Herr Schäuble spricht bzgl. BANKENAUFSICHT nochmals an, was bereits im Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen am 28.09.12 verabschiedet wurde (als Leitlinie für zukünftige Verhandlungen mit EU und Mitgliedsländern) - u.a. dass keine Altschulden von Banken im ESM "neutralisiert" werden dürfen. Über diesen Entschließungsantrag geht er insofern noch hinaus, dass er nun die Rolle der EZB (Interessenskonflikt) in Frage stellt. Gut so!------- Der andere Schauplatz ist die BANKENUNION: Hier versucht die EU- Kommission, die europäische Einlagensicherung durchzusetzen. Der Präsident des DSGV Fahrenschon hat dies aktuell in der wirtschaftswoche nochmals deutlich gemacht: ggfl. werde über die Bankenunion versucht (einheitliche europäische Richtlinie), durch die Hintertür Zugriff zu bekommen auch auf die deutschen Einlagensicherungssysteme. Auch dies wird im Entschließungsantrag abgelehnt. ----- Fraglich bleibt allerdings, wie weit diese Positionen unter zunehmendem Druck der EU Kommission, den Statements von EU Parlamentspräsident Schulz (die Abgeordneten wollten mehrheitlich die gemeinsame Einlagensicherung) und dem Meinungspool der Krisenländer durchzuhalten ist.
------ Die Befürworter einer schnellen (am besten morgen) Bankenaufsicht sprechen stets über die wichtige Kontrolle und nicht über den von den Krisenländern "angepeilten Geldfluß für ihre Banken". Die Befürworter einer schnellen Entscheidung zur Bankenunion sprechen von Vereinheitlichung, Strukturreformen aber nicht von ihrer hidden agenda der europäischen Einlagensicherung.
An diesen zwei Fronten wünsche ich Herrn Schäuble gutes Durchsetzungsvermögen und Ausdauer. Es geht um zig Milliarden, die wir vor dem Zugriff schützen müssen.
Herr Rajoy möge sich bitte weiter um seine bad bank kümmern und nicht auf den ESM schielen, Herrn Hollande ist die europäische Einlagensicherung auszureden etc....
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