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EU-Gipfel: Europas riskantes Zeitspiel
AFPGriechenland gerettet, Italien und Spanien auf Besserungskurs: Die Euro-Welt sieht plötzlich wieder rosiger aus. Doch der Eindruck täuscht. Die vermeintliche Ruhe haben die Staaten den Geldspritzen der Zentralbank zu verdanken. Nun müssen sie die Zeit nutzen, um sich wirklich aus der Krise zu ziehen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818748,00.html
- #90 02.03.2012 15:46 von
Interessenlage
Natürlich haben die Länder mit den höchsten Schulden ein Interesse an einer hohen Inflationsrate. Den Export begünstigt die Inflation ebenfalls. Nur gibt es kein Perpetuum Mobile. Die Energie, die dieses Vehikel vorantreibt, ist die stetig billiger werdende Arbeit. Soll heißen: die Rechnung zahlt der, der seine Arbeitskraft verkaufen muss. Auf diesem Markt herrscht seit Jahren Deflation. Und die wird sich voraussichtlich beschleunigen.
- #91 02.03.2012 16:40 von
So recht glauben will ich nicht daran.
Ich bin einfach mal gespannt wie die Politik des billigen Geldes in 5-10 Jahren in ihrer Bilanz aussieht?
Geht's uns dann so dreckig wie in den USA die auch immer wieder die Märkte mit Geld überflutet haben in der Hoffnung sich damit was erkaufen zu können.
Als Laie werde ich den Eindruck nicht los das sich die EU Politik so durchmogeln will, bis gar nix mehr vor oder Zurück geht. Anstatt unangenehme Finazmarktreformen endlich in Angriff zu nehmen drückt man sich davor, weil man mit den Mächtigen Bankern keinen Ärger will.
Die Quittung kommt bestimmt für dieses Theater, was seit Jahren andauert, und eigentlich nur durch eine Reform des Geldsystems gelöst werden kann.
Die Fetten Jahre werden in immer kürzeren Abständen kommen, weil immer wieder eine Krise das Wachstum zerhaut.
Ob ich mich irren kann?
Logisch, es kann auch sein das Frau Dr. Merkel mit ihren Kurs Gold-Richtig liegt. So recht glauben will ich nicht daran. - #92 02.03.2012 17:34 von
Ausgleich in der Eurozone = Armut nach unten und Reichtum nach oben angleichen?
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass all die schönen Rettungspakte letztlich bei den Banken landen, und damit trotz aller gegenteiliger Bekenntnisse wunderbarerweise vor allem bewirken, dass das Ungleichgewicht in der Eurozone weiter verstärkt wird?
Ah ja, das Wort Neid durfte natürlich nicht fehlen!
„Uns“ meint beim Thema sparen vermutlich wie immer die Bevölkerung am Ende der wirtschaftlichen Nahrungskette, oder?
„Oben“ da sitzen ja die systemrelevanten „Heiligen Wirtschaftskühe“, welche die globalisierte Politik mangels selbstgefesseltem politischem Handlungsspielraum nur noch mit Geldopfern besänftigen kann! - #93 02.03.2012 17:52 von
Nicht das Wissen, sondern das Wollen ist das Problem!
oder: “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“
Die Unis sind vermutlich das kleinste Problem.
Sowohl die veröffentlichte Meinung als auch politische Entscheidungen werden bei verteilungsrelevanten Themen wie Sozial- oder Wirtschaftspolitik weniger von Sachkunde als vom Public Relation geprägt. Die führenden Politiker und Meinungsmacher interessieren sich schlicht und ergreifend meist mehr dafür, welches Handeln sich für sie selbst lohnt, als welche Entscheidungen für die Gesellschaft die Beste ist. - #94 02.03.2012 18:06 von
Deutschland ist eine Besitzstandsgesellschafft, die Opfer nach unten abwälzt!
Das ist Ihre Propaganda-Rechnung!
„Deutschland“ mag am Exportüberschuss verdient haben, aber eine große Anzahl Deutscher hat mit seinen Hungerlöhnen durch entmenschlichte Zeitarbeit, christlicher Gewerkschaftsmafia und ähnlichen politischen Schweinereien hart dafür bezahlt.
Wenn jetzt denjenigen, die durch Deutschlands Exportfixierung in eine Krise geraten sind, geholfen werden soll, dann werden auch diese Opfer sicher von denen verlangt werden, denen schon für Sicherung und Ausbau des Exportüberschusses der Gürtel enger geschnallt wurde! - #95 03.03.2012 15:29 von
Genauso Absurdistan,
[QUOTE=thawn;9745736]Das ist eine Milchmädchenrechnung: Deutschland hat mit seinen Exporten bereits (denk des Euro) seit 10 Jahren prächtig an den anderen EU Ländern verdient jetzt sind diese in Zahlungsschwierigkeiten.
Ihr vergleich sollte also folgendermassen lauten:
Sie verkaufen 10 Jahre lang autos und werden dabei reich. Dann geraten einige Ihrer besten Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Deshalb helfen Sie denen durch die Krise, in der Hoffnung, dass Sie bald wieder prächtig an ihnen verdienen können.
Deutschland exportiert viel, ja, auch schon zu DM Zeiten, und warum?
Ein Zitat von den Alten, damit meine ich Großmütter und -väter:
"Ich bin zu arm um billig (Ramsch) zu kaufen".
Warum kaufen Griechen nicht ihre Ware (Autos etc.) in China, garantiert billiger.
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