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EU-Steuerreform: Autoexperte fordert höhere Dieselsteuer

DDPDiesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...828375,00.html
  1. #160

    Zitat von burlei Beitrag anzeigen
    W
    - Das Drehmoment des Citroen C4 VTi 120 liegt rund 41 Prozent unter dem des Citroen C4 HDi 110.

    - Das Drehmoment des VW Golf 1.2 TSI liegt rund 30 Prozent unter dem des VW Golf 1.6 TDI.
    Die Diesel-Fans und ihr Drehmoment.

    Drehmoment ist etwas physikalisches und nicht etwas aus der Werbeindustrie. Sicher, Sie spüren sie deutliche Kraft im Diesel bei unteren Drehzahlen.
    Es kommt aber auf die Leistung an. (Tatsächlich!)
    Und das Drehmoment wird erst zur Leistung, wenn man es mit der Drehzahl multipliziert. (Ich weiß, das ist schwere Kost)
    Insofern mag ein Flachtrecker 250Nm bei 2000UpM haben, guckt aber in die Auspuffrohre eines Benziners, der 150Nm bei 4000UpM hat.
    Können Sie mir folgen?
  2. #161

    N.Ö., nö

    Zitat von Dette Beitrag anzeigen
    Ein Turbo bringt allerdings bei niedrigen Drehzahlen sowohl beim Diesel als auch beim Benziner nicht sonderlich viel. Aber auch hier geht die Verbauchsschere bei höhreren Drehzahlen auseinander.
    Um beim Benziner 'unten' herum Dampf zu haben, braucht es einen Kompressor. Der wiederum braucht treibt den Verbrauch. Ein Elektro-Kompressor wäre vielleicht die Lösung.
    Schauen Sie sich die von mir exemplarisch gewählten Motoren an und wo sie ihr Drehmomentmaximum haben. Da liegt der Benziner noch vor dem Diesel. Der Diesel hat aufgrund geringerer Abgastemperaturen sogar noch den Vorteil, einen VTG-Lader (Turbolader mit VariablerTurbinenGeometrie) einsetzen zu können (da fängt Porsche, soweit ich weiß, bei Benzinern gerade mit an).
    Über kurz oder lang kommt es immer mehr zu einem Angleichen der Motorsysteme (Stichwort "Combined Combustion" oder "Diesotto").

    Ich wäre sehr für einen echten Wettbewerb der Systeme (Diesel, Benzin, Gas, E, Hybrid, etc). Man muss nur diekutieren, ob man wirklich stumpf nach Energiegehalt besteuert, oder z.B. nach CO2 Emissonen bezogen auf den Energiegehalt. Egal wie, die restlichen Rahmenbedingungen müssen dann natürlich gleich sein (KFZ-Steuer, Abgaswerte, Partikel).
    Schitzophren ist doch, dass ein moderner, direkteinspritzender Benziener mittlerweile höhere Partikelemissionen freisetzt, als ein moderner Diesel mit Partikelfilter oder ohne. Der Benzierner bekommt die grüne Plakette und darf fröhlich alle Innenstädte zustauben, der Diesel bekommt nur gelb und muss draußen bleiben....
    Gleiches Rahmenbedingungen für alle!
  3. #162

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diesel soll teurer werden, das will das EU-Parlament an diesem Donnerstag beschließen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt im Interview, warum eine Preiserhöhung gut wäre - auch für Autofahrer und Hersteller.

    EU-Steuerreform: Autoexperte fordert*höhere Dieselsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin im Prinzip mit Herrn Dudenhöffer. Diesel und Benzin sollte steuerlich angeglichen werden. Gleichzeitig sollten die Mehreinnahmen dazu verwendet werden, die KfZ-Steuer komplett abzuschaffen.

    Sollte dann noch etwas übrig bleiben, sollte man bezüglich der Nutzfahrzeuge, z.B. über bessere Abschreibungsmöglichkeiten, weiter entlasten.

