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Euro-Debatte: Willkommen zurück in der Krise!

APGut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt, um die Lage zu stabilisieren. Doch die Idee, sich damit Zeit zu kaufen, erweist sich als Illusion. In Spanien verschärft sich die Lage, an den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, wo wir vor Weihnachten waren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...826868,00.html
  1. #250

    Schon möglich

    Zitat von homersimpson75 Beitrag anzeigen
    Die Krise wird erst dann gelöst, wenn wir wieder ein goldgedecktes Geldsystem haben und das staatliche Geldmonopol beenden.
    Solange das nicht passiert, und uns stattdessen mit Gelddrucken, Rettungsschirmen oder - paketen über Wasser halten, werden wir die Krise immer nur weiter hinausschieben. Die Fallhöhe wird dann nur noch größer und das Erwachen um so böser.
    Aber wenn man sich nur die Diskussionen um eine Erhöhung des Eigenkapitals der Banken auf ich glaube 9%, geschweige denn Ihre faktischen 100%, dem ich nicht hiermit widerspreche, sind nur durch ein Verzicht auf große Anlagevermögen. Wo soll die Geldmenge denn sonst vernichtet werden, was dann nicht mehr im virtuellen Umlauf ist?
  2. #251

    @silverhair

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt,
    um die Lage zu stabilisieren.
    Werter silverhair, Sie verbreiten beharrlich und unverdrossen
    Ihre Inflationspropaganda, die ich nicht unwidersprochen
    lassen möchte:

    1. Sparguthaben/Kontoguthaben sind Geld und real ein Kredit
    an die Bank.

    2. Bargeld (Scheine, Münzen) ist richtiges Geld,
    der Rest ist "Giralgeld" auf Bankkonten, also "elektronisches Geld".
    Giralgeld= Zahlungsforderung bzw. -versprechen, mehr nicht!

    3. In den Statistiken wird die Verbraucherpreis-Teuerung berichtet,
    verursacht von dem Geld, das in die Konsumgüter-Preise geht.

    4. Die "Asset-Inflation", d.h. die Wertsteigerungen von Anlagegütern
    wie Aktien, Anleihen, Immobilien. Diese ist wesentlich stärker
    gestiegen als die Verbraucherpreis-Inflation.

    5. Die Kaufkraft des Geldes ist bei Aktien, Anleihen, Immobilien
    stärker gesunken als bei Konsumgütern.
    Diese Überteuerung der Assets nennt man eine "Bubble" = Blase.
    Jede Bubble platzt einmal.

    6. Sollte dann eine Flucht aus den Assets einsetzen, dann
    werden die Verbraucherpreise explodieren, weil
    die betroffene Währung wird dann abverkauft.

    7. Diese Euro Krise wird wahrscheinlich viele Nichtlinearitäten haben,
    daher ist es problematisch, sich auf eine Seite
    (Deflation oder Inflation) festzulegen. Beides kann auftreten
    nacheinander. Eine Hyperinflation in der Euro Zone halte ich
    für eher unwahrscheinlich.

    8. Daher mein Rat: alle Kredite möglichst schnell zurückzahlen.
    Rechnen Sie nicht ggf. mit einer linearen Inflation,
    die Sie mit fixen Kreditzinsen aussitzen können.* ....MfG wibo2
  3. #252

    kurz, aber fein....

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Als Außenhandelswährung wäre der Euro nicht verkehrt. Innerhalb eines Gebietes, in dem unterschiedliche Wirtschafts- und Sozialsysteme gelten, muss es aber nationale Währungen mit der Möglichkeit von Auf- und Abwertungen geben. Deshalb: In der Eurozone nationale Währungen, im Verkehr der Euroländer mit der Außenwelt Handel in Euro.
    ..ich bin absolut bei Ihnen...das waere eine gute Idee, die von Wirtschaftsexperten (ich rede von richtigen Experten, nicht von denen von der Politik gekauften) schon vor der Euroeinfuehrung ins Gespraech gebracht worden ist.
    Lieder,und ich wiederhole mich hier ad nauseum, haben die Politiker nicht die Wirtschaft im Sinn,sondern ihre Vision Europa. Und da sind die aehnlich verbohrt wie unser Fuehrer vor 70 Jahren. Da interessiert es auch nicht, dass es immer mehr Leuten schlechter geht und arbeitslos werden (hier in Italien war vor kurzem ein Bericht, wieviele Unternehmer sich schon umgebracht haben, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen koennen), das sind nur Stoergeraeusche (in den Augen der Politiker) auf dem Weg zum alles Heil bringende vereinte Europa.
  4. #253

    .

