EU-Gipfel: Europas riskantes Zeitspiel

AFPGriechenland gerettet, Italien und Spanien auf Besserungskurs: Die Euro-Welt sieht plötzlich wieder rosiger aus. Doch der Eindruck täuscht. Die vermeintliche Ruhe haben die Staaten den Geldspritzen der Zentralbank zu verdanken. Nun müssen sie die Zeit nutzen, um sich wirklich aus der Krise zu ziehen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818748,00.html
  1. #90

    Interessenlage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland gerettet, Italien und Spanien auf Besserungskurs: Die Euro-Welt sieht plötzlich wieder rosiger aus. Doch der Eindruck täuscht. Die vermeintliche Ruhe haben die Staaten den Geldspritzen der Zentralbank zu verdanken. Nun müssen sie die Zeit nutzen, um sich wirklich aus der Krise zu ziehen.

    EU-Gipfel: Europas riskantes Zeitspiel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Natürlich haben die Länder mit den höchsten Schulden ein Interesse an einer hohen Inflationsrate. Den Export begünstigt die Inflation ebenfalls. Nur gibt es kein Perpetuum Mobile. Die Energie, die dieses Vehikel vorantreibt, ist die stetig billiger werdende Arbeit. Soll heißen: die Rechnung zahlt der, der seine Arbeitskraft verkaufen muss. Auf diesem Markt herrscht seit Jahren Deflation. Und die wird sich voraussichtlich beschleunigen.
  2. #91

    So recht glauben will ich nicht daran.

    Ich bin einfach mal gespannt wie die Politik des billigen Geldes in 5-10 Jahren in ihrer Bilanz aussieht?

    Geht's uns dann so dreckig wie in den USA die auch immer wieder die Märkte mit Geld überflutet haben in der Hoffnung sich damit was erkaufen zu können.

    Als Laie werde ich den Eindruck nicht los das sich die EU Politik so durchmogeln will, bis gar nix mehr vor oder Zurück geht. Anstatt unangenehme Finazmarktreformen endlich in Angriff zu nehmen drückt man sich davor, weil man mit den Mächtigen Bankern keinen Ärger will.

    Die Quittung kommt bestimmt für dieses Theater, was seit Jahren andauert, und eigentlich nur durch eine Reform des Geldsystems gelöst werden kann.

    Die Fetten Jahre werden in immer kürzeren Abständen kommen, weil immer wieder eine Krise das Wachstum zerhaut.

    Ob ich mich irren kann?
    Logisch, es kann auch sein das Frau Dr. Merkel mit ihren Kurs Gold-Richtig liegt. So recht glauben will ich nicht daran.
  3. #92

    Ausgleich in der Eurozone = Armut nach unten und Reichtum nach oben angleichen?

    Zitat von Maria-Galeria Beitrag anzeigen
    Es ist schon interesant was da so passiert, eigentlich war schon vor der €- Einführung klar dass ein Ungleichverhältnis in den Lebenshaltungssystemen der div. Länder besteht, die einen haben einen
    relativ sehr hohen Lebensstandart z.B. wir, die anderen einen relativ sehr niedrigen z.B. Grichenland.
    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass all die schönen Rettungspakte letztlich bei den Banken landen, und damit trotz aller gegenteiliger Bekenntnisse wunderbarerweise vor allem bewirken, dass das Ungleichgewicht in der Eurozone weiter verstärkt wird?
    Zitat von Maria-Galeria Beitrag anzeigen
    Daß nun die Notwendigkeit besteht diese Diverenz auszugleichen um den Neidfaktor innerhalb des EU-Bereichs zu reduzieren und Frieden und Zusammenhalt zu schaffen das muß irgendwie hingedeichselt weden .
    Ah ja, das Wort Neid durfte natürlich nicht fehlen!
    Zitat von Maria-Galeria Beitrag anzeigen
    Dies gelingt vieleicht nun mit dem Zauberwort Sparen, einem Begriff den jeder versteht, also Gürtel
    noch enger schnallen, hoffentlich geht uns dabei nicht die Luft aus.
    Aufjedenfall stimmt der Spruch "geteiltes Leid ist halbes Leid"
    „Uns“ meint beim Thema sparen vermutlich wie immer die Bevölkerung am Ende der wirtschaftlichen Nahrungskette, oder?

