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EU-Kommissions-Bericht: Silberstreif in Griechenland
DPADie EU-Kommission zieht eine Zwischenbilanz der Griechenland-Rettung - und sagt den Skeptikern den Kampf an. Das Krisenland kann den Aufschwung schaffen, meint Kommissionspräsident Barroso. Doch dafür müsse weiter gekürzt werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828401,00.html
- #1 18.04.2012 19:17 von
Können schon, aber...
Natürlich kann Griechenland den Aufschwung schaffen. Das geht ganz einfach, wenn das beseitigt wird, was Griechenland in Krise getrieben hat:
1) Fakelaki-Kultur
2) Nepotismus
3) Ineffizienter und völlig überdimensionierter staatlicher Verwaltungsapparat.
Was hat sich inzwischen getan? Man hat Schulden erlassen und Kohle gegeben. Weiterhin hat man die Steuern erhöht, die eh nicht real eingezogen werden.
Auf deutsch: Man hat an den Symptomen "herumgedoktort". Ok., und ein paar Staatsdiener werden nach ihrer Verrentung nicht mehr ersetzt. - #2 18.04.2012 21:29 von
Meisterleistung
Um es nochmal deutlich zu machen: Man hat es geschafft, mit 380 Milliarden, darin 100 Milliarden Schuldenverzicht (!!!), 177% des BIP umzuschulden, um auf eine Gesamtschuld von aktuell 160% zu kommen. Wahrhaft eine Meisterleistung, wenn man davon ausgeht, dass nie mehr als 160% Gesamtverschuldung zum BIP auf der Tagesordnung standen. Ein echter Silberstreif.
- #3 18.04.2012 21:48 von
- #4 18.04.2012 22:14 von
Auf einem toten Pferd kann man nicht
reiten. Und die Wirtschaft in Griechenland ist mausetod. Keine der wirklichen Ursachen des ökonomischen Desasters sind gelöst: Inkompentente Verwaltung, allgegenwärtige Korruption, nicht wettbewerbsfähige Preise - letzteres bedingt auch durch den Euro.
Griechenland müßte aus dem Euro raus, massiv abwerten und die beiden erstgenannten Probleme angehen, dann hätte das Land eine Chance wieder auf die Beine zu kommen. So bleibt alles wie es ist, der Schuldenerlass sorgt für eine Verschnaufpause, aber der Rutsch nach unten setzt sich fort. - #5 18.04.2012 22:19 von
Titellos
Bei aller berechtigter Kritik, reichts nicht langsam?
Wir haben uns jetzt kollektiv 2 Jahre lang daran ergötzt, wie blöd die Griechen doch alle sind und wie viel toller "wir Deutschen" doch alles haben. Alle habens verstanden, auch die Griechen. Wie wärs jetzt stattdessen jetzt mal mit ein bisschen mehr konstruktiver Kritik und weniger Polemik?
Als ob in Deutschland alles super wäre, was in Griechenland schief läuft. Auch unser Verwaltungsapparat könnte entschlackt werden, aber als das in Baden-Württemberg Grün-Rot angekündigt hat, wurden schon Untergangsszenarien an die Wand gemalt.
Bestechung ist auch bei uns ein Thema, siehe Siemens.
Vetternwirtschaft ist auch hier kein Fremdwort. Ein bisschen mehr Demut und ein bisschen mehr Zurückhaltung täte uns allen gut zu Gesicht stehen.
Mir ist es relativ egal, ob mich oder uns "die Griechen" mögen oder nicht. Aber man sieht doch, dass es einen Sinneswandel gibt, und zumindest das Volk, anders als die Politiker, es verstanden haben, dass sich was ändern muss. Aber das geht nun mal nicht von heute auf morgen, Griechenland kennt es seit Generationen nicht anders. - #6 18.04.2012 22:57 von
Die Betrueger langen wieder zu!
Barroso koennte glatt Grieche sein. So vom Naturell her und vom Verstaendnis der Begriffe Ehrlichkeit, Anstand etc.
