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Euro-Debatte: Willkommen zurück in der Krise!

APGut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt, um die Lage zu stabilisieren. Doch die Idee, sich damit Zeit zu kaufen, erweist sich als Illusion. In Spanien verschärft sich die Lage, an den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, wo wir vor Weihnachten waren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...826868,00.html
  1. #300

    cash-flow + Staatsschulden

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Das ist das Problem: Diese FIAT-Gewinne können locker aus dem cash-flow ausgeschüttet werden. Und dieses Geld kommt ... von Staatsschulden, von billigem EZB-Geld und davon, dass man "Wertpapiere", deren Werthaltigkeit von Rating-Agenturen testiert ist, bei Banken zu Geld machen kann ...
    Hat ein Unternehmen am Ende einer Periode (z.B. Bilanzjahr) mehr Liquidität dann hat es einen positiven Cashflow.

    Hat ein Unternehmen am Ende einer Periode weniger Liquidität, dann hat es einen negativen Cashflow.

    Macht ein Unternehmen nichts, außer einen Kredit zurückzahlen hat es einen negativen Cashflow. Das geliehen Geld ist ja nicht mehr da.

    Cashflow = Geldfluss
    negativer Cashflow = Geldabfluss
    positiver Cashflow = Geldzufluss

    Cashflow im Herstellungsprozess:
    Ein Unternehmen kauft etwas ein (negativer Cashflow) und bezahlt einen Mitarbeiter dafür (negativer Cashflow) ein Produkt zu fertigen (gar kein Cashflow), welches auf Lager liegt. Das Produkt wird verkauft (kein Cashflow), aber die Bezahlung erfolgt in 3 Monaten. Erst wenn das Geld, bei einer späteren Bezahlung tatsächlich in das Unternehmen kommt entsteht ein positiver Cashflow.

    Wenn aus einem Unternehmen, welches eine niedrige Liquidität hat, Gelder abfließen sind wir nahe am Strafrecht (Veruntreuung, Insolvenzverschleppung), was leider nicht heißt, dass es das nicht gibt.

    Dass Deutschland die Dividende zahlt, also die Staatsschulden deshalb steigen, ist wohl auch nicht ganz korrekt. Bei den Unternehmen gibt es schon einen Posten "Ausschüttungssumme", das Geld kommt nicht vom Staat.
  2. #301

    Ist es aber leider ...

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Allerdings bei 3 Mio. Aktienbesitzern in Deutschland, sehe ich das nicht als gesamtgesellschaftliches Problem.
    Die Deutschen haben Geld auf dem Konto. Und die Banken machen damit (fast), was sie wollen - im Rahmen der Möglichkeiten, die der Staat als Gesetzgeber und Bankenaufsicht ihnen gibt. Der Staat garantiert also den Geldwert der Kontoguthaben und bestimmt in der riesigen Blackbox des Bankwesens, was wie viel "wert ist".

    Die derzeitige Bewertungssystematik innerhalb des Kapitalismus (keine grundsätzliche Systemkritik) hat zwei wesentliche Fehler: Zum Einen die Bewertung nach „fair value“, zum Anderen die Kreditwürdigkeit von Staaten. Beides wäre bei nationalen Währungen noch einigermaßen einfach zu handeln, weil ja in der letzten Konsequenz die privaten Vermögen der Bürger enteignet werden könnten und der Staat Geldvermögen, das durch keinerlei Wirtschaftskraft oder Wertschöpfung gedeckt ist, enteignen und vernichten könnte.

    Insofern sind unsere Staatsschulden nicht wirklich „systemrelevant“, weil sie größtenteils gegenüber Inländern bestehen. Indem man die Reichen enteignete, betriebe man eine „Bilanzverkürzung“ – ohne aber die realen Lebensbedingungen der Menschen wesentlich zu verändern und damit soziale Konflikte größeren Ausmaßes heraufzubeschwören. Aber das sind nur 35% der deutschen Geldvermögen – wo ist der Rest?

    Um seine Exportüberschüsse auszugleichen, muss deutsches Sparkapital ins Ausland transferiert werden. Das tun Banken, indem sie auch ausländische Staatsanleihen, besicherte Wertpapiere usw. kaufen. Diese sind aber häufig nach „fair value“-Kriterien gerated und bewertet. Dort befindet sich die Zeitbombe von angenommenen Wertzuwächsen oder Wertstabilität, trotz längst nicht mehr gegebenem Marktwert.

