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EU-Verordnung: Tagesmütter protestieren gegen neue Hygiene-Vorschriften
dapdPutzen statt Pädagogik? Einer EU-Verordnung zufolge sind Tagesmütter "Lebensmittelunternehmerinnen" - wie Restaurants oder Brotfabriken. In vielen Bundesländern müssen sie neuerdings strenge Hygiene-Regeln einhalten, die in Privathaushalten kaum umsetzbar sind.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828161,00.html
- #60 24.04.2012 10:53 von
- #61 24.04.2012 10:54 von
na super, dann sind ja kindertagesstätten wie restaurantküchen zu bewerten..
oder soll man sagen wie schlachtbetriebe?
Ein zusätzlicher waschtisch reicht dann aber nicht, denn die armatur muß einen verlängerten bedienhebel haben, ähnlich einer ärztearmatur. dazu dann eine handwasch-hygiene-kombination mit der notwendigen seife und pflegelotion.
das essen der kleinen muß dann die geforderten 70°C auf dem teller habe auch wenn sie sich den mund verbrühen, die gesetze sind nun mal so.
dann kommt noch die hygiene auf dem wc oder für den nachttopf, der selbstredent in einem autoklaven zu reinigen und zu sterilisieren ist.
Ein probates mittel sind da im haushalt auch steckbecken-hygienekombinationen, die passen in jeden haushalt, vorsorglich mit chemischer desinfektion denn bei der dampfdesinfektion können die lieben kleinen schon mal schaden nehmen. dafür muß die tagesmutter nur darauf achten daß die kleinen nicht von der chemie naschen aber das schafft sie schon, sie hat ja sonst nichts zu tun.
ach ich könnte über diese seegen aus brüssel noch stunden philosofieren - #62 24.04.2012 10:55 von
Das können Sie auch gar nicht verstehen, denn Sie werden gar nicht gefragt und haben auch nicht zugestimmt. Die, die da in die EU wollen, sind zum größten Teil Nutznießer, Wirtschaftsunternehmen und Abstauber und Abgehalfterte Politiker, die den Becher bis zum Grund leeren wollen. Wer z.B. als Bankster 1 Billion abstaube möchte, muss für die EU sein, denn normale Menschen würden den vergammeln lassen.
Wenn Politiker so rumgammeln, dann beschließen sie Gesetze, weil sie das schon, schlapp gerechnet seit 1960 machen, brauchen sie natürlich auch viel Phantasie und da das Geld auf der Straße liegt, heben sie es auf und machen flugs noch ein Gesetz, was auch ihren Kindern eine sichere Zukunft schafft. Familien müssen zusammen halten;o).
MfG. Rainer - #63 24.04.2012 10:56 von
Nicht die Brüsseler...
... haben das verbockt. Die EU hat Hygiene-Richtlineien für "Lebensmittelunternehmer/innen" erlassen. Die Berliner Regierung, allen voran CSU-Frau Ilse Aigner als Verbraucherministerin, fährt hier einen harten Kurs.
Man sollte nicht nur die Überschriften lesen, sondern auch den Artikel:
Die EU-Kommission lässt sogar durchaus Ausnahmen in solchen Fällen zu, wo "nur gelegentlich oder in kleinem Maße Lebensmittel zubereitet oder serviert" werden. Da bleibt das Berliner Ministerium aber strikt. - #64 24.04.2012 10:56 von
An den Unsinnsschreiben der Behörden an die Tagesmütter ist weder Brüssel noch Berlin schuld!
Die Umsetzung ist reine Ländersache.
Ich sehe keinen Grund, dass generelle Regeln, die für jede gewerbliche Speisenzubereitung gelten, für Kleinkinderessen ausser Kraft gesetzt werden soll.
Das zweite Waschbecken und der geflieste Boden ist dabei natürlich Humbug!
Wäre es so, dürfte ja schon lange keine normale "Fressbude" auf den Weihnachtsmärkten etc. existieren.
Wenn es für Tagesmütter plötzlich eine Überforderung darstellt, Kassenzettel zu sammeln, dürften diese bisher wohl eher Schwarzarbeit betrieben haben.
Oder wie haben die ohne Belege ihre Steuererklärung gemacht? - #65 24.04.2012 10:57 von
Ja super .. da die Tagesmütter aber Selbständige sind, bekommen sie in dem Fall .. 0,00€ ... und einige Leben von dieser Tätigkeit.
Es gibt aber noch viel mehr, was an diesem Tagesmutter-Modell sehr pervers ist!
Urlaubsanspruch 20 Tage im Jahr. Wird Urlaub über gesetzliche Feiertage genommen, werden diese ebenfalls abgezogen. Ja - für Tagesmütter gibt es keine Feiertage die sie als Brücktag nutzen dürfen. - #66 24.04.2012 10:57 von
Das Problem ist die aus Amerika importierte Vollkasko-Mentalität. Wann immer etwas ist, muss es einen Schuldigen geben. Und von diesem Schuldigen muss es ermöglicht werden, Kompensation zu erlangen. Dass sich diese dagegen schützen müssen, ist klar - aber das eigentliche Problem an der Sache ist doch: früher wurden Kinder einfach krank, hatten Verletzungen, und ab und an wars auch mal etwas schwerwiegender. Das war eben die Begleiterscheinung einer Kindheit. Heute wird bei jeder Verletzung gesucht, gegen wen man klagen könnte, wer evtl. die Aufsichtspflicht verletzt haben könnte. Bei jeder Krankheit werden Keimursachen gesucht, um vielleicht die Tagesmutter verklagen zu können.
Bezeichnend ist doch, dass wir früher noch geschimpft bekommen haben, wenn wir Kampfspuren aufwiesen - und nicht die Eltern des "Gegners" angerufen wurden. Und mit Handy aus dem Haus ist auch niemand gegangen. - #67 24.04.2012 11:01 von
wir sind selbst schuld!
Wenn sich das erste Kind mit dem Essen der Tagesmutter Salmonellen einfängt und das nicht überlebt, ist der Skandal fertig. Dann überschlagen sich die Zeitungen, Lanz macht eine Sondersendung, Tim Mäler erklärt, wie man Eier korrekt gart. Die Politik stürtzt sich von Hysterie getrieben in den bekannten Aktionismus um die Volksseele zu beruhigen.
Wen wundert die o.g. Regelung? Mich nicht! Wir sind selbst schuld! - #68 24.04.2012 11:02 von
Qualifikation
Ob nun Leiteranstellverordnung, Energieeinsparungsverordnung, und die allermeisten der neuen Gesetze und Verordnungen aus Berlin oder Brüssel … langsam sollten sich die Wähler - also WIR mal wirklich Gedanken machen ob es sinnvoll ist über eine Qualitätsnorm für Regierungsbeamte nachdenken, denn langsam glaub ich, dass hier vehement der Irrsinnus Stupidii Einzug gehalten hat.
Nicht, aber rein gar nichts hat Hand und Fuss, ist mit der Realität vereinbar und hat menschliches Format.
Wehrt euch - und legt es nicht ad acta! - #69 24.04.2012 11:03 von
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