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Euro-Debatte: Willkommen zurück in der Krise!

APGut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt, um die Lage zu stabilisieren. Doch die Idee, sich damit Zeit zu kaufen, erweist sich als Illusion. In Spanien verschärft sich die Lage, an den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, wo wir vor Weihnachten waren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...826868,00.html
  1. #130

    Zitat von axiom Beitrag anzeigen
    Nie vergessen das ein Teil der Realwirtschaft, konservativ, auf Eigenkapital setzt.

    Der Teil der Realwirtschaft welcher auf die Finanzmärkte gesetzt hat, darf ruhig nervös sein.

    Und lernen...

    Oder die Produktionsmittel sollen via Insolvenz in Kompetentere Hände übergehen...

    Insgesamt kann der EU-Raum gestärkt aus der Krise gehen.
    So einfach nicht!

    Sie übersehen da etwas .. das "Geld" das liegt bei den Notenbanken - ziemlich genau 1 Bio Euro wie H. Sinn auch in seinen Untersuchungen bestätigt hat.
    Das was aber in der Wirtschaft kursiert - und das was alle als "Geld Vermögen" ist wertloses Giralgeld - von den Banken gegen Schulden in genau gleicher Höhe von über 20 Bio Euro erzeugt!

    Und so ist in der Wirtschaft längst auch kein "Eigenkapital" mehr vorhanden - oder meinen sie da stehen noch irgendwo dicke Tressore mit Banknoten rum? Nein, da stehen einfach wertlose "Giralgeld-Konten" rum - gedeckt genau mit den Schuldenbergen die man jetzt nicht mehr haben will!

    Da wird nicht "gestärkt" irgendwo hervorgehen - gerade lößt sich dieses "Mindestreserve Scheingeld System" der Banken und der Staaten in Luft auf , in genau die Luft aus der es besteht, und das wird letztlich genau das alles zerdeppern was man seit über 60 Jahren versucht hat da als Illusionen zu erzeugen!

    Diese Illusion von Geld-Vermögen - das Mantra des Kapitalismus baut eben nur auf Tricks, Täuschung und Betrug auf - ein ungedecktes Ponzi System indem gefällst alle Schulden machen sollen - aber nie jemand wirklich versuchen soll mal sein Vermögen irgendwie zu benutzen , dann dann merkt man - da ist nichts - da war nichts - und da wird niemals etwas sein!

    DER SPIEGEL*39/1972 - Geld aus dem Nichts

    Nebenbei, wer "konservativ" als Unternehmen gearbeitet hat , der hat nichts mit Bankengeld am Hut , der hat "Anlagevermögen" das sind Dinge auf die Können sie mit einem Hammer klopften und sie lösen sich dann nicht in Rauch auf .. auf "Kapital" sollten sie besser nicht schauen - das ist purer Rausch und Schall - so schnell verschwunden wie eben diese!
  2. #131

    Ja......

    Zitat von teekaysevenfive Beitrag anzeigen
    Warum bietet man Herrn Münchau ein solches Forum und die Aufmerksamkeit des Leitartikels auf dieser Seite bei seinen fragwürdigen Ansichten?
    ...wir wissen es ja alles bleibt gut, oder? Es gibt doch keine Probleme. Sind das ihre Ansichten?
  3. #132

    die Piraten?... wieso nicht!?

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Die Märkte die Märkte die Märkte.

    Zum Teufel mit den Märkten. Einfach ignorieren die Bande.
    Naja, die Piraten werden es richten.
    die Politiker, die diesen Mist zu verantworten haben, sind alles gestandene Top-Juristen, Top-BWLer & Top-Wirtschaftswissenschaftler, also die absolute "Intelligenz-Elite".

    Und trotzdem, oder vielleicht auch eher deswegen sind wir wo wir sind!

    Jeder Bäckermeister, Handwerker, Frisör, Kioskbetreiber, Schüler...etc. hätte es besser, zumindest aber nicht schlechter hinbekommen.

