EU-Debatte um Konjunkturhilfen: Zum Wachsen zu arm

dapdDas neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832329,00.html
  1. #50

    Zitat von muunoy Beitrag anzeigen
    Wen meinen Sie denn mit den Reichen? Ab wann ist ein Einkommen für Sie hoch? In DE zahlt man als Single den Spitzensteuersatz von ca. 48% (inkl. Soli und Kirche) bereits ab einem Jahreseinkommen von 53 TEUR.
    ...
    Die Kirchensteuer sollten Sie hier abziehen, die ihr Ihr Privatvergnügen. Es würde Sie nur einen Gang zum Amt kosten, um diese zukünftig einzusparen.

    Die 75% Steuer für Reiche stammen von Hollande. Der will Einkommen von über 1 Million jährlich mit diesem Steuersatz besteuern. Was hierzulande sofort gerne aufgegriffen wurde.

    Mit Ihren 53 TEUR sind Sie da also sowas von weit weg, dass Ihr Panikbeitrag schlichtweg überflüsig ist.
  2. #51

    Zitat von Direwolf Beitrag anzeigen
    läuft am Ende darauf hinaus, dass der Bankenhandel einfach über einen Server im Ausland läuft und sie bei jeder Überweisung - zB Miete oder ähnliches - zahlen, das sind nämlich auch Transaktionen und zwar genau diejenigen, die nicht ausweichen können.
    Die durchsichtige Masche, den vermeintlich dummen kleinen Männern und Frauen die Angst einzujagen, dass sie allein am Ende zahlen werden. Glauben Sie wirklich, das Volk, selbst der viel zu duldsame deutsche Michel, wurde es mitmachen, wenn solche notwendigen Überweisungen etc. nicht explizit von einer Transaktionssteuer ausgenommen wären?
  3. #52

    Alternative Strukturreformen

    - einfachere Steuergesetze, keine Steuerschlupflöcher
    - bessere Verbrechensbekämpfug, die Mafia kostet Milliarden
    - die Abschaffung von Bargeld spart Geld + weniger Schwarzgeld
    - Börsenumsatzsteuer bekämpft Spekulation und bringt Geld ein
    - Förderung von KI und Robotik
  4. #53

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Das Problem sind doch in wirklichkeit überdimensionierte Staatsapparate und Sozialsysteme sowie ein Vorschriftendschungel, der Privatinitiative im Keim erstickt. Ein Land wie D mit hochproduktiven Industrien und guter Infrastruktur kann sich sowas leisten, für andere ist es ein unbezahlbarer Luxus.

    Ein Land kann nur dann gut leben, wenn reale Werte geschaffen werden, in Landwirtschaft, Industrie oder in echten Dienstleistungen, zB im Tourismus. Beamte und Staatsbedienstete dagegen sind Kostgänger der Realwirtschaft, jemehr es davon im Verhältnis gibt, desto schlechter geht es den Menschen. Man kann zwar Geld drucken und es den Leuten in die Hand geben, essen kann man das aber nicht.
    Es sind nicht die Beamten und es sind auch nicht die Sozialleistungen die größten Kostgänger der Realwirtschaft - es sind die Teile der Finanzwirtschaft, die behaupten, ein Mehrfaches von dem Wert, der von der weltweiten Realwirtschaft gedeckt ist, mit ihren Finanzgeschäften "erwirtschaftet" zu haben. Da ebendiese Teile der Finanzwirtschaft aber ganz genau wissen, dass dies unmöglich ist, geht es vor allem darum, so viel ihrer virtuellen Vermögen wie eben möglich in reale Werte umzutauschen.

    Und ja, Sie haben Recht: je massiver dieser Umtausch von virtuellem Vermögen in reale Werte betrieben wird, umso schlechter geht es den Menschen. Um das zu sehen, brauchen Sie sich nur die steigenden Reallohnverluste seit vielen Jahren bei gleichzeitigen teilweise massiven Preissteigerungen anzusehen. Gemessen am damals normalen Lebensstandard ging es den Menschen hierzulande vor 30 Jahren besser als heute!
  5. #54

    Streiten wir uns nicht drum, lassen wir das Kind doch in den Brunnen fallen !

