Essay: Wir Westalgiker

Wie die Westdeutschen der inneren Einheit Deutschlands im Wege stehen

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,721781,00.html
  1. #1

    Bayern

    das schönste ,wirtschaftlich erfolgreichste Bundesland und auch das stärkste...............und als erster beim Jammern......siehe Pendlerpauschale.

    Jammerbajuwaren-sie müssten eigentlich die letzten sein wenn es um's jammern geht,oder?
  2. #2

    Endlich sagts mal einer...

    Sehr schöner Artikel, es ist doch so im Westen wie im Osten: Die, die am meisten meckern, wissen doch am wenigsten über den anderen.
  3. #3

    Da steht niemand jemand im Weg!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie die Westdeutschen der inneren Einheit Deutschlands im Wege stehen

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,721781,00.html
    .... Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt...
    .
    hat nie jemanden wirklich interessiert, war immer aufgesetzte Phrase. Politiker, für die nicht, da ging es um Macht, Geschäft... Aber der kleine Mann/Frau...?
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    Ob in China, Ostpreussen oder Sachsen ein Sack Reis umfiel war egal. Im Eigenen Dorf, Stadt, Stadtteil, das war und ist auch heute noch wichtig.
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    Mauer, Weihnachten ne Kerze ins Fenster, Päckchen in die Zone.... Fensterreden, wie Sonntags in die Kirche und dann 6 Tage wieder Steuern hinterziehen, oder die Frau/ die Angestellten betrügen... :-)
    .
    Was soll dieses Einheitsgerede? Sind wir wieder wer?
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    Zum Vereinigungsbonus hier ein netter Link:
    http://www.generationenprojekt.de/19...nert-1990.html
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    Dann werd ich jetzt mal nach drüben machen, aber ich glaube ich werde es nicht finden.
    .
    Gruss
    Sikasuu
  4. #4

    Jammern unter diesen Voraussetzungen kein Wunder?

    Ich war kein Freund der Wiedervereinigung. Das mal vorweg. Von mir aus hätte es damals keine Revolution geben müssen. Ich war damals 14 Jahre alt und versprach mir persönlich nichts davon. Es ging uns doch bestens. Damals im Westen.
    Stopped reading there.

    Ich war beim Mauerfall fast gleich alt (13) und wusste als Wessi ebenfalls herzlich wenig über die Lebenswirklichkeit im Osten, aber das war es wohl an Gemeinsamkeiten. Für mich traf nämlich viel eher die Aussage "jetzt wächst zusammen, was zusammengehört" zu. Insofern kann ich mich mit einem "Jammerwessi" nicht identifizieren und deshalb habe ich mir dann den Rest des Artikels konsequenterweise auch gleich ganz geschenkt. :-)
  5. #5

    Jammerwessis

    Ein wirklich interessanter Ausdruck " Jammerwessis". Ich kannte Ihn bisher nur unter " Jammerossis", die sich auf Kosten der Westdeutschen ein schönes Leben machen und dennoch ständig mit allem unzufrieden sind. Dies liegt vermutlich an der sozialistischen Erziehung im Arbeiter und Bauernstaat.
    Der Artikel ist als Provokation gedacht und sollte auch als solche gesehen werden. Seid 20 Jahren schleifen wir Wessis die Ossis mit durch und ein Ende ist leider nicht in Sicht.

    LEIDER.....
  6. #6

    Bemerkenswert ist, wie wir die deutsche Einheit finanziert haben.

    Mit einem Schlag hatte Deutschland 1990-1993 die Zahl seiner Rentenberechtigten und seiner
    Arbeitslosengeldberechtigten erhöht. Manche Erwerbsbiographien nach der Wende (3 Jahre Arbeitslosengeld 1991-
    1993, anschließend Arbeitslosenhilfe, dann Vorruhestand, dann Rente) kamen ohne Erwerbsarbeit aus.

    Wie wurde das offenkundige Problem gelöst? Natürlich durften schon damals westdeutsche Rentenberechtigte nicht darunter finanziell leiden, dass ihre ostdeutschen Altersgeschwister ähnlich hohe Renten erhalten sollten wie sie- zahlen durften es die Jüngeren in Ost und West, so sie -noch- einen Arbeitsplatz hatten, durch höhere Beiträge. Unerwartet von der Politik kam es anschließend zum Arbeitsplatzabbau, insbesondere dem Abbau von sozialversicherten Arbeitsplätzen in Ost und West..

    Mittlerweile wird in Deutschland der Löwenanteil der Staatshaushalte und der Sozialversicherungen zur Alterssicherung unserer älteren Generation eingesetzt. Bleibt halt nicht mehr viel übrig für die anderen.
    Ob dieses Modell allerdings Zukunft hat?
  7. #7

    Essay: Wir Westalgiker

    Sorry, aber ich kann es nicht mehr hören!!! Der Osten, der Osten und noch einmal der Osten. Bis dato sind über 2 Billionen Euro an Transferleistung in den Osten geflossen und es reicht immer noch nicht?!
    Im Westen verfällt die Infrastruktur, der Osten blüht auf, dank Flüsterasphalt und liebevoll restaurierten Innstädten, Brücken, einer überdimensionierte Infrastruktur (Geld ist ja genug da).
    Fünf nichtlebensfähige Minibundesländer mit Länderparlament, Verwaltungs- und Beamtenapparat etc. mit der Schuldenhauptstadt Berlin an der Spitze!
    Wann wird diese heilige Kuh endlich geschlachtet?