    Also, seid willkommen ihr Piraten & alle anderen Politikneulinge und "schleichts euch" der Rest der Berufspolitiker!!!
  4. #133

    Ich denke das geht nicht

    Zitat von mcmercy Beitrag anzeigen
    Die Alternative wäre, die EZB kauft einfach alle Staatsschulden mit frischem Geld, das treibt zwar die Inflation in die Höhe, wertet den Euro aber ab und macht Europa wieder wettbewerbsfähig, die Spritpreise steigen dann allerdings auf 5 Euro.
    Das verstärkt aufgrund gigantischer Zinsen, die ja jemand als Vermögen bekommt, die negativen Zinseszinseffekte werden dadurch beschleunigt.
    Und nicht nur, dass zu viele kaum noch zur Arbeit kommen, wenn nicht nur der Sprit dramatisch steigt. Alle auf H4 Niveau werden dann angepasst werden müssen. Erheblich mehr knapp über dem heutigen H4 müssen dann aufstocken, Auch die etwas mehr haben, ein Auto , 1 Kind können nicht mehr wie bisher Leben. Inkl. Sportvereine, Konsum etc
    Ein Großteil der Industrie kauft hohe Mengen an Material und Rohstoffe in Dollar. etc etc etc
    Ich denke das wäre der Schuss in die Schläfe.
  5. #134

    Zustimmung

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    So langsam beschleicht auch mich als Nicht-Euro-Kritiker, dass das gesamte Projekt "Euro" nach zehn Jahren am Ende ist. Vielleicht sollte eine Partei den Mut haben, die DM wieder einzuführen.

    Ob wir dann noch für eine Pizza 18.- DM bezahlen, für einen Einkauf 200.- DM und für den Liter Treibstoff 3,20 DM wage ich irgendwie zu bezweifeln...

    DH
    Wer nämlich denkt das die DM da eingesetzt werden kann wie damals, der ist nicht mehr ganz in dieser Welt.
    Den ewig gestrigen der DM sei gesagt : auch die DM wäre instabil bei der heutigen Marktlage und Konjuktur.
  6. #135

    Nicht objektiv 2. Teil

    Die Probleme verkaufen sich viel besser. Wie z.B. die Krise in der Baubranche, deren wirtschaftliche Gewichtung von annähernd 11,5% des PIB auf nunmehr 7% abgestürzt ist und damit diese adverse Situation kräftig alimentiert hat. Oder die hohe Arbeitslosigkeit: z.B. Jugendarbeitslosigkeit 50% ! Wenn man genau hinschaut stellt man jedoch fest, daß unter den gut ausgebildeten, qualifizierten jungen Menschen „lediglich“ 11,5% arbeitslos sind. Das ist immer noch viel, aber nicht zu vergleichen mit der o.g. Ziffer. 75% der jungen hochqualifizierten Fachkräfte, die nun das Land verlassen, sind nicht arbeitslos sondern eher unterbezahlt oder überqualifiziert. Das zeigt eben das zweite große Problem Spaniens; das Bildungssystem. Es ist zu teuer, wenig effizient und korreliert schlecht mit der Realwirtschaft und deren Job-Nachfrage. 30% der Jugendlichen haben in den letzten 12 Jahren die Schule vorzeitig abgebrochen, um das schnelle Geld auf dem Bau zu verdienen. In einer effizienten, gut organisierten Bildungs-und Ausbildungsstruktur wäre dies undenkbar gewesen. 22% Arbeitslosigkeit ! Auch hier muß man genauer hinschauen, denn das ist das dritte große Problem der spanischen Wirtschaft; ein verkrusteter und unflexibler Arbeitsmarkt hat in Spanien eine Schattenwirtschaft herangezüchtet, die nach neuesten Berechnungen bei ungefähr 30% des BIP liegt. Man schätzt, daß die tatsächliche Quote inaktiver, also wirklich arbeitsloser Arbeitnehmer bei ca. 9 % liegt. Allein eine Halbierung der Schwarzarbeit in Spanien würde ca. 2 Mio. neue Arbeitsplätze entstehen lassen und Steuermehreinnahmen in Höhe von ca. 38 Milliarden €uro jährlich nach sich ziehen. Es gibt noch viele andere Punkte, die man hier aufzählen könnte. Aber allein diese drei großen „Baustellen“ zeigen im Wesentlichen, welcher Handlungsbedarf besteht, aber auch welche Potenziale in diesem Land stecken. Die neue Regierung geht nun diese Probleme mit dem größten Reformpaket der spanischen Geschichte an. Man kann über das eine oder andere Detail streiten aber Fakt ist, daß hier ein Reformtempo an den Tag gelegt wird, das man vor einigen Jahren niemals für möglich gehalten hätte. Eine Schuldengrenze in der Verfassung fixiert, eine radikale Arbeitsmarktreform, eine radikale Konsolidierung des Bankenwesens, Reformen des Gesundheits-und Bildungssystems, Komprimierung kommunaler Institutionen usw. Der Lohn dafür kann doch nicht eine permanente Diskreditierung der Regierung und die Gleichstellung mit einem maroden, unproduktiven und von Korruption und Vetternwirtschaft perforierten griechischen Modell sein. Das ist einfach unseriös. Man tut damit nicht nur den 48 Mio Spaniern Unrecht, sondern im Grunde auch den knapp 400 Mio Europäern.
  7. #136

