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Essay: Keine Angst!

marco-urban.deWarum die anderen Parteien von den Piraten lernen müssen Von Constanze Kurz

http://www.spiegel.de/0,1518,826112,00.html
  1. #100

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Hat den Satz nicht schon Karl V gesagt oder Ramses der Grosse oder irgendein Steinzeit-Häuptling? Das ist doch eine total inhaltsleere Phrase, die man immer und überall dreschen kann.
    Das ist das Gegenstück zur: Man muss aber auch den Mut haben unpopuläre Maßnahmen/Politik zu betreiben.

    Wegen solcher gequirlten K.... hoffe ich auch auf noch höhere Piratenakzeptanz.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  2. #101

    ...

    Zitat von buenaire Beitrag anzeigen
    Die Frage ist ja, was bedeutet die technologische Aufrüstung der Politik eigentlich? Klar, es gibt weniger Klüngelei. Aber was bedeutet das? Demokratie?

    Ja, genau, wie in Hessen wo ein Pirat 200x Follower in Liquid Feedback hat und damit halt eine bestimmende Stellung hat. Was zumindest nach außen wenig Transparent ist.

    Ämter haben in gewisser Weise auch eine Transparenzfunktion.

    Vieles was die Piraten derzeit machen, können sie machen weil sie nicht im Parlament sind. Sobald man im Parlament ist, ist manches Transparente vorbei und auch einiges an Basisdemokratisches.

    Da die Piraten ja betonen das sie auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, werden sie sich da auch anpassen müssen.
    Den Abgeordnete sind nunmal frei und nur ihrem Gewissen verpflichtet. Ein imperatives Manadat kontrolliert durch die Basis ist nicht Grundgesetzgemäß. Da beißt die Maus keinen Faden ab und an dem Apfel haben wir Grüne auch schon geknabbert. ;)

    Genauso gibt es genügend im Parlament womit man nicht an die Öffenlichkeit rennen kann. Sei es bei der inneren Sicherheit, wenn es um Verträge geht.
    Das man Dinge ändern kann, ist klar. Aber man sollte so ehrlich sein und zugeben das man erstmal genau wie alle Anderen nach den Spielregeln nunmal spielen muss.
  3. #102

    Ich ahnte es,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum die anderen Parteien von den Piraten lernen müssen Von Constanze Kurz

    http://www.spiegel.de/0,1518,826112,00.html
    daß sich bei/in den Piraten positives entwickelt, verfolgte ich doch Ihr Tun, zunehmend begeistert, von Anfang an:
    Mahner, Anpacker, Demokratie-und Offenheit-Besessen, Anschieber, Katalysator für Deutschland...

    Deshalb auch folgendes Zitat aus dem Kommentar von Constanze Kurz:

    Zitat: "Die große Chance läge darin, dass die anderen Parteien die faszinierende Möglichkeit zum Neustart der politischen Beteiligung durch Einbeziehung neuer technischer Möglichkeiten ebenfalls nutzen. Dazu bedarf es jedoch einer grundlegenden Änderung im Selbstverständnis."

    Gerade jetzt aktuell an Hand der Diskussion um Grass,
    90% (?) der Foristen für Grass und die Wahrheit,
    aber sich selbst berufen habende Retter des Abendlandes a la Robbe...
    in der absoluten Minderheit, aber die Meinung brutal bestimmend, präsent auf allen Kanälen, und ständig mit Ihrem Herrschaftswissen prahlend, es aber dem Volk nicht mitteilend,
    ist dieses verfaulende demokratische System in Deutschland
    schmerzhaft sichtbar,
    und trotz allen Eifers im SPON die eigene Gewißheit:
    Teilhabe ausgeschlossen.

    Mich begeistern die Piraten, auch weil..., siehe obiges Zitat,
    Wahlen stehen an,
    ich werde mich neu orientieren, und genau schauen,
    welche von den etablierten Parteien fähig ist zu lernen!
  4. #103

    Großer Irrtum!!!

    Zitat von ChakaChaka Beitrag anzeigen
    Eine Partei, die sich Piratenpartei nennt, kommt so putzig und unbedarft daher wie Pipi Langstrumpf.

