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Euro-Gipfel: Finnland schlägt Pfandbriefe für Krisenländer vor

AFPDer EU-Gipfel in Brüssel hat begonnen, Deutschland und die Krisenländer streiten über weitere Nothilfen. Die finnische Regierung versucht nun, zwischen Nord und Süd zu vermitteln. Sie schlägt die Ausgabe neuer Pfandbriefe vor - und verweist auf eigene gute Erfahrungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...841499,00.html
  1. #110

    Richtig

    Zitat von theanalyzer Beitrag anzeigen
    Für Staatsanleihen haftet der Emittent (also der ausgebende Staat) sowieso uneingeschränkt mit seinem gesamten Vermögen.
    und mit dem Gesamtvermögen der Bürger. Denktmal darüber nach, was in diesem Zusammenhang die haftungsrisiken des ESM bedeuten.
  2. #111

    Genau...

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    Pfandbriefe würde ich von den korrekten Finnen kaufen, überhaupt kein Problem. Aber von Griechen,wo die Eigentumsfrage von Grundstücken vollkommen ungeklärt ist, und wo die nächste Regierung mal schnell alle Verträge für ungültig erklärt? Nie und nimmer!
    ...so ist es. Und Gold nützt auch nur, wenn es tatsächlich nach hier verfrachtet wird! Schöne Begleitübung für die Bundeswehr. Gefahrenübergang "Brenner"
    Kauri
  3. #112

    na klar man kann sowas

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    Es ist nicht die Aufgabe von Merkel oder Deutschland mit kreativen Ideen fuer die Entschuldung zu sorgen, das muessen die selbst tun oder aber andere beauftragen.
    auch lebenslang aussitzen, der etwas korpolentere Ehrenwort-Kanzler hat das ja 16 Jahre so praktiziert. Vielen Dank fuer den €, sag ich da nur...
  4. #113

    Zwangsanleihen werden schon kommen - für den deutschen Mittelstand.

    Wenn Deutschland dann mal bankrott ist weil griechische, spanische, italenische, französische Banken und Milliardäre gerettet werden mussten, dann wird der deutsche Mittelstand mit seinem Vermögen ran müssen.
    Doch man kann ja vorgebeugen...
  5. #114

    Pfandbriefe wären ein Tropfen auf dem heißen Stein

    Griechenland und Italien sind bisher nicht gerade durch ihre Vernunft aufgefallen. Pfandbriefe wären lediglich ein kurzer Aufschub. Irgendwann haben die aber auch das Geld verprasst. Und dann werden die wieder nach Hilfe rufen. Dann dürfen wir auch noch deren kostbaren Immobilien retten.

    Nein im Ernst. Wenn die beiden Länder vernünftig würden die das Geld natürlich dafür verwenden um sich nachhaltig aus der scheisse zu holen. Um knallharte Reformen würde man aber dennoch nicht herum kommen. Und mal im Ernst wer würde denn diese Reformen durchführen, wenn man den großen Knall doch noch ein oder zwei Jährlichen verzögern kann?

    Den Finnen traue ich durchaus zu, dass die dafür Vernünftig genug sind. Den Griechen und den Italiänern aber definitiv nicht. Das haben die doch schon ganz gut unter Beweis gestellt!
  6. #115

    Märchenonkel

    Zitat von petrocelli Beitrag anzeigen
    Gute Vorschläge von Finnland wundern mich nicht - schließlich ist dieses Land ein PISA-Krösus. Die Manager und Führungskräfte in anderen Staaten - auch hierzulande - glänzen bekanntlich nicht als Superleuchten. Eher noch die Südländer. Denn, wie jfpublic (siehe oben) bereits erwähnte: Warum sich selbst anstrengen, wenn es den Zahlmeister Deutschland gibt. mfg
    Nochmals, dass ist ein naiver Vorschlag. Wie gesagt, wenn die Gläubiger einem Land nicht vertrauen, dass die die Schulden ganz oder teilweise zurückzahlen, warum soll denn ein Gläubiger glauben, dass das Pfand sicher wäre?

    Ein Pfand macht ja nur Sinn, wenn man es im Zweifle "einklagen" kann. Aber gerade bei Staaten bzw. drohenden Staatsinsolvenzen ist dies ja nicht zu erwarten.

    Wie gesagt, es ist hingegen reichlich naiv zu sagen: Die Gläubiger haben Angst, dass Sie im Zweifel Ihr Geld nicht wiederbekommen? Dann sichern wird dies mit einem Pfand ab. Macht ja die Sache wirklich vertrauenswürdiger.

    Wie gesagt, der Staat, der Schuldner, der im Zweifel "einfach" die Schulden nicht oder teilweise zurückzahlt, würde aber das Pfand "rausrücken"? Naiver geht es wirklich nicht mehr!
  7. #116

    Sie haben das wohl falsch verstanden!

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen
    ausgerechnet das kleine Finnland beginnt damit die merkelschen, lebenslangen Denkblockaden mit einer durchaus kreativen Idee laecherlich zu machen, peinlich fuer Mutti.

