Euro-Gipfel in Straßburg: Merkel pfeift Sarkozy zurück

Angela Merkel bleibt hart: Beim Dreiergipfel mit Frankreichs Sarkozy und Italiens*Monti ließ*die Kanzlerin*Wünsche nach Euro-Bonds*oder einem stärkeren Engagement der Europäischen Zentralbank abblitzen. Trotzdem kann sie Debatte darüber nicht mehr stoppen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...799808,00.html
  1. #60

    Merkel pfeift Sarkozy zurück

    Was ist das bloß für einen Staatsmann, der sich von Merkel zurückpfeifen lässt ! Sie hat bis heute nicht verstanden, wie die Wirtschaft funktioniert und wird auch nie verstehen können. Cameron hat ihr im letzten Besuch in Berlin versucht zu erklären, dass wenn man jetzt die Druckpresse nicht anwirft, wird bald das Geld in der EU-Zone knapp, denn die meisten Anleger ziehen sich aus diesem Wirtschaftsraum zurück.
    Das würde sogar ein kleiner Heini verstehen ! Sie vielleicht, irgendwann....
  2. #61

    ...

    Zitat von b.lödheimer Beitrag anzeigen
    Ein Blick darauf, wieviel Geld allein der Bund Anfang nächsten Jahres aufnehmen muss, läßt einen vor dem Hintergrund des gescheiterten Anleiheverkaufs diese Woche die Freude über das "Njet" doch schnell vergessen. Last exit deflation ...
    Kopf einschalten. Die Staatsanleihen wurden mit einen sehr niedrigen Zins platziert. Wieso in einen niedrigen Zins investieren, wenn es woanders einen höheren gibt.

    Oder aber, die Spekulation auf Bonds.
    Deutsche Staatsanleihen 2 % = Deutsche Absicherung
    Euro Bonds höhere Zinsen = Deutsche Absicherung.
  3. #62

    Es gibt keine Handwerker mehr

    Zitat von Brennstoff Beitrag anzeigen
    ...Falls die Dinger ohne Änderungen an den Euroverträgen kommen, werd ich schnell noch mal alle wichtigen Geräte in meiner Wohnung überprüfen und gegebenenfalls ersetzen, damit meine Ersparnisse nicht gänzlich für garnichts im Süden versickern können.
    Und ich glaube, viele andere denken ebenso.
    Ich bin auf die dumme Idee gekommen, in mein Haus zu investieren. Leider kriege ich keine Handwerker. Sie sagen, sie seien ausgebucht bis ins Frühjahr hinein. Weil die Leute ihre Euros loswerden wollen.
  4. #63

    und das ist genau richtig. Ihnen empfehle ich VWL Vorsemester ...

    Zitat von martin-gott@gmx.de Beitrag anzeigen
    Frau Merkel beweist in dieser Kriese politisches Format fehlt. Bisher profitierte sie von den Reformen der Regierung Schröder und konnte Probleme immer schön aussitzen. In dieser Krise probiert sie das Aussizen auch immer wieder und wird von der Realität überholt. Statt den Rettungschirm eine Banklizenz zu geben und ihn mit billigen Krediten von der EZB zu versorgen, die dieser mit Auflagen und Risikoaufschlägen weitergeben kann wird die Situation wieder ausgesessen.
    Plus ist das, was man hat
    Minus ist das was man nicht hat bzw. latzen muss.
    Ist Minus > Plus hat man Probleme und muss zusehen, dass man weniger Minus macht (geht auch mit mehr PLUS, aber das ist schwieriger) und zwar solange, bis Minus > Plus.

    Kapiert ? Oder sollen wir beim kleinen 1*1 anfangen ?
  5. #64

    ...