    „Oben“ da sitzen ja die systemrelevanten „Heiligen Wirtschaftskühe“, welche die globalisierte Politik mangels selbstgefesseltem politischem Handlungsspielraum nur noch mit Geldopfern besänftigen kann!
  4. #93

    Nicht das Wissen, sondern das Wollen ist das Problem!

    oder: “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“

    Zitat von restauradores Beitrag anzeigen
    Ich finde die Unis sind an allem diesen Finanz- und Wirtschaftsgebahren schuld.

    Diese "Herren" (fast ausschließlich) müssen ihre Denk- und Handlungsweise ja irgendwo gelernt, eingetrichtert bekommen haben. Das ist wohl in erster Linie in den Studiengängen Betriebswirtschaft, Ökonomie, Jura, etc. geschehen, oder von zu Hause.
    Die Unis sind vermutlich das kleinste Problem.

    Sowohl die veröffentlichte Meinung als auch politische Entscheidungen werden bei verteilungsrelevanten Themen wie Sozial- oder Wirtschaftspolitik weniger von Sachkunde als vom Public Relation geprägt. Die führenden Politiker und Meinungsmacher interessieren sich schlicht und ergreifend meist mehr dafür, welches Handeln sich für sie selbst lohnt, als welche Entscheidungen für die Gesellschaft die Beste ist.
  5. #94

    Deutschland ist eine Besitzstandsgesellschafft, die Opfer nach unten abwälzt!

    Zitat von thawn Beitrag anzeigen
    Das ist eine Milchmädchenrechnung: Deutschland hat mit seinen Exporten bereits (denk des Euro) seit 10 Jahren prächtig an den anderen EU Ländern verdient jetzt sind diese in Zahlungsschwierigkeiten.
    Ihr vergleich sollte also folgendermassen lauten:
    Sie verkaufen 10 Jahre lang autos und werden dabei reich. Dann geraten einige Ihrer besten Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Deshalb helfen Sie denen durch die Krise, in der Hoffnung, dass Sie bald wieder prächtig an ihnen verdienen können.
    Das ist Ihre Propaganda-Rechnung!

    „Deutschland“ mag am Exportüberschuss verdient haben, aber eine große Anzahl Deutscher hat mit seinen Hungerlöhnen durch entmenschlichte Zeitarbeit, christlicher Gewerkschaftsmafia und ähnlichen politischen Schweinereien hart dafür bezahlt.

    Wenn jetzt denjenigen, die durch Deutschlands Exportfixierung in eine Krise geraten sind, geholfen werden soll, dann werden auch diese Opfer sicher von denen verlangt werden, denen schon für Sicherung und Ausbau des Exportüberschusses der Gürtel enger geschnallt wurde!
  6. #95

    Genauso Absurdistan,

    [QUOTE=thawn;9745736]Das ist eine Milchmädchenrechnung: Deutschland hat mit seinen Exporten bereits (denk des Euro) seit 10 Jahren prächtig an den anderen EU Ländern verdient jetzt sind diese in Zahlungsschwierigkeiten.
    Ihr vergleich sollte also folgendermassen lauten:
    Sie verkaufen 10 Jahre lang autos und werden dabei reich. Dann geraten einige Ihrer besten Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Deshalb helfen Sie denen durch die Krise, in der Hoffnung, dass Sie bald wieder prächtig an ihnen verdienen können.

    Deutschland exportiert viel, ja, auch schon zu DM Zeiten, und warum?
    Ein Zitat von den Alten, damit meine ich Großmütter und -väter:
    "Ich bin zu arm um billig (Ramsch) zu kaufen".
    Warum kaufen Griechen nicht ihre Ware (Autos etc.) in China, garantiert billiger.