    Allein der Name wird auf Dauer zum Hindernis auf dem Weg zu einer ernst zunehmenden Partei. Wie soll die eine signifikante Kernwählerschaft auf sich vereinigen?

    Ausserdem, das Phänomen von plötzlich aus einer real-existierenden Unzufriedenheit heraus geborenen Partei, die mal gerade 1-1 1/2 Legislaturperioden überdauert, hat es immer schon gegeben. Das Protestwählerpotential ist gross. Aber ein hohes Potential garantiert noch keine sonderliche Leistung. Die STATT-Partei war so ein Paradebeispiel von Wählerverirrung: einst medial hochgejubelt als neue Bürgerpartei - zugegeben rechtslastig - aber schliesslich nach wenigen Jahren als Flop endend mit einem Gründungsvater der sich nach der pPeite offenkundig in Brasilien durchkokst ( Schill-Outing: "Jetzt wirkt das Koks bei mir" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama ).

    Das Problem der STATT-Partei war zudem, dass sie von Rechten unterwandert wurden - etwas, dass man den netten Störtebeker-Piraten nicht wirklich wünscht. Aber ob ein zwitschernder Schwarm (Twitterern) die Unterwanderung von rechts überhaupt verhindern kann? Ich wage das zu bezweifeln. Dazu sind die Tweeties dann noch etwas zu süß.

    Die Piraten geben ihrem Namen übrigens alle Ehre: sie kupfern in Ermangelung eigener Programmatik in weiten Teilen von den Grünen sowie von der Spasspartei F.D.P. ab. Die Beachtung des Urheberrechts ist nicht die Stärke von Piraten aue der Piratenbucht (piratebay).

    Ihr einzig originäres Thema ist das internet. Eigentlich nichts besonderes - so what?
    Das internet schafft nichts, was es nicht schon in der analogen Welt gäbe. Menschlicher Sinn und Irrsinn werden per internet lediglich verstärkt und liegen enger beieinander - einen Mausklick entfernt.
    Dafür verbraucht das internet mit all den datenverarbeitenden Instanzen ganz schön viel Strom!

    Die Piraten sind ganz putzig. Aber im Ernst - wenn am Sonntag Bundeswahl wäre, würde ich als Piratensympatisant dann doch lieber eine erwachsene Partei, zumal mit einem kleineren Männerüberschuss und mit einem gehaltvolleren originären Parteiprogramm wählen.
    Der Rechtspopulist Ronald Barnabas Schill hat nichts, aber überhaupt nichts mit der STATT-Partei zu tun. Schills Partei war die PRO (Partei rechtsstaatlche Offensive) und koalierte mit der CDU während zu einem früheren Zeitpunkt die Stattpartei den SPD-Senat tolerierte. Beiden Parteien war eines gemeinsam: nach einer Wahlperiode war es vorbei.
  5. #104

    Zitat von Kashban Beitrag anzeigen
    Jepp, haben sie.

    Zu den positiven Seiten des Internets zählen:

    - Freier, unzensierter Meinungsaustausch
    - Informationen, die auf anderem Wege nicht verfügbar sind (z.B. aus Bürgerkriegsgebieten, Wikileaks).
    - Wikipedia
    - Youtube
    - In der westlichen Welt würde die Wirtschaft ohne das Internet sofort zusammen brechen.
    - Überwinden von geographischen Hürden
    - In den arabischen Ländern wurden die Revolutionen hauptsächlich über das Internet koordiniert.
    - Politische Meinungsbildung und -teilhabe ohne Zugangshürden

    .
    Stimmt, vor dem Internet konnte niemand seine Meinung frei äußern, es gab auch keine Journalisten in Bürgerkriegsgebieten (und wikileaks hat seine Informationen ja auch nicht ganz analog über die Presse veröffentlicht...), keine Enzyklopädien und keine Videotheken, die Wirtschaft bestand aus Tauschwirtschaft, mit entfernten Ländern konnte man kaum kommunizieren, Revolutionen gab's auch keine (die französische Revolution wurde von einem Shitstorm auf twitter ausgelöst) und in einer Partei durfte man nur nach Prüfung der Gesinnung und Erfüllen der Eintrittsvaussetzungen mitmachen.

