Forum


 

EU-Steuerreform: Autoexperte fordert höhere Dieselsteuer

DDPDiesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...828375,00.html
  1. #50

    ... , versucht eine Steuer mit Logik zu erklären, das kann nur schief gehen. Wenn das Volumen (Liter) nicht mehr zur Steuererklärung ausreicht muss was anderes her, ... z.B. der Energiegehalt her.

    1. Die Aussage, Diesel sei künstlich billig ist suggestiver Unsinn. Es ist ( über den Steuersatz ) lediglich nicht so TEUER gemacht worden wie Benzin. In der Produktion ist Diesel zudem preiswerter herzustellen.

    2. Es wir unterstellt, Dieselkäufer hatten sich nur für diese Motorart entschieden weil der Kraftstoff im Verhältnis zu Benzin billger sei. Ebenfalls eine sehr simple Unterstellung. Dieselmotoeren verbrauchen zudem weniger als Benziner und haben i.R. deutlich bessere Drehmomente. Kleine Hubräume sind also mgl.. Das sind wohl weitere deutliche Vorteile.
    3. Der Effekt von Hybridantrieben liegt in der Rückgewinnung von Bremsenergie, das hat mit dem eigentlichen Antrieb ( Diesel oder Benziner )nicht zu tun. Das sollte Professor Dudenhöfer besser wissen als jeder andere.
    Auch Hybridfzge. haben immer Verbrennungsmotoren. Somit den Diesel dem Hybridantrieb gegenüberzustellen ist nächste Unsinn, da er eine Ergänzung zur eigentlichen Antriebquelle ist.

    Soviel zu einer "Experten"-Meinung
  2. #51

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass jemand den Herrn darüber aufklären sollte, was "übervorteilen" eigentlich bedeutet - kann mir bitte jemand die Argumentation mal erklären? Wir müssen mit Energie effizienter umgehen, und darum muss der weniger effiziente Kraftstoff im Verhältnis billiger werden?

    Und wie kann der effizientere Kraftstoff einen höheren Energieverbrauch pro gefahrenem Kilometer haben als der weniger effiziente? Nach meinem laienhaften Verständnis ist effizienter gerade der Kraftstoff, bei dem man mit der gleichem Menge weiter kommt - bei dem man pro gefahrenem Kilometer weniger braucht (oder, was reziprok dasselbe ist, mit gegebenem Verbrauch weiter kommt).
    Was für eine Definition von Effizienz ist das? Ich verstehe es nicht, tut mir leid.
    Effizienz läßt sich hierbei aber nicht in einem Literverbrauch messen. Es muss der Energiegehalt zugrunde gelegt werden. Ansonsten könnte man ja auch 1 Kilogramm Yen-Scheine mit 1 Kilogramm Euro-Scheine vergleichen und sagen: "Beide sind gleich (vom Wert)"

    Weiterhin ist zu beachten, dass aus einer Tonne Rohöl deutlich mehr Benzin (15%-30% mehr, je nach Methode und Rohölqualität) als Diesel hergestellt werden kann (Koppelproduktion). Daraus könnte man eine Effizienz in Bezug auf den Rohstoff herstellen.
  3. #52

    Noch'n Vorschlag

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

    EU-Steuerreform: Autoexperte fordert*höhere Dieselsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Mit dem gleichen Argument koennte man auch das Gehalt und die kuenftige Pension dieses Herren Dudenhoeffer kuerzen, und behaupten, das wuerde ihm gut tun.

    Da laesst sich bestimmt was finden. Mal sehen:

    Wenn der weniger Geld hat, muss er bei den verzichtbaren Ausgaben sparen. Sagen wir mal Urlaub. Weniger Fluege auf die Malediven. Vielleicht weniger gut fuer ihn, aber fuer uns. Treibt zumindest nicht die Spritpreise. Kleineres Auto fuer Herrn Dudenhoeffer? Gleicher Effekt.

    Wie waers mit Essen? Wir sind sowie so alle ueberernaehrt und zu fett.

    Weniger Geld fuers Essen, kein Junkfood mehr, keine Edelrestaurants mehr, nur 500 kcal am Tag, gut fuer die Linie und die Gesundheit. Schont den Geldbeutel, reduziert die Krankenkassenbeitraege fuer ihn und die anderen und gibt ein gutes Beispiel ab. Bingo!

    Allerdings, kein Vorteil ohne Nachteil: Diese potentiell lebensverlaengernde Massnahme, Herrn Duedenhoeffers Bezuege zu kuerzen, gibt dem Herrn Dudenhoeffer weitere Gelegenheiten, mit solchen Vorschlaegen (s.o.) daherzukommen. Autsch.
  4. #53