    Fair value ist ein völlig falscher Ansatz – aus der inneren Logik des Kapitalismus heraus: Ein Gut ist nur so viel wert, wie der Käufer am Tag des Kaufes dafür zu zahlen bereit ist. Mit fair value wird diese Grundannahme pervertiert, indem Nicht-Marktteilnehmer massenhaft Wertannahmen treffen dürfen. Was wären denn Daimler-Aktien wert, wenn wirklich 100% von ihnen jeden Tag gehandelt würden? Aus den max. 2% täglich gehandelter Papiere auf den Gesamtwert von Daimler („Börsenwert“) zu schließen, ist systemisch falsch! Richtig wäre das strenge Niederstwertprinzip: Kaufpreis aktivieren und sukzessive abschreiben bis auf Null – bis tatsächlich verkauft wird! Für Alles – inklusive Grundstücke!!!

    Aber durch die Anwendung von fair value PLUS der Staatsverschuldung wurden in den vergangenen Jahren Unmengen Geld geschaffen – die Geldmenge wächst schneller als die Wirtschaft. Hieran ist weniger der staatliche Konsum schuld, als sein Privileg der Definition von Werten. Das Problem sind die massenhaft unterlassenen Wertberichtigungen / Abschreibungen auf der Güterseite, sonst wäre das schon längst aufgefallen. Erst jetzt, wenn der spanische Immobilienmarkt zusammenbricht, taucht es auf – den Banken, die auf den Wertpapieren sitzen, geht das Geld aus, das sie brauchen, um die Geldguthaben ihrer Kunden zu bedienen. An dieser Stelle springen jetzt die Zentralbanken ein und erfinden das Geld neu, anstatt seine Vernichtung zuzulassen.

    Das Ausmaß der Krise lässt sich also sogar beziffern: In etwa das Maß, in dem die Geldmenge M3 und ihre vergleichbaren ausländischen Kenngrößen stärker als die BIPe gewachsen sind, seit Bretton-Woods!!!
  3. #302

    ...

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    ...für die Bundesrepublik:
    "Die Behandlung, die Sie durch die EU erfahren, ist vielleicht eine spezifisch deutsche Form von Reparationszahlungen für den 2. Weltkrieg. Denn Sie leisten die ungeheuerlichsten Zahlungen zur Unterstützung dieser Europäischen Union. Ihre Zahlungen waren bereits in guten Zeiten enorm, und nun, da die Zeiten schlechter werden, sind Sie mit ungeheuerlichen Forderungen konfrontiert. ...
    Die Deutschen sind zum Trottel Europas gemacht worden. ...Ihre Politiker sind ohne jeden Zweifel bereit, jeden Preis zu zahlen, um ihren europäischen Traum und ihr europäisches Projekt am Leben zu erhalten. Zur Hölle mit dem Volk! ...
    Es wird Zeit, dass die Deutschen endlich aufstehen und sagen: Es reicht, wir werden in dieses System kein Geld mehr stecken!"
    Rede vom 25.9.2010
    Nigel Farage - Europas Neue Weltordnung
    Man sollte den Mann einmal zu einer unsere Polittalkshows einladen und mit den dort immer wieder auftretenden Politpuppen zusammenbringen.
    Aber das wird nicht geschehen -es ist nicht gewollt. Warum wissen wir alle.
    Das Spiel muß weitergehen, um jeden Preis.

    Farage sagt elementare Wahrheiten die in Brüssel und Berlin niemand hören will. Stattdessen werden wir täglich mit Propagandamüll zugeschüttet anstatt eine ernsthafte und tiefgehende Diskussion über die anstehenden Probleme zu erleben - was in einer funktionsfähigen Demokratie selbstverständlich sein sollte.

    Wir sind wirklich die Trottel Europas, Schafe ohne eigenen Willen, willige Vollstrecker für jede Schweinerei. Und das schlimmste, WIR wählen unsere Totengräber auch noch selbst. Dieses Land ist nicht mehr zu retten - jeder der Kinder und Enkel hat sollte ernsthaft über die Lage nachdenken und die Konsequenzen ziehen. Wahlen gibt es ja noch.
  4. #303

    Ja, aber ...