    Man bedarf keiner Gehirnwäsche, um zweifelsfrei zu erkennen, dass dieser Staat nach altertümlichen Methoden gemanaged wird und hoffnungslos überschuldet ist. Logischerweise ist er nicht mehr kreditwürdig.
    Das Problem wird sich (hoffentlich früher als später) durch seinen Bankrott erledigen.
    Dann werden alle mitessenden Beamten verschwinden und der Rest wird einen verschlankten Staat nach modernen Methoden so ausrichten, dass er den langfristigen Bedürfnissen der Bevölkerung dienen wird und nicht länger der schaffung immer neuer Pöstchen, Pfründe und Pensionen des Beamten"Adels".

    Zitat von k-f-a Beitrag anzeigen
    Das ist Ihre Meinung. Sie gehören offenbar zur aussterbenden Spezies der FDP-Wähler...

    Erstens: Der Staat kann eben nicht nur "günstigere Rahmenbedingungen" schaffen. Das hat Ihnen die INSM-Gehirnwäsche erfolgreich ins Gehirn gemeißelt, wahr ist es aber nicht. Wikipedia: "Ende 2005 arbeiteten rund 4,6 Millionen Menschen in Deutschland im öffentlichen Dienst, die Zahl der Beschäftigten ist seit vielen Jahren rückläufig." Der Staat ist mit Abstand der größte Arbeitgeber im Lande; Tarifabschlüsse beispielsweise haben unmittelbaren und deutlichen Einfluß auf die deutsche Volkswirtschaft.

    Zweitens: Es gibt ein riesiges Aufgabengebiet für den Staat, die öffentliche Infrastruktur. Sehen Sie sich einfach mal an, welche Milliardensummen dafür Jahr für Jahr in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden stehen. Auch hier hat staatliches Handeln natürlich direkte Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft.

    Drittens: Man kann sich einen "Nachtwächterstaat" wünschen oder auch nicht, unmöglich ist er nicht, genausowenig wie das Gegenteil: ein wirtschaftspolitisch aktiver Staat, der sich nicht nur als Handlanger der privaten Interessen einiger weniger selbsternannter "Eliten" versteht.
  6. #55

    Zitat von Regulisssima Beitrag anzeigen
    Man bedarf keiner Gehirnwäsche, um zweifelsfrei zu erkennen, dass dieser Staat nach altertümlichen Methoden gemanaged wird und hoffnungslos überschuldet ist. Logischerweise ist er nicht mehr kreditwürdig.
    Also soweit ich weiß, bekommt unser Staat von den Ratingagenturen immer noch die besten Noten. "Nicht mehr kreditwürdig" sieht anders aus.

    Nicht der Staat allein, sondern alle Sektoren der Volkswirtschaft sind mehr oder weniger verschuldet. Das liegt an unserem Geldsystem, das wirtschaftliches Wachstum nur über neue Schulden zuläßt. Hier nochmal die Zahlen von 2007, extra für Sie:

    Staat: 1.500 Mrd
    Privathaushalte: 1.500 Mrd
    Unternehmen: 4.500 Mrd
    Ausland: 5.000 Mrd
    Finanzsektor: 9.000 Mrd

    Wie Sie sehen, ist der Staat noch nichtmal der Schlimmste, ganz im Gegenteil. Achten Sie auf die Finanzwirtschaft: Am meisten hat sie selbst sich bei sich selbst verschuldet (au backe, wat für'n Satz). Zusammen sind das 21,5 Billionen Euro Schulden - exakt dasselbe wie die Summe aller Guthaben. Ergo, wenn alle Sektoren alle ihre Schulden abbauen, haben wir in diesem System keinerlei Geld mehr. Da wird sich die Schwäbische Hausfrau aber strecken müssen, um nicht mehr auszugeben als sie hat.