    Zitat von bleifuß Beitrag anzeigen
    Kopf einschalten. Die Staatsanleihen wurden mit einen sehr niedrigen Zins platziert. Wieso in einen niedrigen Zins investieren, wenn es woanders einen höheren gibt.
    Warum in britische Anleihen investieren, zu niedrigeren Zinsen als in Deutschland und bei 5% Inflation? Natürlich ist das was Sie sagen nicht falsch, aber einfach abtun lässt es sich damit wohl nicht. Die Ankündigung der Banken, Euro Staatsanleihen nicht mehr als absolut sicher zu betrachten, alles runterzufahren und dahin zu gehen, wo sie garantierende Zentralbanken haben, war schon wörtlich zu nehmen. Das finde ich wie gesagt auch gar nicht schlecht, da man so endlich aufhören könnte sich etwas von "zukünftigen Generationen" vorzulügen, aber irgendwie reagieren wird man schon müssen. Was Eurobonds an dem Problem noch ändern sollen sehe ich zwar nicht, aber wenn ein Default keine Option ist wird man um eine europäische Fed/BoE denke ich nicht herumkommen. Durch Sparprogramme ist die Refinanzierung der Schulden wohl nicht zu sichern.
  6. #65

    Nur mal eine kleine Frage

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Dr. Merkel wurde im ersten Euro-Gipfel "Mrs. Non" genannt, hat aber zum Schluss klein beigegeben. Ich befürchte eine ähnliche Entwicklung in Sachen Euro-Bonds.
    Und was schlagen Sie anstelle der Euro-Bonds vor ?
  7. #66

    Hart, härter, Merkel! Und die Weichmacher des übrigen Gemeinschaftgebiets

    Es kann einfach nicht angehen, dass "Märkte", hier angelsächsische Institute, massiv die Politik eines Staates gegen den Willen seines Volkes bestimmen, oder zumindest stark beeinflussen.

    Damit muss Schluss sein.

    Der einzigste Weg dorthin ist, der sofortige Stopp der Aufnahme neuer Kredite. Steuern rauf und zwar die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer. Ebenso die Vermögensteuer wieder einführen. Egal wie unpopulär diese Maßnahmen sind. Entscheidungen, die getroffen werden müssen.

    Ein Staat hat sich rein durch sein Einnahmen zu finazieren. Reichen diese nicht aus, MÜSSEN die Steuern eben erhöht werden.

    Basta!

    Durch die Kredifinazierung der Staatshaushalte hat man die Volkssouveränität untergraben. Nicht mehr das Volk ist heutzutage der Träger der Staatsgewalt, sondern eine kleine Gruppe von Anlegern bestimmt die Politik des Europas in dem wir leben. Das kann und darf nicht sein.

    Allein durch sparen wird der Krise nicht zu lösen sein.
    Deutschland hat als aller erstes ein Einnahmenproblem, kein Ausgabenproblem. Es war und ist für unsere Politk in den letzten Dekaten die einfachere Lösung Schulden zu machen, als Steuern zu erhöhen. Gleichwohl ist der Einfluss der Kreditinstitute, durch Lobyarbeit hin zu dieser Entwicklung nicht zu unterschätzen.

    Schön finde ich, dass Merkel hart zu bleiben scheint.
    Die Deutsche Politik darf sich der Forderung nach dem Anwerfen der Druckerpresse, oder der Einführung von Schrottbonds nicht beugen. Meines Erachtens beweist die Kanzlerin hier stärke. Schafft sie diese Linie beizubehalten, kann man sie mit gutem Gewissen 2013 wiederwählen.
    Auf die FDP kann dabei verzichtet werden, denn ganz nebenbei, kein Mensch braucht die FDP.
  8. #67