    Chronisch krank

    Sparen heisst per se: weniger oder kein Geld ausgeben. Was wir erleben, ist der Versuch zu bremsen, bei gleichzeitigem Gasgeben. Dann "verreckt" der Motor, ganz einfach. Um das zu verhindern, gibt es die EZB, die Gelddruckmaschine. Sie pumpt und pumpt Mio. -Mrd. -Bil. egal, was eben so gebraucht wird, damit der Kreislauf des Wahnsinns weiter sich dreht. Es ist -von der Logik her- nur eine Frage der Zeit, bis der Kollaps da ist. Auweia, dann kommt sie, die Stunde der Wahrheit. Und die kranke, aufgeblähte EU zerfällt in die "Kerngruppe" und die loser. Die Illusion, von den "Vereinigten Staaten von Europa" ist eben genauso, wie das vereinigte Deutschland als "Blühende Landschaft". Beides sind und waren die Visionen des Oggersheimers, beides ist nur Schall+Rauch. Das System ist gescheitert, will es aber partout (noch) nicht zugeben. Da hilft kein Rettungsschirm, liebe Macher, zur Wahrheit gibt es keine Alternative.
  8. #137

    Kritik an den Medien

    Wie auch schon die Begriffe "Elite", "Gerechtigkeit" oder "Sparen" wurde nun auch der Begriff "Rettung" von der Politik instrumentalisiert und bewusst falsch verwendet. Bei der politischen Rettung handelt es sich um ein Spiel auf Zeit (man rettet sich über seine Legislaturperiode) und bei der echten Rettung handelt es sich um das Abwenden einer Gefahr.

    Die einzige Frage, die ich mir stelle ist wieso bestens ausgebildete Journalsisten nur die Politiker zitieren statt die Aussagen in korrektes Deutsch zu übersetzen. Das wäre die oft zitierte journalistische Hauptaufgabe der Aufklärung der Leserschaft! Das bewusste Verwenden von anders definierten Begrifflichkeiten hat in der Politik Metode und sollte nicht von denjenigen, die unsere Sprache korrekt verwenden sollten um uns Sachverhalte zu erklären einfach unkritisch übernommen werden.
  9. #138

    ...

    Zitat von xhoch2 Beitrag anzeigen
    Was haben wir doch für Anfänger in Politik und Wirtschaft. Es ist nicht zu fassen!
    Schäuble weiß genau was er macht. Nur dem dummen Volk darf die Wahrheit nur in homöopathischen Dosen serviert werden. Es könnte sonst "unruhig" werden.
    Die Schuldengemeinschaft ist da, aber darf natürlich nicht so genannt werden. Deshalb wird verschleiert, Halbwahrheiten serviert und glatt gelogen. Eigentlich sacher der Opposition da gegenzuhalten. Aber eine schlag- und handlungsfähige Opposition fehlt ja, sie macht im Gegenteil beim bösen Spiel mit.

    Demokratie 2012. Merkel ist wirklich die richtige Person für den Kanzlerstuhl - niemand erwartet daß die Fraun auch nur einmal ehrlich ist. was beschweren wir uns ? Die Bankenrettung funktioniert doch bestens :)
  10. #139

    1 billion...1 monat

    interessant: eine billion schafft also genau für einen monat ruhe?!?

    das sind ja nur 33 milliarden am tag, oder 66 euro pro tag pro eu-bewohner.

    ein schnäpppchen!

    wieso läuft es eigentlich in den ländern, die nach dem zusammenbruch des euro eine bessere, härtere währung erwarten, aslo d, nl, a, finl. wirtschaftlich besser und in den ländern, die nach dem eurozusammenbruch eine weichwährung erwarten so schlecht?

    vielleicht weil die hartwährungserwartungsländer ihre euro ausgeben solange es überhaupt noch ware gegen euros gibt und die anderen ihre euros stapeln, weil es für drachmen, pesetas und escudos gar nichts mehr zu kaufen geben wird?

    das wär doch mal ne frage für unsere astrologen-ökonomen.


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