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EU-Debatte um Konjunkturhilfen: Zum Wachsen zu arm

dapdDas neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832329,00.html
  1. #10

    Grundprobleme bleiben bestehen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    Die Grundprobleme der gemeinsamen Währungsunion bleiben weiterhin bestehen und dies ist die eigentliche Ursache für die fehlende Wachstumsdynamik. Volkswirtschaften mit völlig unterschiedlichen ökonomischen und technologischen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten, mit völlig unterschiedlichen Konjunkturzyklen, befinden sich in einer einheitlichen Währung. Der fehlende flexible, zeitnahe und marktkonforme Wechselkurs fehlt als Ausgleichs- und Anpassungsinstrument.

    Für die "dynamischen Wachstumsländer" bedeutet dies, dass alle Aufwertungsgewinne als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende entfallen, deren eigene binnenkonjunkturelle Entwicklung (Realentgeltfindung, Steuersenkungspotential, Entschuldungsmöglichkeiten) wird behindert. Die fehlenden Abwertungsmöglichkeiten der heutigen Europroblemvolkswirtschaften, die dies u.a. über Sparprogrammen kompensieren müssen, fehlt dazu das Geld für konjunkturelle Stimulationen und müssen staatliche Stützungsmaßnahmen für Banken leisten. Die Abschwungphase verstärkt und verfestigt sich. Die volkswirtschaftliche Divergenz der einzelnen Länder innerhalb der EU nimmt weiter zu.

    Die bisherigen Hilfsmaßnahmen für die Eurowährungszone und für die Banken, also der Aufkauf von Staatsanleihen, EFSF, der kommende ESM, Target 2, LTRO, ELA, SMP, Europool (Zusammenfassung aller Leistungsbilanzsalden), gefährden mittel- und langfristig die Geld- und Währungsstabilität (siehe Rücktritte von Axel Weber und von Jürgen Stark). Die ökonomischen Ungleichgewichte können aber mit diesen Maßnahmen nur kurzfristig überwunden werden, eine wirkliche Alternative bieten diese jedoch nicht für die heutigen Problemvolkswirtschaften. Für uns selbst und für andere "Stabilitätsländer" bedeutet dies ein mehr an Haftungsgarantieübernahmen, ein weiterer Verlust an binnenkonjunktureller Erholung und Stabilisierung (Investitionen in die Infrastruktur, Schuldenabbau, Fiskalpakt). Unsere eigenen Entwicklungsmöglickeiten werden nachhaltig und dauerhaft eingeengt und beschränkt.

    Dazu einige Hintergrundanalysen, die diese Zusammenhänge besser verdeutlichen können:

    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Währungsexperte Hankel: Rückführung zur Wechselkursunion - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Rettungsschirm: EFSF soll Spaniens Banken retten - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Economy, Business & Finance: 'HB': Spanierin soll ESM-Rettungsfonds leiten - Schäuble wird Euro-Gruppen-Chef - Wirtschaftswoche
    ESM: Rechnungshöfe fordern Nachbesserung - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    Tja, wenn Wachstum nur noch durch einen immer weiter vergrößteren Staatsapparat möglich ist braucht man in der Tat Geld. Und am Ende wird es nie reichen, da die Verschwendungssucht des Staates unendlich ist.

    Nur sollte man sich mal fragen, obs diese Strohfeuer bringt, und ob man Wachstum nicht auch anders erreichen kann, zB indem man schwachsinnige Gesetze endlich außer Kraft setzt.
    Die Reglementierung der Wirtschaft, und damit meine ich den nicht-Banken Anteil der Wirtschaft, ist zuviel.
    Unternehmensgründungen zu schwer, die Ausbildung nicht darauf ausgelegt.
    Anstatt die Schüler mit Religionsunterricht zu nerven, könnte man doch ein Fach "Wirtschaftskunde" haben, indem praktische Fähigkeiten vermittelt werden.

    In Deutschland hatten wir ein geringes Konjunkturprogramm in der Wirtschaftskrise - es hat uns mehr geholfen als die gigantischen Ausgaben der anderen Länder.
  3. #12

    Geld ist nicht nötig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    Geld ist nicht nötig, Abbau von Bürokratie und preiswerte Energie wären viel wichtiger. EEG abschaffen, Gesetze entrümpeln, Bürokraten entlassen.
  4. #13

    Das Geld ist doch nicht das Problem

    Das Problem ist wie es geschaffen wird (durch Schulden) und wie es verteilt ist.Solange nicht ganau hier angesetzt wird, geht alles so weiter wie bisher, geradewegs in die Katastrophe. Es ist schon unglaublich. Da haben unsere Politiker uns, aus welchen Gruenden auch immer, an die "Maerkte" verschachert und wir halten diesem pervertierten System auch noch Stange, in dem wir immer wieder die selben Kraefte wahlen, welche uns erst diese ganze Sch...... eingebrockt haben. Einen Funken Hoffnung gibt die Wahl von Hollande auch wenn bezweifelt werden darf, dass er noch die Macht dazu hat, seine Ziele gegen die "Maerkte" umzusetzten.
  5. #14

    Lügenbolde

    Es darf einfach nicht wahr sein: 1. Wachstum ist keine Option (Club of Rome) - 2. Es ist genug Geld da, es ist nur falsch verteilt (Heiner Geißer) - 3. Das ist genau der Boden, auf dem die PiratenPartei üppig blüht - Zur Wahrheit gibt es nun mal keine Alternative, basta!
  6. #15

    Staatsinsolvenz!

