Es war so schlimm, dass ich fast schon an Comedy oder Satire dachte, aber dann machte dieser unsägliche Herr Fliege den Mund auf und es wurde mir klar, der meint das alles bitterernst und er duldet praktisch keine Widerworte. Er saß vorn auf der Kante seines Sofas, immer ganzkörperlich dem zugewandt, der gerade den Mund auf- und zuklappte, und er machte ununterbrochen den Eindruck, sich jederzeit, sofort und auf der Stelle mahnend und widersprechend einschalten zu wollen.
Uwe Ochsenknechts Rolle blieb mir bis zum Schluss verborgen; er ist intellektuell derart minderprivilegiert, dass er erstens kaum zu verstehen ist, und zweitens vermutlich wirklich jemanden braucht, der ihm sagt, ob er morgens Rock oder Hose anziehen soll.
Frau von Sinnen sollte wirklich bei Comedysendungen bleiben, da kann man sich einreden, sie meint das ja alles gar nicht so.
Michael Salomon wirkte entkrampfend, das war schon mal was, aber sein erwähntes Dauerlächeln kann auch mildeste Menschen nach gewisser Zeit aggressiv machen, zumal er sich damit eine Esoteriker-Tricks bedient: Immer lächeln, bis die Trulla gegenüber sowieso nicht mehr zuhört, sondern nur noch weg will.
Über Fau Maischberger mit ihren antrainierten Feine-Damen-Lispeln möchte ich lieber nichts schreiben. Es ist ein so schöner Tag, wozu sich den verderben?
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