    Na, ja der Koffermann arbeitet ja schon am Einknicken, man sucht sicher wieder krampfhaft nach einem verkaeuflichen Namen fuer den deutschen Michel, damit die eiserne Lady weiter machen darf und die Presse dann wieder brav schreibt sie habe "gesiegt und sich durchgesetzt". ..alles wird gut.
    Bitte den SF-Vorschlag nachlesen.
  8. #117

    Zitat von Tr1umph Beitrag anzeigen
    Griechenland und Italien sind bisher nicht gerade durch ihre Vernunft aufgefallen. Pfandbriefe wären lediglich ein kurzer Aufschub. Irgendwann haben die aber auch das Geld verprasst. Und dann werden die wieder nach Hilfe rufen. Dann dürfen wir auch noch deren kostbaren Immobilien retten.

    Nein im Ernst. Wenn die beiden Länder vernünftig würden die das Geld natürlich dafür verwenden um sich nachhaltig aus der scheisse zu holen. Um knallharte Reformen würde man aber dennoch nicht herum kommen. Und mal im Ernst wer würde denn diese Reformen durchführen, wenn man den großen Knall doch noch ein oder zwei Jährlichen verzögern kann?

    Den Finnen traue ich durchaus zu, dass die dafür Vernünftig genug sind. Den Griechen und den Italiänern aber definitiv nicht. Das haben die doch schon ganz gut unter Beweis gestellt!
    Da liegt auch das Problem. Was in Finnland funktioniert
    muss in den Südländern noch lange nicht funktionieren.
  9. #118

    Zitat von fritzyoski
    "Ja, ja, die Arroganz ist unerträglich aber das Geld wird trotzdem gefordert und gerne genommen."

    Die Dummheit der Geberländer ist unerträglich, die eine Sicherungsklausel im EU-Vertrag (No-bail-out-Klausel) ohne jede Not gebrochen haben - aus purer Eitelkeit, um als großzügig zu gelten und in der zutreffenden Annahme, dass Deutschland, weil es die Hauptschuld an den beiden Weltkriegen trug, die unzutreffende Schlussfolgerung zogen, dass wirtschaftlich vernünftiges Verhalten mit politischen Schuldgefühlen vermischt werden darf. Danach müssten wir uns eigentlich generationenlang zu lebenslangen Sklaven der Olivenländer machen.
    Raus aus dem Euro. Zurück zu einem Neuanfang, bei dem die wirtschafts-, sozial- und rechtspolitische Einheit vor einer Währungseinheit hwergestellt und per Vertrag mehrere Jahre auf seine Solidität geprüft werden kann. Strenge Aufnahmekriterien und strikte Einhaltung der Kriterien ohne jegliche Umgehungsmöglichkeit.
  10. #119

    Weitere Fehldeutungen und weitere Fehlannahmen!

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen
    hat sich bislang in der Krise weder als besonders geschickt, geschweige den kreativ gezeigt. Nichts hat sich verbessert, der € ist Spalter Nr. 1 in Europa, nur die Voluminas der Rettungsaktionen haben erschreckend zugenommen. Mit Schuldzuweisungen kommen wir nicht weiter.

    Das Ego von Politikern interessiert mich nicht, wie wohl die meisten Buerger. Der deutsche Steuerzahler hat bislang vom € am meisten profitiert, auch wenn das wenig oportun zu sein scheint, stimmt es.

    In unserem auf Schulden basierenden Geld - und Wirtschaftssystem gibt es keine Nullsummenspiele. Was glauben Sie warum wir seit Jahrzehnten den Laenderfinanzausgleich in D haben, weil die meisten Menschen in den Nehmerlaendern stink faul sind, wie angeblich die Med-Laender, mag ja am Stammtisch ganz gut kommen, aber mit asymetrischen Volkswirtschaften die sich zwanghaft und ohne politische Ordnung eine Waehrung uebergestuelpt haben, hat das wirklich nichts zu tun.
    DEUTSCHLAND HAT NICHT VOM EURO PROFITIERT, auch der deutsche Steuerzahler nicht (HRE, Bankenrekapitalisierung, Griechenlandumschuldung), das ist leider ein schönes Märchen.

    Stichworte: fehlende Aufwertungsgewinne und damit fehlende volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende, sinkenden ode stagnierende Realgeltfindung, starker Kapitalexport in die heutigen Europroblemvolkswirtschaften, niedrigste Nettoinvestitionsquote aller entwickelten Industrienationen bei gleichzeitigen höchsten Leistungsbilanzüberschüssen, finanziell ruinierte Kommunen und Städte, Agenda 2010, H 4, zahlreiche Gesundheits- und Rentenreformen, zahlreiche Steuer- und Abgabenerhöhungen etc. Hinzu kommen nun die gigantischen Risiken, die uns selbst aus der Eurorettung erwachsen. Die EZB-Politik können wir selbst kaum noch beeinflussen.

    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube








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