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Hat ein Unternehmen am Ende einer Periode (z.B. Bilanzjahr) mehr Liquidität dann hat es einen positiven Cashflow.
    (...)Cashflow im Herstellungsprozess:
    Ein Unternehmen kauft etwas ein (negativer Cashflow) und bezahlt einen Mitarbeiter dafür (negativer Cashflow) ein Produkt zu fertigen (gar kein Cashflow), welches auf Lager liegt. Das Produkt wird verkauft (kein Cashflow), aber die Bezahlung erfolgt in 3 Monaten. Erst wenn das Geld, bei einer späteren Bezahlung tatsächlich in das Unternehmen kommt entsteht ein positiver Cashflow.

    Wenn aus einem Unternehmen, welches eine niedrige Liquidität hat, Gelder abfließen sind wir nahe am Strafrecht (Veruntreuung, Insolvenzverschleppung), was leider nicht heißt, dass es das nicht gibt.
    Ja - aber: Hat ein Unternehmen ein Liquiditätsproblem, kann es z.B. seine Betriebsgrundstück via sell-and-lease-back "zu Geld machen" - und dabei durchaus eine seit dem damaligen Kauf eingetretene "Wertsteigerung" mit einbeziehen. Insbesondere, wenn Finanzkonglomerate das machen sogar letztlich mit einer Umschichtung von der linken in die rechte Tasche. Ebenso, wenn "Forderungen verkauft" werden usw. Dabei ist ja nicht der Einzelfall das Problem, sondern die aufgelaufenen Fehler über viele Jahre, Firmen und Länder.

    Das geht über viele Jahre gut, aber irgendwann platzt die Blase. Die eingenommenen Gelder sind längst verteilt, bis dieses Schneeball-System auffliegt. An diesem Punkt sind wir heute. Die Geldgutschriften sind, über vielerlei Umwege, auf den privaten Konten "der Reichen" gelandet, die dahinter liegenden "Wertrisiken" in den Bilanzen der Finanzindustrie. Jetzt kommen wir ans Ende des Zeitraums, in dem man aus Nichts noch Geld machen kann: die Reichen wollen aber weiter ihre Zinsen und Dividenden, die Banken haben aber kein Geld (mehr) und nichts, was man noch zu Geld machen könnte. Also müssen die Zentralbanken neues Geld erfinden, für blödsinnige "Wertpapiere" auf einmal Kontengeld bereitstellen usw.

    Viele Jahre unterlassene Abschreibungen rächen sich jetzt ...
  5. #304

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Eine gute Gemeinschaftswährung ist wie ein gutes Steuerrecht - kompliziert.
    Es gibt keine gute Gemeinschaftswährung und ein gutes Steuerrecht ist vor allem: Einfach und durchschaubar.

    Ein kompliziertes Steuerrecht ist nur für Bürokraten, Steuerberater und Juristen gut.

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Die Nachteile des Währungsverbundes, die ich beschreibe, sind auch Vorteile, sie müssen nur genutzt werden.
    Die Vorteile werden natürlich genutzt: Von Bürokratie und politischer Klasse, ein paar großen Konzernen und der organisierten Kriminalität.

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Der Ausgleich der Währung ist für die Handelswirtschaft von Vorteil,...
    Wenn dafür das Finanzsystem zerstört wird, zahlen am Ende (fast) alle drauf.

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    ...wenn nachgelagert die Strukturunterschiede ausgeglichen werden.
    1. wenn, hätte man es natürlich vorgelagert machen müssen
    2. eine Angleichung der Lebensverhältnisse bedeutet, dass wir hier eine Art Portugal mit schlechtem Wetter. Grundbuch, funktionierende Bürokratie und die Errungenschaften einer modernen Gesellschaft müssten wieder abgeschafft werden.
  6. #305

    Deutschlands AAA Rating ist unhaltbar. Der Zorn wird groß sein...!

