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Euro-Gipfel: Die Nacht, in der Merkel verlor

AFPMit großen Vorsätzen war die Kanzlerin zum EU-Gipfel gereist, doch Angela Merkel konnte ihr Nein nicht durchhalten: Italien und Spanien setzten sich in einem Brüsseler Verhandlungsmarathon fast vollständig durch. Der Zugang zum Rettungsfonds ESM wird deutlich erleichtert - eine riskante Strategie.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...841653,00.html
  1. #140

    Politischer Widerstand

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    .....
    Politischen Widerstand dürften wir in Deutschland dagegen kaum erwarten. Das hat uns die Entwicklung der letzten Jahre überdeutlich gezeigt. Die Einflußmöglichkeiten der Bürger auf diese Entwicklungen sind äußerst gering, die Informationsdefizite und das Wissen über die Hintergründe und Zusamenhänge aber umso größer. Dank der entsprechenden jahrelangen Berichterstattungen, die immer medial politisch korrekt waren und auch sind.
    ....
    Sie haben grundsätzlich leider recht: Die Ignoranz und Gleichgültigkeit weiter Bevölkerugsteile hinsichtlich (euro-) politischer Prozesse ist erschreckend und verheisst nicht Gutes. Mancher wache und informierte Zeitgenosse fühlt sich in gewisser Weise an die Zeit vor 1933 erinnert, nur dass diesmal der verhängnisvolle Feind aus einer anderen Richtung kommt: Die demokratisch verbrämte Kapitalmacht.

    Wie damals wird die Situation häufig falsch eingeschätzt und zu viele Bürger bringen der Politik und insbesondere Merkel blindes Vertrauen entgegen. Besorgniserregend ist zudem, dass fast sämtliche etablierten Parteien ins selbe Horn blasen und den Bürgern damit suggerieren, das schon alles seine Richtigkeit hat.
    Selbst die Intelligenz dieses Landes hält mit relativ wenigen Ausnahmen bisher gespenstisch still, so, als ob sie in einer eigenen Welt lebten, die von dieser Europolitik unbeleckt bleibt.

    Eine kleine Hoffnung bietet derzeit noch das BVeG, das mit dem ESM diese Europolitik zu Fall bringen könnte. Falls dies nicht geschieht, und das ist leider zu befürchten, bleibt trotz aller Schwierigkeiten nur die Mobilisierung der Bevölkerung. Sobald der autokratische Gouverneursrat etabliert ist und die Teilentmachtung unseres Parlaments öffentlich registriert wird sowie die Steuer-Milliarden munter über den ESM abfliessen, wird es ein böses Erwachen geben und der Protest wird nicht ausbleiben.
  2. #141

    Und wenn

    Zitat von jueho47 Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Volkswirtschaftler und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was richtig und was falsch ist.
    Was ich aber weiss:
    Der Euro und die EU werden untergehen und am Ende ist wer Schuld? Deutschland. Egal ob ESM linksrum oder rechtszum.
    Spanien Europameister wird, dann ist Deutschland Schuld. Wenn Italien Euroapameister wird ist Deutschland Schuld. Wenn Obama die Präsidentenwahl verliert ist Deutschland Schuld.
    Und wenn in CHina ein Sack Reis umkippt ist Deutschland Schuld. Lädenr wie Griechenland sind es nie. Das sind die armen, armen Opfer.
  3. #142

    Teufelspakt

    Zitat von fullspeed Beitrag anzeigen
    ...warum brechen sie ihren Amtseid? ("...zum Wohle des deutschen Volkes...")
    Mit diesem Beschluss wurde ein Scheuentor zur völligen Ausplünderung unseres Landes geöffnet. Wie es übrigens bei Einführung des Euro von klugen Köpfen bereits vorausgesehen wurde.
    Ist es Zeit die die ukrainische Staatsanwälte und Richter assimilieren?

    Wer hat wirklich geglaubt als Dauersieger (D), in einer Gemeinschaft, posieren zu können?

    Exportweltmeister, mit einem Teufelspakt zu sein, hat seinen Preis!
    Die Rechnung werden jetzt vorgelegt, so einfach ist es.

    Nur der Teufel will nicht Merkels-Seele sondern Geld, Geld, noch viel mehr Geld.
  4. #143

    Guten Morgen Frau Merkel

    Herrlich, endlich aufgewacht! Die Euro-Zone braucht globale
    Entscheidungen,schon alleine um Bestand zu haben.
    Deutschlands Politik des Sparprogrammes ist nicht aufgegangen,denn sie wurde im Ruecken und auf Kosten
    unserer EU-Partner durchgezogen. Der Wachstum-Verzicht in
    Loehnen und Renten hat sich fuer Deutschland bestens ren-tiert, wurde aber von unseren Nachbarländern nicht erkannt,
    oder aus politisch motivierter Kurzsichtigkeit einfach
    ignoriert.
    Ich glaube die EU wird aus diesem Lernprozess erstarkt ,
    Fragt sich jedoch, ob Frau Merkel im Stande ist, aus den
    begannen Fehlern etwas zu lernen.
    Die EU muss, um weiter zu bestehen, viel enger zusammen-arbeiten. Hierfür muessen jedoch Konzepte geschaffen werden, die erstens von allen Europäern mitgetragen werden, und zweitens , Alleingänge der EU-Partner in jegliche Richtung ausschließen.
  5. #144

    Die historischen Hintergründe sind wohl andere gewesen!

