeben wie:
    "Die Abwrackprämie - Ein Rückfall in nationalkonservativen Patriotismus"
    Hier muss man schon den mündigen Käufer entscheiden lassen. Und offensichtlich hat er sich für spritsparende Modelle entschieden, ein weiterer Pluspunkt (siehe Punkt 1).

    Ich glaube die griechische Regierung schafft das auch ganz ohne Hilfsgelder aus Deutschland (siehe Punkt 3)
  4. #113

    Zitat von jbr71 Beitrag anzeigen
    Apropos Abwrackprämie, die Autobauer zahlen ihren Angestellten in diesem Jahr dicke Prämien. Haben die Automobilbauer die Abwrackprämie als "Rettungsschirm" für ihre Branche eigentlich zurückgezahlt? In anderen Branchen war das zürückzahlen ja durchaus üblich!
    Ja klar, doppelt und dreifach. Oder glauben Sie, auf die dicken Prämien bzw. auf die Löhne derjenigen, die eben NICHT gefeuert wurden, würden keine Steuern erhoben.
    Und das würde auch in Griechenland funktionieren. Ich staune über diese weit verbreitete Kurzsichtigkeit. Habe aber auch Verständnis. Irgendwann muss ja das Dauerfeuer von BLÖD und Konsorten über den faulen Griechen im Allgemeinen Wirkung zeigen.
  5. #114

    Für Griechen-Prämie

    Zitat von rumpler_taube Beitrag anzeigen
    Nun, wenn ich richtig informiert bin, ist Frau Merkel auf die Formel "zum Wohle des deutschen Volkes" vereidigt worden, nicht "zum Wohle der Südeuropäer"...
    Sie haben recht. Ich plädiere dafür, dass Deutschland den Griechen eine Prämie bezahlt. Keine Abwrackprämie, sondern eine Abnabelprämie, damit die Hellenen endlich die Euro-Zone verlassen.
  6. #115

    Alternative

    Eine Abwrackprämie für Athen? – Die zahlen wir doch schon seit Jahren. Gebracht hat es nichts.

    Mein Vorschlag: Griechenland, Portugal und Italien geben unter Federführung der "Grande Nation" gemeinsame Anleihen (Euro-Bonds) aus. Wir schauen uns das an, und wenn´s funktioniert, beteiligen wir uns in fünf Jahren.
  7. #116

    Warum ?

    Das Konjunkturpaket damals war gegen den eigentlichen Willen der Regierung und ein Zugeständnis an die anderen Länder, die viel mehr gefordert hatten.
    Als damals die Abwrackprämie startete, was dieses Konjunkturpaket nach Meinung aller Kritiker viel zu klein. Es war viel kleiner, als das was die anderen Länder auf die Bahn geschickt haben und es war ein Zugeständnis an die, die sagten auch Deutschland müsse ein Konjunkturpaket auflegen.

    Nun aus dem widerwillig aufgelegten Konjunkturprogramm für das eigene Land abzuleiten, Deutschland müsse das gleiche auch für andere Länder tun ... ? WARUM ?
    Abgesehen davon: Schon damals war das Geld nicht da und die Schulden stiegen. Soll Deutschland schon wieder einen Kredit aufnehmen, und das nach Griechenland schicken ?

    Naja ..... als wenn es nicht schon genug Schulden gäbe. China kauft hier schon fleißig ein, weil wir von deren Geld schon jetzt abhängig werden
  8. #117

    lesen bildet

    Sehr geehrter Herr Schwennicke,
    "Warum ist für andere falsch, was für Deutschland richtig war?" fragen Sie in Ihrem Beitrag. Seit heute ist ein Buch auf dem Markt gegen das in Hamburger Journalen seit einer Woche zu Felde gezogen wird, ohne daß man es gelesen hätte. Hätten zum Beispiel Sie, mal einen Blick auf den Vorabdruck geworfen, wäre die Antwort wäre zu finden. Aber ich erkläre es Ihnen auch gern:
    In Deutschland gibt es eine leistungsstarke Industrie, die mal eben eine Durststrecke zu überwinden hatte. "Andere", also Griechen und Spanier haben so etwas nicht. Erste haben einfach nur auf Pump geprasst. Zweite auf Pump das ganze Land betoniert.
    Was wollen Sie denn da überbrücken?
  9. #118

    was denn aufbauen? Wachstum von was?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen will Angela Merkel, in Konjunkturprogramme investieren lieber nicht. Dabei hat die Kanzlerin viel Geld in die Hand genommen, als Deutschland zuletzt in der Krise steckte: für die Abwrackprämie. Warum will sie den Südeuropäern verweigern, was in Deutschland funktioniert hat?

    Wie eine Abwrackprämie Griechenland aus der Krise hilft - SPIEGEL ONLINE
    Griechenland macht 2% vom BIP des Euroraums aus und Deutschland ist Krisenprofiteur, obwohl es selbst eine halbe Billionen in der Krise verdaddelt hat. Und mit vollem Bauch lässt sich herrlich über die Not der anderen herziehen. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst humanitäre Aktionen wie in der Sahelzone für Griechenland nötig werden.

    Das Problem ist, dass niemand eine Idee hat, was denn nun mit einem "Konjunktur"programm gefördert werden kann. Infrastruktur? Noch mehr Straßen machen keinen Sinn, schon eher der Ausbau von Energie- und Telekomnetzen. Doch wird eine bessere Infrastruktur einen Aufschwung zur Folge haben?
    Die regenerative Energie ist doch zur Zeit der einzige Hype, auf den sich der Kapitalismus stürzen könnte. Solarfabriken sollen jedoch hübsch in Deutschland bleiben, außerdem hat die deutsche Regierung die hiesige Solarindustrie zuletzt erheblich geschwächt, die wird in Südeuropa wohl erstmal nicht von selbst wachsen.
    Die Automatisierung der Webstühle oder die digitale Umstellung der Welt sind nun Geschichte. Aber wenn der Kapitalismus keine Innovationen mehr parat hält, tja, was passiert eigentlich dann? Absturz? Welche Industrie wäre denn geeignet, um Griechenland auf die Beine zu stellen, außer der Tourismus- und Agroindustrie? Eigentlich nur die Energieindustrie. Wenn man nur wüßte, wie man Energie speichern und über längere Distanzen möglichst verlustfrei transportieren könnte? Denn wenn der Energiemarkt in Europa genauso offen wäre wie der Markt für Erdbeeren oder Olivenöl, dann wäre das doch eine Möglichkeit für Produktivität in Südeuropa...
  10. #119

    Typisch SPON

    SPON ist leider entgangen dass wir unsere Abwrackprämie selbst bezahlt haben.


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