DPABauern dürfen Saatgut künftig selbst verkaufen - auch wenn es amtlich nicht zugelassen ist. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden und damit die Macht der großen Agrarkonzerne gebrochen. Landwirte jubeln: "Ein unglaublicher Sieg für Bauern und Verbraucher."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...844019,00.html
Zweiflern empfehle ich mal den Dokumentarfilm "Food Inc." bezgl. der unverschämten Praktiken von Monsanto bei Saatgut.
Hab ich auch gedacht. Man blickt zwar nicht wirklich hinter die Zusammenhänge, aber ich staune immer mal wieder über solche Entscheidungen aus dem stark Lobby-gesteuerten Brüssel.
Es fällt auf, dass immer wieder auch gute Maßnahmen von dort kommen.
Muss ja auch mal gesagt sein, in Zeiten der permanten Europa-Kritik.
Super, genau so muss es sein, endlich mal was Positives von der EU, ich hab schon gar nicht mehr daran geglaubt ! Hallelujah .....
Als Aktionär von Bayer, Monsanto und Syngenta kann ich nur sagen: Enttäuschend. Erstens die Geschichte nicht kompliziert genug gemacht, so dass die EuGH-Richter tatsächlich begriffen haben, um was es eigentlich geht. Wenn sich das schon nicht verhindern ließ, wieso konnte man die paar Hansel nicht beizeiten kaufen? Zweitens die Presse nicht im Griff. Da kommt Spiegel Online daher und wertet diesen gesetzgeberischen Ausrutscher auch noch als Erfolg. Dabei hätte man das jetzt so schön ausschlachten können, dass uns ohne Patentschutz aufs unfruchtbare Monsanto-Genmanipulationssaatgut der akute Hungertod bedroht. Millionen werden sterben!
Mann, mann, mann, das können die Banker aber besser. Die entsenden Praktikanten in die entscheidenden EU-Kommissionen, die gleich vor Ort Nebelkerzen werfen und den Politkasperles die Hand beim Gesetze schreiben führen. Wo ein Gesetz ist, braucht der EuGH nämlich gar nicht mehr antreten. Und die Presse haben die auch schön im Griff. Wenn die Gewinne der Banken in Gefahr geraten, dann warnen die stets kritsischen Medien sofort vor dem drohenden Kollaps.
bei dem man nicht halb in die Systemüberwindung fällt.
Es gibt schlicht kein Saatgut Monopol von bösen Konzernen. Es gibt hingegen eine EU Richtlinie wonach Saatgut offenbar in ein Register eingetragen werden muss. Das ist also der dummen Bürokratie geschuldet, die diese kostspielige Hürde aufgebaut hat.
Diese ist nun aber beseitigt und das finde ich persönlich gut.
Man muss wohl hier streng zwischen den Lobby-gesteuerten EU-Beamten / -Politikern und den doch recht unabhängigen EU-Richtern unterscheiden.
Dass unabhängige Richter den Politikern absolut nicht passen, sieht man derzeit sehr schön am Thema Bundesverfassungsgericht vs. Euro-Rettungspakete
sondern höchstens die Minderheit der sogenannten Ökobauern und die wirtschaftlich unretablen Kleinstbetriebe.
Diese Falsch-Darstellung durch SPON beruht auf der einseitigen Wahrnehmung und Beurteilung der gerne zitierten Öko-Landwirte.
Vielleicht sollte mal die Stellungnahme der wirklichen Bauernvertretung, des deutschen Bauernverbandes eingeholt werden.
Im Prinzip stellt diese Aufhebung der Zulassungspflicht einen Rückschritt dar, der sicherlich die Macht der Saatgutkonzerne schwächt, gleichzeitig aber auch die Effizienz der Nutzpflanzenentwicklung, die in den letzten Jahrhunderten für eine ausreichende und kostengünstige Versorgung unserer Bevölkerung mit Nahrungsmitteln gesorgt hat.
Das ist etwa so, als könnte man alle alten Autos zukünftig ohne TÜV und Zulassung unbeschränkt nutzen.