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EU-Krisenland: Griechische Regierung einigt sich auf Sparprogramm

APAuf die Bürger in Griechenland kommen neue Einschnitte zu: Die Regierung in Athen hat sich auf Reformen zur Sanierung des maroden Staatshaushalts geeinigt. Finanzminister Stournaras zufolge erhielt das Land von den internationalen Gläubigern mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparauflagen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-863162.html
  1. #1

    EU gibt sich selbst mehr Zeit …

    … so möchte ich es denn interpretieren, sofern der angedeutete Aufschub seitens der EU zutreffend ist. Allein schon weil man nicht täglich Griechenland im Fokus haben möchte und den beteiligten klar ist, dass die Aufgabe nicht so recht gelingen will. Da ist es dann besser wegzuschauen und das Problem zu vertagen.

    Der Euro hat nach wie vor zwei große Probleme und die werden auch über Jahrzehnte nicht gelöst sondern nur weiter verschleppt werden.

    Das erste Problem ist die Ungleichheit der unter dem Euro zusammengeferchten Volkswirtschaften, die nur mit diktatorischen und planwirtschaftlichen Maßnahmen (scheinbar) überwunden werden sollen.

    Zweitens ist es ein weltweit kaputtes Geldsystem welches so nicht funktionieren kann. Dies ist der noch viel schlimmere Umstand, den man den Menschen gerne zu verheimlichen sucht.

    Nationalkapitalismus erfasst Europa, Finanzfaschismus wird hoffähig … kleiner Schmäh auf das was uns erwartet, sicher etwas übertrieben aber im Kern nicht falsch, wenn man das Europa des Geldes beschreiben möchte. Das Europa der Menschen ist längst Vergangenheit, eine Illusion und immer nur noch der Tarnbegriff um die Menschen zu verschaukeln … (°!°)
  2. #2

    Titelzeilen wie diese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf die Bürger in Griechenland kommen neue Einschnitte zu: Die Regierung in Athen hat sich auf Reformen zur Sanierung des maroden Staatshaushalts geeinigt. Finanzminister Stournaras zufolge erhielt das Land von den internationalen Gläubigern mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparauflagen.

    Griechische Regierung einigt sich auf Sparprogramm - SPIEGEL ONLINE
    haben jeglichen Sensations- oder Informationswert inzwischen völlig verloren. Genausogut könnte man schreiben "Heute ist die Sonne in Griechenland trotz pessimistischer Prognosen wieder aufgegangen".
    Schon in wenigen Tagen wird das Gegenteil in den Medien zu lesen sein.
    Und wir werden spätestens dann wieder von Tumulten und brennenden Autos, Mülltonnen und Barrikaden hören, wenn auch nur eines dieser sog. Sparprogramme nur andeutungsweise umgesetzt werden sollte.
    Andererseits macht es Sinn: In Momenten, in denen sich das (wievielte genau?) aktuelle in der Pipeline befindliche Nachgeben gegenüber den gr. Jammerern schon als neueste Altvernativlosigkeit abzeichnet, muss natürlich ein wenig Salbe in die Wunden der EUro-Zahlernationen gegeben werden.
    Dass alles sog. Sparen hier nix mehr hilft - das wird in dem Zusammenhang natürlich ausgeblendet. Politics as usual.
  3. #3

    Toll

    Regierungsbeschlüsse sind in GR keine Mangelware, nicht einmal Parlamentsentscheidungen zu Reformen sind es.

    Was fehlt, ist eine Verwaltung, die fähig und willens ist, diese Beschlüsse auch umzusetzen. Und an diesem Mangel hat sich nichts geändert.

    Man muss einfach anerkennen, dass GR derzeit die mitteleuropäischen zivilisatorischen Standards nicht erreicht. Eine längere Ehrenrunde ausserhalb der EU scheint doch sehr angezeigt.
  4. #4

    Was denn nun??

    Finanzminister Stournaras zufolge erhielt das Land von den internationalen Gläubigern mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparauflagen. Die Bundesregierung (D) wollte den angeblichen Aufschub nicht bestätigen. "Wir warten auf den Troika-Bericht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch
  5. #5

    sehr schlechter Witz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf die Bürger in Griechenland kommen neue Einschnitte zu: Die Regierung in Athen hat sich auf Reformen zur Sanierung des maroden Staatshaushalts geeinigt. Finanzminister Stournaras zufolge erhielt das Land von den internationalen Gläubigern mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparauflagen.

    Griechische Regierung einigt sich auf Sparprogramm - SPIEGEL ONLINE
    Schon seit Wochen erklärt die Riege der Eurokraten, daß GR unabhängig vom Ergebnis der Troika in der Eurozone bleiben und dem Land mehr Zeit gegeben werden muß.
    Gleichzeitig wird aber betont, daß der Bericht der Troika abzuwarten ist. Das ist doch eindeutige Verlogenheit, Heuchelei und Irreführung der Bürger. Es soll in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt werden, daß alles noch in der Schwebe ist und von den Untersuchungen der Troika abhängt. Dabei ist hinter den politischen Kulissen bereits alles entschieden: GR bekommt mehr Zeit und weitere Geldraten (denn auch ein Zeitaufschub kostet Milliarden).

