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EU-Verordnung: Tagesmütter protestieren gegen neue Hygiene-Vorschriften

dapdPutzen statt Pädagogik? Einer EU-Verordnung zufolge sind Tagesmütter "Lebensmittelunternehmerinnen" - wie Restaurants oder Brotfabriken. In vielen Bundesländern müssen sie neuerdings strenge Hygiene-Regeln einhalten, die in Privathaushalten kaum umsetzbar sind.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828161,00.html
  1. #170

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Finden Sie es nicht richtig, dass jemand, der leicht oder grob fahrlässig die Gesundheit eines fremden Kindes schädigt oder sogar für den Tod verantwortlich ist, sich vor Gericht verantworten muss?
    Dazu reicht die momentane Gesetzeslage etwa nicht aus?
    Muss denn jede noch so kleine Nische mit Regelungen und Vorschriften erfasst werden?
    Gibt es denn keinen gesunden Menschenverstand mehr?

    ALLE neuen Politiker sollten dazu verpflichtet werden vor Antritt der neuen Stelle in der Verwaltung MINDESTENS 3 Monate in z.B. Suedamerika zu verbringen um mal ein bisschen Lebenserfahrung zu sammeln.
    Und ein bisschen "leben und leben lassen" zu lernen.
    Und solche Sachen wie z.B. dass man NICHT sofort stirbt, wenn man ein Speiseeis mit unterbrochener Kuehlkette isst.
  2. #171

    Zuviele Initiativen die unnötig sind

    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Keine Formulierung kann so allumfassend und so lückenlos sein, dass jegliche nur erdenklichen Aspekte beinhaltet sind. Das Problem liegt vielmehr in der grundsätzlichen Konstruktion.

    Aus Brüssel kommen offiziell nur "Richtlinien", keine "Gesetze". Diese müssen dann in allen 27 Mitgliedsländern abgenickt und in jeweiliges nationales Recht umgesetzt werden. Auf diesem Gesetzgebungsweg besteht jede Menge Spielraum für Interpretationen und Änderungen, aber auch für Schuldzuweisungen.
    Und "Schuld" ist laut Hänschen Klein mit Vorliebe immer die böse EU- "Diktatur", "EUdSSR" und so weiter. Auch deswegen, weil die "böse EU" sich ja kaum wehren kann. Nationale Politiker sind jeden Tag im Fernsehen. EU-"Bürokraten" fast nie.
    So wer die EU kritisiert is Hänschen Klein - zumindest bei Ihnen ?
    haben Sie sich denn mal mit INDECT beschäfigt, verstehen sie denn die Details der modernen digitalen Kommunikation, da überholt die EU nämlich die UdSSR und DDR schon deutlich.
    Sie führen die eigene Argumentation doch selbst ad absurdum mit der Formulierung und dem in Anführungszeichen setzen

    Aus Brüssel kommen offiziell nur "Richtlinien", keine "Gesetze". Diese müssen dann in allen 27 Mitgliedsländern abgenickt und in jeweiliges nationales Recht umgesetzt werden. Auf diesem Gesetzgebungsweg besteht jede Menge Spielraum für Interpretationen und Änderungen, aber auch für Schuldzuweisungen.


    Der Zwang kommt dann aber schon aus Brüssel und die Initiative kann in Brüssel oder einem (auch anderen) Mitgliedsland entstehen - aber per EU DIKTAT MÜSSEN die wie Sie es verniedlichen, "Richtlinien" umgesetzt werden - sonst drohen Strafen! Ohne EU wäre es im Land selbst nie zu einem Umsetzungschaos gekommen, weil nicht mal die hiesigen Schwachköppe der Bürokratie so ein Gesetz angegangen wären, denn der Bürger wohnt in der selben Straße! In der EU ist das anders - zigfache Anzahl an Gesetzen und Initativen - die Bürokratie vernichtet den nationalen Prozess der Problemfindung und gesetzlichen Regelung - viele Dinge sind gar kein Problem hierzulande, die EU zwingt uns aber dazu.