    Die Sozialsysteme wurden ausgeplündert (lieben Gruß von den Rentnern und Arbeitnehmern), wertloses Papier, das heißt die Ost-Mark wurde im Verhältnis 2:1 getauscht, ein Millionenheer von Rentner integriert, Beamte in den Staatsdienst übernommen, und schließlich noch die Geldvernichtungsmaschine Treuhand installiert, es reicht!

    Kein vernünftiger Mensch würde seinem (eigentlich fremden) Anverwandten eine solche Menge an Blut spenden, das damit sein eigenes Leben bzw. überleben gefährdet wird.
    Der Westen Deutschlands allerdings setzt diese Selbstkannibalisierung munter fort, abgewirtschaftete Städte im Ruhrgebiet, denen das Wasser bis zum Halse steht, führen gezwungener Maßen weitere Mittel für den Aufbau Ost ab, ein Altenheim mit Autobahnanschluss und digitalen Telefonnetz.
    Bundesländer an dem sich nur Dank üppigster Subventionen (aus Steuermitteln) Unternehmen ansiedeln, wie z. B. BMW, oder Siemens etc.
    „Dem Deutschen Volk“ prangt über dem Eingang zum Reichstagsgebäude, eigentlich müsste es heißen, dem Ostdeutschen Volk.
    Die Bundesregierung kommt ihren Auftrag und ihrer Verantwortung gegenüber dem gesamten deutschen Volk schon lange nicht mehr nach.
    Das Verfassungsgericht mogelt sich mit ausgefeilten Formulierungen um ein Urteil bezüglich des Endes des Solidaritätszuschlags herum.
    Denn eins ist gewiss, ohne den „Soli“ wird sich der „Osten“ wie ein Mühlstein um den Hals des „Westens“ legen und diesen mit in die Tiefe reißen.
    Betrachtet man die Kosten hat der „Westen“ den zweiten Weltkrieg zum zweiten Mal verloren.
    Freiheit ist schön, man muss sie allerdings auch bezahlen können!
  8. #8

    Selten so einen Schwachsinn gelesen!

    Das Hauptproblem ist der in den Genen weiter vererbte Förderalismus. Ein Hamburger fordert für HH den Song Contest ein, weil immer von Hamburg die Punkte vergeben wurden; der Berliner fordert den Song Contest ein, weil Berlin die Hauptstadt ist. Dass Düsseldorf übereinstimmend in der ganzen Republik die preiswertesten und besten Voraussetzungen hat, wird im förderalem Gehirn ausser Kraft gesetzt. Und so ist es auch im Verhältnis zwischen Ost und West. Bin ich in Sachsen, habe ich das Gefühl, im Mittelpunkt der Welt zu sein. In Bayern tut man sich schwer mit dem Aussprechen von Mecklenburg-Vorpommern. Das Jammern, welches hier beschrieben wird, ist die Last im Osten: gleiche Löhne, gleichen Wohlstand, gleiche Privilegien, aber PDS wählen. Ein Mitarbeiter aus Sachsen - Anhalt erhielt nach der Privatisierung seines Betriebes
    einen Passat. Besuchte er einen Kunden in Westdeutschland, wurde zuerst 1x die DDR und dann Sachsen-Anhalt gefeiert. Kaufte der Kunde nicht, dann war er der brutale Kapitalist. Doch keine Unruhe: der Konflikt ist nicht der zwischen Ost und West, es ist der Konflikt zwischen den Schwaben und den Badenern, zwischen den Düsseldorfern und den Münchenern usw. Nur dieses zu verändern, dauert, ich sag mal, 100 Generationen.
  9. #9

    Toller Artikel!

    Ich kann mich gut mit dem Schreiber des Artikels identifizieren.
    Ich wuchs zwar in Frankfurt und nicht im Rheinland auf, hatte aber ähnliche Gefühle beim Mauerfall wie der Autor - nämlich keine. Ohne Bekannte und Verwandte aus der DDR waren die Bilder im Fernsehen nur ein paar feiernde Leute, zu denen mir der Bezug fehlte. Erst in den letzten 10 Jahren konnte ich Freundschaften in den Osten aufbauen. Die kompletten 90er hindurch waren die neuen Bundesländer für mich zwar existent aber vollkommen belanglos.

    Wie wenig ich auch heute noch vom Osten weis, zeigte mir letzte Woche ein Spiegelartikel über die Ost-Band Silly, die mir bis dato völlig unbekannt ist. Ich kenne irgendwie jeweils mehr Musiker auf Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Japan, China, etc. als aus der ehemaligen DDR.

    Wenn ich manchmal in den neuen Bundesländern bin schaue ich in den Lebensmittelläden gezielt nach Ostprodukten wie Halloren Kugeln, Zetti Knusperflocken oder Vita Cola - alle sind mir kulturell so fremd wie wenn ich in Japan Pocky, Calpis oder Ramune kaufe.