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Sprach Gott zu Moses nicht aus einem brennenden Dornenbusch?

    Bin gespannt darauf zu erfahren, wer uns nun bald verkünden wird, was zu tun ist.
    Unsere Politiker beten alle nur EINEN Gott an: Mammon. Und der ist ziemlich launig, verlangt immer "Opfer" um ja nicht seinen Zorn auf uns loszulassen.
    Seine Hohepriester - die "Experten", die Analysten und "führende Wirtschafswissenschaftler" sagen uns schon wie wir den Allmächtigen gnädig stimmen können. Und wehe irgendein Ketzer stellt ihren Absolutheitsanspruch in Frage - der Bannfluch "der Märkte" wirkt fast immer.

    Es ist wie bei jeder Religion, die Radikalen bestimmen die Agenda. Sei der Blutzoll noch so hoch, es sind eh nur die kleinen Würmer die zerquetscht werden. Für die Reinheit der Lehre müss ALLES getan werden, "Kollaterralschäden" in Form von vernichteten Existenzen sind hinnehmbar.

    Das Spiel wird bis zum Untergang weitergeführt werden - es ist alternativlos.
  5. #254

    Neue Geldscheine...?

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Ja, es heisst wir bekommen bald neue Geldscheine. Experiment wohl gescheitert - leider. CDS Spreads zu den Bonds weiten sich auch und die 1 Bio LTRO sind verfrühstückt. Eine Massnahme wäre, LTRO undbefristet zu verlängern - auch keine schöne Aussicht.
    Nun gut, dann müssen aber die deutschen Eliten der deutschen Bevölkerung erklären daß das Experiment gescheitert und gleichzeitig Investitionen, deutsche private Altersvorsorge, Guthaben im Ausland ecc.(gerne in Spanien&Italien investiert) zum größten Teil weg sind. Denke die Eliten werden sich dagegen stemmen wollen, die deutsche Politik sowieso, die ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb am Erhalt des Euro gekoppelt hat. Ich halte es für wahrscheinlich daß Spanien noch innerhalb 2012 unter den Schirm(diesmal ESM) schlüpft. Und ich glaube das ist auch der Gründe warum die Deutschen nach Monaten von red lines der Verdoppelung des ESM zugestimmt haben. In Berlin und andernorts bereitet man sich au das vor...

    Schian Gruaß...
  6. #255

    Das Wort "Verdacht" können Sie streichen

    Zitat von Bedächtig Beitrag anzeigen
    Mich beschleicht immer mehr der Verdacht, dass Münchau nur ein Propagandist der angelsächsischen Finanzlobby ist. Er vertritt fasst immer die Position von Sorros und diversen anderen Größen der Londoner City und der Wall Street. Letzlich scheint es denen vorallem um die Einführung von Eurobonds zu gehen (Münchaus Mantra). Wahrscheinlich fürchten si um die Kredite, die sie in den Nuller Jahren den Südeuropäer hinhergeschissen haben. Nun wollen sie Haftungsbasis erhöhen. Wir tuen gut daran, dies zu vermeiden.
    Herr Münchau vertritt mit Sicherheit die Positionen der angelsächsischen (Bank-)Seite. Interessant auch, dass zeitgleich mit seinen Artikeln Herr Soros mit ähnlichen Beiträgen ins selbe Horn stößt.
  7. #256

    ...ich weiss nicht genau...

    Zitat von Velociped Beitrag anzeigen
    Was wäre wenn Deutschland die DM noch hätte (und die anderen Euro-Länder aber den Euro)?
    Dann wäre die DM stark und der Wechselkurs zum Euro 1:1. Die Exportwirtschaft würde jammern, die Konjunktur am Boden und die Bundesbank würde ähnlich der Schweizer Zentralbank die DM fest an den Euro koppeln...
    Die DM wäre sicher, in der Krise wären wir aber mitgefangen.

    Was wäre wenn Griechenland und Spanien aus dem Euro austreten würden?
    Dann wäre genauso viel Geld in Euro auf dem Markt aber weniger Werte würden dagegen stehen. Die Folge wäre eine deutliche Abwertung des Euros. Sicherlich ein massiver Schritt aber vielleicht ein Schrecken mit Ende?