    Europoabürger

    Zitat von vipix Beitrag anzeigen
    Merkel sagte: ""hohe Zinsen zeigen in welchen Laendern noch Reformen noetig sind.""
    Also das Sozialsytem, das Gesundheitsystem, die Bildung und Kultur geopfert werden muessen.
    Warum?
    ...
    Das hilft dann auch der Investition. Subventionen gehoeren brutal ausgemistet Deutschland verfuegt das die Atommeiler dann unverzueglich abgewickelt werden, wenn 90% erneuerbare Energie garantiert werden kann. Lasst die Realitaet einkehren, Pragmatismus auch. Romantik ist eine private Sache....ps Deuscht ist nicht meinen Muttersprache
    Sehr guter Beitrag! deutsch ist meine Muttersprache, ich lebe seit mehr als 30 Jahren in Frankreich. Und Frankreich hat mir das Studium ermöglicht und bezahlt. Wenn ich hier die wirtschaftlich belesenen Stammtischler lese wird mir übel.
    Frage: wollen wir EUROPA oder nicht.
    Ohne Opfer geht es nicht!
    nur mit so einer kleinkarierten Dukatenscheisserei wie sie hier verteidigt wird sieht es sehr traurig aus.

    was alles eingespart werden könnte wenn man sich auf eine europäische¨Regierung,einheitliche Sozial-Fiskalpolitik, eine Armee usw einigen könnte!
    Das muss allerdings alles demokratisch legimitiert sein.
    weg mit diesen zweitklassigen Vertretern aus Brüssel.
    Als Bürger jedweden Landes werden wir doch von unseren Oberen verscheissert. Seit Jahren höre ich Nettoneuverschuldung reduziert. Neuverschuldung heisst immer mehr Schulden.
    Ohne Europa sinken auch unsere Stammtischler ab in die Bedeutungslosigkeit, nur gemeinsam kann man in dieser globalisierten Welt bestehen.
  9. #68

    ob Sie es bleibt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel bleibt hart: Beim Dreiergipfel mit Frankreichs Sarkozy und Italiens*Monti ließ*die Kanzlerin*Wünsche nach Euro-Bonds*oder einem stärkeren Engagement der Europäischen Zentralbank abblitzen. Trotzdem kann sie Debatte darüber nicht mehr stoppen.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...799808,00.html
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    Wenn Merkel dieses mal nicht umfällt, wird die UNION in der Politstatistik zu legen und die SPD - gefledert werden. Ich will die UNION nicht, aber bleibt Merkel hart, hat sie ein Lob verdient-so Denke ich
  10. #69

    Perpetuum mobile als Masche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel bleibt hart: Beim Dreiergipfel mit Frankreichs Sarkozy und Italiens*Monti ließ*die Kanzlerin*Wünsche nach Euro-Bonds*oder einem stärkeren Engagement der Europäischen Zentralbank abblitzen. Trotzdem kann sie Debatte darüber nicht mehr stoppen.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...799808,00.html
    Ich habe hier, und das nicht zum ersten Mal, den Eindruck dass man da etwas herbeischreiben will. Anders laesst sich dieses, "letztendlich wird das doch passieren Geschreibe" nicht erklaeren. Ein wichtiger Punkt ist dass die Politik das Primat ueber die "Maerkte" zurueckgewinnt. Wenn Sarkozy und Barroso immer wieder anfangen daselbe zu erzaehlen kann Merkel die nicht stoppen, es gibt ja Meinungsfreiheit und selbst der groesste Bloedsinn darf erzaehlt werden. Wenn das aber in einem Artikel so "ruebergebracht" wird, dass nur oft genug davon geredet werden muss und dann kommt es automatisch, ist schlicht falsch. Wenn der Spon fuer Euro-Bonds predigen will, darf er das, aber bitte nicht in der Form, die Debatte ist nicht zu stoppen. Man berichtet immer und immer wieder darueber bis man glaubt die Oeffentlichkeit weichgeklopft zu haben. Die Debatte waere laengst gestoppt wenn nicht die Zeitschriften zum x-ten Male Barrosos oder Sarkozys Argumente wiederholen wuerden. Ergebnis der Forumsdiskussion ist jedesmal fast einstimmig dass das Schwachsinn ist, und zwei Stunden spaeter schaltet der zB Spon wieder einen Artikel mit den gleichen Unsinnshtesen. Und wenn das x-Mal passiert ist, dann schreibt man dass die Diskussion nicht zu stoppen ist. Dabei sind die Journalisten von Spon beinahe die einzigen die das gut finden, die Forumsteilnehmer in ihrer allergroessten Mehrheit sind dagegen.