Eindrucksvoller können die aus ganz Europa nach Brüssel abgeschobenen Pappnasen ja wohl nicht zeigen, dass sie völlig überbesetzt, unausgelastet, unterqualifizert und realitätsfern sind.
dapdPutzen statt Pädagogik? Einer EU-Verordnung zufolge sind Tagesmütter "Lebensmittelunternehmerinnen" - wie Restaurants oder Brotfabriken. In vielen Bundesländern müssen sie neuerdings strenge Hygiene-Regeln einhalten, die in Privathaushalten kaum umsetzbar sind.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828161,00.html
Eindrucksvoller können die aus ganz Europa nach Brüssel abgeschobenen Pappnasen ja wohl nicht zeigen, dass sie völlig überbesetzt, unausgelastet, unterqualifizert und realitätsfern sind.
Damit ist zum einen klar, dass die Kinder nur versorgt und nicht erzogen werden sollen.
Zum anderen frage ich mich, wann die Kinder nicht mehr draußen spielen dürfen, weil sie sich dreckig machen und mit allerlei Keimen und Ungeziefer in Berührung kommen könnten.
Ohne Zweifel: Lebensmittelhygiene ist wichtig, aber Sterilität gehört in den OP.
Dann sollten die zukünftigen Betreuungsgeldempfänger schon mal den Klempner beauftragen, um ein separates Waschbecken in Ihre Küche einbauen zu lassen. Und eine entsprechende Hygieneschulung buchen. Oder gilt hier etwas zweierlei Maß? Was für ein Schwachsinn - die kommen auf Ideen, diese Eurokraten, Mann, Mann!
Also diese Vollkasko-Mentalität ist unerträglich. Bald kommt es soweit, dass man die eigenen Kinder nur noch in Schutzkleidung betreuen darf. Sind die Kinder durch die ganzen Hygiene-Maßnahmen etwa gesünder? Nein, das Gegenteil ist der Fall: Allergien nehmen ständig zu und eine Ursache dafür ist übertriebene Hygiene. Mit dem normalen Leben hat das alles nichts mehr zu tun. Zuletzt wird alles verboten...
frage ich mich, wie die Menschheit es geschafft hat, die vergangenen Jahrhunderte ohne diese tollen Vorschriften zu überleben ohne von den bösen Keimen oder sonstigen Gefahren niedergerungen zu werden.
Diese Hygienerichtlinie ist leider nur ein kleiner Mosaikstein. Zu früheren Zeiten hat man mit Zunft- und Handwerksordnungen unliebsame Konkurrenz ferngehalten. Heute haben wir zwar angeblich Markt-, Niederlassungs-und Wettbewerbsfreiheit, dafür sorgt aber ein immer weiter wucherndes Dickicht an Vorschriften, Standards und Sicherheitsbestimmungen dafür, dass Kleinunternehmertum und Privatinitiative weitgehend unterdrückt werden und nur noch Profis und Großunternehmen die Märkte unter sich aufteilen.
Den Preis zahlt am Ende der Bürger und Verbraucher.
Der letzte Satz zeigt genau die Zielrichtung auf:
Das zeigen auch die Diskusionen letztens über die Rentenversicherungspflicht und die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung:
Es soll erschwert werden auf legale Weise sich seinen Lebensunterhalt mit selbstständiger Arbeit zu verdienen.
Ich schlage vor, dass die Bestimmungen für Tagesmütter auf alle anderen Mütter übertragen werden, damit auch hier unter gleichen Bedingungen gearbeitet werden kann. Vielleicht könnte man dann auch für das Unternehmen "Familie" noch die Sozialversicherungs- und Steuerpflicht einführen. Hoch lebe die Bürokratie!
Die EU-Bürokraten sind schon schlimm genug, aber was die übereifrigen deutschen Bürokraten auf ALLEN Gebieten daraus machen ist eine Katastrophe.
Das Grundprinzip ist natürlich klar:
Der Bürokrat und Politiker erstellt Richtlinien die das Maximum an Anforderungen an die Betroffenen darstellen, dann glaubt er die Verantwortung los zu sein.
Wie das dann in der Praxis für die Betroffenen und volkswirtschaftlich funktionieren soll interessiert ihn in keiner Weise.