    Sorry, dass Internet hat vieles (auch zum Guten) verändert, aber es gab auch ein Leben vor dem Internet.
    Und auch das Internet hat Licht- und Schattenseiten.
  6. #105

    Zitat von robinato Beitrag anzeigen
    1. Dass es in der Politik um Macht geht, muss man nicht aus Naivität verdammen, sondern als konstituierendes Element des Subsystems Politik begreifen. Es ist nichts schlechtes, ...
    Das Politik Macht bedeutet - das ist dem letztlich feudalistischen System geschuldet, von wenigen die sich als "Elite" bezeichnen, und die IHRE Visionen umsetzen wollen -dabei sich die Macht "nehmen" die Visionen der vielen anderen letztlich nur beiseite zu schieben! Das muss keineswegs so sein - man muss nur von dem Selbstherrlichen Verständnis der sog. Eliten Abstand nehmen das deren "Visionen" etwas mit den "Visionen" der Menschen zu tun haben!
    Macht über andere zu haben ist keineswegs etwas "gutes" - es ist eben nur der Wunsch anderen seine eigenen Vorstellungen aufoktruieren zu konnen - und das .. das kann man durchaus wieder abschaffen!

    2. Es geht nicht darum, ob die "Masse" klüger sein kann als einzelne Individuen, sondern darum, dass sie eventuell weniger Komplexität verarbeiten kann. Moderne Problemlösungen ...
    Lösungsszenarien haben immer eine Komplexität die letztlich die Fähigkeiten eines Individuums übersteigen das gesamte im Blick zu haben. Es gibt eben kein "richtigen oder falschen Ziele/Entscheidungen" - sondern ganze Entscheidungszenarien - und die sind so komplex das "einzelne oder wenige" diese überhaupt nicht überblicken können - sie nehmen einfach nur gerade die Lösung die vor ihrer Nasenspitze liegt, die SIE überblicken können, und alles andere fällt hintenherunter!
    Alleine schon das einbringen von vielen unterschiedlichen Sichtwinkeln erhöht aber die Anzahl der Betrachtungsweisen auf Probleme und Zielfindungen , es wird erstmal die Basis geschafft möglichst viele Aspekte des gesamten Problems zu erfassen , und sich nicht nur auf die Nasenspitze denke von wenigen zu konzentrieren!
    Und genau das schafft erstmal die Basis dafür unter den vielen - sich möglicherweise ähnlichen Lösungen - die aber unterschiedliche Wertungen haben die für "alle am günstigesten" und auch akzeptiertesten herauszufinden. Etwas was die "Parteien-Oligarchie" prinzipiell überhaupt nicht kann!

    Solche Systeme sind deshalb schon vorteilhafter, weil sie gleich zu Anfang nicht einfach das nächstliegende , sondern das was für alle am akzeptabelsten bevorzugen, die Frage der "revidierbarkeit" stellt sich da letztlich dann weitaus weniger .. als bei Nasenspitzen denke!

    3. Wenn sich aus diesen Gründen die liquid democracy in ein normales parteiinternes Entscheidungsinstrument wandelt (vielleicht mit ein bisschen 2.0 oder 3.0-Flair aufgehübscht), werden ...
    Wohl eher nicht - und was ist "normales parteiinternes Entscheidungsinstrument? Das Klassische - der Vorstand bestimmt?
    Gerade Liquid Democracy ist ja da vollkommen anders - das "normale Machtsystem der Parteien" hat dort keine bedeutung mehr, es kommt nicht mehr darauf an was der Vorsitzende oder treue Parteisoldaten sagen , sondern darauf in welche Richtung der Entscheidungsprozess aller geht!

    Und die Realität, das ist immer die Realität der Menschen .. nicht die der Visionen von wenigen .. Die Struktur der klas. Parteien hält da inzwischen eher der Realität nicht mehr stand!
  7. #106

    abwarten und DANN urteilen

    Zitat von jancker Beitrag anzeigen
    Wer regiert und keine Ahnung hat, ist im Prinzip egal!