    Ein souveräner Staat kann ohne Krieg gar nicht von anderen Staaten "bestraft" werden - die EU hält sich bewusst gerne im Hintergrund und lässt die Drecksarbeit von den nationalen "Parlamenten" und Bürokratien erledigen ... das ist ABSICHT! Den so regiert es sich mit weniger Widerstand gegen den tatsächlichen Regenten, aber das ist Ihnen sicherlich klar, sie hatten wohl eher im Sinn Nebelkerzen zu werfen, statt sich mit den Fakten und Hintergründen auseinander zu setzen.

    Hier der ganz große EU Leitspruch:

    "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

    DER SPIEGEL*52/1999 - Die Brüsseler Republik

    Bitte antworten Sie, jeder Satz von Ihnen in der vorherigen Weise hilft - denn diesen EU Dreck wäscht oder färbt dem denkenden Menschen mit Argumenten keiner mehr schön!
    Es geht nur noch per Zwang - gemäß dem Motto der anderen undemokratischen Vorgängern der EU! Wird der Widerstand stärker wird es die EU mit mehr Zwang und später Totalitarismus versuchen.

    Siehe INDECT.
  3. #172

    Nachfrage

    Zitat von cosmo72 Beitrag anzeigen
    Klar.....ganz gemäß der EU(dSSR) Taktik ist die nationale Regierung schuld, wenn die Machtausweitung auf Aufmerksamkeit oder Widerstand stößt - natürlich veröffentlicht man sowas gerne, nur glaubhaft ist es nicht.
    Fein, dann zeigen sie doch mal, wo im Originaltext der Verordnung denn nun steht, dass die Tagesmütter alle Hygienestandards vollumfänglich umsetzen müssen.
    Wer andere der Lüge bezichtigt, sollte dies beweisen können.
    [QUOTE=cosmo72;10074119]Es ist nämlich die gleiche EU die Steuerzahler enteignet um Bankenkonzerne, sprich deren Aktionäre zu bereichern, es ist die gleiche EU die Quecksilber in die Kinderzimmer schafft und unbedingt die Glühbirne verbietet, statt auf vernünftige Fortschritte LED etc zu warten, QUOTE]

    etcppp, sie können übrigens auch Halogenlampen verwenden, wenn sie unbedingt möchten...
  4. #173

    Quatsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Putzen statt Pädagogik? Einer EU-Verordnung zufolge sind Tagesmütter "Lebensmittelunternehmerinnen" - wie Restaurants oder Brotfabriken. In vielen Bundesländern müssen sie neuerdings strenge Hygiene-Regeln einhalten, die in Privathaushalten kaum umsetzbar sind.

    EU-Verordnung: Tagesmütter protestieren gegen neue Hygiene-Vorschriften - SPIEGEL ONLINE
    warum soll bei den Tagesmüttern ein höherer Hygienestandard gelten als in "normalen" Haushalten? Sind Kinder dort etwa krankeitsanfälliger als bei sich zu Hause in "normalem" Haushalt?

    Alles Quatsch. Die überzogenen Hygenevorstellungen unserer Gesellschaft sind bereits jetzt eine Ursache von zahllosen Allergien der Kinder, und dem leistet die EU auch noch Vorschub.
  5. #174

    Verdachtsfaelle

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    warum soll bei den Tagesmüttern ein höherer Hygienestandard gelten als in "normalen" Haushalten? Sind Kinder dort etwa krankeitsanfälliger als bei sich zu Hause in "normalem" Haushalt?

    Alles Quatsch. Die überzogenen Hygenevorstellungen unserer Gesellschaft sind bereits jetzt eine Ursache von zahllosen Allergien der Kinder, und dem leistet die EU auch noch Vorschub.
    Fangen Sie besser nicht mit solchen Vergleichen an, sonst haben wir Eltern bald auch noch die Auflage, den Kuehlschrank auf Kuehltemperatur im Stundentakt zu messen und Buch darueber zu fuehren und ein zweites Waschbecken in der Kueche zu installieren, den Boden drei mal taeglich mit Desinfektionsmittel zu reinigen - ansonsten schaltet die Kinder-Hygiene-Inspektion, welche dann regelmaessig die Haushalte ueberprueft, das Jugendamt wegen Kindesmisshandlung durch grob fahrlaessige Gesundheitsgefaherdung ein.
  6. #175

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Dazu reicht die momentane Gesetzeslage etwa nicht aus?
    Muss denn jede noch so kleine Nische mit Regelungen und Vorschriften erfasst werden?
    Gibt es denn keinen gesunden Menschenverstand mehr?

