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EU-Bericht: Flut synthetischer Drogen kaum kontrollierbar
AFPPraktisch jede Woche haben Ermittler 2011 eine neue synthetische Droge entdeckt, das sind mehr als in jedem anderen Jahr zuvor. Experten warnen: Auch wenn die Stoffe noch nicht verboten sind, kann die Einnahme tödlich sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...829971,00.html
- #10 26.04.2012 19:24 von
Das ist seit ewigen Zeiten
immer das selbe: Wer mit Drogen, gleich welcher Art, ob legal oder illegal, mehr oder weniger gesundheitsschädlich, nichts zu tun haben will, der nimmt sie eben nicht. Wer sich dafür doch interessiert, wird sie nehmen, ganz gleich, ob legal, illegal, potentiell tödlich oder einigermassen harmlos. Da hilft kein Gesetz und kein noch so sehr vorhandener politischer Wille. Die Geschichte der Prohibitionszeit in den USA hat fast jede Facette der Problematik bereits erwähnt...muss man sich nur ansehen.
- #11 26.04.2012 19:28 von
- #12 26.04.2012 19:35 von
- #13 26.04.2012 19:58 von
können die Jugendlichen ihren Chemiedreck vor Ort von erfahrenen Chemikern die im Präventivbereich arbeiten testen lassen um was es sich wirklich handelt.Trotzdem sterben noch immer viel zu viele an irgendeinem zusammengebrautem Zeug, das meiste kommt aus der Tschechei, wo Drogen legal sind.
Aber auch hier im Ruhrpott starben einige Junkies im Frühjahr an einer russ.Substanz. Ganz natürliches chem.unbehandeltes Gras hat noch nie jemand den Tod gebracht, daher sollten die Jungen wenn schon denn schon dabei bleiben.
Gänzlich ausmerzen wird man Drogen nie können, dazu ist der Milliardenmarkt zu groß. - #14 26.04.2012 20:09 von
Zwei Vorteile der Legalisierung
der einen oder anderen Droge (ab gewisser Wirkungen müsste man eher von Kampfmitteln reden, oder wahlweise von Massenvernichtungswaffen) sind zweifelsohne diese:
1. Steuereinnahmen statt Kosten für poliz. Dealerjagd
2. Qualität, also etwa Knockout-Gras nach dem niederländischen Reinheitsgebot von 2013, somit gesundheitlich einigermassen ok.
Wäre zu überlegen... - #15 26.04.2012 20:11 von
Am ende des Tages kann jeder machen was er will ... soll sich ja angeblich um eine FREIE WELT handeln in der wir Leben (wer es glaubt wird Seelig!)!
Aus Medizinischer Sicht ist Kokain im Vergleich mit Alkohol in allen belangen nicht schädlicher oder besser! Gesetzt den Fall der Konsum findet im Verantwortbaren Rahmen statt (Häufigkeit und Menge) !
Für das Gehirn ist Alkohol Konsum tatsächlich so ziemlich das schlimmste was die Menschheit an Rauschmitteln je Entwickelt hat ... sagt die Gehirnforschung ... kein wunder das Alkohol so beliebt ist!
Aber um überhaupt eine Politische Mehrheit zu bekommen ist das Thema "Legalisierung Weicher Drogen" nun mal der einzige Weg um überhaupt einen Schritt nach vorne zu kommen! - #16 26.04.2012 20:13 von
Was im Artikel praktischerweise unerwähnt bleibt : der rasante Anstieg an neuen Designerdrogen hat auch direkt mit dem Frühwarnsystem der EU und dem daraus resultierenden Verbotseifer zu tun.
Der Designerdrogenmarkt verhält sich da ähnlich wie die klassische Hydra (nur, dass herkuleisches Ausbrennen der Stümpfe auch nicht weiterhilft).
Sobald ein Cannabinoid, Cathinon, Amphetamin, Tryptamin, Arylcyclohexylamin oder beta-Phenethylamin verboten wird, kommen zwei neue nach. Oder gleich zwei Dutzend.
Der graue Markt würde ja bei ein paar halbwegs erprobten und populären Substanzen bleiben, aber wenn ein Kassenschlager verboten wird, müssen erst mal haufenweise Nachfolger unters Volk gebracht werden, bis sich wieder etwas findet, dass den Konsumenten ähnlich zusagt.
Das wird noch mal dadurch potenziert, dass die Gesetzgebung in jedem Land anders ausfällt- die Händler verkaufen schließlich in globalem Maßstab und wenn in einem wichtigen Markt wie den USA auch nur das Verbot eines populären Halluzinogens wie 2C-E droht, wird umgehend dafür gesorgt, dass ein Nachfolger bereitsteht.
Wenn man dann direkt ganze Stoffgruppen verbietet wie bspw. im Vereinigten Königreich, wird es paradoxerweise noch schlimmer. Dann wird auf noch breiterer Front nach neuen Drogen gesucht und es erscheinen komplett neue Substanzgruppen auf der Bildfläche, die noch unvorhersehbarer in ihren Effekten sind.
Möglicherweise beruhen die dann noch auf einer neuen Substitutionsmethode für bekannte Stoffe - so findet dann ein exponentielles Wachstum des Drogenangebots statt.
Diese Wechselwirkungen verschweigt der Artikel, die Folgen kann man allerdings dort nachlesen.
Dabei ist der klassische Schwarzmarkt noch gar nicht inbegriffen- natürlich halten sich manche neuen Drogen dort auch nach dem Verbot, ganz zu schweigen von den Leuten, die sich durch Großeinkaufspreise halblegaler Designerdrogen zum Amateurdealer berufen fühlen und dann falsch deklarierte Designerdrogen unters Partyvolk bringen.
Da beginnt das echte "Roulettespiel", bei dem der Konsument wirklich nicht mehr absehen kann, was er kriegt.
Zwischenzeitlich verweigert sich die Politik weiter der Möglichkeit, Konsumenten ihre Drogen wenigstens ohne gigantischen Aufwand testen zu lassen. Man hält lieber weiter die Fassade aufrecht und lässt die Leute krepieren, statt wenigstens auf die Konsumenten zuzugehen, die sich nicht komplett zerstören wollen.
Ein Armutszeugnis sondergleichen. - #17 26.04.2012 20:17 von
- #18 26.04.2012 20:35 von
Droge=Medizin=Droge=Medizin...?
Eben, und weil das so ist, sei hier ein Unterschied angemerkt: Pharmakonzerne dürfen (ihrer Gigantenlobby zum Trotz) irgendwelches Zeug nur auf den Markt bringen, wenn die Gesetze (so schlampig oder von Unwissenheit geprägt sie in manchem Fall auch erscheinen mögen) es zulassen. Da sind uferlos viele Bestimmungen zu erfüllen, Tests (leider auch Tierversuche) vorzuweisen, etc....
Genau dieses Prozedere ist bei privater Experimentalchemie zur Erforschung bislang unbekannter Bewusstseinszustände nicht vorgesehen, daher sollte, im Sinne einer Legalisierung, welche Kosten spart, vieles vereinfacht und weniger kriminalisiert, jeder neue Wirkstoff ein vergleichbares Testszenario durchlaufen müssen, bevor er auf die Leute losgelassen wird. Nur wenig Steuer, dafür einigermassen unschädlich. - #19 26.04.2012 20:35 von
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