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Ihre Ratingagentur hat sogar die Kreditwürdigkeit Deutschlands
    herabgestuft.
    Warum so streng?
    Sie glauben doch nicht, dass Deutschland davonkommen wird.
    Welcher Staat hat denn als einziger in Europa noch die Kraft,
    für die Verluste Südeuropas einzustehen?
    Es sind die deutschen Steuerzahler, die am Ende draufzahlen müssen,
    da bin ich mir sicher.
    Und bei einer solchen Belastung kann Deutschland unmöglich
    seine Bestnote behalten."
    Deutschland zahlt die Schulden Südeuropas. Wie blöde können
    wir nur sein?
    Jetzt reicht es aber! Andere radikale Lösungen müssen her:

    Bad Bank Konzept des Willem Bruiter

    1. Alle privaten Großbanken werden komplett verstaatlicht.
    Und zwar zwangsweise, ohne Ausnahme, auch die Banken,
    die nach wie vor meinen, sie wären solvent und könnten es
    auch alleine schaffen.

    2. Das bestehende Management wird gefeuert,
    die Aufsichtsgremien dito.

    3. Es gibt keine weiteren staatlichen Garantien für*bestehende
    Kreditforderungen oder sonstige Assets.
    Unabhängig davon, ob sie toxisch, zweifelhaft oder werthaltig sind.
    Garantien gibt es stattdessen*nur noch für Neukredite.
  7. #306

    eine

    Zitat von supergecko Beitrag anzeigen
    Laut den letzten Meinungsumfragen ist die CDU nach wie vor die stärkste Partei. Daher trifft es auf Unverständnis meinerseits wie man solche Parteien wählen kann, die uns in ein solches Schlamassel geführt hat. Dabei ist nicht nur die CDU gemeint sondern alle führenden Parteien die dem Vorgehen zugestimmt haben.
    Daher bin ich der Meinung: Wir (die Allgemeinheit) sind selber schuld an dem Schlamassel. Wir sind schuld wenn unsere Kinder und Kindeskinder keine Zukunft mehr haben.

    IMO
    Mitschuld tragen - eine gewaltige Mitschuld - diejenigen die "alle führenden Parteien" unkritisch als Hofberichterstatter unterstützt haben, nämlich die Schreiberlinge anzeigenfinanzierter Massenblätter.

    Wer es überhaupt wagte, öffentlich Bedenken zu äußern bzw. auf Gefahren hinzuweisen, den hat diese kläffende Meute - im Dienste der Blockparteien und der Konzernanteilsprofiteure - in die "böse böse" rechte oder "unbelehrbar dumme" linke Ecke gejagt.

    Und genügend Bürger sind darauf hereingefallen, leider, und glaubten den Mist, daß nur der Wähler einer Blockpartei ein braver Demokrat und jeder andere ein Bombenleger sei.
  8. #307

    Das gute Schiff Euroland

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Deutschland zahlt die Schulden Südeuropas. Wie blöde können
    wir nur sein?
    Jetzt reicht es aber! Andere radikale Lösungen müssen her:

    Bad Bank Konzept des Willem Bruiter

    1. Alle privaten Großbanken werden komplett verstaatlicht.
    Und zwar zwangsweise, ohne Ausnahme, auch die Banken,
    die nach wie vor meinen, sie wären solvent und könnten es
    auch alleine schaffen.

    2. Das bestehende Management wird gefeuert,
    die Aufsichtsgremien dito.

    3. Es gibt keine weiteren staatlichen Garantien für*bestehende
    Kreditforderungen oder sonstige Assets.
    Unabhängig davon, ob sie toxisch, zweifelhaft oder werthaltig sind.
    Garantien gibt es stattdessen*nur noch für Neukredite.
    So ist es eben auf einem Schiff.
    Das Schiff schwimmt - schwimmen alle: 1. Klasse, 2. Klasse, Unterwasserlinienklasse, bis zu dem Ratten im Balastraum.

    Kentert das Schiff, dann wird es fuer alle schwierig. Die Unterwasserklasse zuerst, dann die 2. und letzten Endes auch die Luxusklasse im Oberdeck.

    So ist mit dem Euro. Es gibt keine verschiedenen Euros. Es gibt nur einen und darum sind alle auf demselben Schiff. Und wer die Staerke hat die Pumpen zu bemannen, der muss hinlangen oder geht mit unter.

    So lange niemand den Willen und den Weg hat die Schwachen vom Euro loszuloesen, muss halt gezahlt werden.

