APGut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt, um die Lage zu stabilisieren. Doch die Idee, sich damit Zeit zu kaufen, erweist sich als Illusion. In Spanien verschärft sich die Lage, an den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, wo wir vor Weihnachten waren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...826868,00.html
Immer diese Mär von den Landesbanken, als hätte damit der „Staat“ seine Inkompetenz bewiesen. Von der Krise waren auch gerade Privatbanken betroffen, z. B. IKB, Commerzbank und HRE. Auch die Deutsche Bank hat von den Rettungsmilliarden profitiert, die Milliarden für IKB und HRE machten nur einen kurzen Besuch bei diesen Banken, um dann in den offenen Armen Ackermanns zu landen.
Ein Großlobbyist vom Schlage eines Wolfgang Clement hat in seiner Zeit als Ministerpräsident in NRW den teuren Irrweg der Landesbanken eingeleitet, sich auf das Geschäft des spekulativen Investmentbanking und anderer Formen der Casino-Finanzwirtschaft einzulassen. Das wurde damals gerade von denjenigen für gut befunden, die jetzt glauben, mit den Fingern auf die Landesbanken zeigen zu können, um von sich abzulenken.
Unsere ganze „Elite“ - egal, ob Politiker, Banker, Finanzdienstleister, Konzernmanager oder Unternehmer – haben seinerzeit (und tun es vielfach heute noch) der heiligen Dreifaltigkeit des freien Marktes geräuchert: Deregulierung, Privatisierung, Flexibilisierung.
Der Höhepunkt des marktreligiösen Wahnsinns wird zurzeit mit dem Fiskalpakt zelebriert. Die Umnachtung unserer „Eliten“ scheint grenzenlos zu sein – und unsere „Spardomina“ ist vornedran!
Wo steht denn geschrieben, dass der Fiskalpakt zur Sparsamkeit der EU-Mitglieder führen wird ?
De facto werden z.Z. mehr Schulden aufgenommen als jemals zuvor.
Der Fiskal-Pakt ist zuerst einmal ein Vertrag, der die Souveränität der EU-Mitglieder weitestgehend auf Null reduziert.
Dieser Fiskalpakt enthält implizit auch das Recht der EU auf Erhebung von direkten Steuern. Die Steuerpolitik der Mitglieder wird nämlich ebenfalls durch diesen F-Pakt kontrolliert.
In Zukunft wird es dann nicht mehr den 'deutschen Fiskus', sondern den zentralistisch etablierten 'EU-Fiskus' geben mit allen daraus folgenden Konsequenzen für die Steuer- und Ausgabenpolitik der Länder.
GB und Tschechien sind nicht bereit da mitzumachen.
Ihr Veto aber und damit der Vertrag von Lissabon wird mit juristischen Tricks, die an Winkeladvokaten erinnern, ausgehebelt.
Das nennt man Rechtsbeugung und Vertragsbruch !
Warum muss man "systemrelevante" Banken retten? Als wenn dies keine Folgen haette, wie zum Beispiel Reduzierung der Auswahl und Innovation für Verbraucher und Industrie, eine langsamere Erholung der Konjunktur, und eine riesige Rechnung für den Steuerzahler. Mal abgesehen davon, dass das Geld vom Steuerzahler kommt, dass heisst das Geld was den Banken "geliehen" wird an anderer Stelle der Wirtschaft entzogen wird und auch mit Arbeitsplatzverlusten oder Inflation einhergeht. Oder Beides.
Es ist natürlich nur eine Zeitfrage:
"Unter 40 Millionen Erwerbstätigen hat der EU-Riese 25 Millionen voll versicherte Nettosteuerzahler. Auf die fallen – zusätzlich zu ihren persönlichen Obligationen – offizielle 1800 Milliarden Euro Staatsschulden an. Pro Nase sind das 72.000 Euro oder zwei unversteuerte Jahresgehälter. Hinzu kommen unausgewiesene Verpflichtungen, zum Beispiel für Renten- und Pensionsverpflichtungen. Der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen veranschlagte sie Anfang 2010 auf 6200 Milliarden Euro. Auf jeden unserer Nettoleister fallen damit 240.000 Euro Schulden oder sieben unversteuerte Jahresgehälter an.