    Da die Abschaffung der KfZ-Steuer Benziner einseitig bevorteilen würde, finde ich, sollte man dann auch die Energiesteuer auf Benzin leicht erhöhen. Gleichzeitig muss es endgültigen Verzicht der Politik auf Einführung einer PKW-Maut oder -Vignette geben.
  4. #163

    Irgendwie schafft es dieser angebliche Autoexperte Dudenhöfer sich immer in den Vordergrund zu spielen.
    In den ganzen letzten Jahren habe ich noch keine wissenschaftliche oder ingenieurmässige Äußerung von diesem Herrn gehört. Sein Niveau hat ein Maß angenommen, das ich eher an einem Biertisch erwarten würde. Da aber niemand bei den politischen Entscheidungsträgern die Gesamtenergiebilanz bei Verkehrsmitteln überhaupt heranzieht um Entscheidungen "pro oder contra" zu treffen, wird immer ein solcher Schwachsinn dabei herauskommen.
    Beim Diesel wird sehr viel weniger Energie zur Herstellung (cracken) verbraucht, als es beim Benzin notwendig ist.
    Aus einer Tonne Rohöl bekommt man ca. 1300 liter Benzin aber 1500 Liter Dieseltreibstoff. Die Schadstoffbilanz (zB. NOX) spricht ebenso für den Dieselmotor, wenn er mit einem Rußfilter versehen ist.
    Der innere Wirkungsgrad einens Dieselmotors ist mindestens um 10-15% besser, als der eines Otto-Motors, der Benzin verbrennt, selbst moderne Schichtlademotoren erreichen diesen guten Wirkungsgrad nicht. Durch sehr gute Anpassungsmöglichkeiten der Kennlinien von Motor und Getriebe lassen sich unterschiedliche Einsatzspektren definieren und optimieren.
    Im Benzin ist das giftige und krebserregende Benzol zu 5% enthalten, oder warum wird in USA mit einem "Absaug-Rüssel" getankt?
    Die Hybrid-Fahrzeuge liegen bei der Gesamtenergie-Bilanz weit abgeschlagen und stellen diesbezüglich keine wirkliche Option dar. Wissenschaftliche Studien gibt es dazu im Netz und werden nur von den zu betrachtenden Fahrzyklen unterschieden. Bekanntlich werden Fahrzeuge quasi für jedes Land optimiert, sei es am Motor oder am Getriebe/Antriebsstrang.
    Unsere Autoindustrie hat die Hybrid-Technik nicht verschlafen, sondern erst reagiert als es von der Politik gefordert wurde. Eher halbherzig weiles keinen wirklichen Sinn macht, da wenn überhaupt, der Fahrzyklus und das Anforderungsprofil die entscheidenden Kriterien für dessen sinnvollen Einsatz sind.

    Es sprechen die technischen Fakten eindeutig für den Dieselmotor und da gibt es keine Gegenargumente wie sie Herr D. vertritt. Welchen Motor fahren Sie denn Herr Dudenhöfer?
  5. #164

    Zitat von ausländer33 Beitrag anzeigen
    Dabei geht es nicht darum, das wir nicht sorgsam mit Energie umgehen sollen und müssen.
    Auf der anderen Seite ist das natürlich kein rein deutsches Thema, sondern ein globales.
    Was wir einsparen, wird in Asien 2 - 3-fach mehr in die Luft gepustet.
    Das Problem muss gelöst werden!
    CO2 ist nicht (mehr) mein Thema. MMn werden wir eh alles verbrennen was wir so finden können. Man kann ja keinen erfrieren oder verhungern lassen mit der Begründung "damit in 100Jahren hier kein Küstenbewohner absäuft".

    Und gerecht sollte es weltweit schon zugehen.
    Energie ist der lebenswichtigste Rohstoff hier auf der Welt, da kann nicht das Portemonnaie drüber entscheiden, wer überlebt oder nicht. Das finde ich persönlich unmoralisch, zu sagen: wir als Westler kaufen die Energiemärkte leer und verhungern/erfrieren nicht, weil wir das dicke Portemonnaie haben, und es können.

    MMn sollte in einer solchen Krise die jetzt aktuell beginnt, jeder Mensch ein gleiches Budget bekommen, von Energie die er verbrauchen darf.

