Es spricht eine ganze Menge dafür, dass diese - konventionelle - Betrachtung so nicht stimmt. Dass diese Betrachtung ein Teil der Ursache der Krise ist!
Man muss sich den Grund-Zusammenhang zwischen Geld- und Realwirtschaft zu jeder Sekunde vor Augen führen: Geld ist irreal und soll die realwirtschaftlichen Vorgänge nur abbilden - wie das Schwarz-weiß-Foto eines bunten, dreidimensionalen Vorgangs.
Wenn jetzt Banken fast kostenlos Geld von der EZB leihen können und hieraus "Gewinne" darstellen, woraus besteht dann die dahinter liegende "Wertschöpfung"? Diese besteht daraus, dass der Staat (!!!), also der Eigentümer des Geldes, die "Bewertung" definiert. Wie pervers das geworden ist, sei am Beispiel moderner Bilanzierung nach den "fair-value" Regeln der IFRS beschrieben:
Die beiden Banken A und B besitzen jeweils 10% der Aktien eines Unternehmens, beide haben zum Kurs 10 gekauft: Heute verkauft A seine Anteile zum Kurs 15 und realisiert 50% Gewinn. Dann kann die Bank B eben diesen Kursgewinn als am Markt erzielbar als Gewinn ausweisen - und an Aktionäre ausschütten. Ohne dass diesem eine realwirtschaftliche Wertschöpfung unterliegt, ohne dass jemand diesem Gewinn einen Verlust oder Kosten entgegenstellen könnte. Das bläht die Geldmenge aber auf, die ausgeschütteten Gewinne fließen ins BIP usw. So hat sich ein riesiger Geldberg aufgehäuft, dem schon längst keine Wertschöpfung mehr entgegensteht. Dieses Geld wurde "vom Staat" geschaffen, weil er Bewertungsregeln erlaubt. Verschlimmert dadurch, dass er selbst noch nicht mal Abschreibungen auf sein Vermögen vornimmt.
Das ist die Problematik HINTER der Staatsschulden- und Bankenkrise: Würde man diese wirklich "lösen" wollen, würden genau die Bilanzierungsstandards und darauf basierend die Etatentwürfe etc. falsch.
"Und so schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf."

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