EuGH-Urteil: Ausländische Saisonarbeiter bekommen Kindergeld

Der Europäische Gerichtshof stärkt die Rechte von Wanderarbeitern. Die Richter gaben zwei Polen recht, die in Deutschland vergeblich Kindergeld beantragt hatten. Das Geld stehe ihnen zu, so das Urteil - auch wenn sie in ihrer Heimat bereits Leistungen beziehen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...838344,00.html
  1. #90

    Zitat von sara100 Beitrag anzeigen
    Was schreiben Sie denn bitte für ein Unsinn?.
    selbstverständlich bekommen Sie in anderen Ländern was wenn Sie dort arbeiten.
    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das Sie jemals für 2,50 14 Stunden in Rumänien oder sonst wo Spargel stechen !!.

    Also immer schön die Füße still halten.
    Ich glaube zum teil wird hier auch vergessen, das diese Länder unserer Gastarbeiter gar nicht den Euro haben. Rechnet doch mal den Euro, das was die hier verdienen, in deren Währung um; dann haben die richtig Zasster. :) und nur deswegen machen die das! Wenn Polen und co auch erst mal den Euro haben, ist das vorbei. Dann machen die sich hier auf dem Spargelfeld auch nicht mehr den rücken krumm! :)
  2. #91

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Ich bekomme eben keine Werbekostenpauschbeträge ausgezahlt, wenn ich unter sagen wir 400 Euro im Monat verdiene, auch wenn ich Werbekosten nachweisen kann.
    natürlich nicht. werbungskosten "bekommt" man nicht ausbezahlt, sondern sie werden auf das zu versteuernde einkommen angerechnet. mit 400 euro im monat zahlen sie aber keine steuern, weil ihnen das EXISTENZMINIMUM STEUERFREI gestellt wird. keine einkommenssteuern heißt also, keine werbungskosten. das kindergeld dagegen bekommen sie, weil sie von ihrem einkommen den lebensunterhalt der kinder bestreiten und dafür zumindest mehrwertsteuer und umsatzsteuern bezahlen, z. b. 19% auf windeln. diese steuern auf das existenzminimum des kindes bekommen sie als "kindergeld" zurück. die nationalität ist dabei unerheblich.

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Insofern ist das Kindergeld bei geringfügigen Einkommen eine Sozialleistung und keine (vorweggenommene) Steuerrückzahlung zur Sicherung des Existenzminimums.
    genau das ist falsch. da für alle waren steuern bezahlt werden, ist das kindergeld in JEDEM fall eine steuerrückzahlung für das existenzminimum. auch kinder leben nämlcih von waren, nicht nur sie selbst!

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Das erkennen Sie auch daran, dass die Kindergeldhöhe nicht gleich ist, sondern mit zunehmender Kinderzahl steigt, obwohl die Kosten pro Kind eher sinken oder gleich bleiben.
    die kosten pro kind sinken überhaupt nicht und deshalb bekommt jedes kind das gleiche kindergeld. jedes kind braucht für sein existenzminimum im schnitt die gleichen waren und dienstleistungen, die zu versteuern sind. das gilt auch für die kinder von ausländern, die in deutschland geld verdienen.
  3. #92

    Zitat von keppler Beitrag anzeigen
    dürfte klar sein: die Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa geht primär zu Lasten Deutschlands. So hatte man sich ein vereinigtes Europa natürlich nicht vorgestellt.
    wer ist "man"? Vielleicht Sie.

    Machen Sie doch mal 'ne Rundfrage bei den anderen, ob die sich das vereinigte Europa so nicht vorgestellt hatten?

    Wie war das noch mit der NATO? USA drin, SU draußen, Deutschland unten.

    EU ist das ganze ohne USA. Die bestimmen hierbei etwas subtiler mit.
  4. #93

    Dann fehlt aber noch...

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    ... endlich das Kindergeld abzuschaffen. Wenn es nur noch die Steuerfreibeträge für Kinder gäbe, könnte man einige Milliarden einsparen. Rechtlich wäre es problemlos, da nur das Existenzminimum steuerfrei bleiben muß. Konkret kann das Kindergeld abgeschafft werden ,nicht jedoch die Steuerfreibeträge für das Existenzminimum. Wer also keine Steurn bezahlt, bekommt also nichts, was steurrechtlich gesehen in Ordnung ist
    ... dass die Kinder (egal ob deutsch oder nicht) in Deutschland leben müssen. Weil hier einfach die Lebenshaltungskosten höher sind, wonach sich das Existenzminimum ja richtet. Dann wär das Ding einigermaßen gerecht.
  5. #94

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    Das Existenzminimum wird mit dem Kinderfreibetrag steuerfrei gestellt. Je geringer das Einkommen, desto geringer dessen Wirkung. Weil es aber in Deutschland nicht sein darf, dass nur die Steuern sparen, die Steuern zahlen, bekommen alle, die nicht genug verdienen statt Steuerersparnis das Kindergeld.
    das ist ein mythos, der nicht stimmt. den kinderfreibetrag bekommen nur leute, deren einkommen höher ist, als sie durch das kindergeld bekommen würden. je reicher man ist, desto höher ist das existenzminimum des kindes, nimmt der staat zumindest so an. ob das so richtig ist, kann man schon hinterfragen. das kindergeld ist aber das absolute minimum, das für jedes kind steuerfrei gestellt werden muss. sie können doch nicht erwarten, dass kinder für jede windel auch noch die mehrwertsteuer bezahlen, obwohl sie gar kein eigenes einkommen haben. die eltern dagegen bekommen fürs eigene existenzminimum die freibeträge.

