AFPDer EU-Gipfel in Brüssel hat begonnen, Deutschland und die Krisenländer streiten über weitere Nothilfen. Die finnische Regierung versucht nun, zwischen Nord und Süd zu vermitteln. Sie schlägt die Ausgabe neuer Pfandbriefe vor - und verweist auf eigene gute Erfahrungen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...841499,00.html
Wenn Deutschland dann mal bankrott ist weil griechische, spanische, italenische, französische Banken und Milliardäre gerettet werden mussten, dann wird der deutsche Mittelstand mit seinem Vermögen ran müssen.
Doch man kann ja vorgebeugen...
Griechenland und Italien sind bisher nicht gerade durch ihre Vernunft aufgefallen. Pfandbriefe wären lediglich ein kurzer Aufschub. Irgendwann haben die aber auch das Geld verprasst. Und dann werden die wieder nach Hilfe rufen. Dann dürfen wir auch noch deren kostbaren Immobilien retten.
Nein im Ernst. Wenn die beiden Länder vernünftig würden die das Geld natürlich dafür verwenden um sich nachhaltig aus der scheisse zu holen. Um knallharte Reformen würde man aber dennoch nicht herum kommen. Und mal im Ernst wer würde denn diese Reformen durchführen, wenn man den großen Knall doch noch ein oder zwei Jährlichen verzögern kann?
Den Finnen traue ich durchaus zu, dass die dafür Vernünftig genug sind. Den Griechen und den Italiänern aber definitiv nicht. Das haben die doch schon ganz gut unter Beweis gestellt!
Nochmals, dass ist ein naiver Vorschlag. Wie gesagt, wenn die Gläubiger einem Land nicht vertrauen, dass die die Schulden ganz oder teilweise zurückzahlen, warum soll denn ein Gläubiger glauben, dass das Pfand sicher wäre?
Ein Pfand macht ja nur Sinn, wenn man es im Zweifle "einklagen" kann. Aber gerade bei Staaten bzw. drohenden Staatsinsolvenzen ist dies ja nicht zu erwarten.
Wie gesagt, es ist hingegen reichlich naiv zu sagen: Die Gläubiger haben Angst, dass Sie im Zweifel Ihr Geld nicht wiederbekommen? Dann sichern wird dies mit einem Pfand ab. Macht ja die Sache wirklich vertrauenswürdiger.
Wie gesagt, der Staat, der Schuldner, der im Zweifel "einfach" die Schulden nicht oder teilweise zurückzahlt, würde aber das Pfand "rausrücken"? Naiver geht es wirklich nicht mehr!
Zitat von fritzyoski
"Ja, ja, die Arroganz ist unerträglich aber das Geld wird trotzdem gefordert und gerne genommen."
Die Dummheit der Geberländer ist unerträglich, die eine Sicherungsklausel im EU-Vertrag (No-bail-out-Klausel) ohne jede Not gebrochen haben - aus purer Eitelkeit, um als großzügig zu gelten und in der zutreffenden Annahme, dass Deutschland, weil es die Hauptschuld an den beiden Weltkriegen trug, die unzutreffende Schlussfolgerung zogen, dass wirtschaftlich vernünftiges Verhalten mit politischen Schuldgefühlen vermischt werden darf. Danach müssten wir uns eigentlich generationenlang zu lebenslangen Sklaven der Olivenländer machen.
Raus aus dem Euro. Zurück zu einem Neuanfang, bei dem die wirtschafts-, sozial- und rechtspolitische Einheit vor einer Währungseinheit hwergestellt und per Vertrag mehrere Jahre auf seine Solidität geprüft werden kann. Strenge Aufnahmekriterien und strikte Einhaltung der Kriterien ohne jegliche Umgehungsmöglichkeit.
DEUTSCHLAND HAT NICHT VOM EURO PROFITIERT, auch der deutsche Steuerzahler nicht (HRE, Bankenrekapitalisierung, Griechenlandumschuldung), das ist leider ein schönes Märchen.
Stichworte: fehlende Aufwertungsgewinne und damit fehlende volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende, sinkenden ode stagnierende Realgeltfindung, starker Kapitalexport in die heutigen Europroblemvolkswirtschaften, niedrigste Nettoinvestitionsquote aller entwickelten Industrienationen bei gleichzeitigen höchsten Leistungsbilanzüberschüssen, finanziell ruinierte Kommunen und Städte, Agenda 2010, H 4, zahlreiche Gesundheits- und Rentenreformen, zahlreiche Steuer- und Abgabenerhöhungen etc. Hinzu kommen nun die gigantischen Risiken, die uns selbst aus der Eurorettung erwachsen. Die EZB-Politik können wir selbst kaum noch beeinflussen.
Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube