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EU-Gipfel: Banken sollen Boni und Dividenden streichen

Es ist ein erster Mini-Erfolg: Kurz vor dem entscheidenden Treffen am Mittwochabend haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, ihren Banken mehr Eigenkapital vorzuschreiben. Um an das Geld zu kommen, sollen die Institute*notfalls Gehälter*kürzen und auf Ausschüttungen an die Aktionäre verzichten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...794208,00.html
  1. #30

    Gegenleistung

    Zitat von eckawol Beitrag anzeigen
    Warum soll ein Investor sich an einer Kapitalerhöhng einer Bank teilnehmen, wenn ihm in Aussicht gestellt wird, dass seine Bank in der Ausschüttungspolitik nicht frei in der Entscheidung sein wird. Wenn keine Dividende, was ist dann die Gegenleistung?
    Langfristig steigende Aktienkurse.

    Ein Investor würde eh langfristig investieren.

    Es gibt übrigens zahlreiche amerikanische AGs die keine Dividenden ausschütten. Der Aktienkurs steigt dann halt entsprechend.
  2. #31

    So ist es

    Zitat von Kampfbuckler Beitrag anzeigen
    und damit ein Straftatbestand,noch dazu wenn der Schuldner nicht bankrott ist,was ja Griechenland gar nicht sein darf
    und davon abgesehen, noch sind die Banken in Privatbesitz und entscheiden selbst über Boni, Gehälter und Dividenden - auch über Kapitalerhöhungen, übrigens! Gottlob -!! Will Frau Merkel die Aktionäre wieder mal zwangsenteignen, wie seinerzeit bei der HRE? Nur diesmal flächendeckend??
    Über die immensen Kosten eines solchen Squeeze out hat sich wohl niemand Gedanken gemacht, nehme ich an...
    Wieder mal nur Augenwischerei für's dumme (Wahl)Volk und Schlagzeile für BILD
  3. #32

    Wozu, wenn man auch die Wirtschaft abwürgen kann?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein erster Mini-Erfolg: Kurz vor dem entscheidenden Treffen am Mittwochabend haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, ihren Banken mehr Eigenkapital vorzuschreiben. Um an das Geld zu kommen, sollen die Institute*notfalls Gehälter*kürzen und auf Ausschüttungen an die Aktionäre verzichten.
    Wozu denn? Man kann doch für die Zielerreichung viel einfacher das Kreditgeschäft herunterfahren und damit die Wirtschaft abwürgen. Dank des großzügigen Zeitrahmens bis Mitte 2012 überhaupt kein Problem.

    Ihr Wahnsinnigen in Berlin und Brüssel: THINK!
  4. #33

    ...

    Zitat von ArnoNyhm1984 Beitrag anzeigen
    mal angenommen, ich gehe morgen zu meiner Bank und kaufe irgendeine griechische Staatsanleihe zu sagen wir mal €100.
    Nun kommt meine Bank ....
    Garnicht weil die Bank sich für Ihre Anleihen in Ihrem Depot nicht interessiert und sie ganz sicher nicht abschreibt. Das ist Ihr Bier. Die Bank schreibt ihre eigenen Anleihen ab.
  5. #34

    Wenn Sie

    Zitat von ArnoNyhm1984 Beitrag anzeigen
    mal angenommen, ich gehe morgen zu meiner Bank und kaufe irgendeine griechische Staatsanleihe zu sagen wir mal €100.
    Nun kommt meine Bank Morgen und sagt, sie hätte "freiwillig" 50% davon abgeschrieben, dann kann ich die Bank doch wg.....
    eine Staatsanleihe kaufen, dann gehört sie Ihnen und sie können frei darüber verfügen.
    Sie tragen damit selbst das Ausfallrisiko.

    Die Frage der Untreue ergibt sich für die Banken im Hinblick auf Staatsanleihen, die sie selbst halten, gegenüber ihren Aktionären.
    Hier ist aber die Frage interessant, ob die Bank durch einen Forderungsverzicht nicht größeren Schaden (z.B. Totalausfall) vom Institut abgewendet hat.
  6. #35

    Der Staat kann.....

    Zitat von anschy Beitrag anzeigen

    und davon abgesehen, noch sind die Banken in Privatbesitz und entscheiden selbst über Boni, Gehälter und Dividenden - auch über Kapitalerhöhungen, übrigens! Gottlob -!! Will Frau Merkel die Aktionäre wieder mal zwangsenteignen, wie seinerzeit bei der HRE? Nur diesmal flächendeckend??
    Über die immensen Kosten eines solchen Squeeze out hat sich wohl niemand Gedanken gemacht, nehme ich an...
    Wieder mal nur Augenwischerei für's dumme (Wahl)Volk und Schlagzeile für BILD
    Vielleicht haben Sie eines vergessen....dass die Banken nicht exterritorial sind und sich der Legislative zu beugen haben...wenn sie denn nun so entscheided.
    Ihren moeglichen Einwand, dass es sich hier dann vielleicht um Eingriffe in das Eigentumsrecht handeln koenne, koennte ein kurzer Blick ueber den Zaun klaeren....z.B. greift der Staat auch massiv in das Mietrecht ein und vergibt einseitig Candies, zu Lasten der Eigentuemer. Von den AKWs wollen wir jetzt garnicht reden....
  7. #36

    .

