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EU-Beschluss: Postmärkte müssen spätestens 2013 geöffnet werden

In der Europäischen Union sind spätestens 2013 alle Postmärkte für den Wettbewerb offen. Darauf haben sich die EU-Staaten in Luxemburg verständigt. Die meisten Länder sollen ausländische Wettbewerber sogar schon Anfang 2011 zulassen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508965,00.html
  1. #1

    Fortschritt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Europäischen Union sind spätestens 2013 alle Postmärkte für den Wettbewerb offen. Darauf haben sich die EU-Staaten in Luxemburg verständigt. Die meisten Länder sollen ausländische Wettbewerber sogar schon Anfang 2011 zulassen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508965,00.html
    bin ich echt mal der Erste? Ahemm, also...
    ... ich behalte meine Abneigung gegen die Postprivatisierung. Briefpost ist für mich immer noch ein strukturfördernder öffentlicher Dienst par excellence, bis auf die letzte Hallig und auf die letzte Alm zum gleichen Preis.
    Wer daraus heute ein Geschäft machen will, betreibt Rosinenpickerei, d.h. er kümmert sich z.B. um die Großkunden, lässt deren Werbebriefe zu Millionen an unschuldige Haushalte verteilen und wenn die selber mal einen Brief schreiben, finden sie keinen Briefkasten, geschweige denn eine Postfiliale. Auf dem Land (ich kenne die Situation in Frankreich) sind die Postfilialen wichtige Anlaufstellen und ersetzen manches Sozialhilfezentrum. Aber sowas zahlt sich ja nicht aus für die Herren. Also wird plattgemacht, was noch was bedeutet.
    Außerdem nervt mich jetzt schon, dass man nie weiß, ob die Post nun schon da war, oder nicht, weil immer noch so'n clownesker Bote hinterher kommt. Führt am Ende dazu, dass man alles erst am nächsten Tag findet. Ein Tag Verlust. Wo ist der Fortschritt???
  2. #2

    Schlimmer kanns nicht mehr werden

    Zitat von Ernst Robert Beitrag anzeigen
    Auf dem Land (ich kenne die Situation in Frankreich) sind die Postfilialen wichtige Anlaufstellen und ersetzen manches Sozialhilfezentrum. Aber sowas zahlt sich ja nicht aus für die Herren. Also wird plattgemacht, was noch was bedeutet.
    Da kennen Sie aber offenbar wirklich nur die Situation in Frankreich und nicht die in Deutschland. Die Postfilialen auf dem Land sind hierzulande schon seit Jahren allesamt platt gemacht worden. Das hat die Post schon längst alleine geschafft, trotz Briefmonopols.

    Postfilialen gibt es nur im x km entfernten nächst größerem Städtchen und in den ehemaligen Filialen in den Döfern erinnert nichts mehr daran das hier mal die Post drin war.

    Packete werden, sofern man bei Zustellung nicht anwesend war, in der umfunktionierten Garage von Nachbar Müller abgeholt, der mehr schlecht als recht jetzt Postfiliale spielen darf (was sich zu 99% auf das aushändigen besagter Packete beschränckt, von sonstigen Postangeboten hat er genauso wenig Ahnung wie jeder andere Privatmann) und wo das Postschildchen, dass er so der Wohnzimmerfensterbank stehen hat so das man es von außen sieht, das einzige ist was sein Privathaus von den Privathäusern drum herum unterscheidet und als Postfiliale kennzeichned.
  3. #3

    Beamte als Totengräber einer guten Idee;o).

    Zitat von Ernst Robert Beitrag anzeigen
    bin ich echt mal der Erste? Ahemm, also...
    ... ich behalte meine Abneigung gegen die Postprivatisierung. Briefpost ist für mich immer noch ein strukturfördernder öffentlicher Dienst par excellence, bis auf die letzte Hallig und auf die letzte Alm zum gleichen Preis........
    Tja, wir Alten, wir haben immer so komische Vorstellungen von dem was einen Staat ausmacht. Ein Staat ist reich, wenn seine Bürger reich sind, nicht wenn unsere Staatsdiener alles vertickt haben, woran man Deutschland festmachen konnte. Das war z.B. mal so ein Spruch, wie Pünktlich wie die Eisenbahn, usw.

    Mit der Post ist es genau so: Sie wollen in den Urlaub fahren und sagen Ihrem Briefträger bescheid, dass Sie 3 Wochen verreist sind. Das war zu Zeiten der Bundes-Post kostenlos und ausreichend. Heute müssen Sie das 3-5 Postdienstleistern mitteilen und vor allem, auch 3-5 Mal bezahlen. Pro Zusteller beträgt das ca. 15€ und wenn es nicht funktioniert, können Sie losen, wem Sie Ihr Leid schildern wollen.

    Lauter Verbesserungen, die die Welt (Deutschland) nicht braucht. Es geht nicht mehr um meinen Brief, sondern darum 1€ Jobber auszubeuten und selber nicht mehr zu arbeiten.

    Wenn die Beamten, die heute den Weg frei machen, für die Privatisierung, ihren Beruf im Sinne der Kundschaft erfüllt hätten, gäbe es noch keinen Provider, der uns Klingeltöne für ein Schweinegeld verkaufte. Aber diese braven Postbeamten haben lieber die Länge eines Telefonkabels vermietet. Sie waren die Totengräber einer guten Idee. Die Idee war, der Staat sorgt für seine Bürger, nicht lass dich lieber von einem Privaten auslutschen, das wird dann doch noch bequemer, nicht billiger;o).

    MfG. Rainer


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