    Was wäre, wenn die Regierenden weiter den Schutzschirm erhöhen?
    Dann würde der "Schutzschirm" grösser als alles andere. Die Bonität aller Euro-Staaten würde nicht mehr ausreichen und die Zentralbank würde den Schirm mit gedrucktem Geld stützen. Im Ergebnis würde der Euro massiv abgewertet werden.

    Was wäre wenn die Staaten sparen was das Zeug hält um die Schulden zu verringern?
    Dann geht die Wirtschaft zurück, die Arbeitslosigkeit steigt und es muss noch mehr gespart werden. Die Demokratie wackelt - entweder hält die EU die Regierungen mit Waffengewalt an der Macht oder es kommt zu einer demokratischen oder gewaltsamen Revolte dagegen.

    Welche Alternativen gibt es?

    .
    ..auf was Sie hinauswollen. Aber etwas sei gesagt zum Thema "wenn wir die DM haetten, wuerde es D-land schlechter gehen" etc.
    Letztens hat unsere Geschaeftsfuehrung - und das ist zugegebenermassen jetzt nur eine Firma- aber es ist sympomatisch, festgestellt, dass unsere Firma jede Menge Umsatz, aber kein Gewinn macht. Ich haette am liebsten geantwortet, dass er mit der Erkenntnis als Politiker schon nicht mehr tauge. Es mag sein, dass wir mit der DM weniger exportieren wuerden (da Exporte teuerer im Ausland - wie unsere Blindschleichen von Politiker nicht muede werden zu betonen), ABER
    - Importe waere billiger (Gewinn ist immer noch Umsatz - KOSTEN - ich weiss, kapieren unsere Politiker schon lange nicht mehr) und wir importieren als Rohstoffarmes Land verdammt viel

    und ohne Euro gaebe es die Krise in dem Ausmasse nicht, weil:
    - die (Sued)Laender waeren aufgrund der Abwertung konkurrenzfaehiger
    - und verschiedene Suedlaender (Italien um mal eins zu nennen) waeren schon anfang der 90 Jahre Pleite gewesen, und haetten in der Zwischenzeit ihren Saustall aufrauemen koennen - jetzt haben sie es verschleppt und es tut um so mehr weh!!

    Ja, Reiche versteuern, Steuerhinterziehung eindaemmen ist alles richtig und Teil der Loesung / des Problems, aber es sind Tropfen auf den heissen Stein verglichen mit dem, was unsere Politiker aus aktiv-gelebter Ignoranz und ideologischer Verblendung anrichten.
  8. #257

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Einlösbar sind die Scheingiralgeldvermögen der dt. Bürger doch sowieso nicht .. gibt nur 270 Mrd. an ZB=Bargeld für Deutschland .. so dumm sind zumindest die Leute die etwas von Geld verstehen nicht das sie da versuchen diese Pfütze zu leeren , die kaufen einfach reales .. das geht prima , und für die dummen bleibt dann wertloses Giralgeld auf den Konten .. Schulden die sie abarbeiten dürfen obwohl sie längst nichts mehr davon haben!
    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
    Aber die meisten verstehen es nicht und rennen weiter im Hamsterrad.
  9. #258

    ..es gibt sie...

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Am besten fand ich ja noch diese Aussage:
    Sind die Menschen mittlerweile wirklich nicht mehr in der Lage zu erkennen, wie man sie hier buchstäblich zu Gunsten einer kleinen Clique Finanzmarktakteure enteignet? Eigentlich müsste es in ganz Europa Generalstreiks ohne Ende geben...
    ...die Generalstreiks, nicht ohne Ende, aber es gibt sie....nur wird in deutschen Medien darueber nicht berichtet, wie ich immer wieder feststellen muss.
  10. #259

    Keine Panik

    Zitat von fr.rottenmeier Beitrag anzeigen
    ist schon interessant wie unterschiedlich man postings interpretieren kann.
    Vielleicht können wir drei uns auf eine Forderung einigen: Habt nicht immer gleich so viel Angst! - Oder anders gesagt: Malt nicht ständig den Weltuntergang an die Wand.

    Das heißt natürlich nicht, dass man den Versuch, die Welt zu verbessern, aufgeben sollte.








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