    Zitat von w.blankschein Beitrag anzeigen
    Liebe DM-verliebte Foristen, Sie haben wirklich eine Nacht der herben Enttäuschungen hinter sich: Wimpel abflaggen, der EM-Favorit ist an cleveren Italienern gescheitert, und - weitaus schlimmer - wenig später ist Kanzlerin Merkel auch noch eingeknickt angesichts veränderter Mehrheiten in Europa. Dabei hatte sie gar schon ihre Leiche ins politische Drohgeschäft eingebracht.
    Nun sehen Sie gänzlich Deutschlands Untergang voraus, zwischen Schwarz und Weiß ist keine andere europäische Rolle Deutschlands für Sie denkbar. Also zurück zur harten DM.
    Ihre Traumwelten erinnern an die romantischen Barbarossa-Sagen, an die tradierten deutschen Sehnsüchte vom großdeutschen Reich bis nach Sizilien - in fiskal-dominierten Sphären natürlich nicht mehr so säbelrasselnd.
    Sie haben wirklich geglaubt, Kanzlerin Merkel könnte sich zur Eisernen Lady Europas aufschwingen; dabei kennen wir doch die Halbwertzeiten ihrer "unverrückbaren" Positionen nur zu gut (gerade das macht sie mir wieder sympathisch: professionell genug, sich veränderten Bedingungen anzupassen).
    Und in ihrer Wut und Enttäuschung haben sie die zweite SPON-Meldung uber die Auswirkung des gestrigen Gipfels gar nicht zur Kenntnis nehmen wollen: Die Dax-Werte erholen sich, Investoren scheinen eher beruhigt zu reagieren.
    Träumen Sie weiter von einer deutschen Sonder- oder Führungsrolle in Europa, selbst Kohl und Merkel wussten und wissen um die Notwendigkeit partnerschaftlicher Integration.
    Die Begründung dieser Eurozone hatte ja wohl einige andere historische Gründe gehabt und die tatsächlichen Risiken, die sich aus dieser gemeinsamen Währungsunion ergeben könnten, die sich dann auch tatsächlich ergeben haben, wußten die politisch Verantwortlichen von Anfang an bescheid. Diese Eurokrise in der heutigen Form hatte eine jahrelange Vorgeschichte, die schon im Jahre im Voraus erkannt werden konnte. Aus machtpolitischen Gründen jedoch wurden diese ignoriert und die ökonomische Realität der politischen Zielausrichtung angepaßt.

    DER SPIEGEL*39/2010 - Der Preis der Einheit
    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
    Spiegel: Kohl kannte Risiken des Beitritts von Italien zum Euro - SPIEGEL ONLINE
  6. #145

    nicht Merkel hat verloren

    Damit, dass Frau Merkel einknickt, war zu rechnen. Das deutsche Volk hat verloren! Der Fiskalpakt und der neue Rettungsschirm ESM werden in völkerrechtliche Verträge gegossen, die nicht kündbar sind. Beide Verträge verändern die Hoheitsbefugnisse des Deutschen Bundestages gravierend. Unser Recht, einen Bundestag zu wählen, der auch etwas zu sagen hat, wird massiv beeinträchtigt. Der Bundestag hätte in einem Zentralbereich, nämlich der Budgethoheit, also die Staatseinnahmen und Ausgaben festzulegen in wichtigen Teilen keine eigene Entscheidungsbefugnis mehr. Er könnte nur noch als Bittsteller gegenüber anderen Regierungen auftreten. Die Bundesregierung kann ebenfalls nur einen Vorschlag auf europäischer Ebene machen. Ihr sind die Hände gebunden, wenn die anderen Staaten nicht mitziehen. Deshalb ist eine Volksabstimmung dringend geboten, um diesen Unsinn zu stoppen. Mich vertritt diese Regierung nicht!!!

    ( siehe Interview mit Herta Däubler-Gmelin in der BZ von heute ).
  7. #146

    Was war mit Spanien?

    Zitat von Mvk Beitrag anzeigen
    Das war doch eine einstudierte Niederlage. Vor Wochen sagt Monti noch, das Italien keine Hilfe braucht, jetzt spielt er den Bösewicht, damit Merkel in Deutschland gut dasteht.
    Wir brauchen keine Hilfe.
    Dann wieder: Wir brauchen etwas Hilfe.

    Und gestern: Wir stehen kurz vor dem Untergang.

    Das alles in ca. 3 Wochen. Respekt.
  8. #147

    Umtausch

    Also ich werde meine bescheidenen Guthaben in Gold umwandeln, das einzige beständige Zahlungsmittel seit Jahrhunderten
  9. #148

    Dürfen jetzt schon die Hilfebedürftigen enscheiden, zu welchen Konditionen geholfen wird?
    Schade, das Merkel keine weiteren Mitstreiter hatte, die sich zusammen durchsetzen konnten.
    Warum werden Gemeinschaften zu bestimmten Regeln eingeführt, wenn die Regeln einfach verbogen werden können, wenn es die "Ausreißer" so wollen?
    naja, es bleibt spannend
  10. #149

    Die Eintrittspreisen

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Außereuropäisch? Da reicht schon die Schweiz... ist nicht so weit weg. Man hat quasi einen Logenplatz in der ersten Reihe umd dem nahen Ende zuzusehen...
    Die Eintrittspreisen wahrscheinlich ab 10 Millionen sind kein Schnäppschen!

    Aber vielleicht hilft vorher eine Bank zu gründen und erst dann Auswandern. ;-)








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