    Und D wird deshalb der Zahlmeister.
  9. #308

    Verbrennen sie ihr Geld doch selbst

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Deutschland zahlt die Schulden Südeuropas. Wie blöde können
    wir nur sein?
    Jetzt reicht es aber! Andere radikale Lösungen müssen her:

    Bad Bank Konzept des Willem Bruiter

    1. Alle privaten Großbanken werden komplett verstaatlicht.
    Und zwar zwangsweise, ohne Ausnahme, auch die Banken,
    die nach wie vor meinen, sie wären solvent und könnten es
    auch alleine schaffen.

    2. Das bestehende Management wird gefeuert,
    die Aufsichtsgremien dito.

    3. Es gibt keine weiteren staatlichen Garantien für*bestehende
    Kreditforderungen oder sonstige Assets.
    Unabhängig davon, ob sie toxisch, zweifelhaft oder werthaltig sind.
    Garantien gibt es stattdessen*nur noch für Neukredite.
    Sie wollen also radikal alle Banken verstaalichen, damit diese erst recht nach dem Vobild der staatlichen Landesbanken, wie HSH Nordbank und WestLB, durch Leute, die keine Ahnung von Wirtschaft haben, in die Pleite gewirtschaftet werden und dann vom Steuerzahler teuer kuenstlich wiederbeatmet werden?

    Also verbriefte Pleite- und Steuergarantien?

    Unsere Kinder werden sich fuer solche steuerbelastenden Geschenke noch bedanken, dass wir ihnen bereits heute derren Lebensunterhalt im ungefragten Auftrag ausgegeben haben.
  10. #309

    Na und?

    Zitat von globalerdorfbewohner Beitrag anzeigen
    ...wäre sehr viel schlimmer für die deutsche Wirtschfat...

    interessanter Bericht

    Exiting Euro Could Spark Greek Revival, Doom Germany: HSBC's King - International Business Times
    Die meinen mit "Deutschland" doch nicht uns. Die meinen die Großkonzerne mit Sitz in Deutschland (Eigentum meist mehrheitlich Ausländer) und ein paar Superreiche, die ihr leistungsloses Zinseinkommen aus Staatsanleihen beziehen. Ganz ehrlich, wie es den Großkonzernen ergeht, ist mir dann schnuppe. Real ist es doch so, daß die alles in Billigwerkvertragsfirmen und Leiharbeiter ausgelagert haben, was sie irgendwie rechtlich können, damit der Gewinn möglichst ungeschmälert außerhalb der deutschen Steuerpflicht landet. Alles ganz legal - freier EU-Kapitalverkehr, hurra.

    Diese Konstruktionen, die hier bewußt vernebelnd immer mit "Deutschland" gleichgesetzt werden, braucht der Durchschnittsdeutsche bzw. Deutschlandbewohner so dringend wie Fußpilz.

    Ach ja, und ehe jetzt einer mit den unzähligen armen Lebensversicherungs- und sonstigen Riestersparern kommt, denen beim Krachen der sogenannten "Finanzprodukte" (in Wirklichkeit ja Lotto- und Wettscheine) die "Renditen" verlorengehen:

    1.) die beim Endverbraucher ankommende LV oder sonstige Riester "rendite" ist nach Abzug aller Konzernprovisionen usw. nicht sehr groß. Diese Beträge kann der Steuerzahler ohne weiteres stemmen, meinetwegen soll Frau Merkel den Nettonutzen des deutschen Privatsparers bis zu einer verträglichen Obergrenze garantieren. Kommt sehr viel billiger als ein Rettungsschirm nach dem anderen.

    2.) und selbst wenn das nicht geht - trotzdem. Dann fallen die Riestersparer hinten runter (allerdings mehr mit ihren Illusionen über die sinnvolle Geldanlage als mit realer Gewinnerwartung, siehe oben). Es tut mir leid, und ich wünschte, man könnte das vermeiden. Die Lösung aber, daß alle Steuerzahler - auch die, die sich keine Finanzprodukte leisten können - für international abzockende Großkraken schuften, nur damit ganz am Rande ein paar Lebensversicherungsrentner ungestört bleiben, die ist auch ziemlich ungerecht.


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