    Wenn man diesen Durchschnittswert ausrechnet, dürfen Asiaten noch etwas zulegen im Energieverbrauch, und Afrikaner dürfen noch sehr stark zulegen, um ihn zu erreichen. Amerikaner müssen sehr stark einsparen, um auf diesen Wert zu kommen, und Europäer nicht so stark.
  6. #165

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    MMn sollte in einer solchen Krise die jetzt aktuell beginnt, jeder Mensch ein gleiches Budget bekommen, von Energie die er verbrauchen darf.

    Wenn man diesen Durchschnittswert ausrechnet, dürfen Asiaten noch etwas zulegen im Energieverbrauch, und Afrikaner dürfen noch sehr stark zulegen, um ihn zu erreichen. Amerikaner müssen sehr stark einsparen, um auf diesen Wert zu kommen, und Europäer nicht so stark.
    Haha, guter Witz. Und das Notleiden der Banken soll erst bei H4 beginnen.

    Danken Sie doch mal nach, welcher gewählt und geschmierte Abgeordnete ihnen das als Gesetz legen soll.
  7. #166

    Blick

    Zitat von londonpaule Beitrag anzeigen
    ....da steht sehr explizit vom Herrn D erwaehnt dass und warum Dieselfahrzeuge hoeher bestuert wurden und warum Dieselkraftstoff geringer besteuert wird / wurde.

    Also erst Augen auf, dann rummotzen, Maedchen...

    Dennoch stimmt nicht alles was er sagt - Dieselmotoren haben durchaus einen hoeheren Wirkungsgrad als Benzinmotoren - auch wenn man den hoeheren spezifischen Brennwert von Diesel beruecksichtigt.

    Das wird in der Tat unterschlagen...
    [indenspiegelschau] JUNGE! [/indenspiegelschau]

    Stimmt, das war etwas zu schnell gelesen. Da aber der Diesel bereits kfz-steuerlich benachteiligt ist, muss man hier nicht noch einen draufsetzen. Es sei denn, der Staat will keine Diesel mehr.
  8. #167

    Äpfel und Birnen...

    Da beide Treibstoffe in Motoren mit verschiedenen Prinzipien verbrannt werden, ist der ganze Vergleich mit dem geringeren oder höheren Energiegehalt doch Blödsinn (Rudolf, hättest Du diese Erfindung doch nie gemacht, hätte uns nun manch unsinnige Diskussion erspart..). Ich kann doch nicht ein Prinzip "bestrafen" weil es zufällig einen Treibstoff benötigt der eine höhere Energiedichte liefert, das ist die Ei und Henne Frage...

    Das sind doch alles Pseudodiskussionen nur mit dem Ziel an irgendeiner Stelle mal wieder an der Steuerschraube zu drehen.

    Ich hätte da auch noch einen tollen Vorschlag zur Diskussion: Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, dass die Menschen die auf Seehöhe leben eine Sauerstoffsteuer zahlen, da sie Luft atmen die "dichter" ist und pro Volumeneinheit einen höheren O2 Partialdruck hat als die der Menschen die auf den Bergen leben, die sind klar benachteiligt, da sie diesen Fakt mit einer erhöhten Produktion von roten Blutkörperchen ausgleichen müssen..also Experten, ran an das Thema, da ist noch Luft für neue Steuern! Und wem das nicht passt, der kann ja in die Berge ziehen, so wie Pendler ja auch gefälligst in die Nähe zu ihrem Arbeitsplatz ziehen können....
    Hoffe das ist als Satire erkennbar, aber genauso läuft es heute in der Politik..alles Satire, schade nur dass wir das alles mit unseren Steuern finanzieren..
  9. #168

    Zitat von walk&talk Beitrag anzeigen

    Es sprechen die technischen Fakten eindeutig für den Dieselmotor und da gibt es keine Gegenargumente wie sie Herr D. vertritt. Welchen Motor fahren Sie denn Herr Dudenhöfer?
    Im Diesel-Bereich macht man Heizwärme-Käufern und Nahrungsmittel-Produzenten Konkurrenz, was eher die höhere Priorität hat als Mobilität. Als Benzin-Käufer betrifft einen das nicht.
  10. #169

    Sind wir mal ehrlich wenn Die KFZ steuer angepasst wird (was sie Muß)is das kein ding.Aber die wirtschaft regiert uns! Und es wird nicht besser werden ;-(








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