...dieser Einäugige unter Blinden gilt als bester Schuldner der Menschheit. ... Niemand bringt deshalb überzeugende Gründe dafür vor, dass die Deutschen auch nur ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen werden. Von einer dreißigjährigen Bundesanleihe über drei Milliarden Euro wurde Deutschland in der vergangenen Woche nur noch 2,75 Milliarden los. Auch das kriegen die Ratingagenturen bald heraus. Und wer spätestens dann nicht gegen den Euro wettet, ist selbst schuld."
Heute Athen, morgen Berlin
wissen bescheid. davon bin ich überzeugt. man bedenke, eine gemeinsame währung braucht eine gemeinsame wirtschaftspolitik. weil dies nicht möglich war oder ist, schuf man ein regelwerk mit verbindlichen schuldenobergrenzen, auch mit dem verbot, schulden anderer zu übernehmen. alles wurde gebrochen, die schulden wurden gemacht, die regeln konsequenzlos verletzt und sogar ausser kraft gesetzt, deutschland und frankreich vorneweg. jetzt wird die betrügerische euro-politik abgerechnet.das kostet billionen. ich zweifle daran, dass der euro überleben wird. schäuble meinte im vergangenen jahr hier gehe es um psychologie und man sei bei der eindämmung der schuldenkrise auf einem guten weg. die fakten sprechen nicht dafür. fakt ist, dass die politiker, die retter spielen, dieselben oder die gleichen sind wie die, von denen europa und der euro in den ruin getrieben wurden. europa mit dem euro ist auf stramm abschüssiger bahn und könnte (wird) gegen die wand knallen.
Weil ansonsten alte Omas gezwungen sind laufend zu studieren, was die Bank mit ihrem Geld macht. Da das nicht akzeptabel ist, muss der Staat in jedem Fall diese Einlagen garantieren, komme was wolle.
Die Bank-Anteilseigner nutzen dies aus - die Einlagen der Omis (etc.) machen sie kollektiv systemrelevant (u.a.). Um diesen Hebel zu entfernen muss im Pleitefall der Staat diese Banken übernehmen, flott machen und später mit Gewinn wieder an den Markt bringen.
Und das Geld wird nicht entzogen, sondern nur umgeleitet, ist also noch im volkswirtschaftlichen Kreislauf.
Alex
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Also an dem Punkt, an dem wir vor Weihnachten waren, sind jedenfalls die Finanzmärkte noch lange nicht. Die feiern noch die geschenkte Liquidität.
Und natürlich ist eine "Beruhigung" eingetreten, weil die notleidenden HartzIV-Banken mit eben dieser Liquidität erstmal aus der Schußlinie genommen wurden.
Die Krise an sich hat sich noch verschlimmert, weil sich an den Hintergründen nichts geändert hat, weil die Schulden noch höher wurden und weil die Finanzmärkte nicht reguliert, sondern mit immer neuen milden Gaben gemästet wurden.
Drogis werden auch nicht dadurch gesund, daß sie immer mehr Stoff bekommen!
Die einzige Frage ist, wann dieses unsolide Handeln auffliegt.
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
Also die Einlagengarantie sind fuer die Pleiten eingeplant, nicht zu Rettung der Banken, haben also damit gar nichts zu tun (und weitere Rettungen von so genannten systemrelevanten Banken sind zudem gar nicht mehr eingeplant).
Die Geldumleitung bedeutet schlicht, dass das Geld was den Banken zukommt, an anderen Stellen der Wirtschaft entzogen wird, ist also eine gesamtwirtschaftliche Nullnummer.