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Euro-Gipfel: Jetzt müssen die Banken bluten

Europas Geldkonzernen stehen harte Zeiten bevor: Beim Krisengipfel haben die Euro-Staaten den Banken einen Schuldenerlass für Griechenland und strengere Kapitalvorschriften verordnet. Für einige Institute könnte das richtig teuer werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...794335,00.html
  1. #100

    Doppel-Nö

    Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Nö, die Anleihen der EZB müssen weiterhin von Griechenland zu 100% bedient werden.

    Die einzigen die die 50% treffen sind die Privatbanken.
    Nö, den die 50% gelten ja nur für die Anleihen, die die Banken noch in den Büchern haben. Da der Großteil - bis auf eine Schamsumme - bei der EZB abgeladen wurde, ist das zu vernachlässigen.
  2. #101

    Zocken?

    Zitat von smilingrasta Beitrag anzeigen
    Bluten muss da bei den Bansktern niemand. Die Banken bekommen 50% ihres verzockten Kapitals wieder zurück, der einzige der da blutet, ist der Steuerzahler. So schauts aus!

    Wäre schön, wenn unsereins auch 50% wieder vom Staat zurück bekäme, wenn wir mal mit leeren Taschen aus dem Casino kommen. Natürlich(!) zahlen wir davon nichts zurück, wenn wir beim nächsten mal dann wieder den dicken Reibach machen. *sigh*
    Wenn man bei der Anlage in Staatsanleihen innerhalb der Eurozone von Zocken spricht, dann weiß ich auch nicht mehr. Was verstehen Sie denn dann unter konservativer Anlagestrategie?
  3. #102

    Schade

    Zitat von emil_sinclair73 Beitrag anzeigen
    halten nur italienische und spanische Banken italienische und spanische Staatsanleihen.
    Dachte schon auch ....
    Schade, dass die EZB und auch die KfW nicht an der Börse sind.
  4. #103

    Yeap!

    Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Nö, die Anleihen der EZB müssen weiterhin von Griechenland zu 100% bedient werden.

    Die einzigen die die 50% treffen sind die Privatbanken.
    Deshalb hat der griech. Finanzminister vorgerechnet, dass dieser Schuldenerlass in seinem Staatshaushalt nahezu ohne Wirkung sein würde. Die Deckelung der Verzinsung inkl. Risikozuschläge auf max. 3 % würde besser Luft verschaffen.
  5. #104

    selbst schuld

    Zitat von Arion's Voice Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon denke ich aber auch, dass Bankenbashing oberflächlich ist.
    Banken handeln im Auftrag des Geldes, daher am meisten im Auftrag derer, die das meiste Geld haben. Ist logisch,.....
    Das meiste Geld haben große Fonds die z.B. kleinen Leuten hier oder anderswo eine Rente zahlen. Und ich denke wenn ihre Rente betroffen ist, wünschen Sie sich auch keine demokratische Abstimmung darüber, was damit passiert. Es ist nämlich ihr Geld!
    Zitat von Arion's Voice Beitrag anzeigen
    Momentan entscheidet der Markt eher als die Bevölkerung. Bei der Bevölkerung hat theoretisch jeder eine Stimme. Beim Markt hat jeder unterschiedlich viel Kapital und daher auch unterschiedlich viel Einfluss.
    Für mich laufen gerade sehr antidemokratische Tendenzen ab.
    Richtig! Aber die Gesellschaft hat sich in diese Situation manövriert, genauso wie es zu früheren Zeiten Kaiser und Adlige getan haben. Solange der Staat sein eigenes Geld (Steuergeld) für die Erledigung seiner Aufgaben verwendet ist alles paletti. Wenn er dafür aber auf fremdes Geld angewiesen ist, kann man dem Geldgeber eine gewisse Mitsprache nicht verweigern. Und ein Rechtsstaat kann auch niemanden zwingen ihm das Geld zu geben...
  6. #105

    Gemecker

    Zitat von thepunisher75 Beitrag anzeigen
    Tut mir Leid, werter Forist, sind sie selbst Banker/Investmentbanker ? Habe ich sie in ihrem Job verletzt ? Haben sie jetzt Angst, das sie nächste Weihnachten nicht den Porsche kaufen können, da ihnen vielleicht ihr Boni gestrichen wird ? Damit es nicht hirnlos klingt, hier mal ein.....
    .., Sie setzen Ihr hirnloses Gemecker einfach fort: weiter so!
  7. #106