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    Die Lösung wäre einfach: Kindergeld abschaffen. Statt dessen darf jeder 8.000 pro Kind verdienen (Existenzminimum des Kindes), ohne darauf Steuern zu zahlen.
    dann würden arme kinder steuern bezahlen, reiche aber nicht. was soll dadran gerecht sein?

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    Natürlich auch Wanderarbeiter. Das gesparte Kindergeld könnte man zum Teil für die noch verbleibenden Steuerausfälle nutzen und ansonsten in Infrastruktur stecken. Schulen beispielsweise...
    das ist unsinn. das kindergeld hat nix mit schulen oder infrastruktur zum tun. es handelt sich um die steuern fürs existenzminimum. wer fordert, dass das existenzminimum armer kinder über die mehrwertsteuer zum versteuern ist, das reicher kinder über den freibetrag aber nicht, der befindet sich nicht auf dem boden des grundgesetzes. das gilt für in- und ausländer, die hier arbeiten.
  6. #95

    111

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    es gibt keine eu subventionen. der stundenlohn liegt im schnitt bei ca. 6,50 euro in diesem jahr für extrem harte körperliche arbeit. ich zahle einen teil des geldes nach leistung. ein guter spargelstecher schafft locker 10 kg die stunde, die man am stand für 60 euro verkaufen kann. davor muss man aber den spargel auch noch setzen, pflegen, sortieren, waschen etc. 4 euro fürs pfund sind schon kampfpreise, die sich nur in guten jahren und bei guten stechern lohnen.
    Sie verkaufen 10 kg für 60 Euro und halten 4 Euro/Pfund für einen Kampfpreis?
  7. #96

    (!)

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    "Die Luxemburger Richter entschieden nun, ... Eine Verrechnung mit Ansprüchen in einem anderen EU-Staat ist dagegen erlaubt."

    also heißt das, den polnischen wanderarbeitern steht nicht mehr, aber auch nicht weniger als den hiesigen arbeitnehmern zu - damit kann ich gut leben.
    Wenn Wanderarbeiter so "teuer" sind wie ansässige Arbeitnehmer, dann verhindert das Billgkonkurrenz und ist richtig!

    Ebenso sollten Sozialabgaben und MWSt in den anderen EU Ländern (langsam) angehoben werden.

    Damit können dann auch Steuerschlupflöcher wie Griechenland geschlossen werden.

    Eine unabhängige EU Steuerbehörde wie in Deutschland würde das Bild abrunden und Panikattacken wie in den letzen 12 Monaten verhindern helfen.
  8. #97

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    ... dass die Kinder (egal ob deutsch oder nicht) in Deutschland leben müssen. Weil hier einfach die Lebenshaltungskosten höher sind, wonach sich das Existenzminimum ja richtet. Dann wär das Ding einigermaßen gerecht.
    deshalb werden ja die leistungen im ausland angerechnet.
  9. #98

    Sicher?

    Zitat von keppler Beitrag anzeigen
    dürfte klar sein: die Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa geht primär zu Lasten Deutschlands. So hatte man sich ein vereinigtes Europa natürlich nicht vorgestellt.

    Doch, ganz genau so hat man sich die EU vorgestellt: Die blöden Deutschen zahlen für alles und jeden.
  10. #99

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Das Kindergeld muss nicht Zwangsläufig das deutsche sein.
    Wieso sind die Wanderarbeiter die Gewinner. Werden die dadurch reich? Reich werden da ganz andere. Die können Sie als Gewinner bezeichnen.
    Doch, es geht hier ganz genau darum, dass Kindergeld vom deutschen Staat beantragt werden kann.
    Und natürlich kassiert nicht nur der Arbeitgeber, wenn er den Wanderarbeitern Hungerlöhne zahlen sollte, sondern diese kassieren dann den deutschen Steuerzahler ab.
    Der Durchschnittslohn z.B. in Rumänien beträgt 371 Euro im Monat. Für 6 Kinder bekommt man in Deutschland 1.203 Euro Kindergeld, also zusätzlich zum Lohn mehr als das dreifache an Zusatzgehalt vom deutschen Steuerzahler, als man daheim verdient. Für 1.203 Euro vom deutschen Staat ist dann so ein Wanderarbeiter gerne bereit, sich auch vom Arbeitgeber ausbeuten zu lassen, arbeitet notfalls kostenlos.
    Wenn er dann die Familie nach D holt, bekommt er sogar Hartz4 mit über 3.000 Euro im Monat, das ist mehr als das siebenfache des Einkommens zu Hause.
    Das System ist so irre, das es zusammenbrechen wird. Gerne kann ich noch weitere Zahlen liefern, aber leider sind viele hierzulande völlig realitätsresistent und hassen Fakten.
    Sogar SpiegelTV hat darüber berichtet.