    ALLE neuen Politiker sollten dazu verpflichtet werden vor Antritt der neuen Stelle in der Verwaltung MINDESTENS 3 Monate in z.B. Suedamerika zu verbringen um mal ein bisschen Lebenserfahrung zu sammeln.
    Und ein bisschen "leben und leben lassen" zu lernen.
    Und solche Sachen wie z.B. dass man NICHT sofort stirbt, wenn man ein Speiseeis mit unterbrochener Kuehlkette isst.
    Da kann man sehr geteilter Meinung sein..
    Ich bin es auch immer wieder, wenn ich Ihre Beiträge lese...
    Mal kpl. Zustimmung, dann aber auch wieder totale Ablehnung und der Gedanke, der müsste doch logisch denken können.. *gg

    Grundsätzlich finde ich eine Harmonisierung in vielen Bereichen gut.
    Was war das mal schön, wo man nur zwischen Zoll und metrisch und zusätzlich zwischen grob-und Feingewinde unterscheiden musste..
    DIN hatte auch lange ihren Sinn.
    Heute wird mein Sortiment an Werkzeugen und Schraubenkästen jedes Jahr grösser, weil immer mehr immer wieder ihren eigenen Mist machen.
    Sie dürften es in diesem Forum mit am besten wissen, was es bedeutet, wenn man einer Schraube mit dem falschen Werkzeug begegnet, wenn ich Sie richtig einschätze.
    Wobei ich Ihnen natürlich zutraue, sich das passende Werkzeug notfalls selber herzustellen.

    Andersrum mag ich auch keine Überregulierung.
    Aber findet diese denn tatsächlich so extrem statt?
    Solange mal einer sich ein Reh im Wald schiesst, weil er Appetit auf einen schönen Braten hat, macht das nichts..
    Macht das dann jeder zweite, muss ne Regel her..
    Und Deutschland (und die EU) ist nun einmal etwas höher durch Menschen besiedelt als Südamerika.

    Schön ist es, wenn man trotz der Regularien auf vernünftigen Menschenverstand trifft.
    Und da muss ich sagen, dass ich in D mal grob geschätzt lediglich auf zwischen 1-5% Bürokraten gestossen bin, bei denen man damit nicht weiter kam, bzw. denen ich den also absprechen musste.
    Zur Not eine Instanz höher.
    Oder durch Austrickserei.. *gg

    Soweit ich die Hygieneverordnung (und das drumherum) gelesen habe, gibt diese den Behörden (überwiegend) lediglich das Recht, etwas früher (auch bei Tagesmüttern) einzuschreiten, wenn etwas im Argen liegt.
    Und das ist in meinen Augen auch sinnvoll, wenn ich sehe, wie arg das Volk teilweise verpisart.

    Das Geheule im Netz dagegen ist für mich so, als wenn sich plötzlich Millionen Autofahrer und Camper dagegen wehren, dass sie sich an die StVO und ggf. Gefahrgutverordnung zu halten haben..
    Die lesen da etwas von Gasflaschen, wissen, dass sie ab und zu mal ne 5 oder 11kg Propangasflaschen tauschen und meinen, sie müssten jetzt den Gefahrgutschein und diverse andere Prüfungen machen, die Gefahrguttafeln kaufen oder einen Spezialtransporter nebst seperater Zulassung..

    Ich finde es gut, wenn man absolute Hirnis, die fremde Kinder versorgen, auch übnerprüfen kann..
  7. #176

    Sind Eltern zu dumm ihre Kinder selbst zu regulieren?

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, wenn man absolute Hirnis, die fremde Kinder versorgen, auch übnerprüfen kann..
    Das kann man auch ohne Hygieneverordnung und passiert auch. In der Regel sind dies die Eltern selbst, welchen meist auch ohne Ueberpruefung auffallen duerfte, wenn das Kind voellig besudelt wieder bei ihnen eintrudelt.

