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Euro-Bonds-Debatte: Merkel vermeidet das hässliche B-Wort
Auch auf dem Arbeitgebertag hat es der Besuch aus Brüssel versucht:*den Deutschen die Ausgabe von gemeinsamen Staatsanleihen schmackhaft zu machen. Doch die*Kanzlerin bleibt bei ihrem strikten Nein - und hat bei ihrer Replik auf Euro-Bonds-Kommissar Olli Rehn die Lacher auf ihrer Seite. *
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799315,00.html
- #40 23.11.2011 08:55 von
Euro-Bonds
Es ist ja nicht so, daß uns die Euro-Bons nicht auch nützen würden. Einfach den Rest an Haushaltsdisziplin über Bord werfen und billiges Geld aufnehmen. Wenn wir dann wieder unsere Infrastruktur, Schulen usw saniert haben, die Brocken hinschmeißen und ebenfalls drei Finger heben.
- #41 23.11.2011 08:55 von
Euro Bonds
Am Ende gibt Merkel mal wieder nach und Deutschland muss für die Verzögerung wesentlich mehr bezahlen! So hat diese Regierung während der gesamten Finanzkrise gehandelt!!
- #42 23.11.2011 08:58 von
Voraussichtlicher Zinssatz für Eurobonds
Aktuelle Zinssätze für 10-jährige Staatsanleihen in der Euro-Zone:
Griechenland: 28,8 %
Portugal: 11,3 %
Irland: 8,14 %
Italien: 6,76 %
Spanien: 6,6 %
Belgien: 5,01 %
Frankreich: 3,56 %
Österreich: 3,51 %
Finnland: 2,68 %
Niederlande: 2,54 %
Deutschland: 1,92 %
BIP in Mrd. USD (2007):
Griechenland: 362
Portugal: 219
Irland: 257
Italien: 2093
Spanien: 1430
Belgien: 447
Frankreich: 2567
Österreich: 371
Finnland: 245
Niederlande: 761
Deutschland: 3302
Euro-Zone gesamt: 12054
Zum Vergleich USA: 13816
BIP-gewichteter Zinssatzanteil pro Gesamt-BIP der Euro-Zone:
Griechenland: 0,856 %
Portugal: 0,205 %
Irland: 0,174 %
Italien: 1,174 %
Spanien: 0,799 %
Belgien: 0,186 %
Frankreich: 0,758 %
Österreich: 0,108 %
Finnland: 0,054 %
Niederlande: 0,160 %
Deutschland: 0,526 %
Voraussichtlicher Zinssatz Eurobonds: 5,009 %
Zum Vergleich USA: 1,96 %
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Eurobonds „ganz viel Vertrauen“ schaffen, dürfte der Zinssatz kaum unter 4 % fallen, was bedeutet, dass die Refinanzierungskosten für den deutschen Staatshaushalt sich mehr als verdoppeln würden. Selbst für Frankreich und Österreich ergäben sich noch leichte Nachteile durch die Eurobonds und allein Spanien, Italien, Irland, Portugal und Griechenland hätten die Vorteile.
Erschwerend kommt hinzu, dass man sich um die Verwendung des durch die Ausgabe der Eurobonds geliehenen Geldes streiten wird wie die berühmten „Kesselflicker“. Denn zum einen gibt es in der Euro-Zone kein einheitliches Steuerrecht, obwohl dann alle Steuerzahler der „Europäischen Währungsunion“ für die Eurobonds haften, und zum anderen wird gerade in den Ländern das Geld am dringendsten gebraucht, in denen zuvor der Zinssatz höher war, sodass die Steuerzahler, in denen zuvor der Zinssatz niedriger war, dann auf die berühmten „Barrikaden“ gehen.
Besser ist es, keine weiteren Gedanken an den Unsinn zu verschwenden und rechtzeitig den Verstand einzuschalten:
http://opium-des-volkes.blogspot.com...vestition.html - #43 23.11.2011 09:57 von
Zumindest aus ihrer Sicht macht die Chefin es richtig.
Also schauen wir doch einmal. Frau Merkel hält eisern am Euro fest, sie hält ein Scheitern der gemeinsamen Währung für kontraproduktiv zu einer weiteren Entwicklung Europas.
Soweit so gut oder eben auch schlecht, wie man es gerade sieht.
Aber, die Struktur des Euro ist noch genau die unverändert Instabile, wie seit seiner Einführung.
Und dass muss zunächst natürlich geändert werden, bevor sich Fr. Merkel auf Abenteuer einlässt. Und da zur Zeit alle Bremser ernsthaft in einer Krise stecken, kann sie über diesen Hebel die notwendigen Vertragsänderungen durchzwingen oder es ist sowieso alles aus, mit der Maus oder hier dem Euro.
Und wie ich sie kenne, wird sie ihr Ziel erreichen und zwar in für europäische Verhältnisse in bemerkenswert kurzer Zeit!!
Erst danach, wenn die Verträge tatsächlich Stabilität versprechen, wird sie den Eurobonds oder wie auch immer die Dinger heißen mögen, zustimmen.
Jedenfalls würde ich es an ihrer Stelle so machen.
Leider haben sich die Euroländer bisher nicht sonderlich um die Euro-Verträge gekümmert, also wäre es immer noch ein Wagnis, aber ich schätze, sie wird es eingehen.
Also, es bleibt spannend. - #44 23.11.2011 10:29 von
- #45 23.11.2011 14:57 von
Norbert Walter
Norbert Walter hat sich unlängst in einem Interview mit dem Schweizer Magazin "Cash" darüber mokiert, dass Teile der deutschen Wirtschaftselite sich mit ihrem Anti-Euro Kurs selbst ins Knie schiessen. Er hat es so formuliert, dass manchen "Größen" der deutschen Wirtschaft das nötige Wissen und Kompetenz fehlt, um überhaupt mitzureden zu können.
Ich glaube, Frau Merkel täte auch gut daran, bei Prof. Krugman statt bei H-W. Sinn ihre Wissen aufzufrischen. - #46 23.11.2011 20:16 von
masc672
NATÜRLICH Sie haben Recht und doch, der R.Schirm, da stand in Spiegel, Focus, die Deutschen würden alles in allem über 400 Milliarden bringen müssen und da dann die Zinsen für alle gleich machen, bei ungleichen Risiken--- da würden wir aber erheblich mehr bezahlen müssen.
Käme dann noch der HEBEL hinzu---- da braucht man dann, so glaube ich, überhaupt nicht mehr an zurückzahlen Denken. Wir können ja die 2.2 Billionen sowieso nicht zurückzahlen. - #47 23.11.2011 20:24 von
Freiwirtschaftler DANKE
--
Da haben Sie aber Ihre Hausafgaben sehr gut gemacht.
Die 12 Billionen gesammt Schul der EU,habe ich Gestern so geschätzt
Ihr letzter Satz ist die einzig Richtige Antwort:
Besser ist es, keine weiteren Gedanken an den Unsinn zu verschwenden und rechtzeitig den Verstand einzuschalten:
Aber haben Politiker einen? Die Grünen sind ja heute im Bundestag ja ganz von der Rolle gefallen, denke ich
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