    Das Problem wird sich (hoffentlich früher als später) durch seinen Bankrott erledigen.
    Da könnten Sie allerdings recht haben; ich sehe auch nicht, wie sich die Krise lösen läßt, indem man so schnell wie möglich alles wieder genauso macht wie davor...
  7. #56

    Zitat von fuchs008 Beitrag anzeigen
    In der Privatwirtschaft geht man insolvent. Ein Teil oder alle Schulden werden erlassen. Nur so ist ein wirtschaftlicher Neuanfang möglich.
    Bei einer Privatinsolvenz steht die Restschuldbefreiung aber erst am Ende, zuvor ist noch eine "Wohlverhaltensphase" zu überstehen. Der Betroffene muss in dieser Zeit alles, was er oberhalb der Pfändungsgrenze verdient an seine Gläubiger abtreten. Diese Phase dauert etwa sechs Jahre.

    Für Griechenland würde dies bedeuten, dass die Staatsausgaben sechs Jahre auf ein Minimum reduziert werden müssten (Sparhaushalt) und die restlichen Einnahmen an die Gläubiger gehen. Das lehnen Spinner wie Tsipras ab. Die wollen nicht sparen. "Wohlverhaltensphase" kann man das dann wohl kaum nennen. Entsprechend gibt's auch keine Restschuldbefreiung.
  8. #57

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Man muß nur den Willen zum durchsetzen haben.

    Das kann man einfach regeln:
    Jedes Kontobewegung in Deutschland wird geprüft und entsprechend besteuert, egal wo der Server steht oder das Institut seinen Sitz hat. Sollte sich die Bank daran nicht halten, droht der Lizenzentzug.
    Eben, Kontobewegungen in Deutschland können Sie prüfen, so fängt man den kleinen Mann. Die Banken dagegen wickeln ihre Geschäfte im Ausland ab, da können Sie gar nix prüfen. Die sind dann fein raus.
  9. #58

    Stichwort Pfändungsgrenze

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Bei einer Privatinsolvenz steht die Restschuldbefreiung aber erst am Ende, zuvor ist noch eine "Wohlverhaltensphase" zu überstehen. Der Betroffene muss in dieser Zeit alles, was er oberhalb der Pfändungsgrenze verdient an seine Gläubiger abtreten. Diese Phase dauert etwa sechs Jahre.

    Für Griechenland würde dies bedeuten, dass die Staatsausgaben sechs Jahre auf ein Minimum reduziert werden müssten (Sparhaushalt) und die restlichen Einnahmen an die Gläubiger gehen. Das lehnen Spinner wie Tsipras ab. Die wollen nicht sparen. "Wohlverhaltensphase" kann man das dann wohl kaum nennen. Entsprechend gibt's auch keine Restschuldbefreiung.
    Ist Ihnen aufgefallen, dass die Politiker immer von einer "ungeordneten Insolvenz" sprechen. Niemand will über eine geordnete Insolvenz reden bzw. ein "Pfändungsgrenze" festlegen.
    Das genau wäre aber im Interesse der Menschen: Darf ein insolventer Staat sich noch Kindergärten leisten, wieviel Sozialhilfe darf noch gezahlt werden, muss es Obdachlose geben, wird Kultur komplett gestrichen?
    Genau davon will niemand reden und Deutschland zahlt die Zinsen auf griechische Schulden immer weiter. Den Griechen nützt das nichts und den Deutschen schadet es.
    Erst die Menschen, dann das Geld. Staatsbankrott jetzt!
  10. #59

    Können sie natürlich machen

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Sie geben die typische FDP-Panik - Mache wieder.
    Ob Server oder nicht ist wurscht. Alles eine Frage der Gesetzgebung.
    Steuerpflicht entsteht am Wohnsitz des Auftraggebers.
    Und für welche Transaktionen sie gilt kann man ebenfalls festlegen.
    Die Transaktionssteuer ist wie so vieles nicht gottgeben, also verhandelbar.
    Aber wenn sie alle Transaktionen rausnehmen, dann wird ihre Steuer wenig aufkommen haben und sie glauben doch nicht ernsthaft, dass der Aufkommensstarke Innerbankenhandel etc. dann noch in D ist oder das London ihnen einen Durchschlag aller getätigten Überweisungen der City überläßt