    Die Geldinstitute lachen sich ins Fäustchen..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Europas Geldkonzernen stehen harte Zeiten bevor: Beim Krisengipfel haben die Euro-Staaten den Banken einen Schuldenerlass für Griechenland und strengere Kapitalvorschriften verordnet. Für einige Institute könnte das richtig teuer werden.
    [url]
    Im Vergleich zur eigentlich korrekten Alternative, nämlich dem Totalausfall der Forderungen, stehen die Banken eigentlich immer noch viel zu gut da.

    Herr Ackermann lacht sich garantiert ins Fäustchen über die Dummheit der Steuerzahler.
  8. #107

    zuio

    Zitat von smilingrasta Beitrag anzeigen
    Bluten muss da bei den Bansktern niemand. Die Banken bekommen 50% ihres verzockten Kapitals wieder zurück, der einzige der da blutet, ist der Steuerzahler. So schauts aus!

    Wäre schön, wenn unsereins auch 50% wieder vom Staat zurück bekäme, wenn wir mal mit leeren Taschen aus dem Casino kommen . Natürlich(!) zahlen wir davon nichts zurück, wenn wir beim nächsten mal dann wieder den dicken Reibach machen. *sigh*
    LOL.
    Ich predige wieder nur: Geht weg von den großen Banken!!! Es gibt andere, kleine (Stichwort Nachhaltigkeitsbanken), die in allem besser sind (naja, Rendite wird etwas niedriger sein...)
  9. #108

    das würde mich jetzt genauer interessieren

    Zitat von Klaus.G Beitrag anzeigen
    der DAX schießt durch die Decke. Von wegen die Banken bluten, reine Volksverdummung. In Wirklichkeit ersetzt der Steuerzahler den Banken den Forderungsausfall..
    an welcher Stelle müssen jetzt - wegen GR - die Steuerzahler irgendwas bezahlen?
    Beispiel Deutsche Bank: Abschreibung der GR Anleihen auf 46%, auch Anpassungen bei Spanien Italien Portugal - alles aus dem laufenden Geschäft... und was hat das jetzt mit dem Steuerzahler zu tun?
  10. #109

    Banken als Sündenbock

    Ich halte es für Polemik und Populismus, ständig auf die Banken einzuhacken und zu behaupten, diese hätten die derzeitige Krise verschuldet.
    Wer so daherredet, dem fehlt der ökonomische Sachverstand. In Wahrheit ist die Krise in der wir uns befinden eine Krise der Staaten bzw. Staatsfinanzen, die u.a. von den Banken geschultert wird in Form von Finanzprodukten (sowohl Staatsanleihen bis hin zu Kreditderivaten), die abgeschrieben werden müssen.
    Diese Krise der Staatsfinanzen wiederum begründet sich in der Tatsache, dass seit geraumer Zeit eine globale Umverteilung des Vermögens und Wohlstands zu Gunsten der aufstrebenden Entwicklungsländer (allen voran China & Co.) stattfindet und die westlichen etablierten Industrienationen versuchen, ihren Wohlstand zu halten, notfalls kreditfinanziert. Begonnen hat die ganze Misere in den USA, wo jahrelang Menschen, die es sich eigentlich nicht leisten konnten, auf großem Fuß kreditfinanziert lebten (die sprichwörtliche Sekretärin mit dem Eigenheim...). Viele europäische Länder verfuhren ebenso und jetzt müssen sie die Rechnung dafür zahlen. Eine Schuld der Banken (u.a. wegen unverantwortlicher Geschäfte mit Kreditderivaten) ist vorhanden, allerings nur periphär. Im Kern müssen wir uns alle damit abfinden, dass unser Wohlstand sinken wird zu Gunsten der aufstrebenden Nationen. Unser Wohlstand begründete sich jahrzentelang auf der ökonomischen Ausbeutung dieser (Kleidung, Nahrung etc. konsumieren wir sehr preisgünstig zu Lasten der billig produzierenden, armen Länder). Die Banken sind nur der Katalysator dieser Entwicklung und nun eine Art Sündenbock.


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