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Essay: Keine Angst!
marco-urban.deWarum die anderen Parteien von den Piraten lernen müssen Von Constanze Kurz
http://www.spiegel.de/0,1518,826112,00.html
- #1 10.04.2012 12:43 von
Bemerkenswert
Bemerkenswert ist, dass dies der erste Beitrag bei SPON, der nicht mir Hohn, Spott oder Angst argumentiert.
Ich denke, die Intelligenz der Bürger zu nutzen, anstatt sie zu beleidigen ist eine gute Methode, um Probleme zu lösen oder auch Konksens für unbequeme Lösungen zu finden.
Leider funktioniert dieses Verfahren nicht, bei Organisationen, deren Lebenszweck auf Machterhalt anstatt Problemlösung ausgelegt ist.
(Sonst wären wir nicht so hochgradig verschuldet - eine direkte Folge des Wettberwerbs um Machterhalt.)
Good luck! - #2 10.04.2012 12:49 von
Oh mein Gott
Oh, Mann. Kein einziger neuer Gedanke, das alles stand schon vor einem Jahr überall. Und noch nicht mal die Blickrichtung stimmt: Die Frage ist ja, was bedeutet die technologische Aufrüstung der Politik eigentlich? Klar, es gibt weniger Klüngelei. Aber was bedeutet das? Demokratie? Freiheit? Schon mal dran gedacht, ein bisschen darüber nachzudenken? Diese Zustandsbeschreibung mit "Essay" zu titeln ist frech.
- #3 10.04.2012 12:50 von
- #4 10.04.2012 12:54 von
Sie wollen aber nicht lernen …
… die abgehobene Politik fordert jetzt ihren Tribut und eine Kehrtwende angesichts der Piraten macht sie ja nicht gerade glaubwürdiger. Auch wenn die Dauervorwürfe der politischen Unerfahrenheit kein Ende nehmen wollen, die ein oder anderen inneren Querelen hinzukommen und kein ultimatives Programm steht, welches auch bei anderen Parteien nicht die Halbwertszeit einer Legislatur hat, so sind sie wenigstens ein Hoffnungsträger.
Krasser konnte es in den letzten Jahren nicht kommen. Regierung und Opposition ganz offenkundig gegen jeden Volkswillen, so etwas schreit halt nach „Verenterung“. Die politischen Elefanten rasen blind auf den Abgrund zu, hören schon ewig nicht mehr auf die Wähler und wohl auch dieses gut gemeinte Essay wird niemanden aus der grauen Runde zum Nachdenken bringen,
Sind wir nicht alle irgendwie Piraten, ich denke wenn wir noch keine Piraten sind, dann müssen wir uns wohl oder übel auf den Weg machen welche zu werden, gerade wegen der zuvor erwähnten hoffnungslosen, abgehobenen Politik der CxU, xPD Parteien und der Grünen. Gerade letztere haben ihre flotten Turnschuhe schon lange zugunsten elitärer Designer-Schühchen abgegeben.
Gefühlt möchte ich meinen, dass insbesondere die NRW Wahl einige Parteien komplett versenken könnte und einige schwer angeschossen aus dem Gefecht hervorgehen werden. Jetzt darf dann jeder schon mal für sich raten wer da Wasser Saufen geht … weiter so, es braucht Bewegung … (°!°) - #5 10.04.2012 12:54 von
Da Capo!
Bravo, gut erkannt.
Aber das lernen fällt den Parteien schwer.
Die CDU/CSU ist bis ins Mark "internetfeindlich".
Sie hat diese "Medium" solange verteufelt (als Tummelplatz von Pädophilen, Raubkopieren und Anarchos), dass es ihr schwerfallen wird ihrer (ohnehin vergreisten) Stammwählerschaft klar zu machen, dass das Internet positive Seiten hat.
Zudem wollen sämtliche Innenminister das Internet "überwachen" - und würgen damit eine offene Diskussion schon von Anfang an ab.
Die SPD hat eine ähnliche Haltung zur Generation Internet.
Sie ist nur klug genug dieses Misstrauen nicht zu äußern.
Die FDP beißt wild um sich, weil sie ins bodenlose stürzt.
Und erkennt, dass die Piraten den "liberalen Sektor" zu besetzen beginnen.
Die Piraten können sich die Hände reiben:
Die platten Attacken der großen Parteien treiben ihnen die Wähler zu.
Seinerseits haben die wüsten Attacken auf die Grünen (aus den gleichen Ecken) diese gestärkt. Nun ist es bei den Piraten ebenso.
Ja, ich wähle die Piraten.
Nicht weil ich ihnen Regierungskompetenz zutraue.
Ich denke aber sie bringen neue Ideen (liquid democracy) - #6 10.04.2012 12:55 von
Populismus
"um die aktuellen Krisen zu lösen, braucht Politik eine breitere Basis. "
Eine breite Basis? Das ist ja Populismus. Politik ist doch ausschliesslich fuer die Eliten. Der dumme Poebel ist nur zum abmelken da hat aber ansonsten die Fresse zu halten. - #7 10.04.2012 12:59 von
- #8 10.04.2012 13:06 von
Danke Frau Kunze
Sehr guter Artikel. Genau so sehe ich das auch.
Es gibt Risiken, die wird es immer geben, aber die Chancen für eine sinnvolle Veränderung in der politischen Struktur überwiegen bei weitem.
Nicht die Piraten müssen sich den anderen Parteien anpassen, genau umgekehrt läuft es.
Wer politisch überleben will, muss seine Parteistrukturen denen der Piraten anpassen.
Und wer früher damit anfängt, wird eher davon profitieren. - #9 10.04.2012 13:06 von
Endlich
Nach 3 Jahren hat SPON es endlich verstanden =P
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