    Zitat von CancunMM Beitrag anzeigen
    1. es geht hier sicher nicht um den normalen Bankangestell-
    ten.
    glauben Sie? Was unterscheidet denn beispielsweise in einer Investmentbank den "kleinen" Angestellten vom "großen" Angestellten?
    2. Ich kenne kein Unternehmen der privaten Wirtschaft, der seinen Angestellten eine vertraglich garantierte Umsatzbeteiligung zahlt. Sie ist meist eine jederzeit widerrufbare Sonderzahlung. Also dürfte es in schwierigen Zeiten auch kein Problem sein, die Zulagen zu kürzen.
    Daß Sie das nicht kennen, mag sein. Aber bei den Banken ist dies durchaus üblich UND vertraglich geregelter Teil der Gehaltszahlung.
    3. Vielleicht sollte man einen modernen Pranger errichten. Banker, die eine gewisse Gehaltsobergrenze übersteigen.
    Ist das der Neid eines Besitzlosen? Kann es sein, daß Sie eigentlich keine Ahnung haben, was wer in einer Bank verdient und wie sich das zusammensetzt? Möglicherweise wären Sie enttäuscht, wenn Sie wüßten, wieviel (oder wie wenig) fester Gehaltsanteil (ohne Boni) gerade in den hohen Führungsebenen gezahlt wird.

    Ich meine auch, daß Boni prinzipiell in einem vernünftigen Verhältnis zum Geschäftserfolg stehen sollten. Wie sich der bemißt, kann aber von außen kaum beurteilt werden.
  8. #37

    Unsinn

    Zitat von Fprester Beitrag anzeigen
    Endlich! War längst überfällig und logisch. Was würde man zu einer Firma sagen, die kurz vor dem Konkurs steht, aber den Aktionären noch Dividenden und den leitenden Angestellten noch Boni für hervorragende Arbeit ausschüttet?
    Blödsinn. Die Banken stehen nicht entfernt am Rande des Bankrotts. Wenn ihnen der Gesetzgeber eine Erhöhung des Eigenkapital auferlegt, und sie deswegen auf einmal "unterkapitalisiert" sind, ist das ein buchhalterischer Taschenspielertrick der Regierung, den Banken Geld auf's Auge zu drücken, welches sie weder brauchen noch haben wollen. Hier geht es doch nur darum, einen Fuß in die Geschäftstätigkeit der Banken zu bekommen, und das ist nicht etwa wünschenswert sondern abzulehnen. Als abschreckende Beispiele von Politik bestimmter Geschäftstätigkeit kann man an etwa etlichen mehr oder weniger Pleite gegangenen Landesbanken bewundern.

    Wer immer noch glaubt, das würde auf einmal "besser", wenn die Politik die Geschäfte etwa der Deutschen Bank bestimmt, den kann man nur als borniert, lern- und erfahrungsresistent bezeichnen.
    Es hat enorm lange gedauert, bis dies auch bei den "führenden" Kreisen der EU gedämmert hat. Das von diesen Kreisen und vielen Journalisten als inkompetent betrachtete Volk hat es früher gemerkt.
    Wenn die Journalisten solchen Mist verbreiten, sind sie entweder inkompetent oder opportiunistisch oder beides.
  9. #38

    ...

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    Und weil die Staaten machen, was die Banken wollen, die Bankerstimmen aber nicht ausreichen, um gewählt zu werden, wird jetzt zur show beim Gipfel der ganz erhobene Zeigefinger geschwungen, und kaum ist alles in trockenen Tüchern, darf die Finanzwirtschaft wieder machen, was sie will...
    rabenkrähe
    Der Lobbyismus ist eine Pest, ich glaube auch, daß es so weitergehen wird. Erst wenn eine Katstrophe geschieht, wird sich etwas ändern, aber auch nur für ein paar Jahrzehnte, danach wird wieder das alte Stück aufgeführt.
  10. #39

    Unsinn

    Zitat von Fprester Beitrag anzeigen
    Endlich! War längst überfällig und logisch. Was würde man zu einer Firma sagen, die kurz vor dem Konkurs steht, aber den Aktionären noch Dividenden und den leitenden Angestellten noch Boni für hervorragende Arbeit ausschüttet?
    Blödsinn. Die Banken stehen nicht entfernt am Rande des Bankrotts. Wenn ihnen der Gesetzgeber eine Erhöhung des Eigenkapital auferlegt, und sie deswegen auf einmal "unterkapitalisiert" sind, ist das ein buchhalterischer Taschenspielertrick der Regierung, den Banken Geld auf's Auge zu drücken, welches sie weder brauchen noch haben wollen. Hier geht es doch nur darum, einen Fuß in die Geschäftstätigkeit der Banken zu bekommen, und das ist nicht etwa wünschenswert sondern abzulehnen. Als abschreckende Beispiele von Politik bestimmter Geschäftstätigkeit kann man an etwa etlichen mehr oder weniger Pleite gegangenen Landesbanken bewundern.

    Wer immer noch glaubt, das würde auf einmal "besser", wenn die Politik die Geschäfte etwa der Deutschen Bank bestimmt, den kann man nur als borniert, lern- und erfahrungsresistent bezeichnen.
    Es hat enorm lange gedauert, bis dies auch bei den "führenden" Kreisen der EU gedämmert hat. Das von diesen Kreisen und vielen Journalisten als inkompetent betrachtete Volk hat es früher gemerkt.
    Wenn die Journalisten solchen Mist verbreiten, sind sie entweder inkompetent oder opportiunistisch oder beides.

    @sysop: wissen Sie es besser? Lassen Sie uns teilhaben.








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