    Leider kann ich nicht verstehen, daß anscheinend die Troika diese abgekartete Sache mitmacht. Leider ist wohl mit einem "positiven" Bericht der Kontrolleure zu rechnen.

    Politiker und ihre Fachleute sind natürlich - wie immer seit 2010 - unisono für die Verlängerung. Doch was ist, wenn 2016 die Lage nicht anders ist als heute???

    Griech. Fernsehsender Antenna vom 19.10.2012
    Meinungsumfrage Oktober 2012 für die Zeitung "Η Ελλάδα αύριο":

    ΣΥΡΙΖΑ 30,5% (Linkspartei des Tsipras)-- ΝΔ 27% (Nea Demokratia - Partei von Semitis, Karamanlis und Samaras – entspricht der CDU)-- Χρυσή Αυγή 14% (die Rechten)-- Ανεξάρτητοι Έλληνες 7% (Unabhängige Griechen)-- ΚΚΕ 6,5% (Kommunisten)-- ΠΑΣΟΚ 5,5% (Partei von Papandreou u. Venizelos – Pendant zur SPD!!)-- ΔΗΜΑΡ 5,5% (Demokratische Linke)-- Δημιουργία Ξανά 1% (Wiedererstehung) -- Οικολόγοι Πράσινοι 1% (Ökologische Grüne) -- ΛΑΟΣ 0,5% (Volkspartei) και άλλο κόμμα 1,5% (andere Partei).

    Jeder mag anhand der Zahlen selbst entscheiden, ob in GR stabile und vor allem vertrauenswürdige Verhältnisse bestehen. Was die minimale Wirtschaft betrifft, so wird diese absolut nicht ausreichen, die Schulden zu bezahlen und das Land zu sanieren. Nicht einmal der Agrarbereich reicht für einen Export, weil für den Eigenbedarf 70% importiert werden müssen. Und der Tourismus ist im Eimer.

    Ich habe daher erhebliche Zweifel – absolut keine Stabilität und Null-Wachstum, was sich bis 2016 nicht ändern wird - so sehr Frau Merkel und Herr Schäuble auch herumeiern und die eigenen Bürger hinters Licht führen mögen.
  6. #6

    Haha,

    wieder also einmal steht ein Sparpaket von 11,5Mrd. € :).
    Übersetzen wir dies einmal in die Realität:
    11,5 Mrd Sparziel davon sind 6 Mrd. Luftbuchungen Tricksereien, Zahlen wo eh jeder weis das diese nicht eingespart werden. Bleiben 5,5 Mrd. Davon werden dann 1,5 Mrd. tatsächlich umgesetzt. Dieses Sparpaket ist genauso glaubwürdig wie die sonstigen Versprechungen und Beschwörungen der Griechen (wir zahlen unsere Schulden zurück und so ^^ ).

    Dieses Land ist reformunfähig und egal was es macht, bzw. nicht macht, es bekommt Geld.
    Aber eins ist in Deutschland wie in Griechenland gleich, wirklich gespart wird immer nur bei den dummen arbeitenden Bürgern ^^.
  7. #7

    "Athen hat sich auf Reformen zur Sanierung d.maroden Staatshaushalts geeinigt"

    Offenbar, oder "Offenbarung"?

    So, aber jetzt, nach beruhigstem tieeefen Auf- und Durchatmen, jetzt geht es, aber so richtig, aber ganz fett und dicke los. Jetzt krachen die "Sanierungsreformen", die Konsolidierungserfolge gehen bald ab wie die Mondrakete und es wird re- und auch formiert das den stauenden "EU&ro"-Kritikerdummkoepfen nur so feucht in den Augen und so warm ums Herz wird fuer die grossartig-glorreiche Endsiegsache und die -offenbarsten- "EU&ro"-Systemtotalueberlegenheiten.

    --- Ja, OK, Satire Ende-Aus ---

    Also, jetzt, nur mal so gefuehlt, ist das die groesser tausendste "Reform-endlich-schluss-ganz-ehrlich-bestimmt-finale-auf-gutem-nein-bestem-Wege-viel-erreicht-Einigung" in dem (allen Zwangshaftbeteiligten) im "EU&ro"-Schmierentragikkommoedienabsurdtheater die Buehnenbilder ins Hirn geimpft werden.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf die Bürger in Griechenland kommen neue Einschnitte zu: Die Regierung in Athen hat sich auf Reformen zur Sanierung des maroden Staatshaushalts geeinigt. Finanzminister Stournaras zufolge erhielt das Land von den internationalen Gläubigern mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparauflagen.

    Griechische Regierung einigt sich auf Sparprogramm - SPIEGEL ONLINE
    Wie soll GR die Auflagen erfüllen, wenn die Produktion immer weiter zurückgeht?
    Da kann Griechenland noch soviel Geld bekommen, um die Banken zu bedienen, wenn nicht mehr in den produktiven Bereich investiert wird, Kann GR seine Staatsfinanzen nie in Ordnung bringen.
  9. #9

    Stein

    Da fällt mir aber ein Stein vom Herzen, dass da endlich eine Einigung steht. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es so laufen würde, wie in den vergangenen Jahren...


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