    Im Gegensatz zu den etablierten Parteien verheizen die Piraten keine Menschen und Material in Afghanistan und schmeißen auch nicht das Geld der Steuerzahler für ein vollkommenn unnötiges Euro-Projekt aus dem Fenster! Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern!
    NOCH nicht, ganz einfach weil sie nicht drin sind. Ich kann mich noch sehr gut an die grossen Töne erinnern, die die Grünen einst gespuckt haben, und was ist draus geworden?
    Hartz4
    Deregulierung des Bankenwesens
    Kosovo-Krieg
    Afghanistan
    Die Liste darf fortgegührt werden.
  8. #107

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Ähnlich wurde früher auch bei den Grünen argumentiert.
    Wenn die Piraten in die Landtage oder den Bundestag ziehen so führt dies zwangsweise dazu, dass sich die anderen Parteien mit deren Themen beschäftigen und diese ebenso besetzen.
    Dinge wie das "Zensursula"-Gesetz wird es nicht mehr geben, allein aus machtpolitischen Kalkül.
    Das hat ja bekanntlich die FDP verhindert.
    Wusste gar nicht, dass da machtpolitisches Kalkül dahinter stand.
    Waren die damaligen Umfragewerte der FDP so schlecht?
  9. #108

    Da kann ich nicht ganz mitgehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum die anderen Parteien von den Piraten lernen müssen Von Constanze Kurz

    http://www.spiegel.de/0,1518,826112,00.html
    Mit diesem Artikel kann ich nicht ganz mitgehen, es stimmt zwar das sie anders sind, aber das auch nur zum Anfang, denn wenn sie wirklich echte politische, gesellschaftliche Arbeit machen wollen dann werden sie in vielen Teilen ihres noch jetzigen handeln umdenken müssen.

    Man kann kaum Entscheidungen finden in dem alle mit dareinquatschen, es mag ja lustig sein, aber einer muss die Gruppe schon eine Führung geben und ihnen die Richtung weisen, sonst können sie nie zu einem dauerhaften Ergebnis kommen.

    Transparents in der Politik ist schon angebracht, aber es kann nicht gleich die ganze Bevölkerung davon wissen was und wie man was vor hat, denn dann funken die politischen Gegner immer dazwischen.

    Ich glaube nicht das anderer Parteien auf Dauer von diesen Leuten Angst bekommen müssen, es wird nur ein Strohfeuer sein, der allerdings auch dazu beitragen könnte das andere Parteien mal etwas ehrlicher und offerner werden, aber mehr nicht.

    Und wer nun befürchten muss von der politischen Bühne zu verschwinden, weil die Piraten ihren Platz einnehmen könnten, der hat doch schon längst abgewirtschaftet.

    Diese Piraten sind wirklich wie ihr Name schon sagt nur Piraten, denn sie haben gar nicht vor die Politik auf Dauer mitzuentscheiden, sie wollen nur mal etwas Krach machen und dann wieder von selbst verschwinden, so ungerfähr sagte es doch einst einer der Oberpiraten selbst.
    HR
  10. #109

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Toll, die BILD könnte die miesen Cliechés nicht besser bedienen. Die Autorin hat überhaupt keine Ahnung über die Diskussionsprozesse in anderen Parteien, sie labert nur den (arbeitsscheuen, nicht ehrenamtlich tätigen) Stammtisch nach! Dies erklärt auch die aktuell guten Umfragewerte - da kann der Kleinbürger mit der geballten Faust in der Tasche "denen da oben" es mal so richtig zeigen, gell?
    Na, wer hier wohl die geballte Faust in der Tasche hat ? -:)


    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Die letzten Infos, die man so über das Innenleben der Piraten zu hören bekam, zeigen ja eigentlich nur, dass diese junge Partei noch sehr viel lernen muss...
    Einige lernen, einige eben nicht.

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Und nebenbei: bei den Jusos haben wir schon vor 10 Jahren ähnliches wie "Liquid feedback" benutzt. Und für Themen, die programmatisch be- bzw. überarbeitet werden mussten, haben wir überparteiliche Arbeitsgruppen gebildet, wo jede/r mitarbeiten durfte/konnte. Es wäre schön gewesen, wenn es ein wenig mehr Engagement junger Leute gegeben hätte. ...
    Genützt hat es Ihren Spezialdemokraten aber augenscheinlich nicht.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt








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