Der hat glatt vergessen, dass die griechischen Abgeordneten ihren Parteien einen Griff in die von den deutschen etc. Steuerzahlern gefuellten Kassen
verordnet haben.
Der "Spiegel" allerdings hat das auch uebersehen und vergessen - warum? - #7 19.04.2012 04:14 von
Weiter? Endlich gekuerzt werden: Euro raus aus Griechenland!
Genau, wo doch Tourismus jetzt schon untrennbar mit der Schifffahrt verbunden ist: Ausflagtourismus, sowie Mannschafttourismus. Sogar Lohnverzicht gibt es in der Branche, auch unfreiwillig, schon seit Jahrzehnten. Oh, nicht zu vergessen, der Gewinntourismus. (SPON, der Beitrag ist domumentiert, in eurer AutoBeitragsanzeige! LOl)Das Mittelmeerland könne auf seinen vielen Stärken aufbauen, unter anderem der Schifffahrt, dem Tourismus, den Universitäten, heißt es darin. "Es ist machbar". - #8 19.04.2012 06:50 von
Chroniken einer Bananenrepublik.
Da ist sie wieder, die Hoffnung aller fast insolventen Solarunternehmen in der Bundesrepublik, endlich ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Solarstrom aus Griechenland, Herr Asbeck wird feuchte Hände bekommen. Achten Sie mal auf die Börsenkurse!
Das die an ein Entwicklungsland erinnernde Infrastruktur in Griechenland, wie auch in Deutschland und den anderen europäischen Ländern nicht einmal im Ansatz für den Transport der zufällig anfallenden Solarenergie vorhanden ist, egal!
Das die europäischen Anrainerstaaten schon heute höchste Schwierigkeiten haben, den willkürlich einsetzenden deutschen Solarstrom der - wenn erzeugt, oft gar nicht benötigt wird -, aus ihren Netzen zu halten, wurscht!
Helios, eine neue unendliche Subventionsquelle der Griechen und der marode deutschen Solarbranche, deren Geschäftskonzept – sich allein auf Subventionen zu stützen - wieder einmal aufzugehen droht.
Damit ist dann auch endlich das Genörgel des deutschen Michels über die immer weiter ausufernden Griechenlandhilfen vom Tisch, denn hier passiert ja etwas „Gutes“, der deutsche Stromkonsument rettet die Welt, die Griechen und die Solarbranche, gefälliger kann doch die deutschen Politik nicht sein, oder?
Selbst der Sonnenkönig Röttgen, Förderer und Mentor der Solarindustrie - schließlich muss man ja auch an die Zeit nach der politischen Karriere denken -, kann nun seine Hände in Unschuld waschen, die EU ist es diesmal die diesen Schwachsinn weiter fördert.
Also sofort anfangen mit dem Ausbau des Solarwahnsinns! Es gibt zwar keine tragfähigen Netze/Leitungen, keine Möglichkeit die gewonnene höchst volatile Sonnenenergie zu speichern, aber das hat uns ja in Deutschland auch nicht daran gehindert über 120 Milliarden Euro, die an Einspeisegebühren anfallen ist Klo zu schütten und jede Menge direkter und indirekter Subventionen, der Solarbranche zu gewähren.
Schließlich kann sich das Ergebnis sehen lassen, ganze 3 % trägt der Sonnenstrom zur Energieversorgung, nach über zehn Jahren der Förderung in der Bundesrepublik bei!
Sicherlich werden sich die Herren der Vetternwirtschaft in Griechenland schon jetzt die Hände reiben, mit jeder noch so fragwürdig eingespeister Kilowattstunde wird dann ordentlich Rendite gemacht, frei nach dem Vorbild der deutschen Förderung.
Hurra Deutschland!
Hurra Europa! - #9 19.04.2012 08:15 von
durchschaubar das Ganze.
Da das Desaster jetzt in Spanien seine Fortsetzung hat, versucht man durch solche Aeusserungen an der Griechenland-Front Ruhe zu haben.
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