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen
    Diesel ist bislang geringfuegig weniger "benachteiligt" so wird ein Schuh daraus. Die Pluenderung des Buergers soll weitergehen, eine Unverschaemtheit der Extraklasse. Man fragt sich zudem warum die Automobilindustrie es immer noch nicht fertig bringt Fahrzeuge mit deutlich reduzierten Verbraeuchen zu liefern, denn der PS Wahn wird ja weiter auf die Spitze getrieben. Voelliger Irrsin, aber um uns das zu erklaeren brauchen wir keinen sogenannten "Experten".
    Solche Autos gibt und gab es, sie werden jedoch nicht gekauft. Das 3 Liter Auto von VW wurde wegen Erfolglosigkeit eingestellt.
    Wesentlich für den Verbrauch eines Autos ist das Gewicht. Extras wie elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Geräuschdämmung, hochwertige Sitze etc. verursachen jedoch einiges an Gewicht. Wer jeodch kauft sich einen Neuwagen ohne diese Dinge? Eine verschwindende Minderheit.
    Ebenso die PS-Zahl. Wer kauft sich ein Auto mit einer Spitzengeschwindigkeit von 140? Ebenso eine verschwindend kleine Minderheit.
    So kommt es zum Ist-Zustand: die Autos werden tendentiell größer und schwerer, haben mehr PS und verbrauchen dennoch weniger als die jeweilige Vorgängergeneration. Ein großer Durchbruch hin zum 2 oder 3 Liter Auto wird so jedoch nicht erreicht.
    Verursacher hiervon sind jedoch die Kunden. Solange Pseudo-Geländewagen oder hochgezüchtete Kompakte gekauft werden, so lange werden sie produziert. Wenn eine nennenswerte Nachfrage für ein puristisches, einfaches Auto mit wenig PS, Komfort und Verbrauch bestehen würde, so würde dieses auch produziert werden.
  5. #54

    Steuern, Steuern, Steuern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

    EU-Steuerreform: Autoexperte fordert*höhere Dieselsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Das geht doch nur darum, die Steuern mit einer guten Begründung zu erhöhen. Wir werden uns noch wundern, in ein paar Jahren werden 1/3 des Einkommens für Energie rausgehen. Dann ist nix mehr mit Fernreise, dann läßt man sich zu Weihnachten eine Tankkarte schenken....
  6. #55

    Zitat von Das-tobende-Steuerschaf Beitrag anzeigen
    ...für die Unzufriedenheit der Ungarn vor dem Ausbruch des Volksaufstandes 1956 war das Gebahren eines der kommunistischen Minister, der dem Volk frech zu erklären suchte, warum steigende Brotpreise für die Arbeiter von Vorteil seien.
    Nach der Logik des Herrn Dudenhöffer hätten steigende Brotpreise dazu geführt, Kuchen für Arbeiter erschwinglich zu machen und so einen Innovationsschub bei den Konditoreien bewirkt. Durch den Aufstand wurde diese Chance aber leider verpasst.

    Bei uns aber wird es wie immer enden: Die Steuer auf Diesel wird erhöht werden und die höhere Kfz-Steuer auf Dieselmotoren bleibt, ein großartiger Vorteil für den Kraftfahrer. Ich würde mir keinen Diesel mehr kaufen, sondern auf LPG umsteigen.
  7. #56

    Der selbsternannte Experte (früher FH Gelsenkirchen)

    sagt etwas. Liebes SPON: Was Ferdl Dudenhöffer (früherer Prof. an der allseits renommierten FH Gelsenkirchen) von sich gibt, ist so relevant wie das Aus für "Gottschalk live".
  8. #57

    aber nicht zum Autofahren,
    hoher Druck, schwere Tanks, geringe Reichweite.
    LPG ist einfacher und nach meiner Ansicht besser.
  9. #58

    Tja also

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

    EU-Steuerreform: Autoexperte fordert*höhere Dieselsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Ich wäre dafür, wir schmeissen 80% der EU-Abgeordneten raus, von dem ersparten Geld können die höheren Steuern auf Benzin auf das Niveau von Wasser gesenkt werden.

    Sparen können wir uns die, die uns das Leben teuer machen, weil sie das Geld in erster Linie für sich selbst verbrauchen.
  10. #59

    Ganz einfach...

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass jemand den Herrn darüber aufklären sollte, was "übervorteilen" eigentlich bedeutet - kann mir bitte jemand die Argumentation mal erklären? Wir müssen mit Energie effizienter umgehen, und darum muss der weniger effiziente Kraftstoff im Verhältnis billiger werden?

    Und wie kann der effizientere Kraftstoff einen höheren Energieverbrauch pro gefahrenem Kilometer haben als der weniger effiziente? Nach meinem laienhaften Verständnis ist effizienter gerade der Kraftstoff, bei dem man mit der gleichem Menge weiter kommt - bei dem man pro gefahrenem Kilometer weniger braucht (oder, was reziprok dasselbe ist, mit gegebenem Verbrauch weiter kommt).
    Was für eine Definition von Effizienz ist das? Ich verstehe es nicht, tut mir leid.
    Dieselkraftstoff hat einen Heizwert von ungefähr 10 kWh/l, Benzin hingegen ca. 8,5 kWh/l.
    Dadurch hat der Dieselkraftstoff erstmal einen grundsätzlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Benzin, weil er einfach einen höheren Energiegehalt hat. Besteuert man jetzt nach dem Volumen, würde ein Fahrzeug bei gleichem (Volumen-) Verbrauch als Dieselfahrzeug weniger effektiv sein, weil es - im Verhältnis zum Benziner (also im Verhältnis zum maximal Möglichen) - mehr verbrauchen würde.
    Ganz ungerecht ist es nicht, hier sollte aber darauf geachtet werden, dass die neuen Regelungen erst nach einigen Jahren in Kraft treten und eine Kaufentscheidung pro Diesel nicht ad adsurdum führen!


TOP



TOP