EuGH-Entscheidung: Unisex-Urteil treibt Beiträge hoch

Versicherungen dürfen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterscheiden - euphorisch stimmt das kaum jemanden. Verbraucherschützer fürchten höhere Beiträge,*die Versicherer bangen um ihr ganzes Geschäftsmodell. Das beruht nämlich auf Diskriminierung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...748413,00.html
  1. #1

    -

    So unnötig wie ein Kropf - nutzen tut es niemandem wirklich.
    Die Versuche, alles Diskriminierende (bzw. als Diskriminierend empfundene) mittels Gesetzgebung zu beheben, waren in allen vorigen Fällen schon fragwürdig genug, dies Ergebnis allerdings, resultiert nun wirklich alleinig aus Prinzipienreiterei.....
  2. #2

    Diskriminierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das beruht nämlich auf Diskriminierung.
    "Diskriminierung" bedeutet eigentlich nichts anderes als "Unterscheidung".
    Leider hat der "politisch korrekte" Sprachgebrauch der Medien daraus beinahe eine strafbare Handlung gemacht.
  3. #3

    "treibt Beiträge hoch" - Eben nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versicherungen dürfen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterscheiden - euphorisch stimmt das kaum jemanden. Verbraucherschützer fürchten höhere Beiträge,*die Versicherer bangen um ihr ganzes Geschäftsmodell. Das beruht nämlich auf Diskriminierung.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...748413,00.html
    Die Beiträge werden für einige steigen aber für andere sinken. In der Summe werden die Beiträge ebenso wie die damit zu regelenden Zahlungen gleich bleiben.
    Was hier stattfindet ist eine gerechtere Lösung die verhindert das Versicherungen nur die Rosinen rauspicken.
    Wer da behauptet das dadurch insgesamt die Beiträge steigen sollte mal in ein Einführung in die Volkswirtschaft reinschauen.
  4. #4

    Das ist aber ungerecht

    -nun dürfen die versicherungen keine besonderen brötchen zum geldverdienen backen.--Seit längerem ist bekannt das sich die verhaltens weisen von männlein und weiblein immer weiter angleichen.Der konsum von tabak und alkohol sowie der steß bei der arbeit gleichen sich uni-sex an.--Da hätten die
    versicherungen sowieso demnächst neu rechnen müssen.--Also bitte kein geschrei; die armen versicherungen werden schon einen ausweg finden.-Klar zu ihrem vorteil.
  5. #5

    Danke EU!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versicherungen dürfen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterscheiden - euphorisch stimmt das kaum jemanden. Verbraucherschützer fürchten höhere Beiträge,*die Versicherer bangen um ihr ganzes Geschäftsmodell. Das beruht nämlich auf Diskriminierung.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...748413,00.html
    Verdammte EU - sinnloser Bürokraten-Haufen! Freue mich schon auf die nächste Klagewelle, wenn sich die Alten und Kranken beschweren, dass sie nicht mehr oder nur gegen Mehrbeitrag in Versicherungen aufgenommen werden.

    Danke auch an diesen Staat, der bei der Wehrpflicht 50 Jahre über Gleichberechtigungsgedöns hinweggesehen hat. Die gestohlenen, unterbezahlten Monate hätte ich jetzt auch gerne (monetär) ersetzt bekommen.
  6. #6

    Transparenz fördern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versicherungen dürfen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterscheiden - euphorisch stimmt das kaum jemanden. Verbraucherschützer fürchten höhere Beiträge,*die Versicherer bangen um ihr ganzes Geschäftsmodell. Das beruht nämlich auf Diskriminierung.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...748413,00.html
    Die luxemburger Entscheidung geht voll in Ordnung.
    Es begann einmal mit Beamtentarifen mit selten belegbarer Rechtfertigung und setzte sich mit einer irrwitzigen Tarifvielfalt in der KFZ-Versicherung fort.
    Später kam dann die Geschlechtertrennung, als Nichtrauchetarife schon wieder eingestellt wurden.
    Sonderbedingungen und Ausnahmen in einem Versichertenkollektiv haben immer auch eine unsolidarische Komponente. Mittels solcher Tariflabyrinthe, versuchen die im scharfen Wettbewerb stehenden Gesellschaften, immer wieder neue Nischenstrategien zu fahren, die schlussendlich nicht kundendienlich sind.
    Es wäre den "Europäern" zu empfehlen, über die Diskriminierungsfrage hinaus, auf ein höhere Tariftransparenz privater Versicherungsverträge zu drängen.
  7. #7

    Apropos Diskriminierung

    Werden möglicherweise Männer sich künftig Hoffnungen machen können, dass sie beim Sorgerecht nicht mehr diskriminiert werden nach dem Motto, das Kind gehört zur Frau?
    Werden Männer in Parkhäusern nicht mehr diskriminiert durch Einrichtung bestimmter Frauenparkplätze?
    Werden Männer bei Einstellungen im öffentlichen Dienst nicht mehr dikriminiert durch Bevorzugung der weiblichen Bewerber?
    usw. usf.
  8. #8

    Unfassbare Gutmenschen-Ethik

    Versicherungen bewerten Risiken. Und die sind in verschiedenen Menschen-Gruppen für verschiedene Risiko-Bereiche eben unterschiedlich.
    Deshalb dürfen auch keine Extremsportarten wie Bergsteigen, Mountain-Biking oder Gleitschirmfliegen in der normalen Krankenversicherung mit versichert werden.

    Wo wird also die Eurobürokratie Anti-Diskriminierungsgesetze auch hierfür erlassen? Für Spaziergänger, Fussballer oder doch auch für Mountain-Biker und Gleitschirmflieger?

    Und es ist eben so, dass von den Fahrern von bestimmten Landkreisen weniger Unfälle produziert werden, als von bestimmten Stadtbewohnern.
    Ebenso werden Frauen i.a. älter - aus welchen Gründen auch immer.
    Wenn hier Gleichmacherei für Wirtschaftsverträge von den Brüsseler Bürokraten befohlen wird, sind wir auf dem besten Wege in einen realsozialistischen Gleichmacherstaat dessen Wirtschaft und damit dessen Konsumenten von der Überregulierung in den historischen Rückschritt gegängelt werden.
  9. #9

    ohne

    Zitat von Spiegel-Beitrag
    Bei der staatlich geförderten Altersvorsorge dürfen bereits seit 2006 nur noch Unisex-Tarife angeboten werden. Männer müssen seitdem nur unbedeutend mehr zahlen, die Nachfrage nach Policen hat laut den Verbraucherzentralen nicht nachgelassen.
    Hab ich nicht, da ich mir ausgrechnet habe, dass sich das absolut nicht lohnt. Das ist wie wenn man sein Geld für 0,1% aufs Sparbuch legt. Damals hätte eine ganz normale Rentenversicherung OHNE Förderung mehr Rendite abgeworfen als die Riester-Rente. Eine Rentenversicherung ist aber ohnehin nicht das Gelbe vom Ei. Wenn Männer nun dort wirklich auch noch schlechter gestellt werden als bisher, damit mit ihren Beiträgen letztlich die Rente irgendeiner Frau subventioniert wird, die für weniger Einzahlung mehr und länger Rente bekommen soll, muss man als Mann vollends ein Depp sein, solche Versicherung noch abzuschließen.