    In der Privatwirtschaft geht man insolvent. Ein Teil oder alle Schulden werden erlassen. Nur so ist ein wirtschaftlicher Neuanfang möglich.
    Das ist bei Staaten nicht anders, Argentinien hat es vor kurzerm erst gezeigt.
    Die einzigen die die Staatsinsolvenz als Katastrophe darstellen sind die großen Finanzinstituate (kein Wunder) und ihre Helfershelfer in der Politik.
    Ich hoffe, dass die Griechen bei der Neuwahl den alten "Eliten" noch mehr stimmen entziehen und den Staatsbankrott erklären. Erst die Menschen, dann das Geld!
    Und falls jetzt jemand das Scheinargument kolportieren will, dass es dann keine Finanzinvestoren mehr gibt, die griechische Staatsanleihen kaufen: Umso besser, die Staatsanleihen sind das Übel. Die Finanzinvestoren sind die Dealer und die Politiker die Junkies, nicht andersrum. Schäuble träumt von der Schuldenbremse, nach einer Staatsinsolvenz bekämen die Griechen die Schuldenbremse von den Finanzinvestoren geschenkt.
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    Sind wir wirklich arm? Haben wir wirklich kein Geld für eine vernünftige Politik?

    It is as ridiculous for a nation to say to its citizens, "You must consume less because we are short of money," as it would be for an airline to say, "Our planes are flying, but we cannot take you because we are short of tickets." -- Sheldon Emry, "Billions for the Bankers, Debts for the People"
  8. #17

    Es mangelt nicht an Geld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    Dass es "an Geld mangelt" ist schlicht und einfach falsch. Vielmehr ist das viele Geld in viel zu wenigen Händen, verursacht durch Steuermodelle, welche durchweg jene begünstigen, die viel haben und jene noch weiter ausbeutet, die mit Müh und Not über die Runden kommen.
    Das gilt für Deutschland, Großbrittannien und sicher auch für Italien, also den Großteil der wichtigen EU Länder, während Frankreich auch schon in diese Richtung ging, im letzten Moment aber seinen Politikern gezeigt hat, dass es doch noch imstande ist, eine Revolution durchzuführen.
    Ich wünschte mir, dass Frankreich auch ein Beispiel für Deutschland sein könnte.
    Wenn Hollandes Idee, Gehälter, die über eine Million Euro hinausgehen, mit 75% zu besteuern, umgesetzt wird, dann wird sich so manch einer wundern, wie viel Geld plötzlich zur Verfügung steht.
    Und auch unsere allesbesserwissenden Politiker, die zu feige sind, Reiche zu besteuern und lieber von "Managergehälter begrenzen" schwadronieren, werden plötzlich ziemlich nackt dastehen. Das tun sie schon heute, aber noch merkt es keiner, dank der Gehirnwäsche, die jeden Tag von den Medien praktiziert wird.
  9. #18

    Netter Vorshlag

    Zitat von hienstorfer Beitrag anzeigen
    Wenn jeder Lehrer beispielsweise auf 5% seines Gehaltes verzichtet, dann können 5% mehr Lehrer eingestellt werden.

    Alternativmodelle: Bayern und Berlin liess seine Beamten 42h arbeiten, 5% länger bei gleichem Gehalt.
    Wie kommen sie den auf diese Rechnung? Meinen sie das jetzt Brutto oder Netto? Arbeitsmittel, Schreibtische und diverse andere Kosten sollen woher kommen?
    Sie scheinen zu vergessen das ein Arbeitsplatz wesentlich mehr kostet als nur das Gehalt.
    Dank unseres Gorreichen Beamtentum floriert dann die Wirtschaft?

    Hier mein Vorschlag:
    Lehrer sollten Doppelschichten einführen. Die Schulkinder gehen, wie in Brasilien, morgens oder Nachmittags aufgeteilt in zwei Gruppen zur Schule. Das bringt fast eine verdoppelung der Effektivität.

    Beamte werden 3 Schichten arbeiten, ohne Zuschläge. Auch hier bringt es eine enorme Einsparung.

    das ersparte Geld kann dann zur echten konjunkturhilfe verwendet werden.

    Ich hoffe sie erkennen meine Ironie.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Zauberwort in Europa heißt Wachstum. Neben dem Sparen soll ein zweiter Akzent gesetzt werden - wie es der designierte französische Präsident François Hollande fordert. Doch für eine ambitionierte Konjunkturagenda mangelt es am Geld.

    EU will im Juni Wachstumspakt beschließen - SPIEGEL ONLINE
    von welcher Seite kommen diese Forderungen?
    Natürlich von den Sozialisten.
    Die können nur fremd verdientes Geld zum Fenster hinauswerfen.
    Wenn da nichts mehr zu holen ist dann eben neue Schulden!








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