    Sollten sie jedoch hierfuer einen Vormund benoetigen, dann geben sie doch einfach eine Patientenverfuegung an die Person ihres Vertrauens ab, aber nehmen sie nicht die Gesellschaft in Geiselhaft.
  8. #177

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    warum soll bei den Tagesmüttern ein höherer Hygienestandard gelten als in "normalen" Haushalten? Sind Kinder dort etwa krankeitsanfälliger als bei sich zu Hause in "normalem" Haushalt?

    Alles Quatsch. Die überzogenen Hygenevorstellungen unserer Gesellschaft sind bereits jetzt eine Ursache von zahllosen Allergien der Kinder, und dem leistet die EU auch noch Vorschub.
    Haben Sie evtl. keine Ahnung vom Grundgesetz?
    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
    Selbstverständlich hat der Staat "ausserhalb" der Familie mehr Rechte und Pflichten, bei einem Fehlverhalten einzugreifen.
    Also auch mehr Regelungsbedarf.


    Jeder (Frisch)-Waffelverkäufer auf dem Flohmarkt, Glühweinstand auf dem Weihnachsmarkt und jede fahrbare Frittenbude unterliegt der Hygieneverordnung.
    Möchten Sie für eine Ihre Kinder geringere Standards ansetzen, wenn Sie diese in einem Hort o.ä. abgeben?
    Hat Sie noch nie etwas geekelt, was Sie so an "Lebensmittelerzeugern" erlebt haben?
  9. #178

    Zitat von leDoc Beitrag anzeigen
    Wenn man sich mal die Mühe macht und auf die entsprechende Seite der EU geht, dann steht dort folgendes: "Tagesmütter fallen nicht unter die strengen EU-Hygienevorschriften für Lebensmittelunternehmen." Und weiterhin "...Sich bei den Hygienekontrollen bei
    Tagesmüttern auf EU-Verordnungen zu beziehen, ist nach Auffassung der Kommission daher eine zu enge Auslegung des EU-Rechts...". Da fragt man sich doch ehrlich, ob die Mitarbeiter in deutschen Ministerien des Lesens mächtig sind. (Hier ist der Link zu der EU-Seite: Bei Tagesmüttern keine Hygienekontrollen nach EU-Recht erforderlich)
    das problem, oder die frage ist, wenn selbst die EU tagesmütter ausschließt, warum sind dann ausgerechnet nur in deutschland nicht die tagesmütter bei der adaption der verordnung ausgeschlossen?

    aus welchem grund setzt hier die deutsche regierung wieder eins oben drauf, wie bei den meisten EU-verordnungen? auch dem letzten internetausdrucker aus der letzten hinterbank müsste mittlerweile klar sein, daß man alle EU-verordnungen nachlesen kann. und daß das auch immer mehr menschen machen.

    eine weitere frage ist, warum SPON in dem artikel nicht auf den widerspruch hinweist.
  10. #179

    Männer waschen sich nicht die Hande! (Walter Giller)

    Zitat von antipinguin Beitrag anzeigen
    Achso, in "normalen Haushalten" kommen Kinder also gar nicht vor? Oder wie darf man das verstehen?
    Schöner Beitrag um mal wieder die EuropaBürokratieDiktatur-Populistenopfer aus den Löchern zu locken. Und keiner kommt auf die simple wie nachprüfbare Idee, dass es etwas anderes ist, ob ein oder meinetwegen auch drei Kinder im Haus sind oder mehrere aus verschiedenen Elternhäusern.

    Jedes Kind sollte wissen, dass die klassischen Ausbreitungswege dort sind, wo sich Menschen verschiedener Herkunft treffen. Vor allem wenn noch ein paar notorische Impfgegner und Konsorten drunter sind. Klar mit Anti-Staats- und Bürokratie-Sprüchen findet man immer genug willige Zuhörer, aber vielleicht sollte man mal über die "Was Oma noch wusste"-Thesen hinauskommen.








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